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Patienteninformation zu Pethidin Streuli®:Streuli Pharma AG
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AMZV

Was ist Pethidin Streuli und wann wird es angewendet?

Pethidin Streuli ist ein sehr wirksamer Abkömmling des Morphins und eignet sich vor allem zur Bekämpfung von schweren Schmerzzuständen.
Pethidin Streuli untersteht dem Betäubungsmittelgesetz und wird ausschliesslich vom Arzt oder von der Ärztin bei mittelstarken bis starken akuten und prolongierten Schmerzzuständen bzw. bei ungenügender Wirksamkeit anderer Schmerzmittel, wie z.B. bei Schmerzen, die mit Spasmen einhergehen, bei Nierenkoliken, beim akuten Herzinfarkt, bei Schmerzen nach Operationen, usw., verschrieben.

Wann darf Pethidin Streuli nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung und bei schwerer Beeinträchtigung der Atmung ist Pethidin Streuli strengstens kontraindiziert. Ebenso ist bei Epilepsien, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchschmerzen ungeklärter Genese, erhöhtem Hirndruck und bei schweren Leberkrankheiten von einer Anwendung abzusehen.
Bei der gleichzeitigen Einnahme gewisser Mittel gegen Depressionen oder die Parkinsonkrankheit (sog. MAO-Hemmer) kann es zu schwerwiegenden Wechselwirkungen mit Erregungszuständen, Krämpfen, Halluzinationen, Blutdruckabfall oder Hypertonie, Schweissausbrüchen, Muskelsteifheit und zu Atemstörungen kommen, was lebensbedrohend sein kann.
Wenn Sie bereits sog. «MAO-Hemmer» gegen Depressionen oder die Parkinsonkrankheit einnehmen oder bis zwei Wochen nach dem Absetzen dieser Arzneimittel, dürfen Sie Pethidin Streuli nicht einnehmen.
Bei Krankheitszuständen, bei denen eine Dämpfung des Atemzentrums vermieden werden muss (z.B. bei akutem Asthmaanfall, Ateminsuffizienz) und bei Kindern unter 1 Jahr. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren darf Pethidin Streuli nur unter strengster ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Pethidin Streuli Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol oder nervösdämpfend wirkenden Arzneimitteln.
Bei Minderfunktion der Leber und/oder Nieren ist die Dosis anzupassen oder das Intervall zu verlängern.
Bei Patienten mit einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, einer Erkrankung der Prostata oder der Harnröhre und bei älteren Patienten ist besondere Vorsicht geboten.
Wenn Sie bereits Arzneimittel einnehmen, die dämpfend auf das Nervensystem wirken, wie z.B. Beruhigungs- oder Schlafmittel, kann sich deren Wirkung mit der Wirkung von Pethidin Streuli gegenseitig verstärken. Des Weiteren ist Vorsicht geboten, bei gleichzeitiger Einnahme von starken Schmerzmitteln, Mitteln gegen Krampfanfälle sowie Arzneimitteln gegen bestimmte psychische Störungen. Pethidin Streuli verstärkt die Nebenwirkungen von Isoniazid (ein Mittel gegen Tuberkulose).
Während der Behandlung mit Pethidin Streuli ist auf die Alkohol-Einnahme zu verzichten.
Pethidin Streuli kann nach längerem Gebrauch zu Toleranz und einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Nach plötzlichem Beenden einer Langzeittherapie können die Symptome eines Entzugssyndroms auftreten. Solche Symptome sind z.B. psychische Symptome wie Unruhe, Ängstlichkeit, Gereiztheit, Depression bzw. vegetative Symptome wie Schwitzen, Bauchkrämpfe, Erbrechen, Kreislaufversagen.
Pethidin Streuli ist kein Arzneimittel gegen Durchfall.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Pethidin Streuli während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Pethidin Streuli darf während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht eingenommen werden, es sei denn, auf ausdrückliche ärztliche Verschreibung.

Wie verwenden Sie Pethidin Streuli?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin setzt die für Sie geeignete Dosierung fest, die nachfolgenden Dosierungsangaben sind nur als Hinweis zu betrachten. Eine Dosisänderung oder ein Absetzen der Behandlung sollte ohne vorherige Rückfrage beim Arzt bzw. bei der Ärztin nicht vorgenommen werden.

Tabletten
Für die meisten Schmerzzustände beträgt die Erwachsenen-Einzeldosis 50–150 mg.
Die Tagesdosis sollte 500 mg Pethidinhydrochlorid nicht überschreiten.
Je nach Verschreibung soll die Einzeldosis alle 3–4 Stunden (am besten nach den Mahlzeiten) wiederholt werden.
Die Tabletten können geschluckt oder in wenig Wasser oder Tee aufgelöst werden.

Suppositorien
Die Einzeldosis beträgt 1 Suppositorium und sollte die Tagesdosis von 5 Suppositorien nicht überschreiten.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren ist nicht geeignet.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Pethidin Streuli haben?

Die Nebenwirkungen von Pethidin Streuli sind zum einen von der Dosis und von der Verabreichungsart abhängig, zum andern aber auch von der Dauer der Behandlung mitbestimmt.
Häufig ist schon bei geringen Dosen eine Einschränkung der Atemarbeit nachzuweisen, ebenso können Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Einbussen in der geistigen Leistungsfähigkeit aber auch Unruhe und Angstzustände sich schon relativ früh manifestieren.
Ein leichter Blutdruckabfall sowie Verstopfung können sich ebenso einstellen wie Brechneigung und selten allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag).
Bei länger dauernder Verabreichung kann sich eine Gewöhnung mit Entwicklung einer Abhängigkeit (psychisch und körperlich) mit Entzugssymptomen bei Therapieabbruch einstellen. Ebenso wurde über Störungen der Harnblasenentleerung berichtet.
Das Auftreten von Krampfanfällen ist möglich, insbesondere bei höherer Dosierung, Einschränkung der Nierenfunktion und erhöhter Krampfbereitschaft (z.B. medikamentös bedingt).
Bei Sehstörungen, Mundtrockenheit, schneller Pulsfrequenz, Schwindel, Rauschzuständen mit engen Pupillen, Temperaturanstieg, Muskelzittern, bei Verschlechterung der Atmung und bei Bewusstseinsverlusten sowie bei Hautausschlägen oder anderen Allergie-Zeichen sollten Sie sofort den Arzt bzw. die Ärztin verständigen und keine weiteren Tabletten oder Suppositorien zu sich nehmen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pethidin Streuli enthalten?

1 teilbare Tablette enthält 25 mg Pethidinhydrochlorid sowie Hilfsstoffe.
1 Suppositorium enthält 100 mg Pethidinhydrochlorid sowie Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Pethidin Streuli? Welche Packungen sind erhältlich?

Pethidin Streuli untersteht dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe.
In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.
Pethidin Streuli-Tabletten: Packungen zu 20 und 100 teilbaren Tabletten.
Pethidin Streuli-Suppositorien: Packungen zu 10 Suppositorien.

Zulassungsinhaberin

Streuli Pharma AG, 8730 Uznach.

Zulassungsnummer

33491, 33492 (Swissmedic).

STREULI PHARMA

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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