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Information for professionals for Chlortalidon Galepharm:Galepharm AG
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
C03BA04
Wirkungsmechanismus
Chlortalidon, die aktive Substanz von Chlortalidon Galepharm, ist ein den Benzothiaziden (Thiazide) verwandtes Diuretikum mit lang anhaltender Wirksamkeit.
Chlortalidon bewirkt primär eine Mehrausscheidung von Elektrolyten, sekundär vergrössert es durch das osmotisch gebundene Wasser den Harnfluss.
Chlortalidon hemmt vorwiegend im distalen Tubulus die Natriumreabsorption, wobei maximal etwa 15 % des glomerulär filtrierten Natriums ausgeschieden werden können. Das Ausmass der Chloridausscheidung entspricht in etwa dem der Natriumausscheidung. Durch Chlortalidon nimmt auch die Kaliumausscheidung zu, die im Wesentlichen durch die Kaliumsekretion im distalen Tubulus und im Sammelrohr bestimmt wird (vermehrter Austausch zwischen Natrium und Kaliumionen).
Durch hohe Chlortalidondosen kann Bicarbonat infolge einer Hemmung der Carboanhydratase vermehrt ausgeschieden werden, wodurch der Harn alkalisiert wird. Durch Azidose oder Alkalose wird die saluretische bzw. diuretische Wirkung des Chlortalidons nicht wesentlich beeinflusst.
Während einer Langzeittherapie mit Chlortalidon wird die Kalziumausscheidung über die Nieren vermindert, so dass eine Hyperkalzämie resultieren kann.
Pharmakodynamik
Die diuretische Wirkung setzt nach 2 – 3 Stunden ein, erreicht ihr Maximum nach 4 – 24 Stunden und kann 2 – 3 Tage anhalten.
Die thiazidinduzierte Diurese führt initial zu einer Abnahme des Plasmavolumens, des Herzminutenvolumens und des systemischen Blutdrucks.
Bei hypertensiven Patienten hat Chlortalidon einen hypotensiven Effekt. Der antihypertensive Effekt von Chlortalidon kommt bei Therapiebeginn durch die Verminderung des Extrazellularvolumens zustande, mit der Folge eines herabgesetzten peripheren Widerstandes. Bei längerer Behandlung normalisiert sich das Extrazellularvolumen bei erhaltener antihypertensiver Wirksamkeit, die durch eine spätere Abnahme der Natriumkonzentration in den Gefässwänden und damit durch eine verringerte Ansprechbarkeit auf Noradrenalin bedingt sein könnte.
Bei Patienten mit renalem und ADH-sensiblem Diabetes insipidus wirkt Chlortalidon antidiuretisch. Der Wirkmechanismus ist noch nicht aufgeklärt.
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min und/oder Serum-Kreatinin über 1.8 mg/100 ml) ist Chlortalidon unwirksam.

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