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Information for professionals for Celestone® Chronodose®:Organon GmbH
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Dosierung/Anwendung

Eine Kortikosteroidtherapie ergänzt in der Regel eine Basistherapie, ersetzt diese aber nicht. Die parenterale Verabreichung von Glukokortikoiden sollte Notfallsituationen und Situationen, in denen eine orale Therapie unmöglich oder unerwünscht ist, vorbehalten bleiben. Falls innert nützlicher Frist keine Besserung eintritt, sollte die parenterale Verabreichung von Glukokortikoiden nicht fortgesetzt werden. Wenn bei einer chronischen Erkrankung eine Spontanremission eintritt, sollte die Behandlung ebenfalls abgebrochen werden.
Allgemeine Dosierungsempfehlungen
Celestone Chronodose wird intramuskulär, intraartikulär, periartikulär, intrabursal, intradermal und intraläsional verabreicht. Die lokale Verabreichung einer Glukokortikoid-Kristallsuspension erfordert eine einwandfreie Injektionstechnik; die Injektionen sind unter strengster Asepsis durchzuführen (siehe «Hinweise zur Handhabung, Injektionstechnik bei lokaler Verabreichung»). Celestone Chronodose ist nicht zur intravenösen Injektion zur Initialtherapie in Notfällen gedacht. Die subkutane Verabreichung von Celestone Chronodose wird nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die Ampullen sind vor Gebrauch kräftig zu schütteln.
Die erforderliche Dosis ist individuell verschieden und hängt von der zu behandelnden Krankheit sowie vom Ansprechen des Patienten ab.
Bei Kindern sollte die Dosierung im Allgemeinen mehr nach der Schwere der Krankheit als nach dem Alter, Körpergewicht oder Grösse festgelegt werden.
Die Anwendung und Sicherheit von Celestone Chronodose bei Kindern unter 6 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.
Zur Verminderung unerwünschter Wirkungen und sobald es der Zustand des Patienten erlaubt, sollte die Dosierung herabgesetzt und die Behandlung auf eine orale Verabreichung umgestellt werden. Eine Therapie mit Celestone Chronodose sollte nur solange fortgesetzt werden, bis sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat. In den meisten leichteren Fällen wird 1 Verabreichung bereits den gewünschten Erfolg bringen. Eine Langzeitbehandlung, d.h. mehrfach wiederholte Verabreichungen im Abstand von 1 Woche, sollte nur nach sorgfältiger Beurteilung von Nutzen und Risiko durchgeführt werden. Sollte sich eine Langzeitbehandlung als notwendig erweisen, sind die Patienten sorgfältig auf Zeichen zu überwachen, die eine Verringerung der Dosierung oder ein Absetzen der Medikation erforderlich machen.
Für den Fall, dass Celestone Chronodose eine Therapie mit einem anderen Glukokortikoid ersetzen soll, sind die Äquivalenzdosen zu beachten (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Systemische Verabreichung (intramuskuläre Anwendung)
Die i.m. Applikation von Celestone Chronodose ist angezeigt in der Behandlung von akuten Affektionen, bei denen nach einer akuten auch eine prolongierte Wirkung erzielt werden soll.
Die übliche Anfangsdosierung von Celestone Chronodose beträgt bei Asthma, Heufieber und anderen Allergien, Dermatosen, Gelenkrheumatismus sowie Bindegewebserkrankungen 1ml wöchentlich und kann, wenn notwendig, mehrmals wiederholt werden. Bei weniger schweren Situationen genügen niedrigere Dosen; in ausgewählten Fällen (Status asthmaticus, schwere allergische Reaktionen, oder Lupus erythematodes) können höhere Anfangsdosen von 2ml nötig sein.
Die Anfangsdosis sollte aufrechterhalten oder angepasst werden, bis die gewünschte Wirkung erreicht worden ist. Falls innert nützlicher Frist keine befriedigende klinische Wirkung eintritt, sollte die Behandlung mit Celestone Chronodose abgebrochen werden und mit einer anderen geeigneten Therapie begonnen werden.
Lokale Verabreichung
Sollte die gleichzeitige Applikation eines Lokalanästhetikums erwünscht sein, kann Celestone Chronodose in der Spritze (nicht in der Ampulle bzw. Stechampulle) mit 1% oder 2% Lidocain, Procain oder ähnlichen Lokalanästhetika, die keine Parabene oder Phenole enthalten, gemischt werden. Dabei sind die Vorsichtsmassnahmen, wie sie in den Arzneimittelfachinformationen der entsprechenden Präparate beschrieben sind, zu beachten. Die gewünschte Menge Celestone Chronodose wird zuerst in die Spritze aufgezogen, gefolgt von der gewünschten Menge an Lokalanästethikum. Das Lokalanästethikum darf nicht in die Ampulle bzw. Stechampulle Celestone Chronodose injiziert werden.
Intraartikulär
Die intraartikulär zu verabreichende Dosis variiert individuell je nach Grösse des zu behandelnden Gelenkes und der Schwere der Erkrankung. Die folgenden Dosen können als Anhaltspunkt dienen: sehr grosse Gelenke (z.B. Hüfte) 1-2ml, grosse Gelenke (z.B. Knie, Sprunggelenk, Schulter) 1ml, mittlere Gelenke (z.B. Ellenbogen, Handgelenk) 0,5-1ml, kleine Gelenke (z.B. Metakarpo-, Interphalangeal, Stern-, Akromioklavikular) 0,25-0,5ml. Für eine chronische Behandlung werden die Injektionen im Abstand von 1 bis 4 oder mehr Wochen wiederholt, abhängig von der Besserung, die die Erstinjektion herbeigeführt hat.
Intrafokal
Zur Behandlung von verschiedenen Erkrankungen von Sehnen und Bursen beträgt die empfohlene Dosis 1ml. Bei rezidivierenden oder chronischen Fällen können sich wiederholte Injektionen im Abstand von 1 bis 2 Wochen als notwendig erweisen.
Es ist sorgfältig darauf zu achten, dass die Injektion in die erkrankte Sehnenscheide und keinesfalls in die Sehnen selbst erfolgt. Bei Epikondylitis wird die Suspension an den Ort der stärksten Empfindlichkeit infiltriert.
Bei Ganglia der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide werden 0,5ml direkt in die Zyste injiziert. Für die meisten Fuss-Affektionen werden Dosen von 0,25 oder 0,5ml empfohlen. Bei der akuten Gichtarthritis können Dosen bis zu 1ml erforderlich sein.
Intraläsional
Zur subläsionalen Unterspritzung dermatologischer Herde beträgt die Dosis 0,2ml/cm² Hautoberfläche und wird intradermal (nicht subkutan) injiziert. Es wird empfohlen, nicht mehr als insgesamt 1ml pro Woche zu verabreichen.

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