| 44 Änderungen an Fachinfo Pamidronat-Teva 15 mg |
-Ausgangswerte der Kalziumkonzentration im Serum (Gesamtkalzium = freies + eiweissbindendes Kalzium) Empfohlene Gesamtdosis
- +Ausgangswerte der Kalziumkonzentration im Serum (Gesamtkalzium = freies + eiweissbindendes Kalzium) Empfohlene Gesamtdosis
-Pamidronat-Teva darf nicht an schwangere Frauen abgegeben werden, ausser es handelt sich um eine lebensbedrohliche Hyperkalzämie (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).
- +Pamidronat-Teva darf nicht an schwangere Frauen abgegeben werden, ausser es handelt sich um eine lebensbedrohliche Hyperkalzämie.
-Vorwiegend bei Krebspatienten, die eine Behandlung mit Pamidronat oder anderen Bisphosphonaten erhielten, wurde von Fällen von Kieferosteonekrose berichtet. Viele dieser Patienten haben auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide bekommen. Viele zeigten Zeichen lokaler Infektionen einschliesslich Osteomyelitis.
- +Vorwiegend bei Krebspatienten, die eine Behandlung mit Pamidronat oder anderen Bisphosphonaten erhielten, wurde von Fällen von Kieferosteonekrose berichtet (s. «Unerwünschte Wirkungen»). Viele dieser Patienten haben auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide bekommen. Viele zeigten Zeichen lokaler Infektionen einschliesslich Osteomyelitis.
-Pamidronat-Teva darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Frauen im gebärfähigen Alter sollten während einer Therapie mit Pamidronat-Teva unbedingt verhüten.
-Es gibt keine eindeutigen Beweise für Teratogenität in Tierstudien (s. «Präklinische Daten»). Durch die pharmakologische Wirkung von Pamidronat auf die Kalzium-Homöostase besteht ein Risiko für den Foetus/Neugeborenen. Wird Pamidronat trächtigen Tieren verabreicht, kann es zu Störungen in der Knochenmineralisation kommen. Dabei sind vor allem Röhrenknochen betroffen, bei welchen es zu Winkelverdrehungen kommt.
-Das potentielle Risiko beim Menschen ist unbekannt. Deshalb sollte Pamidronat-Teva nur in Fällen von lebensbedrohlicher Hyperkalzämie an schwangere Frauen verabreicht werden.
- +Pamidronat-Teva darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Frauen im gebärfähigen Alter müssen während einer Therapie mit Pamidronat-Teva unbedingt eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
- +Es besteht möglicherweise ein Risiko für eine fötale Schädigung (z.B. Skelettanomalien), falls eine Frau nach Beendigung einer Bisphosphonattherapie schwanger wird. Der Einfluss der Dauer ab Ende der Bisphosphonattherapie bis zur Empfängnis, der Art des jeweils eingesetzten Bisphosphonats, des Verabreichungswegs (intravenös vs. oral) und der Gesamtdosis auf das Risiko wurde nicht nachgewiesen (s. «Präklinische Daten»).
- +Tierstudien haben embryo/fötotoxische Effekte aufgezeigt. Es wurden jedoch keine Hinweise auf direkte Teratogenität festgestellt (s. «Präklinische Daten»). Durch die pharmakologische Wirkung von Pamidronat auf die Kalzium-Homöostase besteht jedoch ein Risiko für den Fötus/Neugeborenen.
- +Da das potentielle Risiko beim Menschen unbekannt ist, darf Pamidronat-Teva nur in Fällen von lebensbedrohlicher Hyperkalzämie an schwangere Frauen verabreicht werden.
-Eine Studie an säugenden Ratten hat gezeigt, dass Pamidronat in die Muttermilch übertritt. Pamidronat hat eine schlechte orale Bioverfügbarkeit. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass Säuglinge, die gestillt werden Pamidronat gesamthaft absorbieren (s. «Pharmakokinetik»). Jedoch sollte das Stillen während der Therapie vermieden werden, da die Erfahrungen extrem gering sind und das Potential von Pamidronat auf die Knochenmineralisierung gross ist.
- +Eine Studie an säugenden Ratten hat gezeigt, dass Pamidronat in die Muttermilch übertritt. Pamidronat hat eine schlechte orale Bioverfügbarkeit. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass Säuglinge, die gestillt werden Pamidronat gesamthaft absorbieren (s. «Pharmakokinetik»). Jedoch sollte das Stillen während der Therapie vermieden werden, da die Erfahrungen extrem gering sind und das Potential von Pamidronat für eine Störung der Knochenmineralisierung gross ist.
-Es sind keine Daten zur Fruchtbarkeit vorhanden.
- +Es sind keine Informationen zu den Auswirkungen von Pamidronat-Teva auf die menschliche Fruchtbarkeit vorhanden. Bei Ratten wirkte sich oral verabreichtes Pamidronat nicht auf die allgemeine Fortpflanzungsfähigkeit aus (s. «Präklinische Daten»).
-Häufigkeit: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1'000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000).
- +Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen von klinischen Studien werden nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach Häufigkeit aufgelistet, wobei die häufigsten Wirkungen zuerst aufgeführt werden. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppierung werden die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet aufgeführt. Darüber hinaus basiert die jeweilige Häufigkeitskategorie der einzelnen unerwünschten Wirkungen auf folgender Konvention (CIOMS III): «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1'000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000) einschliesslich gemeldeter Einzelfälle.
-Häufig: Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Lymphozytopenie.
- +Häufig: Anämie, Thrombozytopenie, Leukopenie, Lymphopenie.
-Gelegentlich: allergische Reaktionen, inklusive anaphylaktoide Reaktionen, Bronchospasmus/Dyspnoe, Quincke-Ödem.
- +Gelegentlich: allergische Reaktionen, inklusive anaphylaktoide Reaktionen, Bronchospasmus, Dyspnoe, Quincke-Ödem (Angioödem).
-Gelegentlich: Krampfanfälle, motorische Unruhe, Schwindel, Lethargie.
-Sehr selten: Verwirrtheit, visuelle Halluzinationen.
- +Gelegentlich: Konvulsion, motorische Unruhe, Schwindel, Lethargie.
- +Sehr selten: Verwirrtheitszustand, visuelle Halluzinationen.
-Sehr selten: linksventrikuläre Herzinsuffizienz (Dyspnoe, Lungenödem), Stauungsinsuffizienz (Ödem) durch Hyperhydratation.
- +Sehr selten: linksventrikuläre Herzinsuffizienz (Dyspnoe, Lungenödem), dekompensierte Herzinsuffizienz (Ödem) durch Hyperhydratation.
-Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Abdominalschmerz, Diarrhoe, Obstipation, Gastritis.
- +Häufig: Übelkeit, Erbrechen, verminderter Appetit, Abdominalschmerz, Diarrhoe, Obstipation, Gastritis.
-Gelegentlich: Muskelkrämpfe.
- +Gelegentlich: Muskelspasmen.
-Sehr häufig: Fieber und grippeähnliche Symptome (ca. 9%), manchmal einhergehend mit Unwohlsein, Schüttelfrost, Müdigkeit und Hitzewallungen.
- +Sehr häufig: Fieber und grippeähnliche Erkrankung (ca. 9%), manchmal einhergehend mit Unwohlsein, Schüttelfrost, Müdigkeit und Hitzewallungen.
-Häufig: Anstieg des Serumkreatinins.
-Gelegentlich: Abnorme Leberfunktionswerte, Anstieg des Serumharnstoffs.
- +Häufig: Kreatin im Blut erhöht.
- +Gelegentlich: Leberfunktionstest anormal, Blutharnstoff erhöht.
-Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden nach der Anwendung von Pamidronat nach seiner Marktzulassung berichtet bzw. sind aus der Literatur bekannt. Da diese Berichte von einer Population ungewisser Grösse her stammen und undurchsichtigen Faktoren unterliegen, ist es nicht möglich ihre Häufigkeit vertrauenswürdig abzuschätzen oder einen kausalen Zusammenhang zur Arzneimitteleinnahme herzustellen.
- +Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen wurden aufgrund von Spontanberichten nach der Markteinführung von Pamidronat identifiziert bzw. sind aus der Literatur bekannt. Da diese Reaktionen freiwillig von einer Population ungewisser Grösse berichtet wurden ist es nicht möglich ihre Häufigkeit zuverlässig abzuschätzen oder einen kausalen Zusammenhang zur Arzneimitteleinnahme herzustellen.
- +Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind in MedDRA-Systemorganklassen gegliedert und innerhalb einer Klasse nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
- +Augenerkrankungen: Orbitalentzündung.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums: Akutes respiratorisches Distress - Syndrom (ARDS), interstitielle Lungenerkrankungen.
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebsund Knochenerkrankungen: starke Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen, Osteonekrose des Kiefers, Fälle von atypischen subtrochantären und diaphysären Femurfrakturen wurden unter Behandlung mit Bisphosphonaten gemeldet.
- +Kongenitale Erkrankungen der Nieren und Harnwege: tubuläre Nephropathien, tubulär-interstitielle Nephritiden und Glomerulo-Nephropathien.
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-Weiter wurden Fälle von Orbitalentzündung, Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS), interstitiellen Lungenerkrankungen, starken Muskel-, Gelenk- und Knochenschmerzen, tubulären Nephropathien, tubulär-interstitiellen Nephritiden und Glomerulo-Nephropathien berichtet.
-Fälle von atypischen subtrochantären und diaphysären Femurfrakturen wurden unter Behandlung mit Bisphosphonaten gemeldet.
-Zu Beginn einer Infusion steigen die Plasmakonzentrationen von Pamidronat rasch an und sinken rasch wieder ab, wenn die Infusion beendet wird. Die apparente Halbwertszeit im Plasma beträgt etwa 0,8 h. Mit Infusionen von mehr als etwa 2 bis 3 stündiger Dauer werden somit apparente Steady-State-Konzentrationen erreicht. Wenn Pamidronat in einer Dosierung von 60 mg innerhalb 1 h intravenös infundiert wird, werden maximale Plasmakonzentrationen von etwa 10 nmol/ml erreicht.
- +Zu Beginn einer Infusion steigen die Plasmakonzentrationen von Pamidronat rasch an und sinken rasch wieder ab, wenn die Infusion beendet wird. Die apparente Halbwertszeit im Plasma beträgt etwa 0,8 h. Mit Infusionen von mehr als etwa 2 bis 3 stündiger Dauer werden somit apparente Steady-State-Konzentrationen erreicht. Wenn Pamidronat in einer Dosierung von 60 mg innerhalb einer Stunde intravenös infundiert wird, werden maximale Plasmakonzentrationen von etwa 10 nmol/ml erreicht.
-Die Pharmakokinetik von Pamidronat wurde bei männlichen Krebspatienten mit Knochenmetastasen und normaler Leberfunktion (n=6) bzw. milder bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung (n=9) untersucht. Jedem Patienten wurde über 4 h eine Einzeldosis von 90 mg Pamidronat infundiert. Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung waren AUC und Cmax im Mittel höher (39,7% bzw. 28,6%), Pamidronat wurde aber dennoch schnell aus dem Plasma eliminiert. 12–36 h nach der Infusion war im Blut kein Wirkstoff mehr nachweisbar. Da Pamidronat-Teva monatlich appliziert wird, ist nicht mit einer Akkumulation zu rechnen.
- +Die Pharmakokinetik von Pamidronat wurde bei männlichen Krebspatienten mit Knochenmetastasen und normaler Leberfunktion (n=6) bzw. milder bis mittelschwerer Leberfunktionsstörung (n=9) untersucht. Jedem Patienten wurde über 4 h eine Einzeldosis von 90 mg Pamidronat infundiert. Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung waren AUC und Cmax im Mittel höher (39,7% bzw. 28,6%), Pamidronat wurde aber dennoch schnell aus dem Plasma eliminiert. 12–36 h nach der Infusion war im Blut kein Wirkstoff mehr nachweisbar.
- +Da Pamidronat-Teva monatlich appliziert wird, ist nicht mit einer Akkumulation zu rechnen.
- +Basierend auf konventionellen Studien zur Genotoxizität zum kanzerogenen Potential und zu den Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
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-Die Substanz ist nicht mutagen und scheint kein karzinogenes Potential aufzuweisen.
-Untersuchungen bei i.v-Bolus-Gabe an Ratten und Kaninchen zeigte, dass Pamidronat maternotoxische und embryo-foetotoxische Wirkungen hervorruft, wenn es während der Organogenese in 0,6 bis 8,3-facher der höchsten beim Menschen empfohlenen i.v.-Einzeldosis verabreicht wird.
-Da gezeigt wurde, dass Pamidronat bei Ratten die Plazentaschranke durchdringen kann, und bei Ratten und Kaninchen ausgeprägte maternale und nicht-teratogene embryo-foetale Wirkungen hervorgerufen hat, sollte es bei Frauen während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.
- +Pamidronat hatte bei oralen Dosen von bis zu 150 mg/kg/Tag keine unerwünschten Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit männlicher und weiblicher Ratten, obwohl ein verlängerter und abnormer Geburtsvorgang beobachtet wurde. Untersuchungen bei i.v-Bolus-Gabe an Ratten und Kaninchen zeigte, dass Pamidronat maternotoxische und embryo-foetotoxische Wirkungen hervorruft, wenn es während der Organogenese in 0,6 bis 8,3-facher der höchsten beim Menschen empfohlenen i.v.-Einzeldosis verabreicht wird.
- +Es wurde gezeigt, dass Pamidronat bei Ratten die Plazentaschranke durchdringen kann und die orale und intravenöse Gabe bei Ratten und Kaninchen ausgeprägte maternale und nicht-teratogene embryo-fötale Wirkungen, wie z.B. einen verzögerten Geburtsvorgang, der zu Dystokie führt, oder Skelettanomalien beim Fötus hervorgerufen hat. Unerwünschte maternale Wirkungen wurden möglicherweise durch eine arzneimittelinduzierte Hypokalzämie verursacht. Direkte teratogene Wirkungen wurden nicht beobachtet.
-Das Ausmass der Aufnahme von Bisphosphonat in den Knochen von Erwachsenen, und folglich die Menge, die für die Freisetzung zurück in den systemischen Kreislauf verfügbar ist, steht in direktem Zusammenhang zur gesamten Dosis und Anwendungsdauer einer Bisphosphonat-Behandlung. Bei lediglich sehr begrenzten verfügbaren Daten zum foetalen Risiko beim Menschen, verursachen Bisphosphonate foetale Schäden beim Tier, und Resultate aus Untersuchungen beim Tier weisen darauf hin, dass die Aufnahme von Bisphosponaten in den foetalen Knochen grösser ist als in den maternalen Knochen. Es besteht deshalb ein theoretisches Risiko für eine Foetotoxizität (z.B. Skelett- und andere Abnormalitäten), falls eine Frau nach Beendigung eines Behandlungszyklus mit Bisphosphonaten schwanger wird. Der Einfluss verschiedener Variablen wie Zeitdauer zwischen dem Behandlungsende mit Bisphosphonaten und der Empfängnis, die Besonderheit des eingesetzten Bisphosphonates und die Verabreichungsart (intravenös vs. oral) auf das Risiko wurde nicht geprüft.
- +Das Ausmass der Aufnahme von Bisphosphonat in den Knochen von Erwachsenen, und folglich die Menge, die für die Freisetzung zurück in den systemischen Kreislauf verfügbar ist, steht in direktem Zusammenhang zur gesamten Dosis und Anwendungsdauer einer Bisphosphonat-Behandlung. Bei lediglich sehr begrenzten verfügbaren Daten zum fötalen Risiko beim Menschen, verursachen Bisphosphonate foetale Schäden beim Tier, und Resultate aus Untersuchungen beim Tier weisen darauf hin, dass die Aufnahme von Bisphosponaten in den fötalen Knochen grösser ist als in den maternalen Knochen.
-58'855 (Swissmedic).
- +58855 (Swissmedic).
-September 2012.
-Interne Versionsnummer: 3.1
- +September 2015.
- +Interne Versionsnummer: 4.2
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