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Patienteninformation zu Hydroxychloroquin Sandoz®:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Swissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Hydroxychloroquin Sandoz®

Was ist Hydroxychloroquin Sandoz® und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin.
Hydroxychloroquin Sandoz ist ein Medikament, das als Basistherapie für bestimmte entzündliche Gelenkerkrankungen (chronische Polyarthritis) eingesetzt wird. Es kann den Verlauf der Krankheit verlangsamen und die Dauer sowie den Schweregrad der akuten Schübe verringern. Diese Wirkung tritt im Allgemeinen erst nach mehrmonatiger Behandlung ein.
Es wird zudem zur Behandlung der Hauterkrankung Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) und zum Schutz gegen Photodermatosen (Sonnenallergien) eingesetzt.
Hydroxychloroquin Sandoz kann auch zur Behandlung und Vorbeugung von Malaria eingesetzt werden. Malaria ist eine Tropenkrankheit, die von Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen und durch Mückenstiche übertragen wird. In einigen Regionen kann dieser Parasit resistent gegen Hydroxychloroquin Sandoz sein. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet, ob Hydroxychloroquin Sandoz für Sie geeignet ist.

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Vermeidung von Malaria ist es wichtig, sich vor Mückenstichen zu schützen. Der Schutz vor Mückenstichen ersetzt jedoch nicht die Malariaprophylaxe.
Dieses Medikament wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung (oder Malariaprophylaxe) verschrieben. Wenden Sie es nicht von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen an.

Wann darf Hydroxychloroquin Sandoz® nicht angewendet werden?

Hydroxychloroquin Sandoz darf nicht angewendet werden:
·bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Hydroxychloroquin oder Chloroquin
·bei bestimmten angeborenen oder erworbenen Stoffwechselstörungen (Porphyrie und Glukose-6-phosphatdehydrogenase-Mangel)
·bei Vorliegen einer Psoriasis
·bei Augenerkrankungen, die die Netzhaut betreffen, oder eingeschränktem Gesichtsfeld oder
·bei Myasthenia gravis (Muskelkrankheit).
An Säuglinge und Kinder unter 6 Jahren und/oder mit weniger als 35 kg Körpergewicht darf Hydroxychloroquin Sandoz nicht verabreicht werden. Kinder sollten nicht länger als 6 Monate mit Hydroxychloroquin Sandoz behandelt werden.

Darf Hydroxychloroquin Sandoz® während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Hydroxychloroquin Sandoz sollte während der Schwangerschaft im Allgemeinen nicht verabreicht werden.
Vor Beginn einer Behandlung mit Hydroxychloroquin Sandoz muss zweifelsfrei festgestellt werden, dass Sie nicht schwanger sind. Sie müssen über die gesamte Dauer der Behandlung sowie drei Monate lang nach Abschluss der Behandlung eine wirksame Empfängnisverhütungsmethode anwenden.
Wenn Sie während der Behandlung mit Hydroxychloroquin Sandoz feststellen, dass Sie schwanger sind, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, damit er bzw. sie die Behandlung anpassen kann.
Ausnahme bei Malaria:
Hydroxychloroquin Sandoz darf während der Schwangerschaft zur Vorbeugung oder Therapie von Malaria angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen nach Ansicht Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin die möglichen Risiken übersteigt, da auch Malaria zu Missbildungen beim ungeborenen Kind führt.
Hydroxychloroquin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Säuglinge sind besonders stark von den Nebenwirkungen dieses Arzneimittels betroffen (siehe Abschnitt «Wie verwenden Sie Hydroxychloroquin Sandoz?»). Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, ob es notwendig ist, während der Behandlung mit Hydroxychloroquin Sandoz abzustillen oder die Einnahme von Hydroxychloroquin Sandoz auf einen Zeitpunkt nach Beendigung der Stillperiode zu verschieben.
Auch wenn Hydroxychloroquin in die Muttermilch ausgeschieden wird, ist die Menge nicht ausreichend, um den Säugling in irgendeiner Weise vor Malaria zu schützen. Es ist eine separate Chemoprophylaxe für den Säugling erforderlich.

Wie verwenden Sie Hydroxychloroquin Sandoz®?

Die Dosierung und Anwendungsdauer sind entsprechend der Indikation unterschiedlich und werden durch Ihren Arzt bzw. Ihrer Ärztin bestimmt.
Die Filmtabletten sind während der Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen.
Chronische Polyarthritis, Lupus erythematodes oder Photodermatosen
Erwachsene:
Soweit nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung zu Beginn der Behandlung 2–3mal täglich 1 Filmtablette. Später kann die Dosierung auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin auf 1-2mal täglich 1 Filmtablette reduziert werden. Die Filmtabletten sind zu den Mahlzeiten mit genügend Flüssigkeit einzunehmen.
Kinder über 6 Jahre (über 35 kg):
Die übliche Dosierung beträgt 5–7 mg pro kg Körpergewicht täglich.
Kinder sollten nicht länger als 6 Monate mit Hydroxychloroquin Sandoz behandelt werden.
Das Arzneimittel darf nicht Kindern unter 6 Jahren und/oder mit weniger als 35 kg Körpergewicht verabreicht werden, da die 200-mg-Filmtabletten für sie nicht geeignet sind.
Malariatherapie
Wenn Sie Hydroxychloroquin Sandoz gegen Malaria verwenden, so folgen Sie den Dosierungsanweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
Malariaprophylaxe
Die vorbeugende Behandlung soll 2 Wochen vor Ankunft in einem Malariagebiet beginnen und über 8 Wochen nach Rückkehr aus dem Gebiet weitergeführt werden.
Erwachsene: 2 Filmtabletten 1mal pro Woche, immer am gleichen Wochentag.
Kinder: 6,5 mg pro kg Körpergewicht 1mal pro Woche, immer am gleichen Wochentag. Die Dosierung darf 400 mg oder 2 Filmtabletten nicht überschreiten.
Wenn Sie versehentlich mehr Hydroxychloroquin Sandoz eingenommen haben als Sie sollten, wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, da ein erhöhtes Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen besteht, insbesondere solcher, die das Herz betreffen. Hydroxychloroquin Sandoz ist besonders gefährlich für Kinder. Falls ein Kind versehentlich Hydroxychloroquin Sandoz eingenommen hat, müssen Sie das Kind sofort zum nächsten Krankenhaus oder zum nächsten Arzt bzw. zur nächsten Ärztin bringen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Hydroxychloroquin Sandoz® haben?

Hydroxychloroquin Sandoz kann Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen:
Die Häufigkeit der mit der Einnahme von Hydroxychloroquin Sandoz verbundenen Nebenwirkungen ist unten aufgeführt.
Sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als eine von 10 Personen):
·Übelkeit, Bauchschmerzen.
Häufige Nebenwirkungen (weniger als 1 von 10 Personen):
·Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall,
·nervöse Erscheinungen, emotionale Labilität
·Kopfschmerzen,
·vorübergehende Sehstörungen wie Flimmern oder Beeinträchtigung des Farbsehens (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Hydroxychloroquin Sandoz Vorsicht geboten?»)
·Juckreiz, Hautausschlag.
Gelegentliche Nebenwirkungen (weniger als 1 von 100 Personen):
·Schwindel, Ohrensausen,
·Benommenheit,
·Ausschläge auf der Haut (Rötungen), ausgedehnter Hautausschlag,
·Blutdruckabfall,
·Haarschwund oder Entfärbung der Haare,
·Kribbeln, Störungen der Sensomotorik, Störungen der Sinne und der motorischen Aktivität
·Netzhautschäden, die zu Sehverlusten führen und einen Abbruch der Behandlung erfordern (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Hydroxychloroquin Sandoz Vorsicht geboten?»)
Einzelfälle:
·Hypoglykämie,
·Hörverluste,
·Krämpfe, psychische Störungen, suizidale Gedanken (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Hydroxychloroquin Sandoz Vorsicht geboten?»),
·bleibende Augenschäden,
·Kardiomyopathie,
·abnormer Herzrhythmus,
·unregelmässiger Herzschlag, der lebensgefährlich sein kann (auf dem Elektrokardiogramm sichtbar). Bei Herzklopfen oder einem unregelmässigen Herzschlag sollten Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Hydroxychloroquin Sandoz Vorsicht geboten?»).
·Verspannungen der Skelettmuskulatur, Zittern, unwillkürliche Bewegungen, Myopathien (erhebliche Muskelschwäche)
·starke Schuppung der Haut, schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung und Hautablösung, die sich auf den gesamten Körper erstrecken kann und potenziell mit Fieber einhergeht. In diesen Fällen müssen Sie die Behandlung mit Hydroxychloroquin Sandoz abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.
·allergische Reaktionen (Quaddeln, plötzliche Schwellung des Gesichts und des Halses, Atembeschwerden)
·Veränderungen des Blutbildes (z.B. Anämie),
·Leberschädigung (Hepatitis), die sich durch Müdigkeit, Unwohlsein, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gelbfärbung der Augen oder der Haut (Gelbsucht) oder entfärbten Stuhl bemerkbar machen kann. Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen solche Symptome auftreten.
Einige Erscheinungen verschwinden im Allgemeinen rasch, wenn die Dosis verringert oder das Medikament abgesetzt wird.
Wenn Sie irgendwelche Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die hier möglicherweise nicht beschrieben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
In der Originalverpackung, nicht über 25°C und ausser Reichweite von Kindern lagern.
Nach Beendung der Behandlung das Medikament mit dem restlichen Inhalt Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin zum fachgerechten Entsorgen bringen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Wo erhalten Sie Hydroxychloroquin Sandoz®? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Hydroxychloroquin Sandoz 200 mg: Packungen zu 100 und 500 Filmtabletten

Zulassungsnummer

67944 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2019 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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