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Information for professionals for OsvaRen®:Fresenius Medical Care (Schweiz) AG
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Überdosierung

Eine akute Hypermagnesiämie unterdrückt die z entral- und periphernervöse Aktivität durch Blockierung der Acetylcholin-Freisetzung. Eine systemische Toxizität ist ab einer Serumkonzentration von ca. 2,5 mmol/l zu erwarten, schwere neurotoxische Nebenwirkungen treten ab einem Wert von ca. 3 mmol/l und darüber auf. Bei Konzentrationen von 2,5 mmol/l–5,0 mmol/l wurden gastrointestinale Störungen (Übelkeit, Anorexie, Darmträgheit), Blasenspasmus, Muskelschwäche, Lethargie, fehlende Muskeleigenreflexe und eine gestörte AV- und ventrikuläre Erregungsleitung beobachtet. Bei einem Serummagnesiumspiegel von 5 mmol/l–10 mmol/l wurden arterielle Hypotonie, paralytischer Ileus, schlaffe Paralyse  und Koma beobachtet. Bei einem Wert von über 10 mmol/l traten Atemstillstand und Herzstillstand auf.
Hypercalcämiesympto me machen sich anfänglich als Muskelschwäche und gastrointestinale Störungen bemerkbar (Bauchschmerz, Konstipation, Übelkeit und Erbrechen). Eine schwere Hypercalcämie zeichnet sich durch Bewusstseinsstörungen aus (z.B. Lethargie, Desorientierung, Regungsl osigkeit, und in extremen Fällen auch Koma). Bei Patienten, die einen Serumcalciumspiegel von über 3,5 mmol/l aufweisen, kann eine hypercalcämische Krise mit folgenden Symptomen eintreten:
· Polyurie, Polydipsie.
· Übelkeit, Anorexia, Konstipation, Pankreatiti s.
· Arrhythmie, Verkürzung des QT-Intervalls, Adynamie, Hypertonie.
· Muskelschwäche bis zur Pseudoparalyse.
· Psychose, Benommenheit bis zum Koma.
Eine langfristige Überdosierung kann zu einer adynamischen Osteopathie führen.
Notfallmassnahmen
Bei Patienten mit Hypermagnesiämie oder Hypercalcämie sind neben symptomatischen Massnahmen die Reduktion der OsvaRen -Dosis und die Reduktion des jeweiligen Elektrolytes in der Dialyselösung mögliche therapeutische Schritte.
Im Falle einer Hypercalcämie >2 ,75 mmol/l sollte OsvaRen pausiert werden. Ab einem Serumcalcium >3,5 mmol/l sollte eine Hämodialyse mit Calcium-freiem Dialysat erfolgen. Hierbei muss das Serumcalcium engmaschig überwacht werden, um eine Hypocalcämie mit entsprechenden Nebenwirkungen zu vermeiden.

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