| 22 Änderungen an Fachinfo KCL-retard |
-Dragées zu 600 mg, corresp. 8 mmol K.
- +Dragées zu 600 mg, corresp. 8 mmol K+.
-·Chronische oder hochdosierte Therapie mit folgenden Arzneimitteln:- Kaliumausscheidende Diuretika;- Antibiotika wie Carbenicillin, Gentamicin, Clindamycin, Amphotericin B;- Carbenoxolon-Natrium;
- +·Chronische oder hochdosierte Therapie mit folgenden Arzneimitteln:
- +·Kaliumausscheidende Diuretika;
- +·Antibiotika wie Carbenicillin, Gentamicin, Clindamycin, Amphotericin B;
- +·Carbenoxolon-Natrium;
-Die Dragées sollen ganz geschluckt werden und dürfen folglich weder zerbissen noch gekaut oder gelutscht werden. Sie sind im Sitzen mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Werden mehr als 20 mmol K pro Tag eingenommen, so sollte die Tagesdosis in Einzeldosen von nicht mehr als 20 mmol K aufgeteilt werden.
- +Die Dragées sollen ganz geschluckt werden und dürfen folglich weder zerbissen noch gekaut oder gelutscht werden. Sie sind im Sitzen mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen. Werden mehr als 20 mmol K+ pro Tag eingenommen, so sollte die Tagesdosis in Einzeldosen von nicht mehr als 20 mmol K+ aufgeteilt werden.
-Zur Korrektur einer Hypokaliämie werden je nach den initialen Plasma-K-Werten 40, 50 oder bis zu 100 mmol K+, also 5, 6 oder bis zu 12 Dragées benötigt. Das Ansprechen auf die Behandlung wird zweckmässigerweise durch wiederholte Bestimmung der Plasma-K-Werte überprüft, wobei die Therapie mit KCl-retard bis zur Normalisierung des Kaliumspiegels fortgesetzt werden sollte.
- +Zur Korrektur einer Hypokaliämie werden je nach den initialen Plasma-K+-Werten 40, 50 oder bis zu 100 mmol K+, also 5, 6 oder bis zu 12 Dragées benötigt. Das Ansprechen auf die Behandlung wird zweckmässigerweise durch wiederholte Bestimmung der Plasma-K+-Werte überprüft, wobei die Therapie mit KCl-retard bis zur Normalisierung des Kaliumspiegels fortgesetzt werden sollte.
-KCl-retard soll mit oder nach dem Essen verabreicht werden, um Magenbeschwerden zu minimieren. Das Dragee soll mit mindestens 200 ml Flüssigkeit in aufrecht sitzender Position geschluckt werden und weder zerdrückt, gekaut, noch gelutscht werden.
- +KCl-retard soll mit oder nach dem Essen verabreicht werden, um Magenbeschwerden zu minimieren. Das Dragee soll mit mindestens 200 ml Flüssigkeit in aufrecht sitzender Position geschluckt werden und weder zerdrückt, gekaut, noch gelutscht werden.
-Bei einer langdauernden Kaliumsubstitutionstherapie sind periodische Bestimmungen der Plasma-K-Werte empfehlenswert. Dies gilt insbesondere bei einem erhöhten Hyperkaliämierisiko (z.B. bei Nierenfunktionsstörungen und Herzerkrankungen).
- +Bei einer langdauernden Kaliumsubstitutionstherapie sind periodische Bestimmungen der Plasma-K+-Werte empfehlenswert. Dies gilt insbesondere bei einem erhöhten Hyperkaliämierisiko (z.B. bei Nierenfunktionsstörungen und Herzerkrankungen).
-Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, welche potentiell zu einer Hyperkaliämie führen können, wie ACE-Inhibitoren, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, nicht-steroidale Antiphlogistika (z.B. Indometacin), Betablocker, Heparin, Digoxin und Ciclosporin, ist KCl-retard mit Vorsicht zu verwenden (s. «Interaktionen»). Bei bestimmten Patienten erschwert ein diuretikainduziertes Magnesiumdefizit den Ausgleich des intrazellulären Kaliumdefizites. In diesen Fällen sollte gleichzeitig auch der Magnesiummangel korrigiert werden.
- +Bei Patienten, die Arzneimittel erhalten, welche potentiell zu einer Hyperkaliämie führen können, wie ACE-Inhibitoren, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, nicht-steroidale Antiphlogistika (z.B. Indometacin), Betablocker, Heparin, Digoxin und Ciclosporin, ist KCl-retard mit Vorsicht zu verwenden (s. «Interaktionen»). Bei bestimmten Patienten erschwert ein diuretikainduziertes Magnesiumdefizit den Ausgleich des intrazellulären Kaliumdefizites. In diesen Fällen sollte gleichzeitig auch der Magnesiummangel korrigiert werden.
-Neben der Erhöhung der K-Plasmakonzentrationen entwickeln sich typische EKG-Veränderungen (vergrösserte Amplitude und Zuspitzung der T-Zacke, Fehlen der P-Welle, Verbreiterung des QRS-Komplexes und Senkung der ST-Strecke).
- +Neben der Erhöhung der K+-Plasmakonzentrationen entwickeln sich typische EKG-Veränderungen (vergrösserte Amplitude und Zuspitzung der T-Zacke, Fehlen der P-Welle, Verbreiterung des QRS-Komplexes und Senkung der ST-Strecke).
- +Arzneimittel-Bezoar
- +In Zusammenhang mit Überdosierungen dieses Arzneimittels wurden seltene Fälle von Arzneimittel-Bezoaren (Konvolute unverdauter bzw. unverdaulicher Stoffe) unterschiedlicher Schweregrade berichtet. Der Arzneimittel-Bezoar kann röntgendicht sein, wodurch eine radiologische (Röntgen- oder CT-Aufnahme) Bestätigung, jedoch kein Ausschluss dieser Diagnose ermöglicht wird. Die Bildung eines Arzneimittel-Bezoars kann eine langsame, aber kontinuierliche Freisetzung und Absorption des Wirkstoffs verursachen, die zu Komplikationen einer Überdosierung einschliesslich Tod Stunden nach Aufnahme des Arzneimittels und initialer Behandlung mittels Magenspülung und Aktivkohle führen kann.
- +
-Bei mässiger Hyperkaliämie (K+-Plasmakonzentrationen zwischen 6.5 und 8 mmol/l und Zuspitzung der T-Zacke als einzige EKG-Veränderung):
-·Stimulation des transzellulären Kaliumtransportes durch intravenöse Gabe von 300-500 ml/h einer 10%igen Dextrose-Lösung mit einem Insulingehalt von 10-20 I.E./l;
-·Korrektur einer eventuellen Azidose durch intravenöse Natriumbikarbonatgaben (44-132 mmol/l einer Glukoselösung);
-·Korrektur einer eventuellen Hyponatriämie und Hypovolämie.
-In schweren Fällen von Hyperkaliämie (K+-Plasmakonzentrationen von >8 mmol/l oder bei erheblichen EKG-Veränderungen inklusive Fehlen der P-Welle, Verbreiterung des QRS-Komplexes, Verschwinden der T-Zacke oder Auftreten von ventrikulären Arrhythmien):
-·Glukoselösung (mit Insulin) und/oder Bikarbonatinfusion, wie oben beschrieben;
-·Verabreichung von 10-30 ml einer 10%igen Kalziumglukonatlösung, i.v., während 1 bis 5 min unter laufender EKG-Kontrolle;
-Verabreichung von Kationenaustauschern durch hohe Retentionseinläufe, und zwar folgendermassen:
-30-50 g Natrium-Polystyrol-Sulfonat in 100 ml einer warmen wässrigen Sorbitollösung sollten, wenn möglich, einige Stunden im Sigmoid gehalten werden. Darauf ist das Kolon zur Entfernung des Harzes mit einer natriumfreien Lösung zu spülen. Zur Erhaltung der normalisierten K+-Konzentrationen können die Einläufe wiederholt oder die Ionenaustauscher mehrmals oral gegeben werden;
-Hämodialysen oder Peritonealdialysen können speziell bei Patienten mit Niereninsuffizienz von Nutzen sein.
-Bei der Behandlung einer Hyperkaliämie sollte beachtet werden, dass bei gut eingestellten digitalisierten Patienten eine zu rasche Senkung des Serum-K+-Spiegels zu Digitalisintoxikationen führen kann.
- +Im Falle einer moderaten/schweren Hyperkaliämie sollte nach Beobachtung des Serum-Kaliumspiegels eine Standardbehandlung beginnen und dem Zustand entsprechend fortgesetzt werden.
- +Eine Hyperkaliämie kann durch parenterale Verabreichung von 10%igem Calciumglukonat, durch Infusion einer 10-25%-igen Glukoselösung zusammen mit Insulin (10 I.E./20 g Glukose) in einer Menge von 300-500 ml/Std. oder durch orale Zufuhr bzw. Einläufe mit Ionenaustauschern behandelt werden.
- +Unter Umständen ist eine rasche Hämodialyse lebensrettend.
- +Da eine Magenspülung wirkungslos sein kann und die systemischen Spiegel des Wirkstoffs sogar weiter erhöhen kann, sollte bei entsprechend ausgewählten Patienten die physikalische Entfernung des Arzneimittel-Bezoars durch einen endoskopischen oder chirurgischen Eingriff in Betracht gezogen werden. Weil solche Fälle sehr selten sind, gibt es nur unzureichende klinische Daten hinsichtlich der optimalen Behandlung, bei der auch die Grösse und Lokalisation des Arzneimittel-Bezoars, die Symptome und der Zustand des Patienten sowie die Wirkstoffspiegel berücksichtigen werden müssen.
-Kalium, das intrazellulär am häufigsten vorkommende Kation, spielt bei verschiedenen wichtigen physiologischen Funktionsabläufen eine entscheidende Rolle, so z.B. bei der Übertragung von Nervenimpulsen, der Kontraktion von Muskelgeweben (Herz- und Skelettmuskeln, glatte Muskulatur) und bei der Aufrechterhaltung einer normalen Nierenfunktion. Es trägt auch zur Regelung des osmotischen Druckes und des Säure-Basen-Gleichgewichts bei. Die K-Konzentrationen variieren intrazellulär zwischen 130 und 150 bis 160 mmol/l, im Plasma zwischen 3.5 und 5 mmol/l. Obwohl keine einheitliche Korrelation zwischen der K+-Plasmakonzentration und dem Gesamtgehalt im Körper besteht, treten bei K+-Werten von unter 3.5 mmol/l im Allgemeinen klinische Zeichen eines Kaliummangels in Erscheinung (Hypokaliämie). Zeichen eines Kaliummangels sind: neuromuskuläre Funktionsstörungen, die von leichter Muskelschwäche bis zu echten Lähmungserscheinungen reichen können, intestinale Muskelerschlaffung bis zum paralytischen Ileus und, häufiger, Störungen der Herzmuskelfunktion mit EKG-Veränderungen. Charakteristisch sind ein verlängertes PR-Intervall, eine gesteigerte U-Welle, eine verbreiterte und abgeflachte T-Zacke sowie eine gesenkte ST-Strecke.
- +Kalium, das intrazellulär am häufigsten vorkommende Kation, spielt bei verschiedenen wichtigen physiologischen Funktionsabläufen eine entscheidende Rolle, so z.B. bei der Übertragung von Nervenimpulsen, der Kontraktion von Muskelgeweben (Herz- und Skelettmuskeln, glatte Muskulatur) und bei der Aufrechterhaltung einer normalen Nierenfunktion. Es trägt auch zur Regelung des osmotischen Druckes und des Säure-Basen-Gleichgewichts bei. Die K+ -Konzentrationen variieren intrazellulär zwischen 130 und 150 bis 160 mmol/l, im Plasma zwischen 3.5 und 5 mmol/l. Obwohl keine einheitliche Korrelation zwischen der K+-Plasmakonzentration und dem Gesamtgehalt im Körper besteht, treten bei K+-Werten von unter 3.5 mmol/l im Allgemeinen klinische Zeichen eines Kaliummangels in Erscheinung (Hypokaliämie). Zeichen eines Kaliummangels sind: neuromuskuläre Funktionsstörungen, die von leichter Muskelschwäche bis zu echten Lähmungserscheinungen reichen können, intestinale Muskelerschlaffung bis zum paralytischen Ileus und, häufiger, Störungen der Herzmuskelfunktion mit EKG-Veränderungen. Charakteristisch sind ein verlängertes PR-Intervall, eine gesteigerte U-Welle, eine verbreiterte und abgeflachte T-Zacke sowie eine gesenkte ST-Strecke.
-August 2012.
- +Dezember 2015.
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