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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung muss von einem auf dem Gebiet der Krebsbehandlung erfahrenen Arzt eingeleitet und überwacht werden.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Dosierung
Die empfohlene Dosis von Serplulimab beträgt 4.5 mg/kg Körpergewicht alle 3 Wochen bis zum Fortschreiten der Erkrankung oder bis zu einer inakzeptablen Toxizität1.
Dosisverzögerung oder Abbruch (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Eine Erhöhung oder Verringerung der HETRONIFLY-Dosis wird nicht empfohlen. Eine Dosisaussetzung oder -absetzung kann je nach individueller Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein. Eine Dosisaussetzung bis zu 12 Wochen aus Gründen der Verträglichkeit ist akzeptabel (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Der empfohlene Umgang mit immunvermittelten unerwünschten Wirkungen ist in Tabelle 1 beschrieben.
Tabelle 1. Empfohlene Behandlungsanpassungen

                 Unerwünschte Wirkungen                Schweregrad                       Behandlungsanpassung#
Immunvermittelte Lungenerkrankung     Grad 2                            Aussetzen, bis sich die
                                                                        unerwünschten Wirkungen
                                                                        zurückgebildet oder auf
                                                                        Grad 1 verbessert haben
Grad 3 oder 4 oder rezidivierender    Dauerhaft absetzen
Grad 2                                
Immunvermittelte Kolitis              Grad 2 oder 3                     Aussetzen, bis sich die
                                                                        unerwünschten Wirkungen
                                                                        zurückgebildet oder auf
                                                                        Grad 1 verbessert haben
Grad 4 oder rezidivierender Grad 3    Dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Hepatitis            Grad 2 mit AST oder ALT > 3-      Aussetzen, bis sich die
                                      bis 5-mal ULN oder Gesamtbilirub  unerwünschten Wirkungen
                                      in > 1.5- bis 3-mal ULN           zurückgebildet oder auf
                                                                        Grad 1 verbessert haben
Grad 3 oder 4 mit AST oder ALT >      Dauerhaft absetzen
5-mal ULN oder Gesamtbilirubin >      
3-mal ULN†                            
Immunvermittelte Nephritis und        Erhöhung des Serumkreatinins      Aussetzen, bis sich die
Niereninsuffizienz                    auf Grad 2                        unerwünschten Wirkungen
                                                                        zurückgebildet oder auf
                                                                        Grad 1 verbessert haben
Erhöhung des Serumkreatinins auf      Dauerhaft absetzen
Grad 3 oder 4                         
Immunvermittelte Endokrinopathien     Symptomatisch Hypothyreose Grad   Aussetzen, bis die
                                      2 oder 3, Hyperthyreose Grad 2    Symptome abgeklungen sind
                                      oder 3, Hypophysitis Grad 2       und die Behandlung mit
                                      oder 3, Nebenniereninsuffizienz   Corticosteroiden
                                      Grad 2, Hyperglykämie Grad 3      abgeschlossen ist. Die
                                      oder Diabetes mellitus Typ 1      Behandlung sollte mit
                                                                        begleitender Hormonsubstit
                                                                        utionstherapie fortgesetzt
                                                                         werden, solange keine
                                                                        Symptome auftreten
Hypothyreose Grad 4 Hyperthyreose     Dauerhaft absetzen
Grad 4 Hypophysitis Grad 4            
Nebenniereninsuffizienz Grad 3 oder   
4 Hyperglykämie Grad 4                
Immunvermittelte Hautreaktionen       Grad 3                            Aussetzen, bis sich die
                                                                        unerwünschten Wirkungen
                                                                        zurückgebildet oder auf
                                                                        Grad 1 verbessert haben
Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) oder    Dauerhaft absetzen
Epidermolysis acuta toxica            
(Toxische epidermale Nekrolyse,       
TEN) Grad 4                           
Andere immunvermittelte               Erhöhung der Serum-Amylase oder   Aussetzen, bis sich die
unerwünschte Wirkungen                -Lipase auf Grad 3 oder 4         unerwünschten Wirkungen
                                      Pankreatitis Grad 2 oder 3        zurückgebildet oder auf
                                      Myokarditis* Grad 2 Andere        Grad 1 verbessert haben
                                      immunvermittelte unerwünschte     
                                      Wirkungen Grad 2 oder 3, die      
                                      erstmals aufgetreten sind         
                                      Verminderte Thrombozytenzahl      
                                      (Thrombozytopenie) oder           
                                      Leukozytenzahl auf Grad 3         
Pankreatitis Grad 4 oder              Dauerhaft absetzen
rezidivierende Pankreatitis           
jeglichen Grades Myokarditis Grad 3   
oder 4 Enzephalitis Grad 3 oder 4     
Andere immunvermittelte               
unerwünschte Wirkungen Grad 4, die    
erstmals aufgetreten sind             
Verminderte Thrombozytenzahl          
(Thrombozytopenie) oder               
Leukozytenzahl Grad 4 oder            
rezidivierender Grad 3                
Reaktionen im Zusammenhang mit        Grad 2                            Verringern der Infusionsra
einer Infusion                                                          te auf die Hälfte oder
                                                                        Aussetzen der Infusion.
                                                                        Die Behandlung kann
                                                                        wieder aufgenommen
                                                                        werden, wenn das Ereignis
                                                                        abgeklungen ist
Grad 3 oder 4                         Dauerhaft absetzen

Hinweis: Die Toxizitätsgrade entsprechen den National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events Version 5.0 (NCI-CTCAE v5.0).
#: Serplulimab muss bei jeder immunvermittelten unerwünschten Wirkung 3. Grades, die wiederholt auftritt, und bei jeder immunvermittelten unerwünschten Wirkung 4.Grades dauerhaft abgesetzt werden, mit Ausnahme von Endokrinopathien, die mit Hormonsubstitution behandelt werden (siehe Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
†: ALT: Alanin-Aminotransferase; AST: Aspartat-Aminotransferase; ULN: obere Normgrenze.
*: Die Sicherheit einer erneuten Behandlung mit Serplulimab bei Patienten, bei denen eine immunvermittelte Myokarditis aufgetreten ist, ist nicht geklärt.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN oder Bilirubin > 1 bis 1.5 × ULN und beliebige AST) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Es liegen keine ausreichenden Daten für Patienten mit mittelschwerer (Bilirubin > 1.5 bis 3 × ULN und beliebige AST) und keine Daten für Patienten mit schwerer (Bilirubin > 3 × ULN und beliebige AST) Leberfunktionsstörung vor. Für Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstörung kann keine Dosierungsempfehlung gegeben werden (siehe "Pharmakokinetik" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter (CrCl = 60-89 ml/min) oder mittelschwerer (CRCL = 30-59 ml/min) Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Für Patienten mit schwerer (CrCl = 15-29 ml/min) Niereninsuffizienz liegen keine ausreichenden Daten vor, und es können keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden (siehe "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten
Für ältere Patienten (≥ 65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakodynamik" und "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
HETRONIFLY ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen.
Art der Anwendung
HETRONIFLY wird intravenös verabreicht.
Die anfängliche Infusionsrate sollte auf 100 ml pro Stunde eingestellt werden. Wenn die erste Infusion gut vertragen wird, können alle nachfolgenden Infusionen auf 30 Minuten (± 10 Minuten) verkürzt werden.
Bei Verabreichung in Kombination mit einer Chemotherapie sollte HETRONIFLY zuerst verabreicht werden, gefolgt von der Chemotherapie am selben Tag. Verwenden Sie für jede Infusion einen gesonderten Infusionsbeutel.
HETRONIFLY darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.
Die erforderliche HETRONIFLY-Gesamtdosis sollte mit 0.9%iger Natriumchloridlösung (9 mg/ml) für Injektionszwecke verdünnt werden (siehe "Hinweise für die Handhabung" ).
Für Hinweise zur Verdünnung und Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe "Hinweise für die Handhabung" .

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