| 22 Änderungen an Fachinfo Urbanyl |
-Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer Abhängigkeit führen. Dieses Risiko ist erhöht bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und bei prädisponierten Patienten. Die Entzugssymptomatik tritt vor allem nach abruptem Absetzen auf und beschränkt sich in leichteren Fällen auf Tremor, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Es können aber auch Symptome wie Schwitzen, Muskel- und Bauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen sowie in seltenen Fällen Delirien und zerebrale Krampfanfälle auftreten.
- +Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer Abhängigkeit führen. Dieses Risiko ist erhöht bei längerer Einnahme, hoher Dosierung bei prädisponierten Patienten und bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit in der Anamnese. Die Entzugssymptomatik tritt vor allem nach abruptem Absetzen auf und beschränkt sich in leichteren Fällen auf Tremor, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Es können aber auch Symptome wie Schwitzen, Muskel- und Bauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen sowie in seltenen Fällen Delirien und zerebrale Krampfanfälle auftreten.
-Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Falle ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
- +Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Falle ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei
- +Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
- +Schwere Hautreaktionen
- +Es wurden Fälle von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet, wie das Stevens-Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse, mit möglichem letalen Ausgang, bei Kindern und Erwachsenen, die mit Urbanyl behandelt wurden. In den meisten Fällen wurde Urbanyl gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, wie Antiepileptika, angewendet.
- +In den ersten acht Monaten der Behandlung mit Urbanyl müssen die Patienten engmaschig beobachtet werden, um alle möglichen Anzeichen oder Symptome des Stevens-Johnson-Syndroms oder der toxischen epidermalen Nekrolyse zu erkennen. Bei jedem Verdacht muss die Anwendung von Urbanyl sofort abgebrochen werden. Falls Anzeichen oder Symptome für das Vorliegen des Stevens-Johnson-Syndroms oder der toxischen epidermalen Nekrolyse bestehen, sollte die Anwendung von Urbanyl nicht mehr erwogen und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
- +
-Untersuchungen bei Tieren haben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität ergeben. Retrospektive Studien lieferten Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus, welche mit der Verabreichung von Benzodiazepinen im ersten Drittel der Schwangerschaft verknüpft sind, und Urbanyl darf im ersten Trimester der Schwangerschaft deshalb nicht eingenommen werden. Die Verschreibung von Benzodiazepinen, besonders in hohen Dosierungen, ist auch im letzten Trimester zu vermeiden, weil Hypotonie, Hypothermie, respiratorische Störungen oder Apnoe beim Neugeborenen hervorgerufen werden können. Ausserdem können beim Neugeborenen Abhängigkeits- und Entzugssymptome auftreten. Eine angemessene Überwachung der Neugeborenen von Müttern, die während der letzten Stadien der Schwangerschaft mit Benzodiazepinen behandelt wurden, wird empfohlen.
-Die Verabreichung von Urbanyl während der Schwangerschaft darf nur bei vitaler Indikation erfolgen oder bei schweren Störungen, für welche keine alternative Therapie ohne Risiken besteht.
- +Untersuchungen bei Tieren haben keinen eindeutigen Hinweis auf eine Reproduktionstoxizität ergeben (siehe «Präklinische Daten»). Retrospektive Studien lieferten Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus, welche mit der Verabreichung von Benzodiazepinen im ersten Drittel der Schwangerschaft verknüpft sind, und Urbanyl darf im ersten Trimester der Schwangerschaft deshalb nicht eingenommen werden (siehe «Kontraindikationen»). Die Verschreibung von Benzodiazepinen, besonders in hohen Dosierungen, ist auch im letzten Trimester zu vermeiden, weil Hypotonie, Hypothermie, respiratorische Störungen oder Apnoe beim Neugeborenen hervorgerufen werden können. Ausserdem können beim Neugeborenen Abhängigkeits- und Entzugssymptome auftreten. Eine angemessene Überwachung der Neugeborenen von Müttern, die während der letzten Stadien der Schwangerschaft mit Benzodiazepinen behandelt wurden, wird empfohlen.
- +Häufigkeiten werden folgendermassen definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1'000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1'000), sehr selten (<1/10'000).
-Nervensystem:
- +Störungen des Nervensystems:
-Augen:
- +Augenleiden:
-Haut:
- +Störungen der Haut:
-In sehr seltenen Fällen kann ein Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse auftreten.
-Muskelskelettsystem:
- +In sehr seltenen Fällen kann ein Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, mit bisweilen letalem Ausgang, auftreten.
- +Störungen des Muskelskelettsystems:
-Die Metabolisierung von Clobazam erfolgt vorwiegend auf dem Wege der hepatischen Demethylierung zu N-Desmethylclobazam (N-CLB), die durch CYP3A4 und in geringerem Maße durch CYP2C19 vermittelt wird. N-CLB ist ein aktiver Metabolit und der im menschlichen Plasma hauptsächlich zirkulierende Metabolit.
- +Die Metabolisierung von Clobazam erfolgt vorwiegend auf dem Wege der hepatischen Demethylierung zu N-Desmethylclobazam (N-CLB), die durch CYP3A4 und in geringerem Masse durch CYP2C19 vermittelt wird. N-CLB ist ein aktiver Metabolit und der im menschlichen Plasma hauptsächlich zirkulierende Metabolit.
-Bei Ratten wurde in der höchsten Dosisgruppe (100 mg/kg) eine signifikante Vermehrung von Follikelzelladenomen gefunden, die jedoch in anderen Spezies nicht auftrat und für den Menschen kaum relevant ist. Zudem wirkt Clobazam nicht genotoxisch und ist nicht zelltransformierend. Es wurden keine Störungen der Fertilität beobachtet.
- +Genotoxizität und Kanzerogenität
- +Clobazam wirkt nicht genotoxisch und ist nicht zelltransformierend.
- +Bei Ratten wurde in der höchsten Dosisgruppe (100 mg/kg) eine signifikante Vermehrung von Follikelzelladenomen gefunden, die jedoch in anderen Spezies nicht auftrat und für den Menschen kaum relevant ist.
- +Reproduktionstoxizität
- +Es wurden keine Störungen der Fertilität bei Ratten beobachtet. Bei Mäusen haben Studien zur Entwicklungstoxizität, die den aktuellen Standards nicht entsprechen, widersprüchliche Ergebnisse bezüglich der Induktion der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geliefert. Studien bei Ratten und bei Kaninchen haben im Gegenzug keine Anzeichen für teratogene Wirkungen aufgezeigt. Insgesamt kann das Risiko für Menschen angesichts dieser Studien nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dennoch sprechen die vorhandenen Daten nicht für das Vorliegen eines teratogenen Potenzials.
-41383 (Swissmedic)
- +41383 (Swissmedic).
-September 2013.
- +Mai 2015.
|
|