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Information for professionals for Diaphin®:DiaMo Narcotics GmbH
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Dosierung / Anwendung

Allgemeines
Diaphin® 10g i.v. ist zur intravenösen Verabreichung bestimmt.
Diaphin® IR 200 Tablette, Diaphin® SR 200 Filmtablette sind zur oralen Anwendung bestimmt.
Die Heroinabgabe erfolgt nur in entsprechend eingerichteten und unter Aufsicht stehenden Zentren. Der verantwortliche Arzt bestimmt die Dosierung.
Übliche Dosierung
Intravenös
Die erste intravenöse Dosis in der heroingestützten Behandlung sollte 15mg Diamorphinhydrochlorid Monohydrat (DAM) nicht überschreiten. Wurde die Erstdosis gut ertragen, können sofort 15mg DAM nachgespritzt werden. Die Dosis kann jedoch aufgrund der einsetzenden Toleranz erhöht werden. Im weiteren Verlauf des ersten Tages können Dosen bis zu 30mg vielfach abgegeben werden (maximal jede halbe Stunde). Bei mehr als zweimal täglicher Injektion kann am Folgetag die maximale Einzeldosis 50% der gesamten Vortagesdosis betragen. Diese Dosis kann am gleichen Tag mehrmals bezogen werden (minimale Wartezeit von einer halbe Stunde zwischen den Injektionen einhalten). Bei zweimal täglicher Injektion kann die Einzeldosis bei jeder Konsumation um maximal 50% gesteigert werden. Wirkungen von Erstdosen und Dosissteigerungen müssen sorgfältig überwacht werden. Volltoleranz wird bei etwa 300mg/d erreicht. Tagesdosen von mehr als 600mg DAM i.v. sind durch Eigenblockierung bezüglich Flasheffekt weniger wirksam.
Nach einem Therapieunterbruch besteht ein erhöhtes Risiko einer Überdosierung (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
Bei Schwangerschaften wird im letzten Trimenon die Verteilung auf drei identische tägliche Dosen empfohlen, um die Dosisschwankungen möglichst gering zu halten.
Oral
Die erste orale Dosis in der heroingestützten Behandlung sollte 100mg Diamorphinhydrochlorid (DAM wasserfrei) nicht überschreiten. Wurde die Erstdosis gut ertragen, können pro Tagesdrittel 1x 100mg gegeben werden. Pro Tag kann die Dosis um 300 mg, verteilt auf 3 Dosen, bis zur Volltoleranz gesteigert werden, die bei einer oralen Tagesdosis von 800-900mg erreicht ist. Tagesdosen von mehr als 1800mg DAM wasserfrei oral sind durch Eigenblockierung bezüglich Flasheffekt weniger wirksam.
Wirkungen von Erstdosen und Dosissteigerungen müssen sorgfältig überwacht werden.
Dosierung bei Umstellung von anderen Opiaten
Wenn vor einer Umstellung von einem Opiatagonisten zum anderen mittlere bis hohe Dosen eines Opiates eingenommen wurden, ist eine erhebliche Toleranz gegeben. Umstellungen sind daher kaum riskant. Durch unterschiedliche Kinetik und Kumulation kann die Umstellung von einem Opiat mit kurzer Halbwertszeit auf ein Opiat mit langer Halbwertszeit in den ersten Tagen zu erheblichen Unterdosierungen führen. Umgekehrt ist die Umstellung von Methadon auf DAM kinetisch unproblematisch. Der Methadon-Vortageskonsum wird bei der Dosisberechnung als Referenzwert genommen.
Intravenös: Bei Umstellung von Methadon auf mehr als 2 DAM-Injektionen pro Tag kann die Methadon-Vortagesdosis in mg als Einzeldosis DAM 3 mal täglich gespritzt werden. Bei Umstellung auf zweimal tägliche DAM-Injektionen wird das 1.5-fache der Methadon-Vortagesdosis in mg zweimal täglich appliziert.
Oral: Bei Umstellung von Methadon auf DAM wasserfrei oral kann in mg bis zum 10-fachen der Methadon-Vortagesdosis oral auf 3 Einzeldosen DAM verteilt täglich gegeben werden.
Korrekte Art der Anwendung
Diaphin® 10g i.v., Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung, Herstellung der Lösung
Benötigtes Material: Ampullen mit sterilem Wasser, Spritzen und Nadeln, Alkoholtupfer zur Desinfektion des Ampullenverschlusses.
Herstellung
Den Wirkstoff unter aseptischen Bedingungen mit Hilfe einer Spritze mit 93ml sterilem Wasser versetzen.
Gut schütteln, um eine homogene Lösung à 100mg/ml Diamorphinhydrochlorid Monohydrat (corresp. 87mg/ml Diamorphin) zu erhalten.
Datum der Lösungsherstellung auf der Etikette notieren.
Nur klare Lösungen, die frei von sichtbaren Partikeln sind, dürfen verwendet werden.
Diaphin® SR 200 Filmtabletten
Diaphin® SR 200 Filmtabletten dürfen nur unzerkaut oder unzerkleinert geschluckt werden, da der Retardeffekt sonst aufgehoben wird. Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol kann den Retardeffekt durch beschleunigte Auflösung der Diaphin® SR 200 Filmtablette aufheben. Die SR Filmtablette sollte nach dem Essen eingenommen werden. Der Retardeffekt der SR 200mg Tablette verstärkt sich deutlich, wenn die Tablette nach einer Mahlzeit eingenommen wird (tmax 2.5 Std. vs 4.5 Std.). Bei einer Basissubstitution mit Diaphin® SR 200 Filmtabletten ist deshalb darauf zu achten, dass die Einnahme nicht nüchtern erfolgt.
Diaphin® IR 200 Tabletten
Diaphin® IR 200 Tabletten können geteilt oder bei Verdacht auf illegale Abzweigung auch zerkleinert verabreicht werden.

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