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Home - Information for professionals for Nifedipin Sandoz CR 40 - Änderungen - 08.01.2016
54 Änderungen an Fachinfo Nifedipin Sandoz CR 40
  • -Hilfsstoffe: Color E 171, E 172; excipiens pro compresso.
  • +Hilfsstoffe: Color E 171, E 172; Excip. pro compr.
  • -1 Matrixtablette Nifedipin Sandoz CR 40 enthält 40 mg Nifedipin.
  • +1 retard Tablette enthält 40 mg Nifedipin.
  • -Zur Therapie hypertensiver Krisen sowie zur einschleichenden Behandlung sollten schnellfreisetzende Nifedipin-Präparate 5 mg resp. 10 mg eingesetzt werden, um so rascher höhere Plasmawerte zu erreichen.
  • -Hypertonie
  • -1× tägl. 1 Matrixtablette Nifedipin Sandoz CR 40.
  • -Falls erforderlich, kann die Dosierung den individuellen Erfordernissen entsprechend auf 80 mg täglich (2 Matrixtabletten in einmaliger oder getrennter Gabe) gesteigert werden. Diese Tagesdosis sollte keinesfalls überschritten werden.
  • -Koronare Herzerkrankung
  • -1× tägl. 1 Matrixtablette Nifedipin Sandoz CR 40.
  • -Falls erforderlich, kann die Dosierung den individuellen Erfordernissen entsprechend auf 80 mg täglich (2 Matrixtabletten in einmaliger oder getrennter Gabe) gesteigert werden. Höhere Dosen sollten nur in Ausnahmefällen und unter besonderer Beobachtung angewandt werden. Eine Tagesdosis von 120 mg sollte keinesfalls überschritten werden.
  • -Die Matrixtabletten sollten unzerkaut nach einer Mahlzeit, z.B. Frühstück, mit ausreichender Flüssigkeit eingenommen werden.
  • -Dosierung bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
  • -Vorsichtig dosieren wie unter normaler Nieren- oder Leberfunktion (auf Verträglichkeit achten!). Im Falle einer stark eingeschränkten Leberfunktion kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
  • +Hypertonie: 1× tägl. 1 retard Tablette Nifedipin Sandoz CR 40.
  • +Falls erforderlich, kann die Dosierung den individuellen Erfordernissen entsprechend auf 80 mg täglich (2 retard Tabletten in einmaliger oder getrennter Gabe) gesteigert werden. Diese Tagesdosis sollte keinesfalls überschritten werden.
  • +Koronare Herzerkrankung: 1× tägl. 1 retard Tablette Nifedipin Sandoz CR 40.
  • +Falls erforderlich, kann die Dosierung den individuellen Erfordernissen entsprechend auf 80 mg täglich (2 retard Tabletten in einmaliger oder getrennter Gabe) gesteigert werden. Höhere Dosen sollten nur in Ausnahmefällen und unter besonderer Beobachtung angewandt werden. Eine Tagesdosis von 120 mg sollte keinesfalls überschritten werden.
  • +Die retard Tabletten sollten unzerkaut nach einer Mahlzeit, z.B. Frühstück, mit ausreichender Flüssigkeit eingenommen werden.
  • +Dosierung bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion: Vorsichtig dosieren wie unter normaler Nieren- oder Leberfunktion (auf Verträglichkeit achten!). Im Falle einer stark eingeschränkten Leberfunktion kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
  • -Schwere Hypotonie mit Kollapsgefahr resp. manifester Herz-Kreislauf-Schock, Überempfindlichkeit gegen Nifedipin oder Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • -Nifedipin darf nicht in Kombination mit Rifampicin angewendet werden, da wegen Enzymreduktion keine ausreichenden Spiegel von Nifedipin erreicht werden.
  • +Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • +Nifedipin Sandoz CR 40 ist während der ersten 20 Wochen der Schwangerschaft sowie während der gesamten Stillzeit kontraindiziert (siehe Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).
  • +Nifedipin Sandoz CR 40 darf nicht im Herz-Kreislauf-Schock angewandt werden.
  • +Instabile Angina Pectoris.
  • +
  • -Instabile Angina pectoris.
  • +Nifedipin darf nicht in Kombination mit Rifampicin angewendet werden, da wegen der Enzyminduktion keine ausreichende Spiegel von Nifedipin erreicht werden.
  • -Bei Patienten mit Herzinsuffizienz sollte Nifedipin Sandoz CR 40 nur nach ausreichender Digitalisierung verabreicht werden. Vorsicht ist geboten bei einer höhergradigen Aortenstenose und bei ausgeprägt niedrigem Blutdruck (schwere Hypotonie: systolischer Blutdruck unterhalb 90 mm Hg).
  • -Bei Patienten mit verminderter Leberfunktion ist eine sorgfältige Überwachung und eventuell eine Dosisreduktion nötig.
  • -In Einzelfällen von in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veränderungen des Kopfabschnittes von Spermien in Zusammenhang gebracht, was eine eingeschränkte Spermienfunktion auslösen könnte.
  • -Bei Männern deren in-vitro-Zeugungsfähigkeit wiederholt erfolglos geblieben ist, und dafür keine andere Erklärung gefunden werden kann, können Calciumantagonisten wie Nifedipin als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.
  • +Vorsicht ist geboten bei ausgeprägt niedrigem Blutdruck (schwerer Hypotonie: systolischer Blutdruck unterhalb 90 mm Hg), bei manifester Herzinsuffizienz und bei einer höhergradigen Aortenstenose.
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 darf nicht an Patienten mit einem künstlichen Darmausgang verabreicht werden (Koch-Beutel; Ileostomie nach Proctocolektomie).
  • +Nifedipin Sandoz CR 40 darf nicht an Patienten mit einem künstlichen Darmausgang verabreicht werden (Kock-Beutel; Ileostomie nach Proctocolektomie).
  • +Angina pectoris-Anfälle bzw. Zunahme der Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle bei Patienten mit vorbestehender Angina pectoris (insbesondere zu Beginn der Behandlung) sind gelegentlich beobachtet worden.
  • +Es sind sehr seltene Fälle von Myokardinfarkt unter Nifedipin beschrieben worden. Allerdings könnten diese Fälle auch auf die vorbestehende kardiovaskuläre Grunderkrankung zurückzuführen sein.
  • +Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorgfältig überwacht werden; gegebenenfalls kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
  • +Nifedipin wird über das Cytochrom P4503A4-System metabolisiert. Arzneimittel, von denen eine Hemmung oder Induktion dieses Enzymsystems bekannt ist, können daher die Absorption oder Elimination von Nifedipin hemmen.
  • +Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin mit Inhibitoren des Cytochrom P4503A4-Systems kann eine Erhöhung der Plasmakonzentration und damit eine Wirkungsverstärkung von Nifedipin nicht ausgeschlossen werden. Betroffen sind z.B.:
  • +·Erythromycin,
  • +·Protease-Inhibitoren wie z.B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Saquinavir,
  • +·Antimykotika vom Azol-Typ wie z.B. Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol,
  • +·Fluoxetin, Nefazodon,
  • +·Quinupristin/Dalopristin,
  • +·Valproinsäure,
  • +·Cimetidin,
  • +·Cisaprid.
  • +Bei gleichzeitiger Gabe einer dieser Wirkstoffe in Kombination mit Nifedipin muss der Blutdruck überwacht werden. Eine Dosisverminderung von Nifedipin sollte in Betracht gezogen werden.
  • +In Einzelfällen von in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veränderungen des Kopfabschnittes von Spermien in Zusammenhang gebracht, was eine eingeschränkte Spermienfunktion auslösen könnte. Bei Männern, deren in-vitro-Zeugungsfähigkeit wiederholt erfolglos geblieben ist, und dafür keine andere Erklärung gefunden werden kann, können Calciumantagonisten wie Nifedipin als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden.
  • +Kinder und Jugendliche
  • +Die Anwendung und Sicherheit von Nifedipin Sandoz CR 40, retard Tabletten bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
  • +
  • -Nifedipin wird über das Cytochrom P4503A4 System metabolisiert, das in der Mukosa des Dünndarms und in der Leber lokalisiert ist. Arzneimittel, von denen eine Hemmung oder Induktion dieses Enzymsystems bekannt ist, können daher (nach oraler Verabreichung) die Absorption oder Elimination von Nifedipin hemmen.
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 kann grundsätzlich mit anderen Antihypertonika, Beta-Rezeptoren-Blockern, mit Cimetidin und Ranitidin oder Saluretika verabreicht werden.
  • -Hierbei ist jedoch zu beachten, dass eine verstärkte Blutdrucksenkung eintreten kann, weshalb eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt ist. Bei Kombination von Nifedipin mit Betablockern ist gelegentlich die Ausbildung oder Verschlechterung von Herzinsuffizienz beobachtet worden. Eine Behandlung mit Herzglykosiden kann unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmassnahmen gleichzeitig angefangen oder fortgeführt werden. Nach Absetzen von Betablockern kam es gelegentlich durch Nifedipin zu einer Verschlimmerung der Angina-pectoris-Symptomatik, die durch den plötzlichen Entzug des Betablockers bedingt war. Daher wird von einem abrupten Übergang von Betablockern auf Nifedipin abgeraten.
  • -Bei Kombination mit Nitraten verstärken sich die Wirkung auf Blutdruck und Herzfrequenz.
  • -Die für die gleichzeitig mit Nifedipin Sandoz CR 40 verabreichten Arzneimittel geltenden Kontraindikationen und Vorsichtsmassnahmen sind zu beachten und die Patienten sorgfältig zu überwachen.
  • -Bei gleichzeitiger Behandlung mit Chinidin wurden erniedrigte Chinidin-Plasmaspiegel bzw. nach Absetzen von Nifedipin ein deutlicher Anstieg des Chindin-Plasmaspiegels beobachtet, so dass bei kombinierter Therapie die Kontrolle des Chinidinspiegels empfohlen wird.
  • -Cimetidin hemmt das Cytochrom P4503A4 System. Bei gleichzeitiger Gabe von Nifedipin und Cimetidin oder Ranitidin (in geringem Ausmass) kann es daher zu einer verstärkten blutdrucksenkenden Wirkung kommen.
  • -Grapefruitsaft hemmt den oxidativen Abbau von Nifedipin. Ob der dadurch höhere Plasmaspiegel klinisch relevant ist, ist unklar.
  • -Der blutdrucksenkende Effekt von Nifedipin kann durch die gleichzeitige Gabe trizyklischer Antidepressiva verstärkt werden.
  • -Bei gleichzeitiger Gabe von Cisaprid und Nifedipin kann die Plasmakonzentration von Nifedipin erhöht werden. Bei Verabreichung von beiden Substanzen sollte der Blutdruck kontrolliert werden und wenn nötig, die Nifedipindosis reduziert werden.
  • -Nifedipin kann eine Erhöhung der Plasmaspiegel von Digoxin und Theophyllin bewirken, so dass die Kontrolle letzterer empfohlen wird.
  • -Diltiazem vermindert die Nifedipin-Clearance. Die Kombination beider Substanzen sollte mit Vorsicht verabreicht und eine Verminderung der Nifedipin-Dosis kann in Betracht gezogen werden.
  • -Grapefruitsaft hemmt den oxidativen Abbau von Nifedipin, so dass bei Einnahme mit Grapefruitsaft erhöhte Nifedipinspiegel auftreten können. Als Folge kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt sein. Bei regelmässigem Konsum von Grapefruitsaft kann dieser Effekt bis zu drei Tagen nach der letzten Einnahme andauern. Nifedipin Sandoz CR 40 soll daher nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.
  • -Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenytoin und Nifedipin wird die Bioverfügbarkeit von Nifedipin vermindert und so seine Wirksamkeit geschwächt. Wenn beide Präparate gleichzeitig angewendet werden, sollte die klinische Reaktion auf Nifedipin beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Nifedipin-Dosis erwogen werden. Eine Dosisanpassung nach Beendigung der Phenytoin-Therapie kann erforderlich sein.
  • -Die gleichzeitige Einnahme von Quinupristin/Dalfopristin und Nifedipin kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen von Nifedipin führen. Bei gleichzeitigen Gabe dieser beiden Präparate sollte der Blutdruck überwacht und falls notwendig, eine Dosisreduktion von Nifedipin erwogen werden.
  • -Rifampicin weist eine starke induzierende Wirkung auf das Cytochrom P4503A4 System auf. Bei gleichzeitiger Gabe von Rifampicin wird die Resorption von Nifedipin deutlich reduziert und seine Wirkung daher abgeschwächt. Die Verabreichung von Nifedipin in Kombination mit Rifampicin ist daher kontraindiziert (vergleiche Abschnitt «Kontraindikationen»).
  • -Nifedipin sollte nicht in Kombination mit Magnesiumsulfat i.v. verabreicht werden, da es zu einer neuromuskulären Blockade kommen kann.
  • -Nach Erfahrungen mit dem Calciumantagonisten Nimodipin kann nicht ausgeschlossen werden, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder Phenobarbital aufgrund deren enzyminduzierender Wirkung zu verringerten Plasmakonzentrationen und damit zu einer abgeschwächten Wirkung von Nifedipin führen kann.
  • -Bei gleichzeitiger Anwendung von Valproinsäure ist aufgrund von Erfahrungen mit Nimodipin eine Erhöhung der Plasmakonzentration und damit eine verstärkte Wirkung von Nifedipin zu erwarten.
  • -Da Nifedipin eine Gingivahyperplasie bewirken kann, ist es ratsam, Patienten, die während einer Ciclosporin-Therapie eine Gingivahypertrophie entwickeln, Nifedipin nicht zu verabreichen.
  • -Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin und folgenden Wirkstoffen, die als Inhibitoren des Cytochroms P450 3A4-Systems bekannt sind, kann eine Erhöhung der Plasmakonzentration und damit eine Wirkungsverstärkung von Nifedipin nicht ausgeschlossen werden:
  • +Substanzen, welche Nifedipin beeinflussen können
  • +Nifedipin wird über das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert, das in der Mukosa des Dünndarms und in der Leber lokalisiert ist. Medikamente, von denen eine Hemmung oder Induktion dieses Enzymsystems bekannt ist, können daher (nach oraler Verabreichung) die Absorption oder Elimination von Nifedipin hemmen (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Rifampicin weist eine starke induzierende Wirkung auf das Cytochrom P450 3A4-System auf. Bei gleichzeitiger Gabe von Rifampicin wird die Resorption von Nifedipin deutlich reduziert und seine Wirkung damit abgeschwächt. Die Verabreichung von Nifedipin in Kombination mit Rifampicin ist daher kontraindiziert (vergleiche Abschnitt «Kontraindikationen»).
  • +Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin und folgenden Wirkstoffen, die als Inhibitoren des Cytochrom P4503A4-Systems bekannt sind, kann eine Erhöhung der Plasmakonzentration und damit eine Wirkungsverstärkung von Nifedipin nicht ausgeschlossen werden. Bei gleichzeitiger Gabe einer dieser Präparate zusammen mit Nifedipin sollte der Blutdruck überwacht und, falls notwendig, eine Dosisreduktion von Nifedipin erwogen werden (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»):
  • +Protease-Inhibitoren wie z.B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Saquinavir,
  • +Antimykotika vom Azol-Typ wie z.B. Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol,
  • -Protease-Inhibitoren wie z.B. Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir, Ritonavir oder Saquinavir,
  • -Antimykotika wie z.B. Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol.
  • -Nifedipin vermindert die Ausscheidung von Vincristin, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können. Eine Dosisverminderung von Vincristin sollte daher in Betracht gezogen werden.
  • -Bei gleichzeitiger Gabe von Cephalosporinn und Nifedipin wurden erhöhte Cephalosporin-Plasmaspiegel beobachtet.
  • +Quinupristin/Dalfopristin,
  • +Valproinsäure,
  • +Cimetidin,
  • +Cisaprid.
  • +Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenytoin und Nifedipin wird die Bioverfügbarkeit von Nifedipin vermindert und so seine Wirksamkeit geschwächt. Wenn beide Präparate gleichzeitig angewendet werden, sollte die klinische Reaktion auf Nifedipin beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Nifedipin-Dosis erwogen werden. Eine Dosisanpassung nach Beendigung der Phenytoin-Therapie kann erforderlich sein.
  • +Nach Erfahrungen mit dem Calciumantagonisten Nimodipin kann nicht ausgeschlossen werden, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder Phenobarbital aufgrund deren enzyminduzierender Wirkung zu verringerten Plasmakonzentrationen und damit zu einer abgeschwächten Wirkung von Nifedipin führen kann.
  • +Diltiazem vermindert die Nifedipin-Clearance. Die Kombination beider Substanzen sollte mit Vorsicht verabreicht und eine Verminderung der Nifedipin-Dosis kann in Betracht gezogen werden.
  • +Substanzen, welche durch Nifedipin beeinflusst werden können
  • +Der blutdrucksenkende Effekt von Nifedipin kann durch die gleichzeitige Gabe weiterer Antihypertonika sowie durch trizyklische Antidepressiva verstärkt werden.
  • +Wenn Nifedipin gleichzeitig mit Beta-Rezeptoren-Blockern verabreicht wird, sollte der Patient sorgfältig überwacht werden, da es zu einer stärkeren Blutdrucksenkung kommen kann. Gelegentlich wurde über die Ausbildung oder die Verschlechterung einer Herzinsuffizienz berichtet. Nach Absetzen von Betablockern kam es gelegentlich durch Nifedipin zu einer Verschlimmerung der Angina pectoris-Symptomatik, die durch den plötzlichen Entzug des Betablockers bedingt war. Daher wird von einem abrupten Übergang von Betablockern auf Nifedipin abgeraten.
  • +Nifedipin kann eine Erhöhung der Plasmaspiegel von Digoxin und Theophyllin bewirken, so dass die Kontrolle letzterer empfohlen wird.
  • +Bei gleichzeitiger Behandlung mit Chinidin wurden erniedrigte Chinidin-Plasmaspiegel bzw. nach Absetzen von Nifedipin ein deutlicher Anstieg des Chinidin-Plasmaspiegels beobachtet. Wenn daher Nifedipin zusätzlich verabreicht oder abgesetzt wird, wird die Kontrolle des Chinidinspiegels, und falls erforderlich, eine Anpassung der Chinidindosis empfohlen.
  • +Nifedipin vermindert die Ausscheidung von Vincristin, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können. Eine Dosisverminderung von Vincristin sollte daher in Betracht gezogen werden.
  • +Bei gleichzeitiger Gabe von Cephalosporinen und Nifedipin wurden erhöhte Cephalosporin-Plasmaspiegel beobachtet.
  • +Interaktionen mit Lebensmitteln
  • +Grapefruitsaft hemmt den oxidativen Abbau von Nifedipin, so dass bei Einnahme mit Grapefruitsaft erhöhte Nifedipinspiegel auftreten können. Als Folge kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt sein. Bei regelmässigem Konsum von Grapefruitsaft kann dieser Effekt bis zu drei Tagen nach der letzten Einnahme andauern. Nifedipin Sandoz CR 40 soll daher nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden.
  • +Andere Interaktionen
  • +Bei Kombination mit Nitraten verstärken sich die Wirkungen auf Blutdruck und Herzfrequenz.
  • +Nifedipin sollte nicht in Kombination mit Magnesiumsulfat i.v. verabreicht werden, da es zu einer neuromuskulären Blockade kommen kann (s. auch Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).
  • +Da Nifedipin eine Gingivahyperplasie bewirken kann, ist es ratsam, Patienten, die während einer Ciclosporin-Therapie eine Gingivahypertrophie entwickeln, Nifedipin nicht zu verabreichen.
  • +Substanzen, welche keinen Einfluss auf Nifedipin gezeigt haben
  • +
  • -Benazepril, Candesartan, Cilexetil, Debrisoquin, Doxazosin, Irbesartan, Triamteren/Hydrochlorothiazid, Talinolol,
  • -Ajmalin,
  • -Aspirin,
  • -Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin,
  • -Orlistat,
  • -Rosiglitazone.
  • +·Benazepril, Candesartan Cilexetil, Debrisoquin, Doxazosin, Irbesartan, Triamteren/Hydrochlorothaizid, Talinolol
  • +·Ajmalin
  • +·Aspirin
  • +·Omeprazol, Pantoprazol, Ranitidin
  • +·Orlistat
  • +·Rosiglitazone.
  • -Es gibt Hinweise auf foetale Risiken, basierend auf Erfahrungen bei Tieren, wobei die Risiken die möglichen positiven therapeutischen Effekte bei weitem übersteigen.
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 ist kontraindiziert für schwangere Frauen oder für Frauen, die schwanger werden könnten.
  • -Nifedipin geht in die Muttermilch über.
  • -Ob eine medikamentenbedingte (pharmakologische) Wirkung beim Säugling auftreten kann, ist bisher nicht bekannt; dennoch wird empfohlen, aus Vorsichtsgründen abzustillen.
  • +Schwangerschaft
  • +Es existieren keine kontrollierten Humanstudien während der Schwangerschaft. Tierstudien haben bei Föten Missbildungen induziert. Aus den vorliegenden klinischen Daten lässt sich kein spezifisches pränatales Risiko ableiten. Zwar wurde über eine Zunahme von Fällen von perinataler Asphyxie, Entbindungen per Kaiserschnitt, Frühgeburten oder verlangsamtem Wachstum des Fötus in Zusammenhang mit Nifedipin berichtet. Es ist aber unklar, ob diese Effekte auf eine vorbestehende Grunderkrankung bzw. ihrer Behandlung zurückzuführen sind oder substanzspezifisch für Nifedipin sind.
  • +Die vorliegenden Daten reichen nicht aus, um eine unerwünschte Wirkung auf das un- bzw. neugeborene Kind auszuschliessen.
  • +Nifedipin Sandoz CR 40, Tabletten dürfen deshalb
  • +·während der ersten 20 Wochen der Schwangerschaft nicht angewendet werden,
  • +·ab der 20. Schwangerschaftswoche dann angewendet werden, wenn es klar notwendig ist, d.h., nach sorgfältiger Abwägung des individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnisses, falls andere Therapieoptionen entweder nicht indiziert sind oder versagt haben (siehe Rubrik «Kontraindikationen»).
  • +Im Falle einer Anwendung von Nifedipin während der Schwangerschaft ist eine Überwachung des Blutdruckes unerlässlich, da eine übermässige Reduktion des Blutdrucks unerwünschte Folgen für Mutter und Fötus haben könnte. Dies gilt in besonderem Masse bei gleichzeitiger Gabe von Magnesiumsulphat (siehe auch Rubrik «Interaktionen»).
  • +Stillperiode
  • +Nifedipin geht in die Muttermilch über. Ob eine medikamentbedingte (pharmakologische) Wirkung beim Säugling auftreten kann, ist bisher nicht bekannt. Aus diesem Grunde darf Nifedipin Sandoz CR 40 bei stillenden Müttern nicht eingesetzt werden (siehe Rubrik «Kontraindikationen»).
  • -Im Zusammenhang mit unerwünschten Wirkungen können eine vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmungen und Tremor sowie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Müdigkeit auftreten. Diese unerwünschten Wirkungen können das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass sie einen mässigen bis ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, haben können. In verstärktem Masse gilt dies im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • +Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Masse bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhungen, Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • -Unerwünschte Ereignisse sind gemäss Organklassen aufgelistet:
  • -Einschätzungen der Häufigkeiten: sehr häufig: >10%, häufig 1–10%, gelegentlich: 0,1–1%, selten: 0,01–0,1%, sehr selten: <0,01%.
  • -Erkrankung des Blutes und des Lymphsystems
  • -Selten: Anämie, Leukopenie, Thrombopenie, thrombozytopenische Purpura, Purpura.
  • -Sehr selten: Agranulozytose.
  • -
  • +Folgende unerwünschte Wirkungen wurden nach Gabe von Nifedipin bei Patienten in placebo-kontrollierten Doppelblindstudien (Stand per 22. Februar 2006: 2661 Patienten unter Nifedipin und 1486 unter Placebo sowie die Patienten der ACTION-Studie: 3825 unter Nifedipin und 3840 unter Placebo) beobachtet. Bei den «häufigen» unerwünschten Wirkungen lag die Häufigkeit stets unter 3%, mit Ausnahme von Ödemen (9,9%) und Kopfschmerzen (3,9%).
  • +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
  • +Selten (0,01–0,1%): Anaemia.
  • +
  • -Selten: Allergische Reaktionen (Fieber, Schwellung des Kehlkopfes, Krampfzustand der Bronchialmuskulatur bis hin zu lebensbedrohlicher Atemnot).
  • -Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen.
  • -Endokrine Störungen
  • -Selten: In seltenen Fällen wurde eine vorübergehende Erhöhung des Blutzuckers im Serum (Hyperglykämie) beobachtet. Dies sollte vor allem bei Patienten mit Diabetes mellitus beachtet werden. Nifedipin hat keinen diabetogenen Effekt.
  • -Bei älteren Patienten kann in seltenen Fällen unter einer Langzeittherapie eine Vergrösserung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) auftreten, die sich bisher in allen Fällen nach Absetzen des Arzneimittels vollständig zurückgebildet hat.
  • -Sehr selten: Gewichtsverlust.
  • -Nervensystem
  • -Sehr häufig: Kopfdruck.
  • -Häufig: Benommenheit.
  • -Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie, Tremor, Nervosität, Schlafstörungen, Somnolenz, Hypästhasie.
  • -Augen
  • -Selten: Eine vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung, Augenschmerzen.
  • -Herz und Kreislauf
  • -Häufig: Palpitationen.
  • -Gelegentlich: Hypotonie, Tachykardie, Angina pectoris- Anfälle bzw. Zunahme der Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle bei Patienten mit vorbestehender Angina pectoris (insbesondere zu Beginn der Behandlung).
  • -Sehr selten: Herzinfarkt.
  • -Ca. 15–30 Minuten nach Einnahme von Nifedipin Sandoz CR 40 können Schmerzen im Brustbereich auftreten (verursacht durch eine als Folge von Hypotension oder Steal-Effekt bedingte Myokardischämie).
  • -Ebenso kann es bei Risikopatienten mit hypertensiver Krise zu einer Hypotonie kommen. Daher soll bei dieser Patientengruppe die Therapie zunächst mit 5 mg Nifedipin unter strenger ärztlicher Überwachung begonnen werden.
  • -Vaskuläre Störungen
  • -Sehr häufig: Bei höherer Dosierung Flüssigkeitsansammlungen in den Unterschenkeln (Beinödeme), die auf eine Erweiterung der Gefässe zurückzuführen sind.
  • -Selten: Epistaxis.
  • -Gastrointestinale Störungen
  • -Häufig: Übelkeit, Obstipation.
  • -Gelegentlich: Unterleibsschmerzen, Diarrhoe, trockener Mund, Dyspepsie, Erbrechen, Flatulenz.
  • -Sehr selten: Bezoar, Dysphagie, Speiseröhrenentzündung, intestinale Geschwüre, intestinale Obstruktion. In Einzelfällen wurde eine obstruktive Symptomatik bei Patienten beschrieben, die anamnestisch keine gastrointestinalen Störungen aufwiesen.
  • -Leber und Galle
  • -Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen (intrahepatische Cholestase, Transaminasenanstieg) unter einer oralen Nifedipin-Therapie, die nach Absetzen reversibel sind.
  • -Selten: Gelbsucht.
  • -Sehr selten: SGPT-Erhöhung, GOT-Erhöhung.
  • -Haut
  • -Häufig: Gesichtsröte (Flush) und Wärmegefühl, Juckreiz, Exantheme, Schwitzen.
  • -Gelegentlich: Gesichtsödem.
  • -Selten: Urtikaria, Photodermatitis, Hautausschläge (makulopauläre, pustulöse, vesicobullöse).
  • -Sehr selten: Exfoliative Dermatitis.
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Allergische Reaktionen, allergische Ödeme/Angioödeme (inklusive potenziell lebensbedrohliche Angioödeme im Kehlkopfbereich).
  • +Selten (0,01–0,1%): Pruritus, Urtikaria, Rash.
  • +Meldungen aus Marktbeobachtung: Anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen.
  • +Psychiatrische Störungen
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Angstzustände, Schlafstörungen.
  • +Erkrankungen des Nervensystems
  • +Häufig (1–10%): Kopfschmerzen.
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Nervosität, Schwindel, Migräne, Benommenheit, Tremor.
  • +Selten (0,01–0,1%): Parästhesie, Dysästhesie.
  • +Augenerkrankungen
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Sehstörungen.
  • +Herzerkrankungen
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Tachykardie, Palpitationen, Angina pectoris-Anfälle (bzw. Zunahme der Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle bei Patienten mit vorbestehender Angina pectoris insbesondere bei Beginn der Behandlung).
  • +Gefässerkrankungen
  • +Häufig (1–10%): Ödeme, Vasodilatation.
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Hypotonie, Synkope.
  • +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Brustschmerzen, Epistaxis, nasale Kongestion.
  • +Selten (0,01–0,1%): Retrosternale Schmerzen.
  • +Meldungen aus Marktbeobachtung: Dyspnoe.
  • +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
  • +Häufig (1–10%): Obstipation.
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Unterleibsschmerzen, Übelkeit, Dyspepsie, Flatulenz, Mundtrockenheit.
  • +Selten (0,01–0,1%): Gingivalhyperplasie.
  • +Meldungen aus Marktbeobachtung: bei Nifedipin CR Retardtabletten: Bezoar, Dysphagie, intestinale Obstruktion, intestinale Geschwüre, Erbrechen.
  • +Erkrankungen der Leber und Galle
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Transienter Anstieg der Leberenzymwerte.
  • +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Erythem.
  • -Gelegentlich: Krämpfe in den Beinen, Muskelkrämpfe, Myalgien, Arthralgien.
  • -Nieren- und Harnwege
  • -Gelegentlich: Eine Mehrausscheidung der täglichen Urinmenge, wie auch Nykturie. Vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion.
  • -Selten: Dysurie.
  • -Allgemeine Störungen
  • -Häufig: Müdigkeit.
  • -Gelegentlich: Unwohlsein, Schmerzen in den Armen.
  • -Selten: Fieber.
  • -Andere
  • -Selten: Gingiva-Hyperplasie (bildet sich nach Absetzen zurück).
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Muskelkrämpfe, Arthralgien.
  • +Erkrankungen der Niere und Harnwege
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Nykturie, Polyurie, Dysurie, vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion.
  • +Funktionsstörungen des Reproduktionsapparates und der Brust
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Erektile Dysfunktion.
  • +Allgemeine Erkrankungen
  • +Häufig (1–10%): Asthenie, Unwohlsein.
  • +Gelegentlich (0,1–1%): Unspezifische Schmerzen, Fieber.
  • -Als Folge einer akuten Überdosierung muss mit Kopfschmerzen, Blutdrucksenkung und, wie bei anderen gefässerweiternden Arzneimitteln, mit einer Verschlechterung der energetischen Situation in ischämiegefährdeten Myokardbezirken (Angina-pectoris-Anfall) gerechnet werden.
  • -Therapie
  • +Symptome
  • +Die akute Überdosierung kann gekennzeichnet sein durch: Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Blutdruckabfall, periphere Pulslosigkeit, tachykarde/bradykarde Herzrhythmusstörungen, Hyperglykämie, metabolische Azidose, Hypoxie, kardiogener Schock mit Lungenödem.
  • +Massnahmen
  • -Eine Haemodialyse ist nicht sinnvoll, da Nifedipin nicht dialysierbar ist, doch kann eine Plasmaphorese in Erwägung gezogen werden (hohe Proteinbindung, relativ kleines Verteilvolumen).
  • -Bradykardiale Herzrhythmusstörungen können symptomatisch mit Betasympathikomimetika behandelt werden, und bei lebensbedrohlichen bradykardialen Störungen kann ein zeitweiser Einsatz eines Herzschrittmachers erwogen werden.
  • -Die Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation wird mit Calcium (1–2 g Calciumgluconat intravenös), Dopamin (bis 25 mg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 mg je kg Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser Arzneimittel orientiert sich allein an der erzielten Wirkung. Der Serum-Calciumspiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. Die zusätzliche Flüssigkeits- oder Volumenzufuhr sollte wegen der drohenden kardialen Überlastung unter hämodynamischer Kontrolle zurückhaltend erfolgen.
  • +Eine Hämodialyse ist nicht sinnvoll, da Nifedipin nicht dialysierbar ist, doch kann eine Plasmapherese in Erwägung gezogen werden (hohe Proteinbindung, relativ kleines Verteilvolumen).
  • +Bradykarde Herzrhythmusstörungen können symptomatisch mit Betasympathomimetika behandelt werden, und bei lebensbedrohlichen bradykarden Störungen kann ein zeitweiser Einsatz eines Herzschrittmachers erwogen werden.
  • +Die Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation wird mit Calcium (1–2 g Calciumgluconat intravenös), Dopamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser Medikamente orientiert sich allein an der erzielten Wirkung. Der Serum-Calciumspiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht gehalten werden. Die zusätzliche Flüssigkeits- oder Volumenzufuhr sollte wegen der drohenden kardialen Überlastung unter hämodynamischer Kontrolle zurückhaltend erfolgen.
  • -Nifedipin hemmt den Calcium-Einstrom in die Herzmuskelzellen, in die glatten Muskelzellen der Koronararterien sowie in die peripheren Widerstandsgefässe. Nifedipin bewirkt eine erhebliche Verbesserung des Sauerstoffangebotes am Herzmuskel bei gleichzeitiger Senkung des Sauerstoffbedarfs. Es besitzt nachweisbare antianginöse Eigenschaften. Die Normalisierung des erhöhten Blutdruckes kommt durch eine Verminderung des peripheren Widerstandes (Erweiterung der Blutgefässe) zustande.
  • +Nifedipin, der Wirkstoff von Nifedipin Sandoz CR 40, ist ein Calciumantagonist vom 1,4-Dihydropyridin-Typ.
  • +Calciumantagonisten hemmen den Calciumionen-Einstrom durch den langsamen Calciumkanal in der Zelle. Nifedipin wirkt vor allem an den glatten Muskelzellen der Koronararterien und an den peripheren Widerstandsgefässen. Dieser Effekt hat eine Vasodilatation zur Folge. In therapeutischen Dosen hat Nifedipin praktisch keine direkte Wirkung auf das Myokard. Am Herzen erweitert Nifedipin vor allem die grossen Koronararterien durch Erniedrigung des Muskeltonus, wodurch die Durchblutung verbessert werden kann.
  • +Der periphere Widerstand wird gesenkt. Zu Beginn der Behandlung mit dem Calciumantagonisten kann es reflektorisch zu einer Zunahme der Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens kommen. Diese Zunahme ist jedoch nicht ausgeprägt genug, um die Vasodilatation zu kompensieren. Bei Langzeitbehandlung mit Nifedipin kehrt das anfangs erhöhte Herzminutenvolumen wieder auf den Ausgangswert zurück. Eine besonders deutliche Blutdruckabnahme nach Nifedipin ist beim Hypertoniker zu beobachten.
  • +Nifedipin hat folgende Eigenschaften:
  • +·Verbesserung des Sauerstoffangebots an den Herzmuskel bei gleichzeitiger Senkung des Sauerstoffbedarfs,
  • +·antianginöse Wirkung nach oraler Gabe,
  • +·Verminderung des peripheren Widerstandes aufgrund einer Erweiterung der Blutgefässe,
  • +·antihypertensive Wirkung nach oraler Gabe.
  • +Klinische Wirksamkeit
  • +In einer klinischen Studie mit 7665 Patienten mit stabiler Angina pectoris unter Standardtherapie wurde (doppelblind und randomisiert) über einen Beobachtungszeitraum von 5 Jahren der Effekt von Nifedipin CR (3825 Patienten) gegenüber Placebo (3840 Patienten) untersucht. Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit (Kombinierte Rate für Todesfälle aller Art, akuter Myokardinfarkt, refraktäre Angina, Herzversagen, Schlaganfall und periphere Revaskularisation) unterschied sich nicht zwischen Verum und Placebo. Hingegen konnte in einer vordefinierten Subgruppe von 3997 Angina-Patienten, welche zu Beginn an Bluthochdruck litten, gezeigt werden, dass die Behandlung mit Nifedipin CR zu einer signifikanten Reduktion des primären Endpunktes für Wirksamkeit um 13% (4,90 versus 5,61 pro 100 Patientenjahre at risk) im Vergleich zu Placebo führte. Im Hinblick auf die Sicherheit bestand hingegen kein Unterschied zwischen Nifedipin CR und Placebo.
  • +Ausserdem hatte Nifedipin CR einen positiven Effekt auf zwei von drei sekundären Endpunkten: Die kombinierte Rate (Tod, bedeutendes kardiovaskuläres Vorkommnis, Revaskularisierung und koronare Angiographie) war um 11% (9,32 versus 10,5 pro 100 Patientenjahre at risk) tiefer (P= 0,0012), was hauptsächlich auf die deutliche Reduktion von notwendigen koronaren Angiographien zurückzuführen ist.
  • +Der sekundäre Endpunkt «irgendein vaskuläres Ereignis» war um 9% (6,22 versus 6,85 pro 100 Patientenjahre at risk) tiefer (P= 0,027) als unter Placebo. Dies ist vor allem auf die deutliche Reduktion von notwendigen percutanen koronaren Eingriffen und Bypass Operationen zurückzuführen.
  • +Bezüglich dem dritten sekundären Endpunkt (bedeutendes Herz-Kreislauf-Vorkommnis) bestand kein Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen (P= 0,26).
  • -Nifedipin wird nach oraler Verabreichung schnell und nahezu vollständig resorbiert.
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 besitzt eine Wirksamkeitsdauer von über 24 Stunden. Die Freisetzung des Wirkstoffes aus der Matrixtablette ist nahezu linear und erfolgt daher mit einer konstanten Rate. Die relative Bioverfügbarkeit im Steady state unterscheidet sich nicht von derjenigen der retardierten Formen. Die maximale Plasmakonzentration beträgt 29,4 ± 12,0 ng/ml (× ± SD) und wird 7,4 ± 6,5 Stunden nach der jeweiligen Einnahme erreicht. Gleichzeitige Nahrungseinnahme führt zu rascherer und höherer maximaler Plasmakonzentration.
  • +Nifedipin wird nach oraler Verabreichung schnell und nahezu vollständig absorbiert.
  • +Nifedipin Sandoz CR 40 besitzt eine Wirksamkeitsdauer von über 24 Stunden. Die Freisetzung des Wirkstoffes aus der retard Tablette ist nahezu linear und erfolgt daher mit einer konstanten Rate. Die relative Bioverfügbarkeit im Steady state unterscheidet sich nicht von derjenigen der retardierten Formen. Die maximale Plasmakonzentration beträgt 29,4 ± 12,0 ng/ml (x ± SD) und wird 7,4 ± 6,5 Stunden nach der jeweiligen Einnahme erreicht. Gleichzeitige Nahrungseinnahme führt zu rascherer und höherer maximaler Plasmakonzentration.
  • -Nifedipin wird nahezu vollständig in unwirksame Metaboliten umgewandelt. Nifedipin wird über das Cytochrom P4503A4 System metabolisiert, das in der Mukosa des Dünndarms und in der Leber lokalisiert ist.
  • +Nifedipin wird nahezu vollständig in unwirksame Metaboliten umgewandelt. Nifedipin wird über das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert, das in der Mukosa des Dünndarms und in der Leber lokalisiert ist.
  • -Nifedipin bzw. seine Metaboliten werden zu 70–80% über die Nieren ausgeschieden. Während die Elimination von Nifedipin aus dem Blutplasma mit einer Halbwertszeit von ca. 2 Stunden erfolgt, konnte die Eliminationshalbwertszeit bei Nifedipin Sandoz CR 40 im Steady state auf einen Wert von 14,9 ± 6,0 Stunden verlängert werden.
  • +Nifedipin bzw. seine Metaboliten werden zu 70-80% über die Nieren ausgeschieden. Während die Elimination von Nifedipin aus dem Blutplasma mit einer Halbwertszeit von ca. 2 Stunden erfolgt, konnte die Eliminationshalbwertszeit bei Nifedipin Sandoz CR 40 im Steady state auf einen Wert von 14,9 ± 6,0 Stunden verlängert werden.
  • -In-vivo- und in-vitro-Untersuchungen zur Mutagenität verliefen durchwegs negativ, so dass eine mutagene Wirkung im Menschen hinreichend ausgeschlossen werden kann.
  • +In-vivo- und In-vitro-Untersuchungen zur Mutagenität verliefen durchweg negativ, so dass eine mutagene Wirkung im Menschen hinreichend ausgeschlossen werden kann.
  • -Der Wirkstoff der Nifedipin Sandoz CR 40 Tablette ist von einer Tablettenhülle umgeben, die nicht resorbiert wird. Aus dieser Hülle wird der für den Körper resorbierbare Wirkstoff nach und nach freigegeben. Sobald dieser Vorgang beendet ist, wird die leere Tablettenhülle mit dem Stuhl ausgeschieden.
  • +Der Wirkstoff der Nifedipin Sandoz CR 40, retard Tablette ist von einer Tablettenhülle umgeben, die nicht resorbiert wird. Aus dieser Hülle wird der für den Körper resorbierbare Wirkstoff nach und nach freigegeben. Sobald dieser Vorgang beendet ist, wird die leere Tablettenhülle mit dem Stuhl ausgeschieden.
  • -Die Matrixtabletten müssen in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) gelagert werden, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
  • +Die retard Tabletten müssen in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C) gelagert werden, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 Matrixtabl 30. (B)
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 Matrixtabl 50. (B)
  • -Nifedipin Sandoz CR 40 Matrixtabl 100. (B)
  • +Nifedipin Sandoz CR 40, Matrixtabletten 30. [B]
  • +Nifedipin Sandoz CR 40, Matrixtabletten 100. [B]
  • -Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch.
  • -Domizil
  • -Rotkreuz.
  • +Sandoz Pharmaceuticals AG,Risch; Domizil: Rotkreuz.
  • -Juni 2006.
  • +Januar 2011.
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