Dosierung/AnwendungAllgemein
Tecentriq muss unter der Aufsicht einer qualifizierten medizinischen Fachperson verabreicht werden. Es ist unbedingt die Produktkennzeichnung zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Patienten verordnungsgemäss die richtige Formulierung (Tecentriq zur Anwendung i.v. oder Tecentriq subkutan zur Anwendung s.c.) erhalten. Patienten, die aktuell Tecentriq i.v. erhalten, können auf Tecentriq subkutan umgestellt werden (oder umgekehrt). Die Umstellung der Behandlung von einer Monotherapie mit Tecentriq i.v. auf eine Monotherapie mit Tecentriq subkutan und umgekehrt wurde in einer randomisierten Studie untersucht (siehe "Unerwünschte Wirkungen" und "Klinische Wirksamkeit" ).
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Tecentriq in der Formulierung zur intravenösen Anwendung (Tecentriq i.v.) ist nicht für die subkutane Gabe bestimmt. Tecentriq muss als intravenöse (i.v.) Infusion verabreicht werden. Nicht als i.v. Stoss- oder Bolusinjektion verabreichen. Keine anderen Medikamente gleichzeitig durch denselben Infusionskatheter verabreichen. Die Initialdosis von Tecentriq muss über einen Zeitraum von 60 Minuten verabreicht werden. Wenn die erste Infusion vertragen wurde, können alle folgenden Infusionen jeweils innerhalb von 30 Minuten verabreicht werden.
Patientenauswahl
PD-L1-Test bei Patienten mit TNBC und NSCLC
Für die Behandlung mit Tecentriq und sofern in der Indikation angegeben (siehe "Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten" ), sollten die erwachsenen Patienten eine positive PD-L1 Expression aufweisen, die durch einen für Tecentriq validierten Test bestimmt wurde (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Test für Patienten mit Melanom
Bei Melanompatienten muss für die Behandlung mit der Kombination von Tecentriq mit Cobimetinib und Vemurafenib eine BRAF-V600E-Mutation mit einem validierten Test bestätigt worden sein.
Monotherapie mit Tecentriq
Tabelle 1: Empfohlene Dosierung für die Tecentriq Monotherapie durch intravenöse Infusion
Indikation Empfohlene Dosierung und Schema Dauer der Behandlung (siehe
"Klinische Wirksamkeit" )
2L Urothelkarzinom 1200 mg alle 3 Wochen Bis zum Verlust des klinischen
Nutzens oder bis zum Auftreten einer
nicht behandelbaren Toxizität
2L metastasiertes NSCLC
1L NSCLC, das für eine Bis zur Krankheitsprogression
platinbasierte Chemothera oder bis zum Auftreten einer
pie ungeeignet ist nicht behandelbaren Toxizität
NSCLC im Frühstadium 1 Jahr lang, ausser bei
Auftreten eines Krankheitsrezidiv
s oder inakzeptabler Toxizität
Kombinationstherapie mit Tecentriq
Zur Anwendung von Tecentriq in Kombinationstherapie ist auch die vollständige Fachinformation des Kombinationspartners zu beachten.
Tabelle 2: Empfohlene Dosierung für die Tecentriq Kombinationstherapie durch intravenöse Infusion
Indikation Empfohlene Dosierung und Dauer der Behandlung (siehe
Schema "Klinische Wirksamkeit" )
Tecentriq Kombinationsarzneimittel
1L metastasiertes 1200 mg alle 3 Wochen Induktionsphase (über vier Bis zum Verlust des
nicht-plattenepithel Bei Verabreichung am oder sechs Zyklen): klinischen Nutzens
iales NSCLC Tecentri gleichen Tag soll -Tecentriq gefolgt von oder bis zum Auftret
q mit Paclitaxel Tecentriq vor der Paclitaxel und danach en einer nicht
und Carboplatin Kombinationstherapie Carboplatin werden alle 3 behandelbaren
verabreicht werden. Wochen als i.v. Infusion Toxizität.
verabreicht.
1L metastasiertes Induktionsphase (über
nicht-plattenepithel vier oder sechs Zyklen):
iales NSCLC Tecentri -Nab-Paclitaxel und
q mit Nab-Paclitaxel Carboplatin werden als
und Carboplatin i.v. Infusion alle drei
Wochen verabreicht. -In
jedem 21-Tage-Zyklus
werden Tecentriq,
Nab-Paclitaxel und
Carboplatin an Tag 1
gegeben. -Nab-Paclitaxel
wird ausserdem an den
Tagen 8 und 15 gegeben.
1L ES-SCLC Tecentriq Induktionsphase: Bis zum Verlust des
mit Carboplatin -Carboplatin und dann klinischen Nutzens oder bis
und Etoposid Etoposid werden alle drei zum Auftreten einer nicht
Wochen während vier behandelbaren Toxizität.
Zyklen als i.v. Infusion
verabreicht. -Tecentriq,
Carboplatin und danach
Etoposid werden an Tag 1
jedes Zyklus verabreicht.
-Etoposid wird zudem
mittels i.v. Infusion an
den Tagen 2 und 3
verabreicht.
1L ES-SCLC Erhaltung 1200 mg alle 3 Wochen Erhaltungsphase: -In jedem Bis zur Krankheitspr
stherapie Tecentriq Bei Verabreichung am 21-tägigen Zyklus wird ogression oder
mit Lurbinectedin gleichen Tag soll Tecentriq an Tag 1 nicht akzeptabler
Tecentriq als erstes verabreicht. -Lurbinectedin Toxizität.
verabreicht werden. 3,2 mg/m2 wird alle 3
Wochen mittels i.v.
Infusion verabreicht.
1L TNBC Tecentriq 840 mg alle 2 Wochen -Für jeden 28-tägigen Bis zur Krankheitspr
mit Nab-Paclitaxel Bei Verabreichung am Zyklus wird 100 mg/m2 ogression oder
gleichen Tag soll Nab-Paclitaxel mittels i.v. nicht akzeptabler
Tecentriq vor der Infusion an den Tagen 1, 8 Toxizität.
Kombinationstherapie und 15 verabreicht.
verabreicht werden. -Tecentriq wird an den
Tagen 1 und 15 verabreicht.
-Die Substitution von
Nab-Paclitaxel durch andere
Paclitaxel-Formulierungen
für die Behandlung des TNBC
ist nicht erlaubt (siehe
"Indikationen/Anwendungsmögl
ichkeiten" und "Warnhinweise
und Vorsichtsmassnahmen" ).
Melanom Tecentriq 840 mg alle 2 Wochen -Vor dem Einleiten der Bis zur Krankheitspr
mit Cobimetinib und Behandlung mit Tecentriq ogression oder
Vemurafenib erhalten die Patienten nicht akzeptabler
einen 28-tägigen Behandlungs Toxizität.
zyklus mit 60 mg Cobimetinib
oral einmal täglich (21
Tage mit Medikationsgabe
und 7 Tage Einnahmepause)
und 960 mg Vemurafenib oral
zweimal täglich an den
Tagen 1-21 und 720 mg
Vemurafenib oral zweimal
täglich an den Tagen 22-28.
-Während der Behandlung mit
Tecentriq wird 60 mg
Cobimetinib einmal täglich
(21 Tage mit Medikationsgabe
und 7 Tage Einnahmepause)
und 720 mg Vemurafenib oral
zweimal täglich verabreicht
(siehe "Klinische
Wirksamkeit" ).
1L HCC Tecentriq 1200 mg alle 3 Wochen -Tecentriq gefolgt von 15 Bis zum Verlust des
mit Bevacizumab Bei Verabreichung am mg Bevacizumab pro kg klinischen Nutzens
gleichen Tag soll Körpergewicht mittels i.v. oder bis zum Auftret
Tecentriq vor der Infusion werden alle 3 en einer nicht
Kombinationstherapie Wochen verabreicht. behandelbaren
verabreicht werden. Toxizität.
Dosisanpassung
Es werden keine Dosisreduktionen von Tecentriq empfohlen.
Dosisanpassung aufgrund immunvermittelter unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
In Tabelle 3 sind Empfehlungen in Bezug auf bestimmte unerwünschte Arzneimittelreaktionen angegeben (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
Tabelle 3: Empfehlung zur Anpassung der Dosis von Tecentriq
Immunvermittelte Schweregrad Behandlungsanpassung
unerwünschte Reaktio
n
Infektionen Grad 3 oder 4 Dosisgabe bis zu einer Besserung bis auf
Grad 1 oder bis zum vollständigen Abklingen
unterbrechen
Infusionsbedingte Grad 1 oder 2 Geschwindigkeit der Infusion reduzieren oder
Reaktionen Behandlung abbrechen. Die Behandlung kann
wieder aufgenommen werden, wenn das Ereignis
abgeklungen ist. Bei anschliessenden Dosen
kann eine Vormedikation mit Antipyretika und
Antihistaminika erwogen werden.
Grad 3 oder 4 Tecentriq dauerhaft absetzen
Hämophagozytische Verdacht auf Hämophagozytische Tecentriq dauerhaft absetzen
Lymphohistiozytose Lymphohistiozytose (unabhängig
von der Schwere)
Immunvermittelte Grad 2 Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Pneumonitis Besserung des Ereignisses innerhalb 12
Wochen auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung
der Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 3 oder 4 Tecentriq dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Grad 2: (ALT oder AST > 3 bis Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Hepatitis bei 5 x oberer Normwert [Upper Besserung des Ereignisses innerhalb 12
Patienten ohne HCC Limit of Normal, ULN] oder Wochen auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung
Blutbilirubin > 1,5 bis 3 x der Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
ULN) oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 3 oder 4: (ALT Tecentriq dauerhaft absetzen
oder AST > 5 x ULN
oder Blutbilirubi
n > 3 x ULN)
Immunvermittelte AST/ALT-Werte im normalen Tecentriq-Infusion unterbrechen Die
Hepatitis bei Bereich zur Baseline und Behandlung kann wieder aufgenommen werden,
Patienten mit HCC Anstieg auf > 3x bis ≤ 10x ULN wenn sich der Grad der Nebenwirkung
AST/ALT-Wert > 1 bis ≤ 3x innerhalb von 12 Wochen auf Grad 0 oder Grad
ULN zur Baseline und Anstieg 1 verbessert hat und die Kortikosteroid-Dosis
auf > 5x bis ≤ 10x ULN auf ≤ 10 mg Prednison oder eines
AST/ALT-Wert > 3x bis ≤ 5x ULN Äquivalents pro Tag verringert wurde.
zur Baseline und Anstieg auf >
8x bis ≤ 10x ULN
Anstieg des AST/ALT- Tecentriq dauerhaft absetzen
Werts auf > 10x ULN
oder Anstieg des
Gesamtbilirubins
auf > 3x ULN
Immunvermittelte Diarrhoe Grad 2 oder 3 Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Kolitis (Erhöhung um ≥4 Stuhlgänge/Tag Besserung des Ereignisses innerhalb 12
gegenüber Baseline) oder Wochen auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung
Symptomatische Kolitis der Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Diarrhoe oder Tecentriq dauerhaft absetzen
Kolitis Grad 4
(lebensbedrohlich;
Indikation für eine
dringliche Intervent
ion)
Immunvermittelte Symptomatisch Tecentriq-Infusion unterbrechen
Hypothyreose oder Hypothyreose: Wenn die Symptome mit einer
Hyperthyreose Schilddrüsensubstitutionstherapie
kontrolliert sind und die TSH-Werte fallen,
kann die Behandlung wieder aufgenommen
werden. Hyperthyreose: Wenn die Symptome
mit einem Arzneimittel zur Suppression der
Schilddrüse kontrolliert sind und die
Schilddrüsenfunktion sich bessert, kann die
Behandlung wieder aufgenommen werden.
Immunvermittelte Symptomatisch Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Nebenniereninsuffizi Besserung der Symptome innerhalb 12 Wochen
enz auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung der
Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag und sofern der
Patient unter der Substitutionstherapie
stabil eingestellt ist, kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Immunvermittelte Grad 2 oder 3 Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Hypophysitis Besserung der Symptome innerhalb 12 Wochen
auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung der
Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag und sofern der
Patient unter der Substitutionstherapie
stabil eingestellt ist, kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 4 Tecentriq dauerhaft absetzen
Immunvermittelter Hyperglykämie Grad 3 oder 4 Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Typ 1 Diabetes (Nüchternglukose > 250 mg/dl Erreichen der metabolischen Kontrolle unter
mellitus oder 13,9 mmol/l) der Insulin-Substitutionstherapie kann die
Behandlung wieder aufgenommen werden.
Immunvermittelte(s) Alle Grade Tecentriq dauerhaft absetzen
Myasthenisches
Syndrom/Myasthenia
gravis, Guillain-Bar
ré Syndrom und
Meningoenzephalitis
Immunvermittelte Alle Grade Tecentriq dauerhaft absetzen
Myelitis
Immunvermittelte Grad 1 oder 2 Tecentriq-Infusion unterbrechen Es sollte
Fazialisparese eine Behandlung mit Kortikosteroiden (1–2
mg/kg/Tag Prednison oder Äquivalent)
eingeleitet werden. Bei vollständigem oder
teilweisem Abklingen des Ereignisses (Grad 0
bis 1) innerhalb von 12 Wochen und nach
Senkung der Kortikosteroidgabe auf ≤10
mg/Tag orales Prednison oder Äquivalent kann
die Behandlung mit Tecentriq wieder
aufgenommen werden.
Grad 3 oder 4 Tecentriq dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Auf Grad 3 oder 4 erhöhte Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Pankreatitis Serumamylasewerte oder erhöhte Besserung der Serumamylase- und
Serumlipasewerte (> 2 x ULN) Serumlipasewerte innerhalb 12 Wochen auf
oder Pankreatitis Grad 2 oder 3 Grad 0 oder Grad 1 bzw. nach Abklingen der
Symptome der Pankreatitis sowie Senkung der
Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Rezidivierende Tecentriq dauerhaft absetzen
Pankreatitis Grad 4
oder beliebigen
Grades
Immunvermittelte Grad 2 oder höher Tecentriq dauerhaft absetzen
Myokarditis
Immunvermittelte Grad 2 oder 3 Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Myositis Besserung der Symptome innerhalb 12 Wochen
auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung der
Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 4 oder rezidivi Tecentriq dauerhaft absetzen
erende Grad 3
Myositis
Immunvermittelte Grad 2: (Kreatininwert > 1,5 - Tecentriq-Infusion unterbrechen Bei
Nephritis 3 x Baseline oder > 1,5 - 3 x Besserung des Ereignisses innerhalb 12
ULN) Wochen auf Grad 0 oder Grad 1 und Senkung
der Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 3: (Kreatininwe Tecentriq dauerhaft absetzen
rt > 3 x Baseline
oder > 3 - 6 x ULN)
oder Grad 4:
(Kreatininwert > 6
x ULN)
Immunvermittelte Grad 1 Perikarditis Tecentriq-Infusion unterbrechen Eine
Perikarderkrankungen ausführliche kardiologische Abklärung zur
Feststellung der Ätiologie durchführen und
angemessen behandeln.
Grad 2 oder höher Tecentriq dauerhaft absetzen
Hautausschlag/Schwer Grad 3 oder Verdacht auf Tecentriq-Infusion unterbrechen Nach
e immunvermittelte Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) Abklingen des Hautausschlags und Senkung der
Hautreaktionen oder toxische epidermale Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
Nekrolyse (TEN) oder Äquivalent pro Tag kann die Behandlung
wieder aufgenommen werden.
Grad 4 oder Bestätig Tecentriq dauerhaft absetzen
ung eines Stevens-Jo
hnson-Syndroms
(SJS) oder einer
toxischen epidermale
n Nekrolyse (TEN)
Andere immunvermitte Grad 2 oder Grad 3 Unterbrechen bis zu einer Besserung der
lte unerwünschte unerwünschten Reaktionen innerhalb 12 Wochen
Reaktionen auf Grad 0-1 und Senkung der
Kortikosteroidgaben auf ≤10 mg Prednison
oder Äquivalent pro Tag.
Grad 4 oder rezidivi Tecentriq dauerhaft absetzen
erend Grad 3 (ausgenommen bei Endokrinopathi
en, die durch Ersatzhormone
kontrolliert sind)
Persistierende Immunvermittelte unerwünschte Dauerhaft absetzen
immunvermittelte Wirkung Grad 2 oder 3, die
unerwünschte Wirkung sich nicht innerhalb von 12
Grad 2 oder 3 Wochen nach der letzten Dosis
(ausgenommen Endokri Tecentriq bis auf Grad 0 oder
nopathien) 1 bessert
Ausschleichen von Reduzierung auf ≤10 mg Dauerhaft absetzen
Kortikosteroiden Prednison oder Äquivalent pro
nicht möglich Tag innerhalb von 12 Wochen
nach der letzten Dosis
Tecentriq nicht möglich
Rezidivierende Rezidivierende immunvermittelte Dauerhaft absetzen
immunvermittelte unerwünschte Wirkung Grad 3
unerwünschte Wirkung oder 4 (schwer oder
Grad 3 oder 4 lebensbedrohlich)
Hinweis: Die Toxizitätsgrade entsprechen den Allgemeinen Terminologiekriterien des National Cancer Institute für unerwünschte Ereignisse (National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Event), Version 5.0 (NCI-CTCAE v.5.).
Verspätete Dosisgabe
Wenn eine planmässige Dosis von Tecentriq versäumt wird, sollte sie so bald wie möglich nachgeholt werden. Nicht die nächste planmässige Dosis abwarten. Das Verabreichungsschema sollte angepasst werden, um einen korrekten Abstand zwischen den Dosen aufrechtzuerhalten (zweiwöchiger Abstand bei 840 mg bzw. dreiwöchiger Abstand bei 1200 mg).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Ausgehend von einer populationspharmakokinetischen Analyse sind bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassungen erforderlich. Für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung liegen keine Daten vor (siehe "Pharmakokinetik" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Gemäss den Ergebnissen einer populationspharmakokinetischen Analyse ist bei Patienten mit leichter bis mässiger Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt "Pharmakokinetik" ). Die Daten zu Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung sind zu begrenzt, um Rückschlüsse auf diese Population zuzulassen.
Ältere Patienten
Von 3'040 Patienten mit Urothelkarzinom, Lungenkrebs, dreifach negativem Brustkrebs, hepatozellulärem Karzinom und Melanom, die in klinischen Studien mit Tecentriq behandelt wurden, waren 43% 65 Jahre und älter und 12% 75 Jahre und älter. Ausgehend von einer populationspharmakokinetischen Analyse sind bei Patienten ≥65 Jahren keine Anpassungen der Tecentriq-Dosis erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
Tecentriq ist nicht für die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren zugelassen. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Tecentriq in dieser Population ist bisher nicht erwiesen. Tecentriq zeigte bei Kindern und Jugendlichen keinen klinischen Nutzen in einer klinischen Studie (siehe "Eigenschaften/Wirkungen: Klinische Wirksamkeit" ).
Genotyp/Genetische Polymorphismen
Asiatische Patienten
Bei asiatischen Patienten wird aufgrund von erhöhter hämatologischer Toxizität, welche in der Studie IMpower150 beobachtet wurde, eine Anfangsdosis von Paclitaxel von 175 mg/m2 alle drei Wochen empfohlen.
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