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Home - Information for professionals for Ribomunyl - Änderungen - 09.09.2016
38 Änderungen an Fachinfo Ribomunyl
  • -AMZV
  • -Wirkstoff: Ribosomale RNA.
  • -Hilfsstoffe
  • -
  • -Beutel: D-Mannitol und Povidon q.s. ad granulatum pro charta.
  • -Tabletten: Sorbitol, Magnesiumstearat und Aerosil q.s. pro compresso.
  • +Wirkstoff: Ribosomale RNA
  • +Hilfsstoffe:
  • +Beutel: D-Mannitol und Povidon q.s. ad granulatum pro charta
  • +Tabletten: Sorbitol, Magnesiumstearat und wasserfreies kolloidales Silica q.s. pro compresso.
  • -1 Beutel oder 1 Tablette enthält ein Lyophilisat, dosiert auf 0,525 mg ribosomale RNA:
  • -Ribosomale Anteile 10 Teile, wovon Klebsiella pneumoniae 3,5 Teile, Streptococcus pneumoniae 3 Teile, Streptococcus pyogenes 3 Teile, Haemophilus influenzae 0,5 Teile.
  • -Membrananteile 15 Teile, wovon Klebsiella pneumoniae 15 Teile.
  • +1 Beutel oder 1 Tablette enthält ein Lyophilisat, dosiert auf
  • +0,525 mg ribosomale RNA:
  • +· Ribosomale Anteile 10 Teile, wovon
  • +- Klebsiella pneumoniae 3,5 Teile
  • +- Streptococcus pneumoniae 3 Teile
  • +- Streptococcus pyogenes 3 Teile
  • +- Haemophilus influenzae 0,5 Teile
  • +· Membrananteile 15 Teile, wovon
  • +- Klebsiella pneumoniae 15 Teile
  • -Spezifisches und nichtspezifisches Immunstimulans bei ORL- und bronchopulmonalen Infektionen beim Kind und Erwachsenen.
  • -Immuntherapie beim Kind (ab 1 Jahr), Erwachsenen und älteren Personen von ORL- (Rhinopharyngitis, Laryngitis, Sinusitis, Angina, Otitis) und bronchopulmonalen Infektionen (Superinfektionen bei Bronchitiden, Prävention der Asthmakrisen).
  • -Prävention der rezidivierenden Infektionen und des Übergangs zum chronischen Verlauf.
  • +Prophylaxe von ORL-Infektionen bei Kindern mit rezidivierenden Episoden in der Anamnese.
  • +Ribomunyl Granulat ist bei Kindern ab 2 Jahren indiziert. Ribomunyl Tabletten sind aufgrund der galenischen Form erst bei Kindern über 6 Jahre angezeigt.
  • -Die Dosierung von Ribomunyl ist identisch beim Kind (ab 1 Jahr) und beim Erwachsenen. Die Granulatform ist spezifisch dem Kleinkind angepasst.
  • -1 Beutel oder 1 Tablette täglich morgens nüchtern.
  • -Im ersten Monat: an 4 aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche während 3 Wochen. Je nach Chronizität, wird die Behandlung während 3 bis 6 Monaten , an 4 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat, fortgesetzt.
  • -Der Beutelinhalt wird in etwas Flüssigkeit eingenommen (z.B. Milch unter 40 °C) oder unter das Essen gerührt.
  • +Ribomunyl wird oral angewendet.
  • +Kinder
  • +Die Tabletten sind nur für Kinder über 6 Jahre geeignet. Das Granulat kann Kindern ab 2 Jahren verabreicht werden.
  • +Dosierung
  • +Im ersten Monat: 3 Wochen lang an vier aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche 1 Tablette oder den Inhalt von 1 Beutel morgens auf nüchtern Magen einnehmen.
  • +2.-6. Monat: Einmal im Monat an vier aufeinanderfolgenden Tagen 1 Tablette oder den Inhalt von 1 Beutel morgens auf nüchtern Magen einnehmen.
  • +Anwendung Beutel
  • +Den Inhalt des Beutels in einem halben Glas Wasser auflösen.
  • -Patienten sollten darüber aufgeklärt werden, dass in seltenen Fällen Hyperthermien bis über 40 °C, die ein Abbruch der Behandlung benötigen, auftreten können. Es wurde über einen Fall einer Hyperthermie mit tödlichem Ausgang berichtet.
  • +In den seltenen Fällen, in denen sich unmittelbar nach Therapiebeginn hohes Fieber (≥ 39 °C) unbekannter Ursache entwickelt, soll die Einnahme von Ribomunyl sofort gestoppt und nicht wieder eingeführt werden.
  • -Bei Asthmatikern wurde im Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten, die bakterielle Extrakte zur Stimulation des Immunsystems beinhalten, über Asthmaanfälle berichtet. Es wird empfohlen in solchen Fällen die Behandlung nicht zu wiederholen.
  • +Im Fall von Überempfindlichkeitsreaktionen sollte die Behandlung umgehend unterbrochen und nicht wieder aufgenommen werden.
  • +Ribomunyl Granulat sollte nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden, da für diese Altersgruppe keine entsprechenden Studien vorliegen.
  • +Ribomunyl Tabletten sollten aufgrund der galenischen Form nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden.
  • +Ribomunyl sollte bei akuten Darminfektionen nicht verabreicht werden.
  • +Bei Asthmatikern wurde im Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten, die bakterielle Extrakte zur Stimulation des Immunsystems beinhalten, über Asthmaanfälle berichtet. Wenn sich ein Asthmaanfall entwickelt, soll die Behandlung abgebrochen und nicht wiederholt werden.
  • -Bis heute sind keine medikamentösen Interaktionen bekannt.
  • +Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt.
  • -Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Foeten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen.
  • -Aus diesem Grund wird empfohlen, Ribomunyl nicht bei schwangeren Frauen anzuwenden.
  • -Zur Stillzeit wurden keine spezifischen Studien durchgeführt, und es liegen bis anhin keine Angaben vor.
  • +Es liegen keine Daten zur Anwendung von Ribomunyl bei schwangeren Frauen vor.
  • +Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen gezeigt.
  • +Als Vorsichtsmassnahme sollte die Anwendung von Ribomunyl während der Schwangerschaft und in der Stillzeit dennoch vermieden werden.
  • -Ribomunyl beeinträchtigt in keiner Weise das Reaktionsvermögen.
  • +Es wurden keine spezifischen Studien durchgeführt.
  • -Selten: Rhinopharyngitis, Sinusitis, Laryngitis, Bronchitis, isolierte Asthmaanfälle, Husten, Dyspnoe, Laryngospasmus.
  • -Gastrointestinaltrakt
  • -
  • -Selten: Nausea, Erbrechen, Diarrhöe und abdominale Schmerzen.
  • +Unerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien bei Patienten mit oralem Ribomunyl für die ein Kausalzusammenhang als nicht „ausgeschlossen“ beurteilt wurde sowie Spontanmeldungen sind nachfolgend aufgeführt.
  • +Die unerwünschten Wirkungen sind geordnet nach MedDRA Organklassen und gemäss folgenden Häufigkeitsdefinitionen aufgeführt:
  • +„Sehr häufig“ (≥1/10), „häufig“ (<1/10, ≥1/100), „gelegentlich“ (<1/100, ≥1/1000), „selten“ (<1/1000, ≥1/10'000), „sehr selten“ (<1/10'000), „nicht bekannt“ (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
  • +Infektionen
  • +Häufig: Ohrinfektionen, Rhinopharyngitis, Tonsillitis
  • +Gelegentlich: Bronchitis, Gastroenteritis, Sinusitis
  • +Nicht bekannt: Laryngitis
  • +Blut- und Lymphsystem
  • +Gelegentlich: Lymphadenopathie
  • +Immunsystem
  • +Nicht bekannt: Überempflindlichkeitsreaktionen, Urticaria, Angioödeme
  • +Atmungsorgane
  • +Gelegentlich: Husten
  • +Nicht bekannt: Asthma
  • +Gastrointestinale Störungen
  • +Gelegentlich: Diarrhöe, Abdominalschmerzen, Nausea, Erbrechen, erhöhte Speichelabsonderung
  • -
  • -Selten: Allergische Reaktionen (generalisierte Urticaria, Angioödem, Extremitätenödem, Gesichtsödem) und Erythem, Ekzem, allergische vaskuläre Purpura und Erythema nodosum.
  • -Sehr selten: Exazerbationen von Ekzemen.
  • -Blut
  • -
  • -Einzelfälle: Thrombozytopenie, Eosinophilie.
  • -Körper allgemein
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  • -Selten: Hyperthermien bis über 40 °C, wovon ein Fall mit tödlichem Ausgang.
  • -In Einzelfällen: Fieberkrämpfe, Rigor, Hypotonie.
  • +Nicht bekannt: Erythem, Ekzem, vaskuläre Purpura, Erythema nodosum
  • +Allgemeine Störungen
  • +Gelegentlich: Pyrexie*, Asthenie
  • +*Hohes, isoliertes, unerklärbares Fieber (≥39 °C), das schnell nach Beginn der Therapie auftritt (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
  • -Toxizitätsstudien an der Ratte zeigten, bei einer 4’500 bis 50’000 mal höheren Dosis als beim Menschen, keinen toxischen Effekt.
  • -In der Praxis wurde über keinen Fall von Überdosierung berichtet.
  • +Bei der Anwendung am Menschen wurden bislang keine Nebenwirkungen aufgrund von Überdosierung beobachtet.
  • -Antiinfektiöse Immuntherapie basierend auf den vakzinierenden Eigenschaften der bakteriellen Ribosomen und den immunstimulierenden Fähigkeiten der Membrananteile.
  • -Immunologische Eigenschaften
  • -
  • -Stimulierung der spezifischen zellvermittelten und humoralen Immunität:
  • -Die in Ribomunyl verwendeten bakteriellen Ribosomen stimulieren die spezifische Immunität gegen die 4 wichtigsten, für die Infektionen des oberen und unteren Respirationstraktes verantwortlichen Erreger:
  • -Stimulierung der Bildung sekretorischer IgA,
  • -Erhöhung der schützenden Antikörper,
  • -Zunahme der zirkulierenden T-Lymphozyten.
  • -Stimulierung der nichtspezifischen zellvermittelten und humoralen Immunität:
  • -Über seine Membran-Proteoglykane aktiviert Ribomunyl das nichtspezifische Immunsystem:
  • -Stimulierung der NK-Zellen in Zusammenhang mit der Bildung von α-Interferon,
  • -Erhöhung der Phagozytose durch die Polynukleären und die Makrophagen,
  • -nichtspezifische Stimulierung der Immunglobulinbildung (IgA-IgM-IgG),
  • -Bildung von IL-1,-6,-8, TNFα, G-CSF, GM-CSF.
  • -Therapeutische Eigenschaften
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  • -Ribomunyl stimuliert die Immunabwehr des Respirationstraktes, sobald sich als Folge der geschwächten Abwehrkräfte eine Tendenz zu rezidivierenden Infektionen abzeichnet.
  • -Beim Tier
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  • -Schutz gegen bakterielle und virale experimentelle Infektionen. Die oral immunisierten Tiere sind somit gegen letale Infektionen geschützt.
  • -Beim Menschen
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  • -Klinisch kontrollierte Studien lassen darauf schliessen, dass Ribomunyl die Häufigkeit, die Dauer sowie die Schwere der infektiösen Episoden herabsetzt, den Antibiotikakonsum und die kollaterale Medikation reduziert, eine raschere Rückkehr zu den normalen Alltagsaktivitäten ermöglicht und gegen bronchopulmonale Superinfektionen schützt.
  • +Ribomunyl trägt zur Ausbildung der spezifischen und unspezifischen Immunantworten auf Infektionen bei und führt so zu einer verstärkten Elimination von Bakterien und vermehrten Abwehr von Viren.
  • +Die immunogenen und immunmodulierenden Eigenschaften von Ribomunyl wurden in Tieren und am Menschen belegt; dabei ergaben sich Hinweise, dass Ribomunyl die Darmschleimhaut passieren kann. Dies wurde in einem in-vitro-Modell, in welchem das Darmepithel nachgestellt wird, bestätigt.
  • +Die Membranfraktion von K. pneumoniae, einem gramnegativen Bakterium, interagiert mit Rezeptoren der angeborenen Immunität. Diese Rezeptoren werden von angeborenen Immunzellen exprimiert; dies erklärt das breite Wirkungsspektrum von Ribomunyl auf unspezifische Immunantworten: Verstärkung der Funktionen neutrophiler Granulozyten (Adhäsion und Migration), Aktivierung von Monozyten/Makrophagen und NK-Zellen. Ribomunyl induziert zudem die Ausreifung dendritischer Zellen des Menschen. Dies führt zur Stimulation der T-Zell-Proliferation, was wiederum eine spezifische Immunantwort auf die ribosomalen Fraktionen initiiert.
  • +Biochemische Charakterisierungen haben gezeigt, dass sich Makromoleküle auf Ribosomen befinden, welche Antigenen entsprechen, die normalerweise an der Bakterienmembran exponiert werden. Jede ribosomale Fraktion ist aufgrund der engen Verbindung von ribosomalen Makromolekülen und RNA immunogen und wirkt als Vakzin-Antigen, sodass es zur Bildung spezifischer Antikörper-sezernierender Zellen im Blut und Schleimhautgewebe kommt. Diese Zellen bilden lokal spezifische Antikörper, bei denen davon auszugehen ist, dass sie ganze Bakterienantigene erkennen und so die Adhäsion von Bakterien an Epithelzellen vermindern.
  • -Nicht relevant in dieser Medikamentenklasse. Der Wirkungsmechanismus, auf Ebene der Peyer Plaques, beruht auf einer Stimulierung der immunkompetenten Zellen und nicht auf einem Resorptionsmechanismus.
  • +Ribomunyl ist bioverfügbar und erreicht die Peyer’schen Plaques, so dass es zur Stimulation immunkompetenter Zellen kommt.
  • +Da die Makromoleküle von Ribomunyl nicht spezifisch metabolisiert werden, ist es unwahrscheinlich, dass Ribomunyl mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung tritt.
  • -Toxikologische Studien beim Nager, Kaninchen oder Hund haben keine toxische Wirkung hervorgebracht.
  • -Präklinische Studien zeigten die Abwesenheit eines immuntoxischen Effektes, einer Allergie- oder Autoimmunkrankheit-Induktion.
  • +Toxische Effekte nach wiederholter oraler Verabreichung von Ribomunyl an Ratte und Hund wurden nur nach Dosen beobachtet, die deutlich über der maximalen humantherapeutischen Dosis lagen. Die Relevanz für die klinische Anwendung wird daher als gering betrachtet. Studien an Ratte und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf Reprotoxizität.
  • -Keine bekannt.
  • +Inkompatibilitäten
  • +Nicht zutreffend.
  • +Haltbarkeit
  • +Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Verfalldatum verwendet werden
  • +Granulat: Die orale Lösung ist zum sofortigen Gebrauch bestimmt.
  • -
  • -Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.
  • -00570, 00587 (Swissmedic).
  • +00570, 00587 (Swissmedic)
  • +Packungen
  • +·Beutel (Granulat): 12 Ⓑ
  • +·Tabletten: 12 Ⓑ
  • -Robapharm AG, 4123 Allschwil.
  • +Pierre Fabre Pharma AG, 4123 Allschwil
  • -Februar 2007.
  • +November 2014 (Swissmedic)
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