Eigenschaften / WirkungenATC-Code: V04CX
Wirkungsmechanismus
Mannitol induziert, wenn es inhaliert wird, eine Zunahme der Osmolarität in den Atemwegen. Die Zunahme der Osmolarität führt zur Freisetzung verschiedenster Mediatoren der Bronchokonstriktion aus Entzündungszellen in den Atemwegen. Diese Mediatoren wirken dann über spezifische Rezeptoren auf die glatte Muskulatur der Bronchien und verursachen so eine Kontraktion und Verengung der Atemwege.
Klinische Wirksamkeit
Die Fähigkeit des Aridol-Tests zur Erkennung von bronchialer Hyperreaktivität wurde in einer klinischen Studie geprüft, in der 646 Probanden (im Alter von 6 bis 83 Jahren) registriert waren, von denen 466 erwachsene Probanden (im Alter von 18 Jahren und älter) die Studie abschlossen. Die Probanden unterzogen sich zwei Provokationstests: einem mit Mannitol und einem mit hypertoner Kochsalzlösung bei zwei separaten Besuchen.
Nach dem Abschluss der Studie wurden die Daten von einem Pneumologen beurteilt and die Probanden anhand ihrer medizinischen Vorgeschichte, der Vorgeschichte der respiratorischen Symptome, der Medikationen und der Ergebnisse des Provokationstests mit hypertoner Kochsalzlösung als klinisch asthmatisch oder nicht-asthmatisch kategorisiert. Bei Erwachsenen hatte der Mannitol-Provokationstest verglichen mit dieser klinischen Diagnose eine Sensitivität von 55% und eine Spezifität von 98%. Der positive prädiktive Wert betrug 99% und der negative prädiktive Wert 34%.
Der Mannitol-Provokationstest war bei 211 erwachsenen Probanden bei einer durchschnittlichen Dosis von 120,2 mg positiv (15% Abfallen des FEV1). Der durchschnittliche maximale FEV1-Abfall (±Std.abw.) für die beiden Provokationstests war vergleichbar: 21,0% (± 5,7) für Mannitol und 21,3% (± 5,9) für hypertone Kochsalzlösung.
Bei den 169 erwachsenen Probanden, die von dem Pneumologen als asthmatisch klassifiziert worden waren, jedoch eine negative Reaktion auf Mannitol zeigten, nahmen 84% entweder Inhalations-Corticosteroide allein oder in Kombination mit einem langfristig wirkenden Beta2-Agonisten. Der durchschnittliche prozentuale Abfall des FEV1 lag bei dieser Gruppe bei 6,3% (±3,7). Bei der Interpretation der Ergebnisse von indirekten Provokationstests ist es wichtig, die aktuelle Glucocorticosteroid-Therapie zu berücksichtigen. Bei 195 Erwachsenen, die keine Inhalations-Corticosteroide nahmen, hatte der Mannitol-Provokationstest verglichen mit der klinischen Diagnose eine Sensitivität von 65% und eine Spezifität von 98%. Der positive prädiktive Wert betrug 97% und der negative prädiktive Wert 68%.
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