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Home - Fachinformation zu Kybernin P 500 - Änderungen - 22.10.2016
34 Änderungen an Fachinfo Kybernin P 500
  • -Wirkstoff: Antithrombin III, human.
  • +Wirkstoff: Antithrombin III, aus Humanplasma.
  • -Darreichungsform: Trockensubstanz (weisses Lyophilisat) zur intravenösen Anwendung nach Auflösung mit Wasser für Injektionszwecke.
  • -1 Flasche mit Trockensubstanz enthält:
  • -Kybernin P 500 1000
  • -Wirkstoff:
  • -Antithrombin III 500 IE 1000 IE
  • -Gesamtprotein 70-120 mg 140-240 mg
  • -Hilfsstoffe: Natriumchlorid, Natriumcitrat, Glycin
  • -1 Flasche mit 10 ml 20 ml
  • -Lösungsmittel Wasser für Injektionszwecke Wasser für Injektionszwecke
  • -
  • -Nach Rekonstitution ergibt sich eine Antithrombin-III-Aktivität von 50 IE pro ml.
  • +Trockensubstanz und Lösungsmittel zur i.v. Injektion/Infusion
  • +·Durchstechflasche mit Trockensubstanz (weisses Lyophilisat): 500 IE bzw. 1000 IE Antithrombin III
  • +·Durchstechflasche mit Lösungsmittel: 10 ml bzw. 20 ml Wasser für Injektionszwecke
  • +Nach Rekonstitution mit 10/20 ml enthält Kybernin P 50 IE Antithrombin III pro ml.
  • +Die Aktivität (IE) wird mittels chromogenem Test gemäss Europäischem Arzneibuch bestimmt. Die spezifische Aktivität von Kybernin P beträgt ca. 5 IE/mg Protein.
  • +Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung:
  • +Kybernin P 500 enthält bis zu 44.76 mg Natrium pro Flasche. Das entspricht 2% der empfohlenen, maximalen, täglichen Aufnahme von Natrium für einen Erwachsenen.
  • +Kybernin P 1000 enthält bis zu 89.52 mg Natrium pro Flasche. Das entspricht 4.5% der empfohlenen, maximalen, täglichen Aufnahme von Natrium für einen Erwachsenen.
  • -Kybernin wird i.v. verabreicht.
  • -a) Übliche Dosierung:
  • -Die Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie richten sich nach dem Grad des AT-III-Mangels und dem klinischen Bild. Die zu verabreichende Dosis und Häufigkeit der Gabe sollten stets individuell, entsprechend der klinischen Wirksamkeit und den Laborbefunden angepasst werden.
  • -Eine internationale Einheit (IE) Antithrombin III entspricht dem Antithrombin-III-Gehalt in 1 ml normalem, gepooltem humanem Zitratplasma. Die Konzentration entspricht 100%.
  • -Bei Gabe von 1 IE Antithrombin III/kg Körpergewicht erhöht sich die Antithrombin-III-Aktivität um ca. 1,5% der Norm. Der Anstieg kann bei starkem Verbrauch von Antithrombin III geringer sein.
  • +Die rekonstituierte Lösung von Antithrombin III wird langsam intravenös injiziert oder infundiert.
  • +Bei angeborenem Mangel sollte die Dosierung bei jedem Patienten individuell erfolgen. Dabei sollten die Familiengeschichte bezüglich thromboembolischer Ereignisse, die aktuellen klinischen Risikofaktoren und die Laborbeurteilung berücksichtigt werden.
  • +Übliche Dosierung:
  • +Die Dosierung und Dauer der Substitutionstherapie bei erworbenem Mangel hängt vom Antithrombin-Plasmaspiegel, von Anzeichen erhöhten Verbrauchs, der zu Grunde liegenden Erkrankung und der Schwere der klinischen Symptome ab. Die zu verabreichende Dosis und Häufigkeit der Gabe sollten stets individuell, entsprechend der klinischen Wirksamkeit und den Laborbefunden angepasst werden.
  • +Die Menge der verabreichten Antithrombin-Einheiten wird in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben, die vom aktuellen WHO-Standard für Antithrombin-Produkte abgeleitet sind. Die Antithrombin-Aktivität im Plasma wird entweder als Prozentsatz (relativ zu normalem menschlichen Plasma) oder in Internationalen Einheiten (relativ zum Internationalen Standard für Antithrombin im Plasma) angegeben.
  • +Eine internationale Einheit (IE) Antithrombin-Aktivität entspricht dem Antithrombin-Gehalt in 1 ml normalem Humanplasma. Die Berechnung der notwendigen Dosierung basiert auf dem empirischen Befund, dass 1 IE Antithrombin/kg Körpergewicht die Antithrombin-Aktivität im Plasma um ca. 1,5% erhöht.
  • -Erforderliche Einheiten = Körpergewicht [kg] × (100 aktuelle Antithrombin-III-Aktivität [%]) × 2/3.
  • -Initial sollte eine Antithrombin-III-Aktivität von 100% erreicht werden. Für die Dauer der Therapie ist eine Antithrombin-III-Aktivität von mindestens 80% der Norm anzustreben. Die Dosierung sollte aufgrund der gemessenen Antithrombin-III-Aktivität bestimmt werden. AT-III Bestimmungen sollten mindestens zweimal täglich bis zur Stabilisierung des Patienten durchgeführt werden, anschliessend einmal täglich und stets unmittelbar vor der nächsten Gabe von Kybernin P.
  • -Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Halbwertszeit von Antithrombin III in bestimmten Fällen wesentlich verkürzt sein kann, wie z.B. bei disseminierter intravaskulärer Gerinnung.
  • -b) Spezielle Dosierungsanweisungen für Neugeborene, Säuglinge und Kinder:
  • -40-60 IE Antithrombin III/kg Körpergewicht/Tag abhängig vom Gerinnungsstatus.
  • -Abhängig vom klinischen Bild können im Einzelfall höhere Dosen notwendig sein. Die Antithrombin-III-Akitvität muss dann häufiger kontrolliert werden und soll nicht mehr als 120% betragen.
  • -c) Therapiedauer:
  • -Bis zur anhaltenden Normalisierung des Antithrombin-III-Plasmaspiegels und Beseitigung der Symptome. Das Erreichen dieses Therapieziels kann mehrere Wochen beanspruchen.
  • -d) Anwendungshinweise:
  • +Erforderliche Einheiten = Körpergewicht [kg] × (100 - aktuelle Antithrombin-Aktivität [%]) × 2/3.
  • +Der initiale Zielwert der Antithrombin-Aktivität hängt von der klinischen Situation ab. Zur Substitution von Antithrombin sollte die Dosierung so gewählt werden, dass der gewünschte Antithrombin-Spiegel erreicht und aufrecht erhalten wird. Dies sollte anhand von Labormessungen der Antithrombin-Aktivität überwacht werden. Diese Antithrombin Bestimmungen sollten mindestens zweimal täglich bis zur Stabilisierung des Patienten durchgeführt werden, anschliessend einmal täglich und insbesondere unmittelbar vor der nächsten Gabe.
  • +Für eine Dosisanpassung sollten sowohl Laborwerte mit möglichen Hinweisen auf erhöhten Antithrombin-Verbrauch, als auch klinische Parameter berücksichtigt werden. Die Antithrombin-Aktivität sollte während der Therapie mindestens 80% der Norm betragen, ausser die klinische Situation spricht für einen anderen effektiven Spiegel.
  • +Die übliche Anfangsdosis bei angeborenem Mangel liegt bei 30-50 IE/kg.
  • +Im weiteren Verlauf sollte die Dosierung sowie die Häufigkeit und die Dauer der Behandlung den biologischen Daten und der klinischen Situation angepasst werden.
  • +Kinder und Jugendliche
  • +40-60 IE Antithrombin/kg Körpergewicht/Tag abhängig vom Gerinnungsstatus.
  • +Abhängig vom klinischen Bild können im Einzelfall höhere Dosen notwendig sein. Die Antithrombin-Akitvität muss dann häufiger kontrolliert werden und soll nicht mehr als 120% betragen.
  • +Anwendungshinweise:
  • -Bei Patienten mit bekannten allergischen Reaktionen auf die Bestandteile des Präparates ist Vorsicht geboten.
  • +Überempfindlichkeit gegen die aktive Substanz oder einen der Hilfstoffe.
  • -Aufgrund von Erfahrungen aus klinischen Prüfungen kann die Anwendung von Antithrombin III zur Behandlung von IRDS (Infant Respiratory Distress Syndrome) bei Frühgeborenen nicht empfohlen werden.
  • -Die Behandlung von Patienten mit hereditärem Antithrombin-III-Mangel sowie von deren Nachkommen sollte individuell entsprechend dem Ansprechen des Patienten und unter Hinzuziehung eines Gerinnungsspezialisten durchgeführt werden.
  • -Die Substitutionstherapie wird mit einem Funktionstest überwacht. Bei Patienten mit akutem Verbrauch kann die Halbwertszeit von AT III bis auf wenige Stunden verkürzt sein. Bei diesen Patienten ist eine Bestimmung der Antithrombin-III-Aktivität mehrmals täglich erforderlich. Dazu eignet sich am besten die Bestimmung mittels chromogenem Substrat.
  • -Bei allergischer Disposition des Patienten sind entsprechende Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen.
  • -Treten allergische Reaktionen auf, so ist Kybernin P sofort abzusetzen (z.B. Unterbrechung der Infusion) und eine situationsgerechte Behandlung einzuleiten. Die aktuellen medizinischen Richtlinien zur Schockbehandlung sind zu beachten.
  • -Eventuell zusätzlich zu ergreifende Gegenmassnahmen:
  • -Bei leichten Reaktionen: Kortikosteroide und Antihistaminika.
  • -Bei schweren Reaktionen (anaphylaktischer Schock): Unverzügliches Absetzen des Präparates. Sofort Adrenalin, langsam i.v. injizieren, zusätzlich Kortikosteroide hochdosiert, langsam i.v., Volumenauffüllung, Sauerstoff.
  • -Es wird empfohlen, Patienten mit hereditärem Antithrombin-III-Mangel über die Erblichkeit dieser Krankheit und über das Thromboserisiko während einer Schwangerschaft zu informieren.
  • +Aufgrund von Erfahrungen aus klinischen Prüfungen kann die Anwendung von Antithrombin zur Behandlung von IRDS (Infant Respiratory Distress Syndrome) bei Frühgeborenen nicht empfohlen werden.
  • +Die Behandlung von Patienten mit hereditärem Antithrombin-Mangel sowie von deren Nachkommen sollte individuell entsprechend dem Ansprechen des Patienten und unter Hinzuziehung eines Gerinnungsspezialisten durchgeführt werden.
  • +Die Substitutionstherapie wird mit einem Funktionstest überwacht. Bei Patienten mit akutem Verbrauch kann die Halbwertszeit von Antithrombin bis auf wenige Stunden verkürzt sein. Bei diesen Patienten ist eine Bestimmung der Antithrombin-Aktivität mehrmals täglich erforderlich. Dazu eignet sich am besten die Bestimmung mittels chromogenem Substrat.
  • +Aufgrund des intravenösen Applikationsweges des Glykoproteins sind allergische Überempfindlichkeitsreaktionen möglich. Die Patienten müssen während der Infusion engmaschig überwacht und sorgfältig auf allfällige Symptome beobachtet werden. Patienten sollen über Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen informiert werden, wie Hautausschlag, generalisierte Nesselsucht, Engegefühl in der Brust, Stridor, Hypotonie und Anaphylaxie. Falls diese Symptome nach der Anwendung auftreten, sollen die Patienten sofort ihren Arzt kontaktieren. Die aktuellen medizinischen Richtlinien zur Schockbehandlung sind zu beachten.
  • +Es wird empfohlen, Patienten mit hereditärem Antithrombin-Mangel über die Erblichkeit dieser Krankheit und über das Thromboserisiko während einer Schwangerschaft zu informieren.
  • -Kybernin P wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen durch den Einsatz von aus Blut oder Blutplasma hergestellten Arzneimitteln schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie effektive Schritte zur Inaktivierung/Eliminierung von Viren im Herstellverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dasselbe gilt auch für bislang unbekannte Viren oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.
  • -Die getroffenen Massnahmen werden als wirksam angesehen für umhüllte Viren, wie z.B. HIV, HBV und HCV.
  • -Für nicht-umhüllte Viren, wie z.B. HAV und Parvovirus B19, können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein. Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fetale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z.B. hämolytische Anämie) haben.
  • -Für Patienten, die regelmässig Präparate aus menschlichem Blut oder Plasma erhalten, wird grundsätzlich eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfohlen.
  • -Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von Kybernin P an einen Patienten Name und Chargennummer des Produktes zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Produktcharge und Patient herzustellen.
  • +Wenn medizinische Produkte aus humanem Blut oder Plasma angewendet werden, können Infektionskrankheiten bedingt durch die Übertragung infektiöser Agentien nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für Pathogene bisher unbekannter Natur.
  • +Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen durch den Einsatz von aus Blut oder Blutplasma hergestellten Arzneimitteln schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker (HBsAg und Antikörper gegen HIV und HCV) sowie effektive und mit Modellviren validierte Schritte zur Inaktivierung/Eliminierung von Viren im Herstellverfahren ein. Die getroffenen Massnahmen werden als wirksam angesehen für HIV, HBV und HCV. Für nicht-umhüllte Viren, wie z.B. HAV und Parvovirus B19, können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein. Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fetale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z.B. hämolytische Anämie) haben.
  • +Bei Patienten mit angeborenem Mangel, die regelmässig Antithrombin-Konzentrate aus menschlichem Plasma erhalten, sollte eine Impfung gegen Hepatitis A und B in Erwägung gezogen werden. Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von Kybernin P an einen Patienten Name und Chargennummer des Produktes zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Produktcharge und Patient herzustellen.
  • +Klinische und biologische Überwachung bei der Anwendung von Antithrombin zusammen mit Heparin
  • +Um die Dosierung von Heparin anzupassen und um eine exzessive Hypokoagualität zu vermeiden, sollten Kontrollen des Ausmasses der Antikoagulation (APPT, und wo angemessen anti-FXa Aktivität) regelmässig, in kurzen Intervallen und besonders in den ersten Minuten und Stunden nach Beginn der Anwendung von Antithrombin III erfolgen.
  • +Da bei Langzeitbehandlung mit nicht fraktioniertem Heparin das Risiko der Abnahme der Antithrombin-III-Spiegel besteht, sollte unter diesen Bedingungen eine tägliche Messung der Antithrombin-III-Spiegel erfolgen, und die individuelle Dosis ggf. angepasst werden.
  • +
  • -Die gerinnungshemmende Wirkung von Antithrombin III wird durch gleichzeitige Verabreichung von Heparin wesentlich verstärkt. Dies kann zu einer beträchtlichen Verkürzung der Halbwertszeit von Antithrombin III führen und das Blutungsrisiko erhöhen. Speziell bei Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko ist daher die Indikation für eine gleichzeitige Gabe von unfraktioniertem Heparin in Dosen von mehr als 500 IE pro Stunde sehr sorgfältig zu stellen.
  • -Die Gerinnungsparameter und die Antithrombin-III-Aktivität müssen engmaschig kontrolliert werden.
  • -Auch mit anderen gerinnungshemmenden Arzneimitteln, wie z.B. aktiviertem Protein C, sollte Antithrombin III nur unter besonderer Vorsicht gleichzeitig angewendet werden, da das Blutungsrisiko erheblich erhöht werden kann.
  • +Heparin: Antithrombin-Ersatz während der Anwendung von Heparin in therapeutischer Dosierung erhöht das Blutungsrisiko. Die gerinnungshemmende Wirkung von Antithrombin wird durch gleichzeitige Verabreichung von Heparin wesentlich verstärkt. Dies kann bedingt durch einen beschleunigten Antithrombin Umsatz zu einer beträchtlichen Verkürzung der Halbwertszeit von Antithrombin führen. Daher muss die gleichzeitige Gabe von Heparin und Antithrombin bei Patienten mit einem erhöhten Blutungsrisiko klinisch und biologisch überwacht werden.
  • -Klinische Prüfungen mit Kybernin P in der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bislang nicht durchgeführt. Untersuchungen am Tier sind ungeeignet für die Beurteilung der Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit, die Entwicklung des Embryos oder Foetus, den Schwangerschaftsverlauf und die prä-/postnatale Entwicklung.
  • -Da bisher keine negativen Erfahrungen hinsichtlich Behandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, kann Kybernin P bei zwingender Indikation unter Berücksichtigung des erhöhten Thromboserisikos und unter Beachtung aller Vorsichtsmassnahmen während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.
  • +Die Erfahrungen zur Sicherheit von Antithrombin-Produkten während der Schwangerschaft sind begrenzt.
  • +Klinische Prüfungen mit Kybernin P in der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bislang nicht durchgeführt. Untersuchungen am Tier sind ungeeignet für die Beurteilung der Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit, die Entwicklung des Embryos oder Foetus, den Schwangerschaftsverlauf und die prä-/postnatale Entwicklung. Bisher liegen keine negativen Erfahrungen hinsichtlich Behandlung während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Kybernin P soll daher bei schwangeren oder stillenden antithrombin-defizienten Frauen nur bei zwingender Indikation unter Berücksichtigung des erhöhten Thromboserisikos angewendet werden.
  • -Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) basieren auf den Anwendungserfahrungen nach der Markteinführung. Sofern Daten vorliegen, sind die Häufigkeiten gemäß folgender Standardkonvention beurteilt:
  • -Sehr häufig: ≥1/10
  • -Häufig: ≥1/100 und <1/10
  • -Gelegentlich: ≥1/1'000 und <1/100
  • -Selten: ≥1/10'000 und <1/1'000
  • -Sehr selten: ≥1/10'000
  • -Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • -Systemorganklasse Bevorzugter Begriff Häufigkeit
  • -Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische/allergische Reaktionen (z.B. Schüttelfrost, Dyspnoe, Oedem, Hypertonie, Hypotonie, Hautausschlag, Rötung, Tachykardie) Selten
  • -Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Schmerzen im Brustraum Selten
  • +Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen (einschliesslich Angioödem, Brennen und Stechen an der Infusionsstelle, Schüttelfrost, Hautrötung, generalisierte Nesselsucht, Kopfschmerzen, quaddelartiger Hautausschlag, Hypotonie, Lethargie, Brechreiz, Ruhelosigkeit, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Niesen) wurden selten beobachtet. Diese können sich in einzelnen Fällen zu schwerer Anaphylaxie einschliesslich Schock entwickeln. Selten wurde Fieber beobachtet.
  • +Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) basieren auf den Anwendungserfahrungen nach der Markteinführung. Sofern Daten vorliegen, sind die Häufigkeiten gemäss folgender Standardkonvention beurteilt:
  • +Sehr häufig ≥1/10
  • +Häufig ≥1/100 und <1/10
  • +Gelegentlich ≥1/1'000 und <1/100
  • +Selten ≥1/10'000 und <1/1'000
  • +Sehr selten ≥1/10'000
  • +MedDra-Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Häufigkeit
  • +Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit/anaphylaktische Reaktionen (inklusive schwerer Anaphylaxie und Schock) Selten
  • -Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Übelkeit, Erbrechen Selten
  • -Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen Selten
  • -Therapeutische Massnahmen richten sich nach Art und Schweregrad der Nebenwirkung (siehe Kap. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • -Antithrombin III (AT III) ist der wichtigste physiologische Inhibitor der Blutgerinnung. Die Hemmwirkung basiert auf der Bildung einer kovalenten Bindung zwischen Antithrombin III und dem aktiven Zentrum von Serinproteasen. Diese so entstehenden AT-III-Enzym-Komplexe werden durch das retikuloendotheliale System (RES) abgebaut. AT III inaktiviert vor allem Thrombin und Faktor Xa, aber auch andere Serinproteasen, wie z.B. aktivierte Formen von Faktor IX, XI und XII. Aufgrund seiner breiten Hemmwirkung, die durch Heparin stark beschleunigt wird, spielt AT III eine zentrale Rolle bei der Regulation der Hämostase.
  • -Die normale AT-III Aktivität beträgt bei Erwachsenen 80-100%. Bei Neugeborenen wird etwa die Hälfte dieser Aktivität gefunden.
  • +Antithrombin, ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von 58 kD und 432 Aminosäuren, gehört in die Gruppe der Serpine (Serin Protease Inhibitor). Es ist einer der wichtigsten physiologischen Hemmer der Blutgerinnung. Die am stärksten gehemmten Faktoren sind Thrombin und Faktor Xa, aber auch die Faktoren der Kontaktaktivierung, des intrinsischen Systems und der Faktor VIIa/Tissue Faktor Komplex. Die Antithrombin-Aktivität wird durch Heparin stark erhöht und der gerinnungshemmende Effekt von Heparin hängt von der Anwesenheit von Antithrombin ab.
  • +Antithrombin enthält zwei funktionell wichtige Domänen.
  • +Die eine enthält das reaktive Zentrum und stellt die Spaltungsstelle für Proteinasen wie Thrombin, eine Vorbedingung zur Bildung eines stabilen Proteinase-Inhibitor Komplexes, dar. Die zweite ist eine Glykosaminoglykan-bindende Domäne und ist für die Interaktion mit Heparin und ähnlichen Substanzen, die die Hemmung von Thrombin beschleunigen, verantwortlich.
  • +Die Komplexe aus Antithrombin und Gerinnungsfaktoren werden durch das retikuloendotheliale System abgebaut.Die normale AntithrombinAktivität beträgt bei Erwachsenen 80-120%, der Spiegelbei Neugeborenen beträgt etwa 40-60%.
  • -Die biologische Halbwertszeit von AT III beträgt 2,5 Tage, kann aber bei akutem Verbrauch bis auf wenige Stunden verkürzt sein. Bei diesen Patienten ist eine mehrmalige Bestimmung der AT-III-Aktivität pro Tag erforderlich. Für diesen Zweck ist die Analyse mit der chromogenen Substratmethode geeignet. Auch bei gleichzeitiger Heparin-Therapie verkürzt sich diese Halbwertszeit (siehe Kap. «Interaktionen»). Kybernin P verhält sich bei Verteilung und Abbau im Organismus wie der körpereigene Inhibitor AT III.
  • +Die biologische Halbwertszeit von Antithrombin beträgt 2,5 Tage, kann aber bei akutem Verbrauch bis auf wenige Stunden verkürzt sein. Bei diesen Patienten ist eine mehrmalige Bestimmung der Antithrombin-Aktivität pro Tag erforderlich. Für diesen Zweck ist die Analyse mit der chromogenen Substratmethode geeignet. Auch bei gleichzeitiger Heparin-Therapie verkürzt sich diese Halbwertszeit (siehe Kap. «Interaktionen»). Kybernin P verhält sich bei Verteilung und Abbau im Organismus wie der körpereigene Inhibitor AT III.
  • -Humanes Antithrombin III ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Plasmas. Die Toxizitätsprüfungen mit Einzeldosen sind von geringer Aussagekraft und erlauben keine Einschätzung der toxischen oder letalen Dosis.
  • +Humanes Antithrombin ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Plasmas. Die Toxizitätsprüfungen mit Einzeldosen sind von geringer Aussagekraft und erlauben keine Einschätzung der toxischen oder letalen Dosis.
  • -Hydroxyaethylstärke (HES) kann nicht als Verdünnungsmittel (für Infusionszwecke) empfohlen werden, da ein Aktivitätsverlust an Antithrombin III zu beobachten ist.
  • +Hydroxyaethylstärke (HES) kann nicht als Verdünnungsmittel (für Infusionszwecke) empfohlen werden, da ein Aktivitätsverlust an Antithrombin zu beobachten ist.
  • -Die Trockensubstanz wird mit 10 bzw. 20 ml Wasser für Injektionszwecke unter aseptischen Bedingungen vollständig gelöst. Es entsteht eine klare bis leicht opaleszente Lösung.
  • -Zur Verabreichung als Infusion eignet sich als Verdünnungsmittel insbesondere 5%ige Human-Albumin-Lösung. Trübe Lösungen oder Lösungen mit Niederschlag oder Partikel dürfen nicht verwendet werden. Bei Verdünnungen bis 1:5 können folgende Infusionslösungen verwendet werden: Ringer-Lactat-Lösung, physiologische Kochsalzlösung, 5%ige Glukose-Lösung oder Polygeline.
  • +Die Trockensubstanz wird mit 10 bzw. 20 ml Wasser für Injektionszwecke unter aseptischen Bedingungen vollständig gelöst. Es entsteht eine klare bis leicht opaleszente Lösung. Zur Verabreichung als Infusion eignet sich als Verdünnungsmittel insbesondere 5%ige Human-Albumin-Lösung.. Bei Verdünnungen bis 1:5 können folgende Infusionslösungen verwendet werden: Ringer-Lactat-Lösung, physiologische Kochsalzlösung, 5%ige Glukose-Lösung oder Polygeline.
  • +Das rekonstituierte Produkt sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel und Verfärbungen geprüft werden. Die Lösung sollte klar oder leicht opaleszent sein. Lösungen, die trübe sind oder einen Niederschlag aufweisen, nicht verwenden.
  • +Nicht verwendetes Produkt und Abfallmaterial muss vorschriftsgemäss entsorgt werden.
  • +
  • -1 Flasche mit Trockensubstanz zu 500 IE, 1 Flasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke, 1 Überleitungsgerät. B
  • -1 Flasche mit Trockensubstanz zu 1000 IE, 1 Flasche mit 20 ml Wasser für Injektionszwecke, 1 Überleitungsgerät. B
  • +Kybernin P 500 [B]
  • +1 Flasche mit Trockensubstanz zu 500 IE.
  • +1 Flasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke.
  • +1 Überleitungsgerät.
  • +Kybernin P 1000 [B]
  • +1 Flasche mit Trockensubstanz zu 1000 IE.
  • +1 Flasche mit 20 ml Wasser für Injektionszwecke.
  • +1 Überleitungsgerät.
  • -Dezember 2013.
  • +August 2016.
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