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Information for professionals for Picato® 150 mcg/g, Gel:LEO Pharmaceutical Products Sarath Ltd.
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Zusammensetzung

Wirkstoff: Ingenolmebutat
Hilfsstoffe: Isopropylalkohol, Hydroxyethylcellulose, Zitronensäure Monohydrat, Natriumcitrat, Gereinigtes Wasser, Conserv.: Benzylalkohol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Picato® 150 mcg/g, Gel: Jede Tube enthält 70 mcg Ingenolmebutat in 0.47 g Gel.
Picato® 500 mcg/g, Gel: Jede Tube enthält 235 mcg Ingenolmebutat in 0.47 g Gel.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Picato® ist indiziert für die topische Behandlung von nichthyperkeratotischen, nicht-hypertrophen aktinischen Keratosen bei Erwachsenen.

Dosierung/Anwendung

Aktinische Keratose im Gesicht und auf der Kopfhaut von Erwachsenen:
Picato® 150 mcg/g Gel soll an 3 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einmal täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.
Aktinische Keratose an Rumpf und Extremitäten von Erwachsenen:
Picato® 500 mcg/g Gel soll an 2 aufeinanderfolgenden Tagen jeweils einmal täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.
Pädiatrie: Die Anwendung von Picato® bei Kindern ist nicht relevant.
Ältere Patienten: Eine Anpassung der Dosierung ist nicht notwendig (siehe “Pharmakodynamik”).
Anwendung:
Picato® soll auf die vom behandelnden Arzt bestimmte Hautfläche aufgetragen werden. Der Inhalt einer Tube enthält genügend Gel, um eine Fläche von ca. 25 cm2 (5 cm x 5 cm) zu behandeln.
Das Gel einer Tube wird auf eine Fingerspitze herausgedrückt und dann gleichmässig auf die ganze zu behandelnde Fläche aufgetragen, um es anschliessend für 15 Minuten trocknen zu lassen. Es soll jeweils nur eine einzelne Tube für die zu behandelnde Fläche verwendet werden.
Bei Behandlung im Nacken: Wenn mehr als die halbe Behandlungsfläche im oberen Bereich des Nackens liegt, soll die Dosierstärke für Gesicht und Kopfhaut angewendet werden. Wenn mehr als die halbe Behandlungsfläche im unteren Bereich des Nackens liegt, soll die Dosierstärke für Stamm und Extremitäten angewendet werden.
Die Patienten sollen angewiesen werden, unmittelbar nach dem Auftragen von Picato® ihre Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Falls die Hände behandelt werden, sollte nur die zum Auftragen des Gels benutzte Fingerspitze gewaschen werden. Das Berühren oder Waschen der behandelten Fläche soll während einer Dauer von 6 Stunden nach dem Auftragen von Picato® vermieden werden. Nach dieser Zeitspanne kann die Behandlungsfläche mit Wasser und einer milden Seife gewaschen werden.
Picato® soll nicht direkt nach dem Duschen oder weniger als 2 Stunden vor dem Zubettgehen angewendet werden.
Die behandelte Fläche darf nicht mit Okklusivverbänden bedeckt werden, nachdem Picato® aufgetragen wurde.
Etwa 8 Wochen nach der Behandlung kann der optimale therapeutische Effekt beurteilt werden. Wenn bei einer Nachuntersuchung ein unvollständiges Ansprechen beobachtet wird, kann ein weiterer Behandlungszyklus mit Picato® durchgeführt werden.
Es stehen keine klinischen Daten zur Behandlung von immunsupprimierten Patienten zur Verfügung, aber systemische Auswirkungen werden nicht erwartet, da Ingenolmebutat nicht systemisch absorbiert wird.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der unter „Zusammensetzung“ angegebenen Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Anwendung von Picato® wird nicht empfohlen, bevor sich die Haut von vorhergehenden Behandlungen mit anderen Arzneimitteln oder chirurgischen Eingriffen erholt hat. Picato® darf nicht im Bereich offener Wunden oder geschädigter Haut mit beeinträchtigter Barrierefunktion aufgetragen werden.
Picato® soll nicht in der Nähe der Augen, in den Nasenlöchern, in der Innenseite der Ohren oder auf den Lippen verwendet werden.
Der Patient soll angewiesen werden, auf sich eventuell neu entwickelnde Läsionen im Behandlungsareal zu achten und ggf. seinen Arzt / seine Ärztin über solche Veränderungen zu informieren. Bei Läsionen, die klinisch untypisch für aktinische Keratosen erscheinen oder den Verdacht auf Malignität erwecken, sollte eine Biopsie durchgeführt werden, um eine angemessene Therapie festlegen zu können.
Kontakt mit den Augen
Der Kontakt mit den Augen kann eine Konjunktivitis und Hornhautverätzung hervorrufen. Mögliche Symptome sind Augenschmerzen, Augenlid-Ödeme und periorbitale Ödeme (siehe „Unerwünschte Wirkungen“). Ein Kontakt des Gels mit den Augen muss daher vermieden werden. Der Patient soll nach dem Auftragen des Gels sowie nach jedem Kontakt mit der Behandlungsfläche sorgfältig die Hände waschen, um ein versehentliches Übertragen des Gels in die Augen zu vermeiden. Im Falle eines Kontaktes sollen die Augen sofort mit viel Wasser gespült werden und der Patient soll so schnell wie möglich medizinische Hilfe suchen.
Lokale Hautreaktionen
Nach topischer Anwendung von Picato® können lokale Hautreaktionen wie Erythem, Schälen/Schuppung und Krustenbildung auftreten (siehe “Unerwünschte Wirkungen”). Es ist belegt, dass diese lokalen Hautreaktionen mit der klinischen Wirkung in Verbindung stehen. Die lokalen Hautreaktionen sind vorübergehend und treten typischerweise innerhalb von einem Tag nach Behandlungsbeginn auf. Ihre maximale Intensität erreichen sie bis zu einer Woche nach Behandlungsabschluss. Üblicherweise heilen lokale Hautreaktionen bei der Behandlung von Hautstellen im Gesicht oder auf der Kopfhaut innerhalb von 2 Wochen, bei der Behandlung von Hautstellen an Rumpf oder Extremitäten innerhalb von 4 Wochen wieder ab. Das Behandlungsergebnis kann erst nach Abheilung der lokalen Hautreaktionen angemessen beurteilt werden.
UV-Exposition
Es wurden Studien durchgeführt, um den Einfluss von UV-Bestrahlung der Haut nach ein-und mehrmaliger Anwendung von Ingenolmebutat 100 mcg/g zu beurteilen. Ingenolmebutat zeigte keinerlei Potential für Photoirritation oder photoallergische Effekte. Dennoch sollte aufgrund der Art der Erkrankung eine übermässige UV-Exposition (Sonnenbäder, Höhensonne oder Solarium) vermieden bzw. minimiert werden.
Orale Aufnahme
Picato® darf nicht eingenommen werden. Bei unabsichtlicher Einnahme soll der Patient viel Wasser trinken.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt. Wechselwirkungen mit systemisch absorbierten Arzneimitteln werden als unwahrscheinlich erachtet, da Picato® nicht systemisch absorbiert wird.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es gibt keine Daten zur Anwendung von Ingenolmebutat bei schwangeren Frauen. Tierstudien zeigen keine Hinweise auf schädliche Wirkungen in Bezug auf die Reproduktionstoxizität (siehe “Präklinische Daten”). Ein Risiko für Menschen, die topisch mit Ingenolmebutat behandelt werden, wird als unwahrscheinlich erachtet, da Picato® nicht systemisch absorbiert wird. Vorsichtshalber ist es vorzuziehen, die Anwendung von Picato® während der Schwangerschaft zu vermeiden.
Stillzeit
Es sind keine Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kleinkind zu erwarten, da Picato® nicht systemisch absorbiert wird. Die stillende Mutter soll angewiesen werden, dass der Körperkontakt ihres Neugeborenen/Kleinkinds mit der behandelten Stelle während 6 Stunden nach dem Auftragen von Picato® vermieden werden sollte.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Picato® hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig

≥1/10

Häufig

≥1/100 bis <1/10

Gelegentlich

≥1/1,000 bis <1/100

Selten

≥1/10,000 bis <1/1,000

Sehr selten

<1/10,000

Die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Wirkungen, die durch die Prüfärzte beurteilt wurden, sind lokale Hautreaktionen, bestehend aus Erythem, Schälen/Schuppung, Krustenbildung, Schwellung, Bläschen-/Pustelbildung und Erosion/Ulzeration am Anwendungsort von Ingenolmebutat Gel; siehe untenstehende Liste für MedDRA Bezeichnungen. Nach der Anwendung von Ingenolmebutat erfahren die meisten Patienten (>95 %) eine oder mehrere lokale Hautreaktionen. Die lokalen Hautreaktionen sind vorübergehend und erscheinen typischerweise innerhalb eines Tages nach Behandlungsbeginn. Ihre maximale Intensität erreichen sie bis zu einer Woche nach Behandlungsende. Die lokalen Hautreaktionen heilen bei der Behandlung von Hautstellen im Gesicht oder auf der Kopfhaut normalerweise innerhalb von 2 Wochen, und bei der Behandlung von Hautstellen an Rumpf oder Extremitäten innerhalb von 4 Wochen nach Behandlungsbeginn wieder ab. Nach Behandlung von Gesicht und Kopfhaut wurden Infektionen an der Anwendungsstelle beobachtet.
Die folgende Information stammt von 499 Patienten mit aktinischer Keratose, die im Rahmen von vier Vehikel-kontrollierten Phase III Studien mit insgesamt 1002 aufgenommenen Patienten mit Picato® (150 mcg/g oder 500 mcg/g) behandelt wurden. Die Patienten erhielten eine Feldtherapie (Fläche von 25 cm2) mit Picato® in Konzentrationen von 150 mcg/g oder 500 mcg/g oder Vehikel einmal täglich an 3 respektive 2 aufeinanderfolgenden Tagen:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Pusteln an der Applikationsstelle
Häufig: Infektion an der Applikationsstelle
Erkrankungen des Immunsystems
Einzelfälle: Hypersensitivität einschliesslich Angioödem
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerz
Augenerkrankungen
Häufig: Periorbitaloedem, Augenlidödem (Schwellungen im Anwendungsbereich des Gesichtes oder der Kopfhaut können sich auf den Bereich der Augen ausdehnen)
Gelegentlich: Augenschmerz
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Schmerz sowie Brennen im Anwendungsbereich, Erythem, Erosion, Bläschen, Schwellung, Exfoliation, Schorf
Häufig: Pruritus, Reizung
Gelegentlich: Ausfluss, Paraesthesie, Ulkus, Pigmentveränderungen*, Erwärmung
Unbekannt: Narbenbildung*
*aus Post-Marketing Erfahrung
Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
Die lokalen Hautreaktionen (Häufigkeit >1 %) traten bei „Gesicht/Kopfhaut“ bzw. „Stamm/Extremitäten“ in folgenden Häufigkeiten auf: Erythem an der Anwendungsstelle (94% und 92%), Exfoliation an der Anwendungsstelle (85% und 90%), Schorf an der Anwendungsstelle (80% und 74%), Schwellung an der Anwendungsstelle (79% und 64%), Bläschen an der Anwendungsstelle (13% und 20%), Pusteln an der Anwendungsstelle (43% und 23%) und Erosion an der Anwendungsstelle (31% und 25%).
Schwere lokale Hautreaktionen traten mit einer Inzidenz von insgesamt 29% im Gesicht und an der Kopfhaut und mit einer Inzidenz von insgesamt 17% an Stamm und Extremitäten auf. Im Einzelnen traten die schweren lokalen Hautreaktionen (Häufigkeit >1%) bei „Gesicht/Kopfhaut“ bzw. „Stamm/Extremitäten“ in folgenden Häufigkeiten auf: Erythem an der Anwendungsstelle (24% und 15%), Exfoliation an der Anwendungsstelle (9% und 8%), Schorf an der Anwendungsstelle (6% und 4%), Schwellung an der Anwendungsstelle (5% und 3%) und Pusteln an der Anwendungsstelle (5% und 1%).
Langzeit-Followup
In mehreren Langzeit-Wirksamkeits-Followup-Studien wurden über 750 Patienten mit Picato-Behandlung für 12 Monate ab der ersten Behandlung beobachtet. 149 davon erhielten Picato® als Zusatzbehandlung zu einer Kryotherapie; 134 davon wurden 2 Behandlungszyklen unterzogen (siehe „Eigenschaften/Wirkungen“).
Die Resultate dieser Studien veränderten das Sicherheitsprofil von Picato® nicht.
Post-marketing Erfahrung
Zusätzlich zu den oben gelisteten unerwünschten Wirkungen aus klinischen Studien sind die folgenden unerwünschten Wirkungen nach Markteinführung identifiziert worden. Es ist nicht immer möglich, deren Häufigkeit zu bestimmen:
Über gelegentliche Pigmentveränderungen an der Applikationsstelle und Fälle von Narbenbildung an der Applikationsstelle wurde berichtet.
Über chemische Konjunktivitis und Hornhautverätzung im Zusammenhang mit versehentlicher Exposition der Augen (zur Prävention siehe Abschnitte „Dosierung/Anwendung“ und Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“), Hypersensitivität mit anaphylaktischer Reaktion und über Herpes Zoster wurde berichtet.

Überdosierung

Aus den klinischen Studien mit Picato® gibt es keine Erfahrungen mit Überdosierung.
In einer klinischen Studie wurden 4 Einzeldosen-Tuben von Picato® 500 mcg/g einmal täglich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf einer Hautfläche von 100 cm2 zur Behandlung der Aktinischen Keratose angewendet. Die Ergebnisse zeigten keine Veränderungen im Sicherheitsprofil im Vergleich zum Sicherheitsprofil von Picato® 500 mcg/g, wenn 1 Tube an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf einer Hautfläche von 25 cm2 angewendet wird.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC Code: D06BX02
Wirkungsmechanismus:
Der Wirkungsmechanismus von Ingenolmebutat bei aktinischer Keratose ist noch nicht vollständig geklärt. In vivo und in vitro Modelle haben einen dualen Wirkungsmechanismus für die Effekte von Ingenolmebutat aufgezeigt:
1) Direkte lokale Zytotoxizität und
2) Förderung einer Entzündungsreaktion, die durch eine örtlich begrenzte Produktion von proinflammatorischen Zytokinen und Chemokinen und durch Infiltration von immunkompetenten Zellen charakterisiert ist.
Pharmakodynamische Wirkungen:
Ergebnisse aus zwei klinischen Studien zu den biologischen Auswirkungen von Ingenolmebutat haben gezeigt, dass die topische Anwendung eine epidermale Nekrose und eine deutliche Entzündungsreaktion sowohl in der Epidermis als auch in der oberen Dermis der behandelten Haut hervorruft, die durch Infiltration von T-Zellen, Neutrophilen und Makrophagen charakterisiert ist. Eine Nekrose der Dermis wurde selten beobachtet.
Die Profile der Genexpression aus der Hautbiopsie behandelter Flächen deuten auf entzündliche Prozesse und eine Wundreaktionen hin, die vom histologischen Befund bestätigt werden.
Nicht-invasive Untersuchungen der behandelten Haut mittels konfokaler Laser-Mikroskopie haben gezeigt, dass die Hautreaktionen auf Ingenolmebutat reversibel waren, bei annähernd vollständiger Normalisierung aller gemessener Parameter am Tag 57 nach Behandlung, was durch klinische Befunde und Tierstudien gestützt wird.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Picato® 150 mcg/g, im Gesicht oder auf der Kopfhaut an 3 aufeinanderfolgenden Tagen angewendet, wurde in zwei doppelblinden, Vehikel-kontrollierten klinischen Studien an 547 erwachsenen Patienten untersucht. Entsprechend wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Picato® 500 mcg/g am Stamm oder an den Extremitäten, angewendet an 2 aufeinanderfolgenden Tagen, in zwei doppelblinden, vehikel-kontrollierten klinischen Studien an 458 erwachsenen Patienten untersucht. Die Patienten blieben für eine 8-wöchige Followup Phase in der Studie, während der sie für klinische Beobachtungen und Sicherheitskontrollen zurückkamen. An Tag 57 wurde die Wirksamkeit, gemessen als Anteil der Patienten mit kompletter und partieller Abheilung sowie als mediane prozentuale Reduktion, beurteilt (siehe Tabelle 1).
Die Patienten hatten 4 bis 8 klinisch typische, sichtbare, separate, nichthyperkeratotische, nicht-hypertrophe Läsionen aktinischer Keratose im Gesicht oder auf der Kopfhaut bzw. am Rumpf oder an den Extremitäten innerhalb einer zusammenhängenden Behandlungsfläche von 25 cm2. An jedem vorgesehenen Behandlungstag wurde das Studien-Gel auf der gesamten Behandlungsfläche aufgetragen.
Die Compliance Rate war hoch: 98% der Patienten schlossen diese Studien ab.
Die Studienpatienten waren zwischen 34 und 89 Jahre alt (Mittelwert 64 bzw. 66 Jahre für die beiden Wirkstärken) und 94% wiesen einen Fitzpatrick Hauttyp I, II, oder III auf.
An Tag 57 wiesen Patienten, die mit Picato® behandelt wurden einen höheren Anteil an kompletter und partieller Abheilung auf, als die Patienten, die mit Vehikel Gel behandelt wurden (p<0.001). Verglichen mit der Vehikel-Gruppe war die mediane prozentuale Reduktion der aktinischen-Keratose-Läsionen in der mit Ingenolmebutat behandelten Gruppe höher (siehe Tabelle 1).
Tabelle 1: Anteil der Patienten mit kompletter und partieller Abheilung und mediane prozentuale (%) Reduktion von Läsionen bei aktinischer Keratose

Picato®
150 mcg/g
(n=277)

Vehikel
(n=270)

Picato®
500 mcg/g
(n=226)

Vehikel
(n=232)

Anteil komplette Abheilunga

42.2%d

3.7%

34.1%d

4.7%

Anteil partielle Abheilungb (≥75%)

63.9% d

7.4%

49.1% d

6.9%

Mediane % Reduktionc

83%

0%

75%

0%

a Der Anteil der kompletten Abheilung war definiert als der Anteil der Patienten mit keinen (null) klinisch sichtbaren Läsionen aktinischer Keratose im Behandlungsfeld.
b Der Anteil der partiellen Abheilung war definiert als der Anteil der Patienten bei denen 75% oder mehr der anfangs vorhandenen Läsionen aktinischer Keratose abgeheilt waren.
c Mediane prozentuale (%) Reduktion von aktinische-Keratose-Läsionen im Vergleich zur Baseline.
d p<0.001; verglichen mit Vehikel durch logistische Regression mit Behandlung, Studie und anatomischer Lage.

Die Sicherheit der 3-tägigen Behandlung mit Picato® 150 mcg/g Gel bzw. der 2-tägigen Behandlung mit Picato® 500 mcg/g Gel wurde bis zum Tag 57 bewertet und Ingenolmebutat stellte sich als gut verträglich heraus. Alle unerwünschten Arzneimittelwirkungen und lokalen Hautreaktionen heilten ohne Spätfolgen ab.
Bei den von den Patienten berichteten Resultaten wurden im Vergleich zu den Patienten, die Vehikel-Gel erhielten, statistisch signifikante Unterschiede zugunsten der Patienten, die Picato® erhielten beobachtet. Im Vergleich mit den Vehikel-Gruppen wurde beim „Treatment Satisfaction Questionnaire for Medication“ (TSQM) in den Ingenolmebutat-Gruppen höhere durchschnittliche Punktewertungen für die umfassende Zufriedenheit der Patienten gefunden (p<0.001), was auf eine höhere Gesamtzufriedenheit hinweist.
Langzeitwirksamkeit
Es wurden 3 prospektive Langzeit-Followup Beobachtungsstudien über 1 Jahr durchgeführt, um die nachhaltige Wirksamkeit über das Wiederauftreten von Läsionen aktinischer Keratose im Behandlungsfeld und die Sicherheit bei Patienten, die mit Picato® behandelt wurden, zu beurteilen. Eine Studie enthielt Patienten, die mit Picato® 150 mcg/g während 3 Tagen auf Gesicht und Kopfhaut behandelt wurden und zwei Studien enthielten Patienten, die mit Picato® 500 mcg/g während 2 Tagen an Rumpf und Extremitäten behandelt wurden. Nur diejenigen Patienten, die am Ende der Phase III Studien (Tag 57) eine komplette Abheilung im Behandlungsfeld erreichten, wurden für den Langzeit-Followup zugelassen. Die Patienten wurden während 12 Monaten alle 3 Monate untersucht (siehe Tabelle 2).
Tabelle 2: Wiederauftreten von Läsionen aktinischer Keratose

Picato®
150 mcg/g
(n=108)

Picato®
500 mcg/g
(n=76c)

Wiederauftreten in 12 Monaten
KM Schätzung (95% CI)a

53.9% (44.6-63.7)

56.0% (45.1-67.6)

Läsion-basierte Wiederauftretensrateb in 12 Monaten
Mittelwert (SD)

12.8% (19.1)

13.2% (23.0)

a Die Wiederauftretensrate ist die Kaplan-Meier (KM) Schätzung am vorgesehenen Studiendatum des Kontrollbesuchs, ausgedrückt als Prozentsatz (95% CI). Wiederauftreten wurde definiert als jegliche identifizierte aktinische-Keratose-Läsion im früheren Behandlungsfeld von Patienten, die eine komplette Abheilung am Tag 57 der vorhergehenden Phase III Studie erreicht hatten.
b Die Läsion-basierte Wiederauftretensrate für jeden Patient wurde definiert als Verhältnis der Anzahl aktinischer Keratose Läsionen nach 12 Monaten zu der Anzahl Läsionen bei Beginn der vorhergehenden Phase III Studien.
c Von diesen wurden 38 Patienten vorher in einer Vehikel-kontrollierten Phase III Studie und 38 Patienten in einer unkontrollierten Phase III Studie behandelt.

Risiko der Progression zu einem Stachelzellkarzinom
Bei Studienende (Tag 57) der mit Ingenolmebutat durchgeführten klinischen Studien bei aktinischer Keratose war die Rate von Stachelzellkarzinomen, die im Behandlungsfeld bei Patienten mit Ingenolmebutat-Gel-Behandlung gefunden wurde (0,3%, 3 von 1165 Patienten), vergleichbar mit derjenigen der mit Vehikel behandelten Patienten (0.3%, 2 von 632 Patienten).
In den drei prospektiven Langzeit-Followup Beobachtungsstudien über 1 Jahr wurde bei keinem der 184 vorgängig mit Ingenolmebutat behandelten Patienten ein Stachelzellkarzinom im Behandlungsfeld gefunden.
Erfahrungen mit mehr als einem Behandlungszyklus
In einer doppelblinden, Vehikel-kontrollierten Studie erhielten 450 Patienten mit je 4-8 Aktinischen Keratosen in einem 25 cm2 großem Behandlungsfeld im Gesicht oder auf der Kopfhaut bis zu zwei Behandlungszyklen mit Picato® 150 mcg/g. Patienten, deren erster Behandlungszyklus nach 8 Wochen nicht zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen Keratosen im Behandlungsfeld geführt hatte, wurden randomisiert für einen weiteren Behandlungszyklus mit Picato® oder Vehikel. Die Patienten, deren erster Behandlungszyklus bereits zu einer vollständigen Abheilung geführt hatte, wurden nach 26 und 44 Wochen kontrolliert und für den zweiten Behandlungszyklus randomisiert, falls sie erneut Läsionen im Behandlungsfeld zeigten. Bei allen Patienten wurde die Wirksamkeit 8
Wochen nach der Randomisierung beurteilt. Der erste offene Behandlungszyklus ergab eine
vollständige Abheilungsrate von 62% (277/450). Die Ergebnisse des randomisierten und verblindeten zweiten Behandlungszyklus sind in Tabelle 3 dargestellt.
Tabelle 3: Vollständige Abheilunga im Behandlungsfeld 8 Wochen nach Randomisierung und nach 12 Monaten

Feld “recalcitrantc”

Feld “recurrentd”

Picato®
150 mcg/g gel
(n= 92)

Vehicle (n=49)

Picato®
150 mcg/g gel
(n= 42)

Vehicle (n=20)

8 Wochen nach Randomisierung

47%
(p=0.001b)

18 %

60 %
(p=0.013b)

25 %

Nach 12 Monaten

18%
(p=0.016b)

4 %

31%
(p=0.10b)

15 %

a Die vollständige Abheilungsrate ist definiert als Anteil der Patienten mit keinen (null) klinisch sichtbaren
Aktinische-Keratose-Läsion im Bereich der Behandlungsfläche.
b Cochran-Mantel-Haenszel-Test von Picato® 150 mcg/g im Vergleich zum Vehikel adjustiert für die
anatomische Lokalisation (Gesicht/Kopfhaut) und Land.
c Patienten, deren erster Behandlungszyklus nicht zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen
Keratosen im Behandlungsfeld geführt hatte.
d Patienten, deren erster Behandlungszyklus zu einer vollständigen Abheilung aller Aktinischen Keratosen
im Behandlungsfeld geführt hatte, die Rekurrenz in Woche 26 oder 44 zeigten.

Aktinische Keratose an Gesicht und Kopfhaut, sequenzielle Anwendung mit Kryotherapie
In einer zweiarmigen Studie wurden 329 erwachsene Patienten mit Aktinischer Keratose an Gesicht und Kopfhaut randomisiert zur Behandlung mit Picato® Gel, 150 mcg/g oder Vehikel, jeweils 3 Wochen nach Kryotherapie aller sichtbaren Läsionen in der Behandlungsfläche. Die Studie umfasste Patienten mit 4 bis 8 klinisch typischen, sichtbaren, einzelnen, nicht-hypertrophen und nichthyperkeratotischen Aktinischen Keratosen innerhalb einer 25 cm² großen, zusammenhängenden Behandlungsfläche.
Elf Wochen nach Beginn der Studie, also 8 Wochen nach Picato® Gel oder Vehikel, betrug die vollständige Abheilungsrate 61% bei den zu Picato® randomisierten Patienten und 49% bei den zum Vehikel randomisierten Patienten. Nach 12 Monaten lag die vollständige Abheilungsrate in diesen Gruppen bei 31% bzw. 19%. Die prozentuale Reduzierung der Anzahl an Aktinischen Keratosen in der Picato-Gruppe lag nach 11 Wochen bei 83% und nach 12 Monaten bei 57%, wogegen sie in der Vehikel-Gruppe nach 11 Wochen bei 78% und nach 12 Monaten bei 42% lag. Die durchschnittliche Anzahl der Aktinischen Keratosen in der Picato-Gruppe war 5,7 bei Studienbeginn, 0,8 nach 11 Wochen und 0,9 nach 12 Monaten im Gegensatz zu 5,8, 1,0, und 1,2 in der Vehikel-Gruppe zu denselben Zeitpunkten.
Die Sicherheits-Ergebnisse aus dieser Studie waren vergleichbar mit dem Sicherheitsprofil von Picato® Gel, 150 mcg/g als Monotherapie.
Erfahrungen mit der Behandlung grösserer Flächen
In einer doppel-blinden, Vehikel-kontrollierten Studie zur Untersuchung der systemischen Exposition wurde Ingenolmebutat 500 mcg/g Gel aus 4 Tuben an 2 aufeinanderfolgenden Tage auf einer zusammenhängenden Behandlungsfläche von 100 cm2 aufgetragen. Es war keine systemische Absorption nachzuweisen.
Picato® Gel 500 mcg/g war bei der Anwendung auf einer zusammenhängenden Behandlungsfläche von 100 cm2 auf Rumpf und Extremitäten gut verträglich.
Ältere Patienten
Von den 1165 Patienten, die im Rahmen, der mit Ingenolmebutat-Gel durchgeführten klinischen Studien bei aktinischer Keratose mit Picato® behandelt wurden, waren 656 Patienten (56%) 65 Jahre und älter, während 241 Patienten (21%) 75 Jahre und älter waren. Insgesamt wurden zwischen jüngeren und älteren Patienten keine Unterschiede bei Sicherheit oder Wirksamkeit festgestellt.

Pharmakokinetik

Das pharmakokinetische Profil von Ingenolmebutat und seinen Metaboliten wurde beim Menschen nicht charakterisiert (siehe Absorption).
Absorption
Es konnte keine systemische Absorption bei der unteren Nachweisgrenze von 0.1 ng/ml festgestellt werden, wenn Picato® 500 mcg/g aus 4 Tuben an 2 aufeinanderfolgenden Tagen einmal täglich auf eine Fläche von 100 cm2 auf dem dorsalen Unterarm von Patienten mit aktinischer Keratose aufgetragen wurde.
Elimination
In vitro Studienresultate zeigen, dass Ingenolmebutat menschliche Cytochrom-P450-Isoformen weder inhibiert noch induziert.

Präklinische Daten

Basierend auf konventionellen Studien über Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe und Genotoxizität zeigen die nicht-klinischen Daten keine spezielle Gefährdung für den Menschen.
Die nicht-klinischen Sicherheitsstudien zeigen, dass die topische Anwendung von Ingenolmebutat-Gel gut verträglich ist. Im Rahmen der empfohlenen Anwendungsbedingungen besteht ein Potential für Hautirritationen und ein vernachlässigbares Risiko einer systemischen Toxizität.
Bei Ratten wurde Ingenolmebutat bei i.v. Dosen bis zu 5 mcg/kg/Tag (30 mcg/m2/Tag) nicht mit fötalen Entwicklungsstörungen assoziiert. Beim Kaninchen wurden in den Föten von behandelten Muttertieren geringe Fehlbildungen und Varianten beobachtet, jedoch liessen die Ergebnisse nicht auf eine klare Assoziation mit der i.v. Anwendung von Ingenolmebutat schließen. Der fötale NOAEL betrug 1 mcg/kg/Tag (12 mcg/m2/Tag).

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Picato® (150 mcg/g und 500 mcg/g) darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" angegebenen Verfalldatum angewendet werden.
Einmal geöffnete Tuben sollten nicht mehr verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Im Kühlschrank (2ºC – 8ºC) lagern.

Zulassungsnummer

62763 (Swissmedic)

Packungen

Picato® 150 mcg/g Gel ist in Schachteln zu 3 Tuben erhältlich. (B)
Picato® 500 mcg/g Gel ist in Schachteln zu 2 Tuben erhältlich. (B)

Zulassungsinhaberin

LEO Pharmaceutical Products Sarath Ltd., Regensdorf ZH

Stand der Information

November 2018

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