Dosierung/AnwendungAusschliesslich für Erwachsene.
DuoPlavin wird 1x täglich, während oder unabhängig von den Mahlzeiten, eingenommen.
Akutes Koronarsyndrom und Stent
Bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom ohne ST-Streckenhebung und bei Stent: Behandlung mit einer Ladedosis von Clopidogrel beginnen und dann langfristig mit 1 Tablette DuoPlavin einmal täglich fortsetzen. Die optimale Behandlungsdauer ist nicht formal festgeschrieben. Klinische Studiendaten belegen eine Anwendung bis zu 12 Monaten, und der maximale Nutzen wurde nach drei Monaten gesehen (siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen»). Wenn die Anwendung von DuoPlavin beendet wird, können die Patienten möglicherweise von der Weiterbehandlung mit einem einzelnen Thrombozytenaggregationshemmer profitieren.
Myokardinfarkt
Bei Myokardinfarkt mit ST-Streckenhebung nach Fibrinolyse: Die Therapie sollte so früh wie möglich nach Auftreten der Symptome initiiert und für mindestens vier Wochen fortgesetzt werden. Die Therapie mit oder ohne Ladedosis Clopidogrel 300 mg beginnen und langfristig mit 1 Tablette DuoPlavin täglich fortsetzen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Der Nutzen der Kombination von Clopidogrel mit ASS über vier Wochen hinaus wurde unter diesen Bedingungen nicht untersucht (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Bei Patienten, die über 75 Jahre alt sind, wird die Behandlung ohne Clopidogrel Ladedosis begonnen. Wenn die Anwendung von DuoPlavin beendet wird, können die Patienten möglicherweise von der Weiterbehandlung mit einem einzelnen Thrombozytenaggregationshemmer profitieren.
Wenn eine Dosis vergessen wurde:
·Innerhalb der nächsten 12 Stunden nach der regulär geplanten Zeit: Patienten sollten die Dosis sofort einnehmen und die nächste Dosis dann wieder zur regulär geplanten Zeit.
·Nach mehr als 12 Stunden: Patienten sollten die Dosis zum regulär vorgesehenen nächsten Einnahmezeitpunkt einnehmen und nicht die Dosis verdoppeln.
Patienten mit Nieren- und Leberfunktionsstörungen
Eine Dosisanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich (siehe «Pharmakokinetik»). Es liegen bisher nur begrenzte therapeutische Erfahrungen mit Clopidogrel bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen vor. Daher ist Clopidogrel bei diesen Patienten mit Vorsicht anzuwenden. DuoPlavin darf bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz nicht angewendet werden (siehe Abschnitt «Kontraindikationen»).
Es liegen bisher nur begrenzte Erfahrungen mit Clopidogrel bei Patienten mit mässigen Leberfunktionsstörungen und damit möglicherweise verbundener hämorrhagischer Diathese vor. Daher ist Clopidogrel bei diesen Patienten mit Vorsicht anzuwenden. DuoPlavin darf bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz nicht angewendet werden (siehe Abschnitt «Kontraindikationen»).
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden Sicherheit und Wirksamkeit bislang nicht belegt. Ausserdem muss die Möglichkeit des Auftretens eines Reye-Syndroms in Betracht gezogen werden, auch wenn dies selten vorkommt.
Genotyp/genetische Polymorphismen
Die schwache Verstoffwechselung durch CYP2C19 (2C19 «poor metaboliser») ist mit einer verminderten Wirkung von Clopidogrel verbunden. Die optimale Dosierung wurde für schlechte Metabolisierer noch nicht bestimmt (siehe Abschnitt «Pharmakokinetik»).
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