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Home - Fachinformation zu Propycil 50 - Änderungen - 12.12.2016
18 Änderungen an Fachinfo Propycil 50
  • -Eine Agranulozytose kann sich innerhalb weniger Stunden einstellen. Sie ist daher in den meisten Fällen trotz erfolgter Kontrolluntersuchungen des Blutbildes nicht vorhersehbar, insbesondere da schon im Rahmen der Hyperthyreose eine Leukopenie auftreten kann (10%). Die Patienten müssen deshalb über die klinischen Zeichen einer Agranulozytose (Fieber, Abgeschlagenheit, Angina tonsillaris, Mundschleimhautentzündungen) und die Notwendigkeit einer in einem solchen Fall rasch durchzuführenden Blutbildbestimmung aufgeklärt werden.
  • -Da es unter Propylthiouracil zu Hypoprothrombinämie bzw. Blutungen kommen kann, sollte die Prothrombinzeit während der Therapie, insbesondere aber vor chirurgischen Eingriffen überprüft werden.
  • -Propycil soll bei Kindern nur angewendet werden, wenn alle anderen vorhandenen Massnahmen zur Kontrolle der Schilddrüsenfunktion ungenügend sind.
  • +Hepatotoxizität
  • +In einzelnen Fällen wurde in Zusammenhang mit der Anwendung von Propylthiouracil sowohl bei erwachsenen als auch bei pädiatrischen Patienten über Leberschäden bis hin zum akuten Leberversagen berichtet, einschliesslich Fällen mit letalem Verlauf oder der Notwendigkeit einer Lebertransplantation. Die Zeitdauer bis zur Manifestation der Leberschädigung war unterschiedlich, die meisten Fälle traten jedoch innerhalb der ersten 6 Behandlungsmonate auf.
  • +Eine Überwachung der Leberwerte (Transaminasen, Alkalische Phosphatase, Bilirubin) scheint kaum in der Lage, das Risiko einer schweren Hepatotoxizität zu reduzieren, da die entsprechenden Veränderungen rasch und unvorhersehbar auftreten. Der Patient muss daher über die möglichen Symptome einer Leberschädigung (wie Anorexie, Pruritus, Schmerzen im rechten Oberbauch, etc.) aufgeklärt und aufgefordert werden, solche Symptome seinem Arzt unverzüglich zu melden. Bei Auftreten entsprechender Symptome sollten die Leberwerte bestimmt werden.
  • +Falls während der Behandlung mit Propylthiouracil relevante Veränderungen der Leberwerte auftreten, sollte das Präparat sofort abgesetzt werden.
  • +Anwendung in der pädiatrischen Population
  • +Propycil sollte bei Kindern und Jugendlichen nur angewendet werden wenn alle sonstigen Therapie-Optionen ausgeschöpft sind.
  • +Hämatotoxizität
  • +Eine Agranulozytose kann sich innerhalb weniger Stunden einstellen. Sie ist daher in den meisten Fällen trotz erfolgter Kontrolluntersuchungen des Blutbildes nicht vorhersehbar, insbesondere da schon im Rahmen der Hyperthyreose eine Leukopenie auftreten kann (bei ca. 10% der Patienten). Die Patienten müssen deshalb über die klinischen Zeichen einer Agranulozytose (Fieber, Abgeschlagenheit, Angina tonsillaris, Mucositis) und die Notwendigkeit einer in einem solchen Fall rasch durchzuführenden Blutbildbestimmung aufgeklärt werden.
  • +Immunologische Effekte
  • +Bei Patienten unter thyreostatischer Therapie (insbesondere bei Vorliegen eines Morbus Basedow) wurde über das Auftreten einer ANCA-positiven Vaskulitis berichtet (ANCA = antineutrophile cytoplasmatische Antikörper). Derartige Fälle wurden überwiegend unter Propylthiouracil beschrieben, seltener auch unter Carbimazol oder Thiamazol.
  • +Die Manifestation dieser Vaskulitis, welche häufig mit Fieber bzw. grippeähnlichen Symptomen einhergeht, kann in unterschiedlichen Organen erfolgen, wobei auch mehrere Organe gleichzeitig betroffen sein können. Am häufigsten wird eine Manifestation an der Haut berichtet, welche von harmlosen Symptomen bis hin zu einer nekrotisierenden Purpura oder einer leukozytoklastischen Vaskulitis reichen kann. Ebenfalls häufig betroffen ist die Lunge (z.B. Hämoptysen, interstitielle Pneumonie, alveoläre Hämorrhagien). Darüber hinaus können auch Nieren (z.B. Glomerulonephritis, in Einzelfällen akutes Nierenversagen) und Gelenke (Arthralgien) betroffen sein. Seltener wurde über Manifestationen in der Muskulatur (im Sinne einer Myositis) oder an der Leber berichtet. Der Patient sollte informiert werden, beim Auftreten entsprechender Symptome seinen Arzt zu kontaktieren.
  • +In Einzelfällen wurde ausserdem über das Auftreten eines systemischen Lupus erythematodes berichtet.
  • +Im Falle des Auftretens entsprechender Symptome sollte eine immunologische Abklärung erfolgen und das Arzneimittel ggf. abgesetzt werden. Im Allgemeinen sind die Symptome nach Absetzen der Therapie reversibel. Es wurde aber auch über Fälle einer persistierenden dialysepflichtigen Niereninsuffizienz berichtet.
  • +Darüber hinaus wurde auch über Fälle berichtet, in welchen ANCA’s ohne klinische Symptomatik nachgewiesen werden konnten. Solche Patienten sollten sorgfältig auf die Manifestation möglicher Symptome überwacht werden.
  • +Hämostase
  • +Da es unter Propylthiouracil zu Hypoprothrombinämie und in der Folge zu Blutungen kommen kann, sollte die Prothrombinzeit während der Therapie, insbesondere aber vor chirurgischen Eingriffen überprüft werden.
  • -Sehr selten: Hypersensitivitätsreaktionen, Lymphadenopathie, Arzneimittelfieber, Coombstest-positive hämolytische Anämie, Periarteriitis, Lupus-ähnliches Syndrom.
  • +Sehr selten: Hypersensitivitätsreaktionen, Lymphadenopathie, Arzneimittelfieber, Coombstest-positive hämolytische Anämie, Periarteriitis, ANCA-positive Vaskulitis mit Manifestation z.B. an Haut (Purpura, Hautulzerationen), Lunge (Hämoptysen etc.), Nieren (Glomerulonephritis) oder Gelenken (Arthralgien) (siehe „Warnhinweise / Vorsichtsmassnahmen“); Lupus-ähnliches Syndrom.
  • -Sehr selten: Interstitielle Pneumonitis, Asthma.
  • +Sehr selten: Husten, Dyspnoe, Hämoptysen, Interstitielle Pneumonie, alveoläre Blutungen, Asthma (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems)
  • -Leber
  • -Selten: Ikterus, nekrotische Hepatitis.
  • +Leber (siehe auch „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“)
  • +Sehr häufig: vorübergehende Erhöhungen der Serumtransaminasen
  • +Selten: Ikterus, nekrotisierende Hepatitis.
  • +Sehr selten: akutes Leberversagen
  • +
  • -Selten: Pigmentverlust, Pruritus, Hautausschlag, Haarausfall.
  • -Sehr selten: Nekrotische Dermatitis.
  • +Selten: Pigmentverlust, Erythem, Pruritus, Hautausschlag, Haarausfall.
  • +Sehr selten: Nekrotisierende Dermatitis, Purpura, Hautulzerationen, leukozytoklastische Vaskulitis (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems)
  • -Selten: Myalgie, Gelenkschmerzen, Polyarthritis.
  • +Selten: Myalgien, Gelenkschmerzen, Polyarthritis.
  • +Sehr selten: Myopathie (im Zusammenhang mit einer Vaskulitis – siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“)
  • +
  • -Sehr selten: Glomerulonephritis.
  • +Sehr selten: Hämaturie, Glomerulonephritis.
  • +In Einzelfällen akutes Nierenversagen (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems)
  • +
  • -Klinik spezieller Patientengruppen
  • +Kinetik spezieller Patientengruppen
  • -November 2009.
  • +Juni 2016
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