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Patienteninformation zu Prasugrel-Mepha Lactab®:Mepha Pharma AG
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Swissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Prasugrel-Mepha Lactab®

Was ist Prasugrel-Mepha und wann wird es angewendet?

Prasugrel, der Wirkstoff in Prasugrel-Mepha Lactab, gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Thrombozytenaggregationshemmer bezeichnet werden. Blutplättchen (Thrombozyten) sind sehr kleine Blutzellen, die im Blut zirkulieren. Wenn ein Blutgefäss verletzt wird, z.B. durch eine Schnittwunde, verklumpen die Blutplättchen, um einen Blutpfropf (Thrombus) zu bilden. Deshalb sind die Blutplättchen sehr wichtig, um Blutungen zu stoppen. Falls sich Blutklümpchen bilden z.B. in einer Arterie, können diese sehr gefährlich werden, da sie die Blutversorgung unterbrechen können und somit einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder den Tod auslösen können. Blutklümpchen in Arterien, die das Herz mit Blut versorgen, können ebenfalls die Blutversorgung verringern mit der Folge einer instabilen Angina pectoris (starke Brustschmerzen).
Prasugrel-Mepha verhindert dieses Zusammenklumpen und verringert auf diese Weise das Risiko der Entstehung von Blutgerinnseln.
Sie haben Prasugrel-Mepha verschrieben bekommen, da Sie kürzlich einen Herzinfarkt oder einen instabilen Angina pectoris-Anfall hatten und mit einem Verfahren behandelt wurden, das blockierte Arterien im Herzen öffnet. Möglicherweise wurden Ihnen auch Stents eingesetzt, um eine blockierte oder verengte Arterie, die das Herz mit Blut versorgt, offen zu halten. Prasugrel-Mepha vermindert das Risiko weiterer Herzinfarkte oder Schlaganfälle oder an einem dieser Ereignisse zu sterben.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat Ihnen dieses Medikament verschrieben und wird Ihnen auch Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin), einen anderen Thrombozytenaggregationshemmer, geben. Prasugrel-Mepha darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin eingenommen und nicht an andere Personen weitergegeben werden.

Wann darf Prasugrel-Mepha nicht eingenommen werden?

Prasugrel-Mepha darf nicht angewendet werden:
·wenn Sie eine Überempfindlichkeit/Allergie auf den Wirkstoff Prasugrel oder auf einen der weiteren Hilfsstoffe in Prasugrel-Mepha haben. Eine allergische Reaktion kann sich als Hautausschlag, Juckreiz, geschwollenes Gesicht, geschwollene Lippen oder Atemnot äussern. Sollten diese Symptome auftreten, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber.
·wenn Sie jemals einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (transitorische ischämische Attacke, TIA) erlitten haben.
·wenn Sie eine schwerwiegende Lebererkrankung haben.

Darf Prasugrel-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Falls Sie während der Behandlung mit Prasugrel-Mepha schwanger werden oder schwanger werden möchten, müssen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen.
Falls Sie vorhaben zu stillen, fragen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat. Da ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann, soll bei Anwendung von Prasugrel-Mepha während der Stillzeit auf Flaschennahrung umgestellt werden.

Wie verwenden Sie Prasugrel-Mepha?

Nehmen Sie Prasugrel-Mepha genau nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Der Nutzen und die Risiken im Zusammenhang mit Prasugrel-Mepha basieren auf der regelmässigen Einnahme; deshalb ist es wichtig, dass Sie Prasugrel-Mepha genau nach den ärztlichen Anweisungen einnehmen. Im Zweifelsfall konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen nähere Details zur Therapiedauer und Dosierung von Prasugrel-Mepha Lactab mitteilen.
Bei Behandlungsbeginn werden Sie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin eine einmalige Startdosis von 60 mg Prasugrel-Mepha erhalten. Üblicherweise werden täglich 10 mg Prasugrel-Mepha eingenommen.
Prasugrel-Mepha wird während oder zwischen den Mahlzeiten oral eingenommen.
Nehmen Sie das Medikament immer etwa zur gleichen Tageszeit ein.
Die Lactab zu 5 mg dürfen nicht zerteilt oder zermörsert werden.
Die Lactab zu 10 mg kann in gleiche Dosen geteilt werden, indem sie einmal an der Bruchrille gebrochen wird. Sie dürfen nicht zermörsert werden.
Üblicherweise wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin zusätzlich ein niedrigdosiertes Acetylsalicylsäure-Präparat (z.B. Aspirin ≤100 mg pro Tag) mit einem Einnahmehinweis verschreiben.
Nach dem Behandlungsbeginn mit Prasugrel-Mepha ist es wichtig, dass Sie alle Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und andere Medizinalpersonen, bei denen Sie in Behandlung sind, über diese Medikamenteneinnahme informieren.
Die Anwendung und Sicherheit von Prasugrel-Mepha bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde bisher nicht geprüft.
Falls Sie eine Überdosis Prasugrel-Mepha eingenommen haben, informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf, da ein erhöhtes Blutungsrisiko möglich ist. Zeigen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin die Arzneimittelpackung.
Falls Sie die Einnahme von Prasugrel-Mepha einmal vergessen haben, holen Sie die Einnahme umgehend nach. Wenn Sie die Einnahme um einen ganzen Tag vergessen haben, nehmen Sie die nächste Lactab zum nächsten regulär vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Lactabmenge an einem Tag ein.
Beenden Sie nicht von sich aus die Einnahme von Prasugrel-Mepha. Um durch die Einnahme von Prasugrel-Mepha einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vorzubeugen, ist eine regelmässige Einnahme wichtig.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Prasugrel-Mepha haben?

Wie bei allen Medikamenten, können auch bei Prasugrel-Mepha Nebenwirkungen auftreten. Nicht bei allen Patienten muss dies der Fall sein (siehe: «Wann ist bei der Einnahme von Prasugrel-Mepha Vorsicht geboten?»).
Da Prasugrel-Mepha das Zusammenklumpen von Blutplättchen verhindert, sind Blutungen die häufigste Nebenwirkung, wobei alle nachfolgend genannten Symptome dafür Anzeichen sind.
Aufgetretene Nebenwirkungen in klinischen Studien mit Prasugrel:
Häufig (tritt bei mehr als 1 von 100 Patienten, aber bei weniger als 1 von 10 Patienten auf):
·Blutungen im Magen-Darmtrakt,
·Blutungen an einer Nadeleinstichstelle,
·Nasenbluten,
·Hautausschlag,
·Hämatome/Blutergüsse (kleine, blaue Flecken auf oder unter der Haut),
·Blut im Urin,
·Niedrige Hämoglobinwerte oder wenige, rote Blutkörperchen (Anämie).
Gelegentlich (tritt bei mehr als 1 von 1'000 Patienten, aber bei weniger als 1 von 100 Patienten auf):
·Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, geschwollene Lippen/Zunge oder Atemnot),
·Spontane Blutungen in folgenden Bereichen: Auge, After, Zahnfleisch, Bereich der inneren Organe,
·Blutungen nach einer Operation,
·Abhusten von Blut,
·Blut im Stuhl.
Wenngleich schwere Blutungen nur gelegentlich auftreten, können diese tödlich enden, falls sie unbehandelt bleiben.
Falls eine Nebenwirkung schwerwiegend wird oder Sie das Auftreten einer anderen unerwünschten Wirkung feststellen, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Sollten Sie Lactab besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so entsorgen Sie diese bitte nicht über das Abwasser oder den Hausmüll, sondern bringen Sie diese bitte in Ihre Apotheke zurück. Diese Massnahmen tragen dazu bei, die Umwelt zu schützen.
Lagerungshinweis
In der Originalverpackung und nicht über 30°C lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Prasugrel-Mepha enthalten?

Wirkstoffe
Jede Prasugrel-Mepha 5 mg Lactab enthält 5 mg Prasugrel als Prasugrelhydrobromid.
Jede Prasugrel-Mepha 10 mg Lactab enthält 10 mg Prasugrel als Prasugrelhydrobromid.
Hilfsstoffe
Prasugrel-Mepha 5 mg: Mikrokristalline Cellulose, Mannitol (E 421), Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Glyceroldibehenat, Saccharosestearat; Filmüberzug: Polyvinylalkohol, Titandioxid, Macrogol, Talk, Polyethylenglycol, Eisenoxid Gelb, Rot und Schwarz.
Prasugrel-Mepha 10 mg: Mikrokristalline Cellulose, Mannitol (E 421), Hypromellose, Hydroxypropylcellulose, Glyceroldibehenat, Saccharosestearat; Filmüberzug: Polyvinylalkohol, Titandioxid, Macrogol, Talk, Polyethylenglycol, Eisenoxid Gelb und Rot.

Wo erhalten Sie Prasugrel-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Lactab zu 5 mg: Packungen zu 30 und 100 Lactab.
Lactab zu 10 mg: Packungen zu 30 und 100 Lactab mit Bruchrille, teilbar.

Zulassungsnummer

67416 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Diese Packungsbeilage wurde im März 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Interne Versionsnummer: 1.4

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