Dosierung/AnwendungDie Behandlung mit Daklinza sollte durch einen Arzt eingeleitet und überwacht werden, der in der Behandlung der chronischen Hepatitis C erfahren ist.
Dosierung
Die empfohlene Dosis von Daklinza beträgt 60 mg 1× täglich zur oralen Einnahme, mit oder ohne Mahlzeit. Die Filmtablette soll nicht zerbrochen werden.
Daklinza muss in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der chronischen Hepatitis C angewendet werden. Vor Beginn der Therapie mit Daklinza soll auch die Fachinformation des Kombinations-Arzneimittels bzw. der Kombinations-Arzneimittel konsultiert werden.
Die empfohlenen Behandlungsschemata für die Kombinationstherapie mit Daklinza sowie die entsprechende Behandlungsdauer sind in Tabelle 1 enthalten (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Eigenschaften/Wirkungen»).
Tabelle 1: Empfohlene Behandlungsschemata und Behandlungsdauer für die Kombinationstherapie mit Daklinza
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Patientenpopulation
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Regimen und Behandlungsdauer
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Patienten mit HCV Genotyp 1* #
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Patienten ohne Zirrhose oder mit kompensierter Zirrhose (Child Pugh A)
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Daklinza + Sofosbuvir für 12 Wochen
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Patienten mit dekompensierter Zirrhose (Child Pugh B) †
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Daklinza + Sofosbuvir + Ribavirin für 12 Wochen
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Patienten mit HCV Genotyp 3*
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Patienten ohne Zirrhose oder mit kompensierter Zirrhose (Child Pugh A)† §
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Daklinza + Sofosbuvir für 12 Wochen
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Patienten mit HCV Genotyp 1 oder 3*
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Patienten mit einer rezidivierenden HCV-Infektion nach einer Lebertransplantation †
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Daklinza + Sofosbuvir + Ribavirin für 12 Wochen
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Patienten mit HCV Genotype 4
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Patienten ohne Zirrhose oder mit kompensierter Zirrhose (Child Pugh A)
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Daklinza + Peginterferon alfa + Ribavirin 24 Wochen Daklinza in Kombination mit 24-48 Wochen Peginterferon alfa und Ribavirin: Wenn der Patient keine nachweisbaren HCV-RNA-Titer sowohl in Woche 4 als auch in Woche 12 hat, sollten alle 3 Arzneimittel insgesamt 24 Wochen angewendet werden. Wenn der Patient keine nachweisbaren HCV-RNA-Titer erreicht, jedoch nicht in Woche 4 und in Woche 12, sollte Daklinza nach 24 Wochen abgesetzt werden, aber die Behandlung mit Peginterferon alfa und Ribavirin für eine Gesamtdauer von 48 Wochen weitergeführt werden.
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# Bitte beachten Sie auch den Abschnitt «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Lebererkrankung».
* Einschliesslich Patienten mit Koinfektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV). Zu Dosierungsempfehlungen zusammen mit antiviralen Arzneimitteln gegen HIV siehe Abschnitt «Interaktionen».
† Siehe auch Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen - Klinische Wirksamkeit und Sicherheit».
§ Begrenzte Daten sind verfügbar für Patienten mit einer Zirrhose, mit Genotyp 3, welche mit Daklinza + Sofosbuvir + Ribavirin über 12 Wochen behandelt wurden, siehe auch Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen - Klinische Wirksamkeit und Sicherheit».
Dosierungsempfehlungen für Begleitmedikationen
Für Dosierungsempfehlungen mit Begleitmedikationen: siehe Kapitel «Interaktionen».
Ribavirin Dosierungsrichtlinien
Für Patienten mit HCV Genotyp 4, welche mit Daklinza + Peginterferon alfa und Ribavirin behandelt werden, ist die tägliche Dosis von Ribavirin abhängig vom Körpergewicht (1000 mg pro Tag bei <75 kg bzw. 1200 mg pro Tag bei ≥75 kg) und sollte in zwei Teildosen aufgeteilt werden (morgens und abends); Einnahme jeweils in Kombination mit einer Mahlzeit. Bitte beachten Sie auch die Fachinformation von Ribavirin.
Wenn bei einem Patienten eine schwerwiegende unerwünschte Wirkung auftritt, die möglicherweise mit Ribavirin in Zusammenhang steht, sollte die Ribavirin-Dosis angepasst oder, sofern angemessen, das Präparat ganz abgesetzt werden, bis die unerwünschte Wirkung abgeklungen ist bzw. sich abgeschwächt hat. Tabelle 2 enthält Richtlinien für Dosisänderungen und das Absetzen der Behandlung auf der Grundlage der Hämoglobinwerte und des kardialen Status des Patienten.
Tabelle 2: Richtlinien zur Änderung der Ribavirin-Dosis bei gleichzeitiger Anwendung mit Daklinza basierend auf den Hämoglobin-Werten und dem kardialen Status
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Laborwerte
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Ribavirin-Dosis auf 600 mg/Tag reduzieren, wenn:
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Ribavirin absetzen, wenn:
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Hämoglobin bei Patienten ohne Herzerkrankung
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<10 g/dl
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<8,5 g/dl
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Hämoglobin bei Patienten mit stabiler Herzerkrankung in der Anamnese
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Verringerung des Hämoglobins um ≥2 g/dl innerhalb von 4 Wochen während der Behandlung
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<12 g/dl, trotz 4-wöchiger Gabe der reduzierten Dosis
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Wenn die Anwendung von Ribavirin aufgrund der Laborwerte oder klinischer Manifestationen ausgesetzt worden ist, kann versucht werden, die Behandlung mit 600 mg Ribavirin pro Tag wieder aufzunehmen und die Dosis dann auf 800 mg pro Tag zu erhöhen. Es wird jedoch nicht empfohlen, die Ribavirin-Gabe wieder bis auf die ursprünglich verordnete Dosis (1'000 mg bis 1'200 mg täglich) zu erhöhen. Für weitere Informationen konsultieren Sie bitte auch die Fachinformation von Ribavirin.
Bei Patienten mit einer Zirrhose oder Patienten, die nach einer Lebertransplantation ein Rezidiv der HCV-Infektion erlitten, liegt die empfohlene Dosis von Ribavirin bei 600 mg täglich mit einer Mahlzeit (siehe auch Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen - Klinische Wirksamkeit und Sicherheit» – Studie ALLY1). Wenn die Anfangsdosis gut vertragen wird, kann die Dosis schrittweise bis zu einem Maximum von 1'000-1'200 mg pro Tag erhöht werden (1'000 mg pro Tag bei Patienten <75 kg und 1'200 mg pro Tag bei Patienten ≥75 kg). Wenn die Anfangsdosis nicht gut vertragen wird, sollte die Dosis reduziert werden wie klinisch indiziert, basierend auf den Hämoglobin- und Kreatinin-Clearance-Werten (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Dosierungsrichtlinien für Ribavirin bei Koadministration mit Daklinza-Regimen bei Patienten mit einer Zirrhose oder nach einer Lebertransplantation
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Laborwerte/Klinische Kriterien
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Ribavirin Dosierungsrichtlinie
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Hämoglobin
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>12 g/dl
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600 mg täglich
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>10 bis ≤12 g/dl
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400 mg täglich
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>8,5 bis ≤10 g/dl
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200 mg täglich
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≤8,5 g/dl
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Absetzen von Ribavirin
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Kreatinin Clearance
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>50 ml/min
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entsprechend den oben in dieser Tabelle genannten Empfehlungen für Hämoglobin
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>30 bis ≤50 ml/min
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200 mg jeden zweiten Tag
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≤30 ml/min oder Hämodialyse
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Absetzen von Ribavirin
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Dosierungsanpassung, Unterbrechung und Abbruch der Behandlung
Eine Dosierungsanpassung von Daklinza zum Management von unerwünschten Wirkungen wird nicht empfohlen.
Wenn eine der Komponenten des Behandlungsschemas aufgrund von unerwünschten Wirkungen abgesetzt werden muss, darf Daklinza nicht als Monotherapie oder allein in Kombination mit Ribavirin angewendet werden.
Es existieren keine Regeln betreffend Abbruch der antiviralen Behandlung (Stopp-Regeln) mit Daklinza in Kombination mit Sofosbuvir.
Wird Daklinza in Kombination mit Peginterferon alfa angewendet und eine schwerwiegende unerwünschte Wirkung tritt auf, die möglicherweise im Zusammenhang mit Peginterferon alfa steht, sollte die Peginterferon-alfa-Dosis reduziert oder Daklinza, Ribavirin und Peginterferon alfa abgesetzt werden. Weitere Informationen zur Dosisreduktion und/oder zum Absetzen von Peginterferon alfa sind der Fachinformation von Peginterferon alfa zu entnehmen.
Abbruch der Behandlung bei Patienten mit ungenügendem virologischen Ansprechen unter Therapie mit Daklinza, Peginterferon alfa und Ribavirin: Bei Patienten mit ungenügendem virologischen Ansprechen wird ein Abbruch der Behandlung empfohlen. Die Schwellenwerte der HCV RNA für das Absetzen der Behandlung sind in Tabelle 4 aufgeführt.
Tabelle 4: Regeln betreffend Abbruch der Behandlung (Stopp-Regeln) von Daklinza in Kombination mit Peginterferon alfa und Ribavirin bei Patienten mit ungenügendem virologischen Ansprechen
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HCV RNA
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Massnahme
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Behandlungswoche 4: >1000 IE/ml
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Daklinza, Peginterferon alfa und Ribavirin absetzen
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Behandlungswoche 12: ≥25 IE/ml
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Daklinza, Peginterferon alfa und Ribavirin absetzen
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Behandlungswoche 24: ≥25 IE/ml
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Peginterferon alfa und Ribavirin absetzen (die Behandlung mit Daklinza ist in Woche 24 beendet)
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Versäumte Einnahme
Eine versäumte Dosis Daklinza sollte sobald wie möglich innerhalb von 20 Stunden eingenommen werden. Später als 20 Stunden nach dem geplanten Einnahmezeitpunkt sollte die versäumte Dosis jedoch ausgelassen werden, und die nächste Einnahme sollte zum geplanten Zeitpunkt erfolgen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Ältere Patienten: Keine Dosisanpassung von Daklinza erforderlich bei Patienten ≥65 Jahre (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Pharmakokinetik»).
Kinder und Jugendliche: Daklinza wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen. Die Sicherheit und Wirksamkeit für diese Patientengruppe ist bisher nicht nachgewiesen. Es liegen keine Daten vor.
Nierenfunktionsstörung: Keine Dosisanpassung von Daklinza erforderlich bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (siehe auch «Pharmakokinetik»). Aufgrund erhöhter Daclatasvir-Spiegel mit unbekannter klinischer Relevanz wird aber eine vorsichtige Anwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung empfohlen.
Konsultieren Sie auch die Fachinformationen für Sofosbuvir, Peginterferon alfa und Ribavirin zur Verwendung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen.
Leberfunktionsstörung: Keine Dosisanpassung von Daklinza erforderlich für Patienten mit HCV Genotyp 1 mit einer milden oder moderaten Leberfunktionsstörung (Child Pugh A oder B). Es liegen nicht genügend klinische Daten vor, um die Anwendung von Daklinza bei Patienten mit HCV Genotyp 1 und dekompensierter Zirrhose (Child Pugh C) zu unterstützen (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Eigenschaften/Wirkungen: Klinische Wirksamkeit und Sicherheit»). Bei Patienten mit HCV Genotyp 3 und kompensierter Zirrhose (Child Pugh A) ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Für Patienten mit HCV Genotyp 3 und mit moderater (Child-Pugh B, Score 7-9) oder schwerer (Child-Pugh C, Score ≥10) Leberfunktionsstörung liegen nicht genügend klinische Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit aus kontrollierten klinischen Studien vor (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Pharmakokinetik»). Es liegen nicht genügend klinische Daten vor, um die Anwendung von Daklinza bei Patienten mit HCV Genotyp 4 und dekompensierter Zirrhose (Child Pugh B und C) zu unterstützen.
Konsultieren Sie die Fachinformation zu Peginterferon alfa und Ribavirin. Peginterferon alfa ist bei Patienten mit nicht kompensierter Zirrhose (Child-Pugh-Klasse-B oder -C) kontraindiziert.
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