Dosierung/AnwendungMacugen 0,3 mg sollte einmal alle sechs Wochen (9 Injektionen pro Jahr) intravitreal in das betroffene Auge injiziert werden.
Wie alle Arzneimittel zur parenteralen Applikation sollte auch Macugen vor der Injektion visuell auf Schwebstoffe und Verfärbungen geprüft werden.
Die intravitreale Injektion muss unter aseptischen Bedingungen erfolgen. Vor der intravitrealen Injektion muss sorgfältig geprüft werden, ob in der Krankengeschichte des Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
In klinischen Studien wurde die Injektion zur Optimierung der Sicherheit unter kontrollierten aseptischen Bedingungen, d.h. unter Zuhilfenahme von sterilen Handschuhen, einem sterilen Tuch und einem sterilen Augenspekulum, durchgeführt. Eine geeignete Anästhesie, antibiotische Augentropfen sowie eine Polyvidon-Jod-Spülung (bzw. geeignete Alternative) wurden vor der Injektion durchgeführt. Bei Patienten mit einer Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Polyvidon-Jod durfte der behandelnde Arzt drei Tage vor der Injektion mit Tropfen eines topischen Breitspektrumantibiotikums behandeln. Die behandelnden Ärzte wurden gebeten, vor der Injektion keine Parazentese durchzuführen. Die Behandlung mit dem Breitspektrumantibiotikum musste nach der Injektion über zwei Tage fortgeführt werden.
Wenn der Patient nach zwei aufeinander folgenden Macugen-Injektionen bei der 12-Wochen-Kontrolle keinen Therapieerfolg aufweist (Sehschärfeverlust von weniger als 15 Buchstaben auf der Sehtafel), sollte ein Abbruch oder ein Aussetzen der Behandlung mit Macugen erwogen werden.
Vorsicht: Die Fertigspritze wird mit einem Volumenüberschuss geliefert. Wie das überschüssige Volumen vor der Injektion zu entfernen ist finden sie unter «Hinweise für die Anwendung».
Leberfunktionsstörungen
Es liegen keine Untersuchungen zu Macugen bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen vor (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Niereninsuffizienz
Macugen ist bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance <20 ml/min nicht ausreichend untersucht worden. Es sind jedoch keine besonderen Vorkehrungen für Patienten mit einer Kreatinin-Clearance über 20 ml/min erforderlich (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Kinder
Bei Patienten unter 18 Jahren wurde Macugen nicht untersucht.
Ältere Patienten
Bei Patienten zwischen 50 und 90 Jahren waren die Plasmakonzentrationen von Macugen vergleichbar. Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Geschlecht
Bei Männern und Frauen lagen ähnliche Plasmakonzentrationen von Macugen vor.
|