| 14 Änderungen an Fachinfo Gardasil |
-Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Einzeldosen zu je 0,5 ml, die gemäss folgendem Schema verabreicht werden:
-0, 2, 6 Monate.
-Sollte ein hiervon abweichendes Impfschema erforderlich sein, ist die zweite Dosis frühestens einen Monat nach der ersten und die dritte frühestens drei Monate nach der zweiten Dosis zu verabreichen. Alle drei Dosen sind innerhalb von 12 Monaten zu verabreichen.
-Ob eine Auffrischimpfung erforderlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt.
-Bei Personen, die bereits eine oder zwei Dosen Gardasil erhalten haben, wird empfohlen, das 3-Dosen-Impfschema auch mit Gardasil abzuschliessen (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
- +Personen im Alter von 9 bis und mit 13 Jahren:
- +Gardasil kann gemäss einem 2-Dosen Schema verabreicht werden: 2 Einzeldosen zu je 0.5 ml: 0 und 6 Monate. (siehe Abschnitt Eingenschaften/Wirkungen, klinische Wirksamkeit)
- +Falls die 2. Dosis früher als 6 Monate nach der ersten Dosis verabreicht wird, sollte immer eine 3. Dosis verabreicht werden.
- +Gardasil kann auch gemäss einem 3-Dosen Schema verabreicht werden 3 Einzeldosen zu je 0.5 ml: 0, 2, 6 Monate.
- +Die zweite Dosis sollte frühestens einen Monat nach der ersten und die dritte frühestens drei Monate nach der zweiten Dosis zu verabreichen. Alle drei Dosen sind innerhalb von 12 Monaten zu verabreichen
- +Personen im Alter von 14 Jahren und älter:
- +Gardasil sollte gemäss einem 3-Dosen Schema verabreicht werden: 3 Einzeldosen zu je 0.5 ml: 0, 2, 6 Monate
- +Die 2. Dosis sollte frühestens 1 Monat nach der 1. Dosis verabreicht werden und die 3. Dosis sollte frühestens 3. Monate nach der 2. Dosis verabreicht werden. Alle 3 Dosen sollten innerhalb eines Jahres verabreicht werden.
- +Gardasil sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.
- +.
- +Bei Personen, die bereits eine oder zwei Dosen Gardasil erhalten haben, wird empfohlen, das 3-Dosen-Impfschema auch mit Gardasil abzuschliessen (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
- +Ob eine Auffrischimpfung erforderlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt.
- +
-Derzeit ist nicht bekannt, wie lange die Schutzwirkung anhält. Es wurde eine anhaltende protektive Wirksamkeit über einen Zeitraum von 4,5 Jahren bei Frauen 4,5 bzw. 6 Jahren bei Männern nach Abschluss des 3-Dosen-Impfschemas nachgewiesen. Folgestudien über einen darüber hinausgehenden Beobachtungszeitraum werden zurzeit durchgeführt (siehe Abschnitt Pharmakodynamik).
- +Derzeit ist nicht bekannt, wie lange die Schutzwirkung anhält. Es wurde eine anhaltende protektive Wirksamkeit über einen Zeitraum von 4,5 Jahren bei Frauen bzw. 6 Jahren bei Männern nach Abschluss des 3-Dosen-Impfschemas nachgewiesen. Folgestudien über einen darüber hinausgehenden Beobachtungszeitraum werden zurzeit durchgeführt (siehe Abschnitt Pharmakodynamik).
-Die folgenden impfstoffassoziierten Nebenwirkungen wurden bei Probanden, die Gardasil erhielten, mit einer Häufigkeit von mindestens 1,0% und häufiger als bei den Placeboempfängern beobachtet. Sie werden nach Häufigkeiten aufgeführt, die wie folgt definiert sind:
- +Die folgende Zusammenfassung umfasst impfstoffassoziierte unerwünschte Wirkungen die bei Personen, die Gardasil erhielten, mit einer Häufigkeit von mindestens 1,0% und häufiger als bei den Placeboempfängern beobachtet wurden. Sie werden nach Häufigkeiten aufgeführt, die wie folgt definiert sind:
- +Die Zusammenfassung umfasst auch unerwünschte Wirkungen, die spontan nacht Markteinführung von Gardasil weltweit gemeldet wurden.
- +Diese Angaben basieren auf Spontanmeldungen aus einer Population, deren Grösse nicht genau bekannt ist. Es ist daher nicht möglich, für alle Ereignisse die Häufigkeit des Auftretens verlässlich abzuschätzen oder einen Kausalzusammenhang mit der Impfung herzustellen. Daher wird die Häufigkeit dieser unerwünschten Wirkungen als „Einzelfälle“ angegeben.
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- +Einzelfälle: Cellulitis an der Injektionsstelle
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- +Einzelfälle: Idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), Lymphadenopathie
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Einzelfälle: Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, Autoimmunerkrankungen. Eine Post-Marketing-Surveillance Studie zeigte für folgende Autoimmunerkrankungen eine leicht erhöhte Inzidenzrate bei geimpften Frauen im Vergleich zu nicht geimpften Frauen:
- +Hashimoto Thyreoiditis Ratio der Inzidenzrate 1,29 (95% Cl, 1.08-1.56) Optikusneuritis Ratio der Inzidenzrate 1,45 (95% Cl, 1.00-2.91) (keine statistisch signifikante Erhöhung).
- +Einzelfälle: Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM), Guillain-Barré-Syndrom, Schwindel, Synkopen, manchmal begleitet von tonisch-klonischen Bewegungen. Die Melderaten (Anzahl gemeldete Fälle pro Million vertriebener Impfstoff Dosen) für Synkopen sind in der Postmarketing Beobachtung höher für Gardasil als für einen Hepatitis-B-Impfstoff. In der Altersgruppe 10 bis 26 Jahre liegt die Melderate um einen Faktor 2 höher, in den übrigen Altersgruppen um einen Faktor 4. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Meldungen ohne Altersangabe ist die Melderate für Synkopen bei Gardasil mindestens 15-mal höher als beim Hepatitis-B-Impfstoff.
- +Gefässerkrankungen
- +Einzelfälle: Tiefe Venenthrombosen
- +Einzelfälle: Erbrechen
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- +Einzelfälle: Generalisierte Exantheme und Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Alopecia, Dermatitis (bullös und vesikulär), Erythema nodosum.
- +Einzelfälle: Arthralgie, Myalgie
- +Einzelfälle: Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Müdigkeit, Unwohlsein
- +
-Daten aus der Post-Marketing-Beobachtung
-Es wurden nach Gabe von Gardasil nach Markteinführung Nebenwirkungen spontan gemeldet, die nicht oben aufgeführt sind.
-Diese Angaben basieren auf Spontanmeldungen aus einer Population, deren Grösse nicht genau bekannt ist. Es ist daher nicht möglich, für alle Ereignisse die Häufigkeit des Auftretens verlässlich abzuschätzen oder einen Kausalzusammenhang mit der Impfung herzustellen.
-Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Generalisierte Exantheme und Hautreaktionen wie Erythema multiforme, Alopecia, Dermatitis (bullös und vesikulär), Erythema nodosum.
-Infektionen
-Cellulitis an der Injektionsstelle.
-Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems
-Idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP), Lymphadenopathie, tiefe Venenthrombosen.
-Erkrankungen des Immunsystems
-Überempfindlichkeitsreaktionen wie anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, Autoimmunerkrankungen.
-Eine Post-Marketing-Surveillance Studie zeigte für folgende Autoimmunerkrankungen eine leicht erhöhte Inzidenzrate bei geimpften Frauen im Vergleich zu nicht geimpften Frauen:
-Hashimoto Thyreoiditis Ratio der Inzidenzrate 1,29 (95% Cl, 1.08-1.56)
-Optikusneuritis Ratio der Inzidenzrate 1,45 (95% CI, 1.00-2.91) (keine statistisch signifikante Erhöhung)
-Erkrankungen des Nervensystems
-Akute disseminierte Enzephalomyelitis (ADEM), Guillain-Barré-Syndrom, Schwindel, Synkopen, manchmal begleitet von tonisch-klonischen Bewegungen. Die Melderaten (Anzahl gemeldete Fälle pro Million vertriebener Impfstoff Dosen) für Synkopen sind in der Postmarketing Beobachtung höher für Gardasil als für einen Hepatitis-B-Impfstoff. In der Altersgruppe 10 bis 26 Jahre liegt die Melderate um einen Faktor 2 höher, in den übrigen Altersgruppen um einen Faktor 4. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Meldungen ohne Altersangabe ist die Melderate für Synkopen bei Gardasil mindestens 15-mal höher als beim Hepatitis-B-Impfstoff.
-Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
-Erbrechen.
-Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
-Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Müdigkeit, Unwohlsein.
- +Für HPV-Impfstoffe kann bisher keine schützende Mindest-Antikörperkonzentration festgelegt werden. Die Bedeutung der zellulären Immunantwort als Schutz gegen die HPV-Erkrankung ist nicht definiert und somit stehen keine Daten zur Verfügung.
-Für HPV-Impfstoffe kann bisher keine schützende Mindest-Antikörperkonzentration festgelegt werden.
-Protocol 018 untersucht die Immunogenität von Gardasil bei 9-15 jährigen Mädchen und Jungen. Nach 30 Monaten wurde der Placeboarm mit Gardasil nachgeimpft (Catch-up Gruppe) und alle geimpften Probanden werden weiterhin nachverfolgt. Insgesamt liegen mittlerweile Daten der Altersgruppe 9-18 Jahre zum Zeitpunkt der Impfung vor. Bezüglich der Persistenz der Immunantwort auf HPV 6, HPV 11 und HPV 16 konnte gezeigt werden, dass nach 72 Monaten (d.h. 6 Jahren) noch mehr als 90% der jugendlichen Probanden Antikörper über dem definierten Seropositivitäts-Schwellenwert hatten. Bezüglich HPV 18 erreichten 25% der Probanden zum Monat 45 (d.h. 3.5 Jahre nach der 1. Injektion) nicht mehr den definierten Seropositivitäts-Schwellenwert – sowohl Mädchen als auch Jungen sowie ebenfalls die Catchup Gruppe. Im weiteren Verlauf fielen die HPV 18 Antikörper bis zum Monat 72 nicht weiter wesentlich ab (stabiler Verlauf). Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage zur Notwendigkeit einer Booster Impfung mit Gardasil gemacht werden.
- +Protocol 018 untersucht die Immunogenität von Gardasil bei 9-15 jährigen Mädchen und Jungen. Nach 30 Monaten wurde der Placeboarm mit Gardasil nachgeimpft (Catch-up Gruppe) und alle geimpften Probanden werden weiterhin nachverfolgt. Insgesamt liegen mittlerweile Daten der Altersgruppe 9-18 Jahre zum Zeitpunkt der Impfung vor. Bezüglich der Persistenz der Immunantwort auf HPV 6, HPV 11 und HPV 16 konnte gezeigt werden, dass nach 72 Monaten (d.h. 6 Jahren) noch mehr als 90% der jugendlichen Probanden Antikörper über dem definierten Seropositivitäts-Schwellenwert hatten. Bezüglich HPV 18 erreichten 25% der Probanden zum Monat 45 (d.h. 3.5 Jahre nach der 1. Injektion) nicht mehr den definierten Seropositivitäts-Schwellenwert – sowohl Mädchen als auch Jungen sowie ebenfalls die Catch-up Gruppe. Im weiteren Verlauf fielen die HPV 18 Antikörper bis zum Monat 72 nicht weiter wesentlich ab (stabiler Verlauf). Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage zur Notwendigkeit einer Booster Impfung mit Gardasil gemacht werden.
- +Immunantwort auf Gardasil bei Anwendung des 2-Dosen Schemas bei Personen im Alter von 9 bis 13 (oder 14 Jahren)
- +Eine klinische Studie hat gezeigt, dass bei Mädchen, denen 2 Dosen Gardasil innerhalb von 6 Monaten verabreicht wurden, die Antikörperantworten der 4 HPV-Typen 1 Monat nach der letzten Dosis nicht geringer („non-inferior“) waren als die Antikörperantworten bei Mädchen, denen 3 Dosen Gardasil innerhalb von 6 Monaten verabreicht wurden.
- +In Monat 7 waren in der („Per-Protokoll“) Population bei Mädchen im Alter von 9 bis 13 Jahren (n = 241), die 2 Dosen Gardasil (Monat 0 und 6) erhalten hatten, die Immunantwort nicht geringer und numerisch höher, als die Immunantwort bei Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren (n = 246), die 3 Dosen Gardasil erhalten hatten (Monat 0, 2, 6).
- +Nach 36 Monaten Nachbeobachtung waren die GMT’s für alle 4 HPV-Typen bei den Mädchen, die 2 Dosen erhalten hatten (n = 84) nicht geringer („non inferior“) als die GMT’s bei den Frauen, die 3 Dosen erhalten hatten (n = 86).
- +In der gleichen Studie war bei Mädchen im Alter von 9 bis 13 Jahren nach einem 2 Dosen Schema die Immunantwort numerisch geringer als nach einem 3-Dosen Schema (n = 248 an Monat 7; n = 82 an Monat 36). Die klinische Bedeutung dieser Beobachtung ist nicht bekannt.
- +Die Dauer des Schutzes eines 2-Dosen Schemas mit Gardasil wurde nicht nachgewiesen.
- +
-Im Kühlschrank (+2 °C bis +8 °C) lagern.
- +Im Kühlschrank (2 °C - 8 °C) lagern.
-Mai 2015
- +Juni 2015
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