Eigenschaften/WirkungenATC-Code: G03CC07
Wirkungsmechanismus
CE/Bazedoxifen vereint CE mit dem selektiven Estrogen-Rezeptor-Modulator (SERM) Bazedoxifen. CE und Bazedoxifen wirken über Bindung und Aktivierung der beiden Estrogenrezeptoren (α und β). Die CE-Komponente setzt sich aus mehreren Estrogenen zusammen, die eine gewebeselektive agonistische Aktivität am Estrogenrezeptor aufweisen. Bazedoxifen zeigt - abhängig vom Zielgewebe - sowohl gewebeselektive agonistische als auch antagonistische Aktivität am Estrogenrezeptor. Die Kombination eines SERM mit einem oder mehreren Estrogenen (Bazedoxifen/CE) wirkt als gewebeselektiver Estrogenkomplex (TSEC).
Sicherheitspharmakodynamik
Einfluss auf das Endometrium
Die Wirkungen von CE/Bazedoxifen (0.45 mg/20 mg und 0.625 mg/20 mg) auf das Endometrium wurden in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit einer Dauer von bis zu 2 Jahren bei postmenopausalen Frauen beurteilt (SMART 1 und SMART 5). Die Inzidenz von Endometriumhyperplasien und malignen Veränderungen betrug in beiden Studien nach 12 Monaten <1% (obere Grenze des zweiseitigen 95% CI <2%). In SMART 1 wurde nach zweijähriger Behandlung in der Behandlungsgruppe mit 0.45 mg CE/20 mg Bazedoxifen ein Fall eines Endometriumskarzinoms beobachtet.
Einfluss auf die Brustdichte
Ein möglicher Einfluss von CE/Bazedoxifen auf die mammographische Dichte wurde in einer Studie an n=507 gesunden postmenopausalen Frauen untersucht. Die Veränderungen unter CE/Bazedoxifen waren jenen unter Placebo vergleichbar und ergaben insgesamt keinen Anhalt für eine Zunahme der Brustdichte.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit und Sicherheit von CE/Bazedoxifen wurden in insgesamt fünf multizentrischen, doppelblinden, randomisierten, placebo- und aktiv-kontrollierten Phase-3-Studien evaluiert, die an nicht hysterektomierten postmenopausalen Frauen durchgeführt und als SMART-Studien (Selective Oestrogens, Menopause And Response to Therapy) bezeichnet wurden.
In die pivotale, doppelblinde, Placebo-kontrollierte, 2:2:1 randomisierte 12-wöchige Studie zur Wirksamkeit von CE/Bazedoxifen bei vasomotorischen Symptomen (SMART 2) wurden n=318 postmenopausale Frauen (mittleres Alter = 53 Jahre) eingeschlossen, welche mindestens 50 mittelschwere bis schwere Hitzewallungen pro Woche aufwiesen. Die Patientinnen erhielten 0.45 mg CE/20 mg Bazedoxifen, 0.625 mg CE/20 mg Bazedoxifen oder Placebo. Für beide Dosierungen konnte sowohl nach 4 Wochen als auch nach 12 Wochen eine signifikante Reduktion der Anzahl und der Stärke der Hitzewallungen im Vergleich zu Placebo gezeigt werden (p<0.001). Nach 12 Wochen hatte die Zahl der Hitzewallungen unter 0.45 mg CE/20 mg Bazedoxifen um durchschnittlich 7.63 pro Tag, unter 0.625 mg CE/20 mg Bazedoxifen um 8.05 pro Tag abgenommen gegenüber einer Abnahme um 4.9 pro Tag unter Placebo.
Die Befunde der Dosisfindungsstudie (SMART 1), in welcher der Einfluss auf vasomotorische Symptome an einer Subgruppe von n=216 postmenopausalen Frauen untersucht wurde, zeigten ebenfalls einen signifikanten Vorteil beider CE/Bazedoxifen-Dosierungen gegenüber Placebo.
In der Studie SMART 3, einer 12-wöchigen Studie, wurde ausserdem die Wirksamkeit von Duavive zur Behandlung der mittelschweren bis schweren Symptome einer vulvovaginalen Atrophie an insgesamt 652 postmenopausalen Frauen (mittleres Alter = 56 Jahre) untersucht. Die Patientinnen erhielten entweder Placebo (n=108), 0.45 mg CE/20 mg Bazedoxifen (n=225), 0.625 mg CE/20 mg Bazedoxifen (n=221) oder 20 mg Bazedoxifen (n=110). Die Studien zeigten hinsichtlich des Anteils der Oberflächen- und Parabasalzellen des vaginalen Reifeindex für beide Dosierungen von CE/Bazedoxifen statistisch signifikante Unterschiede gegenüber Placebo. Auch hier wurden die Befunde durch jene der Studie SMART 1 bestätigt.
Einfluss auf uterine Blutungen/Schmierblutungen
Der Effekt von CE/Bazedoxifen auf vaginale Blutungen einschliesslich Schmierblutungen wurde insbesondere in den beiden Studien SMART 1 und SMART 5 beurteilt. Unter beiden Dosierungen lag die kumulative Amenorrhoe-Rate nach 1 Jahr bei >80% und war jener unter Placebo (85%) vergleichbar. Während der ersten drei Behandlungsmonate wurden bei maximal 10% der Studienteilnehmerinnen Blutungen und/oder Schmierblutungen angegeben.
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