| 31 Änderungen an Fachinfo Yaldigo 400 mg |
- +Wird eine Dosis oder werden mehrere Dosen ausgelassen, ist die nächste Dosis wie gewohnt einzunehmen.
-Die angegebene Dosierung für Erwachsene kann verabreicht werden, es sei denn die Nierenfunktion ist eingeschränkt (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Ausser bei schwerwiegend beeinträchtigter Leber- und Nierenfunktion kann die angegebene Dosierung für Erwachsene verabreicht werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Studien mit älteren Patienten wurden nicht durchgeführt.
-Schwere Nierenfunktionsstörungen (GFR <30 ml pro Minute).
- +Schwere Nierenfunktionsstörungen (GFR <30 ml/min./1.73 m2).
- +Blutuntersuchungen (Leberfunktionsparameter wie ALT und AST) sollten vor und während der Behandlung nach Ermessen des Arztes durchgeführt werden. Als Richtlinie werden Nachkontrollen 14 Tage nach Beginn der Behandlung, sowie 2 bis 3 zusätzliche Kontrollen nach jeweils weiteren 4 Wochen empfohlen. Bei normalen Befunden werden Kontrolluntersuchungen alle 3 Monate empfohlen. Bei Auftreten zusätzlicher Krankheitszeichen ist eine sofortige Kontrolluntersuchung erforderlich.
- +Lungenerkrankung
- +Patienten mit einer Lungenerkrankung, insbesondere Asthma, sollten während der Behandlung mit Asazine besonders sorgfältig überwacht werden.
-Eine begrenzte Zahl von Meldungen über intakte Tabletten im Stuhl liegt vor. Diese scheinbar intakten Tabletten könnten in manchen Fällen weitgehend leere Hüllen des Tablettenüberzuges sein. Asazine 400/800 mg magensaftresistente Tabletten setzen ihren Inhalt frei, selbst wenn Fragmente der Hülle bestehen bleiben. Sobald ein pH-Wert von 7,0 erreicht wird, reichen die Risse in der Hülle zur Mesalazin-Freisetzung aus den Tabletten aus. Dieser Prozess verläuft ab dann irreversibel und Mesalazin wird deshalb unabhängig vom intestinalen pH kontinuierlich freigesetzt. Sollten wiederholt Tabletten im Stuhl beobachtet werden, sollte der Patient seinen Arzt konsultieren.
- +Eine begrenzte Zahl von Meldungen über intakte Tabletten im Stuhl liegt vor. Diese scheinbar intakten Tabletten könnten in manchen Fällen weitgehend leere Hüllen des Tablettenüberzuges sein. Sollten wiederholt Tabletten im Stuhl beobachtet werden, sollte der Patient seinen Arzt konsultieren.
-Bei älteren Patienten ist die Anwendung von Asazine nur bei Vorliegen einer normalen Nierenfunktion empfohlen und sollte generell mit Vorsicht erfolgen.
- +Bei älteren Patienten ist die Anwendung von Asazine nur bei Vorliegen einer normalen Nieren- und Leberfunktion empfohlen und sollte generell mit Vorsicht erfolgen (siehe «Kontraindikationen»).
-Sulfasalazin hemmt die Resorption von Digoxin. Es gibt keine Information zu einer Interaktion von Digoxin mit Mesalazin.
-Es liegen isolierte Berichte über eine vermeintlich veränderte Blutgerinnung (INR-Werte) nach gemeinsamer Verabreichung von Cumarinen (Phenprocoumon, Warfarin) vor.
-Mesalazin kann die immunsuppressiven Effekte von Azathioprin und 6-Mercaptopurin verstärken. Lebensbedrohliche Infektionen können auftreten. Patienten sollten sorgfältig auf Zeichen von Infektionen und Immunosuppression beobachtet werden. Besonders zu Beginn einer solchen Kombinationstherapie sowie in regelmässigen Abständen (wöchentlich) sollte das Blutbild mit besonderer Berücksichtigung der Leukozyten u. Lymphozytenzahl wiederholt kontrolliert werden.
- +Es liegen isolierte Berichte über eine vermeintlich veränderte Blutgerinnung (INR-Werte) nach gemeinsamer Verabreichung mit Cumarinen (Phenprocoumon, Warfarin) vor.
- +Mesalazin kann die myelosuppressiven Effekte von Azathioprin, 6-Mercaptopurin oder Thioguanin verstärken. Lebensbedrohliche Infektionen können auftreten. Patienten sollten sorgfältig auf Anzeichen einer Infektion und Myelosuppression beobachtet werden. Besonders zu Beginn einer solchen Kombinationstherapie sowie in regelmässigen Abständen (wöchentlich) sollte das Blutbild mit besonderer Berücksichtigung der Leukozyten-, Thrombozyten- und Lymphozytenzahl kontrolliert werden.
-Die gleichzeitige Behandlung mit bekannten nephrotoxischen Substanzen wie NSAR, Azathioprin oder Methotrexat kann das Risiko renaler Reaktionen erhöhen. Es wurden jedoch keine unerwünschten Ereignisse gemeldet, die diese Wechselwirkungen belegen.
-Daten über eine begrenzte Zahl von Mesalazin exponierten Schwangeren (627) zeigen kein erhöhtes Risiko hinsichtlich angeborener Missbildungen. Einige Studien zeigten allerdings ein erhöhtes Auftreten von Frühgeburten und vermindertem Geburtsgewicht in Neugeborenen deren Mütter während ihrer Schwangerschaft mit Mesalazin behandelt wurden. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schliessen. Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
- +Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Asazine bei schwangeren Frauen vor. Jedoch wurden bei einer begrenzten Zahl von Mesalazin exponierten schwangeren Frauen (627) keine negativen Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder Gesundheit der Föten/Neugeborenen gefunden. Zurzeit sind keine weiteren relevanten epidemiologischen Daten verfügbar. In einem Einzelfall wurde unter Langzeitanwendung einer hohen Dosis Mesalazin (2–4 g, oral) während der Schwangerschaft Nierenversagen bei einem Neugeborenen beobachtet.
- +Studien an Tieren mit oraler Mesalazin Applikation lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schliessen. Asazine sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen das potentielle Risiko übersteigt.
-In der menschlichen Muttermilch wurden niedrige Konzentrationen von Mesalazin und seinem N-Acetyl-Metaboliten nachgewiesen. Die klinische Signifikanz hiervon ist nicht bekannt. Vorsicht ist geboten bei der Verabreichung von Mesalazin an stillende Frauen.
- +In der menschlichen Muttermilch wurden niedrige Konzentrationen von Mesalazin und seinem N-Acetyl-Metaboliten nachgewiesen. Die klinische Signifikanz hiervon ist nicht bekannt. Bislang liegen nur begrenzte Erfahrungen während der Stillzeit bei Frauen vor. Überempfindlichkeitsreaktionen wie Durchfall beim Säugling können nicht ausgeschlossen werden. Daher sollte Asazine während der Stillzeit nur angewendet werden, wenn der zu erwartende Nutzen das potenzielle Risiko übersteigt. Falls der Säugling Durchfall entwickelt, sollte das Stillen beendet werden.
-Asazine 400 mg/800 mg magensaftresistente Tabletten
-Die Daten aus klinischen Studien beziehen sich auf 651 mit Asazine 400 mg magensaftresistente Tabletten behandelte Patienten. Die Dosierungen lagen im Bereich von 0,8 bis 4,8 g Mesalazin pro Tag, die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug vier Wochen bis vier Jahre.
-Die Nebenwirkungen, die in neun Doppelblindstudien und sechs offenen klinischen Studien angegeben wurden und bei denen ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit Mesalazin besteht oder ein solcher nicht ausgeschlossen werden kann, werden nach Organsystemklassen angegeben.
-Die einzige sehr häufige Nebenwirkung war Kopfschmerz, der bei etwa 17,8% der Patienten auftrat. Es wurden folgende häufige Nebenwirkungen angegeben: Übelkeit (8,4%), Dyspepsie (7,5%), Abdominalschmerz (4,3%), Schwindel (4,0%), Exanthem (2,8%), Erbrechen (2,5%), Arthralgie (2,3%), Diarrhö (1,8%) und Fieber (1,7%).
-Gelegentlich: Anämie.
- +Gelegentlich: Eosinophilie (als Teil einer allergischen Reaktion).
- +Sehr selten: Verändertes Blutbild (aplastische Anämie, Agranulozytose, Panzytopenie, Neutropenie, Leukopenie, Thromozytopenie).
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie allergisches Exanthem, Arzneimittelfieber, Lupus erythematosus-Syndrom, Pancolitis.
-Gelegentlich: Tinnitus, Parästhesie.
- +Gelegentlich: Parästhesie.
- +Sehr selten: Periphere Neuropathie.
- +Erkrankungen des Herzens
- +Selten: Myokarditis, Perikarditis.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- +Sehr selten: Allergische und fibrotische Lungenreaktionen (einschliesslich Dyspnoe, Husten, Bronchospasmus, Alveolitis, pulmonale Eosinophilie, Lungeninfiltration, Pneumonitits), interstitielle Pneumonie, eosinophile Pneumonie, Lungenerkrankung.
- +Unbekannt: Pleuritis.
- +Sehr selten: Akute Pankreatitis.
- +Leber- und Gallenerkrankungen
- +Sehr selten: Veränderung der Leberfunktionsparameter (Erhöhung der Transaminasen und Cholestase-Parameter), Hepatitis, cholestatische Hepatitis.
-Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- +Sehr selten: Alopezie.
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- +Unbekannt: Lupus-ähnliches Syndrom mit Perikarditis und Pleuroperikarditis als prominente Symptome sowie Hautausschlag.
- +Erkrankung der Nieren und Harnwege
- +Sehr selten: Nierenfunktionsstörung einschliesslich akuter und chronischer interstitieller Nephritis und Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom, Nierenversagen, das bei frühem Absetzen der Behandlung reversibel sein kann.
- +Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brüste
- +Sehr selten: Oligospermie (reversibel).
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-Gelegentlich: Mangelnde Wirksamkeit des Arzneimittels.
-Asazine 500 mg Suppositorien
-Die Daten aus klinischen Studien beziehen sich auf 246 mit Asazine 500 mg Suppositorien behandelte Patienten. Die Dosierungen lagen im Bereich von 1,0 bis 1,5 g Mesalazin pro Tag, die Behandlungsdauer betrug 4 Wochen bis ein Jahr.
-Die Nebenwirkungen, die in vier Doppelblindstudien und einer offenen klinischen Studie angegeben wurden und bei denen ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit Mesalazin besteht oder ein solcher nicht ausgeschlossen werden kann, werden nach Organsystemklassen angegeben.
-Die einzige häufige Nebenwirkung war Abdominalschmerz, der bei etwa 1,2% der Patienten auftrat.
-Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
-Häufig: Abdominalschmerz.
-Gelegentlich: Erbrechen, Übelkeit, Diarrhö.
-Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
-Gelegentlich: Fieber, mangelnde Wirksamkeit des Arzneimittels.
-Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind aus der Post-Marketing Erfahrung sowie der Literatur bekannt. Die Häufigkeit ist unbekannt.
-Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
-Aplastische Anämie, Agranulozytose, Panzytopenie, Knochenmarkdepression, Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Eosinophilie, hämatologische Erkrankungen.
-Herzerkrankungen
-Myokarditis, Perikarditis.
-Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
-Dyspnoe, Pneumonie, interstitielle Pneumonie, eosinophile Pneumonie, Lungenerkrankung, Brustschmerz, Husten.
-Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
-Pankreatitis.
-Leber- und Gallenerkrankungen
-Hepatitis, Leberfunktionstest anormal.
-Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
-Alopezie.
-Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
-Lupus-ähnliches Syndrom mit Perikarditis und Pleuroperikarditis als vorherrschende Symptome sowie Exanthem und Arthralgie.
-Erkrankungen der Nieren und Harnwege
-Nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, Nierenversagen das bei Absetzen der Behandlung reversibel sein kann.
-Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
-Exazerbation der Erkrankung.
- +Gelegentlich: Brustschmerzen.
- +Unbekannt: Mesalazin Intoleranz mit erhöhtem C-reaktivem Protein und/oder Exazerbation der Erkrankung. Lokalreaktion (nur bei Suppositorien)
-Erhöhte Kreatininwerte im Blut, Gewichtsverlust, Kreatinin Clearance erniedrigt, Amylase erhöht, Blutsenkung erhöht, Lipase erhöht, Harnstoff-Stickstoff im Blut erhöht.
- +Unbekannt: Erhöhte Kreatininwerte im Blut, Gewichtsverlust, Kreatinin-Clearance erniedrigt, Amylase erhöht, Sedimentationsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen erhöht, Lipase erhöht, Blut Harnstoff Stickstoff (BUN) erhöht.
-Die gleichzeitige Verabreichung von Immunsuppressiva wie Azathioprin oder 6-MP kann eine Leukopenie auslösen.
-Die gleichzeitige Behandlung mit NSAR, Azathioprin oder Methotrexat kann das Risiko renaler Reaktionen erhöhen.
- +Die gleichzeitige Verabreichung von Azathioprin, 6-MP oder Thioguanin kann über eine Verstärkung der myelosuppressiven Effekt eine Leukopenie auslösen.
-Es gibt keine klinische Erfahrung mit Überdosierungen mit Asazine. Mesalazin wird nicht zu Salicylat metabolisiert. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die Behandlung ist symptomatisch und unterstützend. Sie kann eine intravenöse Infusion geeigneter Elektrolyte beinhalten.
- +Es gibt wenige Daten zur Überdosierung (z.B. beabsichtigter Suizid mit einer hohen oralen Dosis Mesalazin). Diese weisen nicht auf eine renale oder hepatische Toxizität hin. Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Die Behandlung ist symptomatisch und unterstützend.
-Dezember 2014.
- +Oktober 2015.
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