| 42 Änderungen an Fachinfo Sativex |
-Dickextrakt aus Cannabis sativa L., folium com flore, entsprechend 61-71% Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), Auszugsmittel: flüssiges Kohlenstoffdioxid.
- +Dickextrakt aus Cannabis sativa L., folium cum flore, entsprechend 61-71% Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), Auszugsmittel: flüssiges Kohlenstoffdioxid.
-Sativex wird angewendet zur Symptomverbesserung bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS), die nicht angemessen auf eine andere anti-spastische Arzneimitteltherapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik verbundenen Symptomen während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen.
- +Sativex wird angewendet zur Symptomverbesserung bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS), die nicht angemessen auf eine andere antispastische Arzneimitteltherapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik verbundenen Symptomen während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen.
-Sativex ist als Zusatzbehandlung zu der vom Patienten bereits angewendeten anti-spastischen Medikation vorgesehen.
- +Sativex ist als Zusatzbehandlung zu der vom Patienten bereits angewendeten antispastischen Medikation vorgesehen.
-Tag Anzahl der Sprühstösse am Morgen Anzahl der Sprühstösse am Abend Gesamtanzahl der Sprühstösse pro Tag
- +Tag Anzahl der Sprühstösse am Morgen Anzahl der Sprühstösse am Abend Gesamtanzahl der Sprühstösse pro Tag
-Vor Beginn der Behandlung sollte eine sorgfältige Abklärung des Schweregrades der mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptome und des Ansprechens auf andere antispastisch wirkende Arzneimittel erfolgen. Sativex ist nur bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik indiziert, welche auf andere anti-spastisch wirkende Arzneimittel nicht ausreichend angesprochen haben. Das Ansprechen des Patienten auf Sativex soll nach 4 Wochen Behandlung überprüft werden. Falls keine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptomen in dieser Initialphase festgestellt wird, sollte die Behandlung abgebrochen werden. In den klinischen Studien wurde dies als eine Mindestverbesserung von 20% von mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptomen auf einer vom Patienten mitgeteilten Bewertungsskala von 0-10 definiert (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Der Nutzen der Langzeitbehandlung sollte in regelmässigen Abständen neu bewertet werden.
- +Vor Beginn der Behandlung sollte eine sorgfältige Abklärung des Schweregrades der mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptome und des Ansprechens auf andere antispastisch wirkende Arzneimittel erfolgen. Sativex ist nur bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik indiziert, welche auf andere antispastisch wirkende Arzneimittel nicht ausreichend angesprochen haben. Das Ansprechen des Patienten auf Sativex soll nach 4 Wochen Behandlung überprüft werden. Falls keine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptomen in dieser Initialphase festgestellt wird, sollte die Behandlung abgebrochen werden. In den klinischen Studien wurde dies als eine Mindestverbesserung von 20% von mit der Spastik in Verbindung stehenden Symptomen auf einer vom Patienten mitgeteilten Bewertungsskala von 0-10 definiert (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Der Nutzen der Langzeitbehandlung sollte in regelmässigen Abständen neu bewertet werden.
-In einer in vitro Studie mit 1:1% (v/v) von pflanzlichen, arzneilich wirksamen Bestandteilen aus THC und CBD wurde keine relevante Induktion der Cytochrom P450-Enzyme festgestellt (untersucht an CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 in humanen Hepatozyten, bei Dosen bis zu 1 µM [314 ng/ml]).
- +In einer in vitro Studie mit 1:1% (v/v) von pflanzlichen, arzneilich wirksamen Bestandteilen aus THC und CBD wurde keine relevante Induktion der Cytochrom P450-Enzyme festgestellt (untersucht an CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19 und CYP3A4 in humanen Hepatozyten, bei Dosen bis zu 1 µM (314 ng/ml)).
-Obwohl keine erhöhte Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen bei Patienten festgestellt wurden, welche bereits mit anti-spastisch wirkenden Arzneimitteln behandelt werden, ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Sativex Vorsicht angebracht, da eine Reduktion des Muskeltonus und der Muskelkraft zu einem erhöhten Sturzrisiko führen kann.
- +Obwohl keine erhöhte Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen bei Patienten festgestellt wurden, welche bereits mit antispastisch wirkenden Arzneimitteln behandelt werden, ist bei der gleichzeitigen Anwendung von Sativex Vorsicht angebracht, da eine Reduktion des Muskeltonus und der Muskelkraft zu einem erhöhten Sturzrisiko führen kann.
-Infektionen und Infestationen
-Gelegentlich: Pharyngitis
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- +Gelegentlich: Pharyngitis.
-Häufig: Anorexia (inklusive verminderter Appetit), erhöhter Appetit
-Psychiatrische Störungen
-Häufig: Depressionen, Desorientierung, Dissoziation, euphorische Stimmung
-Gelegentlich: Halluzinationen (unbestimmt, auditiv, visuell), Sinnestäuschungen, Suizidgedanken, Wahnvorstellungen einschliesslich Paranoia
-Nervensystem
-Sehr häufig: Schwindelanfälle (25%)
-Häufig: Amnesie, Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Dysarthrie, Dysgeusie, Lethargie, Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit
-Gelegentlich: Synkopen
-Augenleiden
-Häufig: Verschwommenes Sehen
-Ohr und Innenohr
-Häufig: Vertigo
-Herz
-Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie
- +Häufig: Anorexia (inklusive verminderter Appetit), erhöhter Appetit.
- +Psychiatrische Erkrankungen
- +Häufig: Depressionen, Desorientierung, Dissoziation, euphorische Stimmung.
- +Gelegentlich: Halluzinationen (unbestimmt, auditiv, visuell), Sinnestäuschungen, Suizidgedanken, Wahnvorstellungen einschliesslich Paranoia.
- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Sehr häufig: Schwindelanfälle (25%).
- +Häufig: Amnesie, Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Dysarthrie, Dysgeusie, Lethargie, Gedächtnisstörungen, Schläfrigkeit.
- +Gelegentlich: Synkopen.
- +Augenerkrankungen
- +Häufig: Verschwommenes Sehen.
- +Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- +Häufig: Vertigo.
- +Herzerkrankungen
- +Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie.
-Gefässe
-Gelegentlich: Hypertonie
-Atmungsorgane
-Gelegentlich: Reizungen im Rachen
-Gastrointestinale Störungen
-Häufig: Verstopfung, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Glossodynie, Mundschleimhautaphten, Nausea, Unbehagen und Schmerzen in der Mundhöhle, Erbrechen
-Gelegentlich: Bauchschmerzen (Ober-), Mundschleimhautverfärbung, Mundschleimhautstörung, Exfoliation der Mundschleimhaut, Stomatitis, Zahnverfärbung
-Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
-Sehr häufig: Müdigkeit (12%)
-Häufig: Schmerzen an der Anwendungsstelle, Asthenie, Unbehagen, Trunkenheitsgefühl, Malaise
-Gelegentlich: Reizungen an der Anwendungsstelle
-Verletzungen, Vergiftungen und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
-Häufig: Sturz
- +Gefässerkrankungen
- +Gelegentlich: Hypertonie.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- +Gelegentlich: Reizungen im Rachen.
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Häufig: Verstopfung, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Glossodynie, Mundschleimhautaphten, Nausea, Unbehagen und Schmerzen in der Mundhöhle, Erbrechen.
- +Gelegentlich: Bauchschmerzen (Ober-), Mundschleimhautverfärbung, Mundschleimhautstörung, Exfoliation der Mundschleimhaut, Stomatitis, Zahnverfärbung.
- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- +Sehr häufig: Müdigkeit (12%).
- +Häufig: Schmerzen an der Anwendungsstelle, Asthenie, Unbehagen, Trunkenheitsgefühl, Malaise.
- +Gelegentlich: Reizungen an der Anwendungsstelle.
- +Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- +Häufig: Sturz.
-In einer ersten Placebo-kontrollierten Phase III-Studie (GWMS0106) über eine 6-wöchige Behandlungszeit war der Unterschied zu Placebo statistisch signifikant, jedoch war der Unterschied zwischen den Behandlungen von ca. 0,5 bis 0,6 Punkten auf der NRS von 0-10 Punkten von fragwürdiger klinischer Relevanz, denn als klinisch relevant war eine Differenz von 0,75 Punkten vordefiniert worden. In einer Responder-Analyse, in welcher als Kriterium eine mehr als 30-prozentige Reduktion des NRS-Wertes verwendet wurde, sprachen 40% der Sativex-Patienten und 22% der Placebo-Patienten auf die Behandlung an.
- +In einer ersten Placebokontrollierten Phase III-Studie (GWMS0106) über eine 6-wöchige Behandlungszeit war der Unterschied zu Placebo statistisch signifikant, jedoch war der Unterschied zwischen den Behandlungen von ca. 0,5 bis 0,6 Punkten auf der NRS von 0-10 Punkten von fragwürdiger klinischer Relevanz. In einer Responder-Analyse, in welcher als Kriterium eine mehr als 30-prozentige Reduktion des NRS-Wertes verwendet wurde, sprachen 40% der Sativex-Patienten und 22% der Placebo-Patienten auf die Behandlung an.
-Während der doppelblinden Phase blieben im primären Endpunkt die durchschnittlichen NRS-Werte der mit Sativex behandelten Patienten stabil (durchschnittliche Veränderung ab Randomisierung des NRS-Wertes -0,19), wogegen die durchschnittlichen NRS-Werte der Patienten, die zu Placebo wechselten, sich wieder zum Zustand vor der Behandlung verschlechterten (durchschnittliche Veränderung des NRS-Wertes +0.64). Der Unterschied (angepasst für mittlere, Grund-NRS und Allgemeinzustand) zwischen den Behandlungsgruppen betrug 0,84 (95% CI -1,29, -0,40, p=0,0002).
- +Während der doppelblinden Phase blieben im primären Endpunkt die durchschnittlichen NRS-Werte der mit Sativex behandelten Patienten stabil, (durchschnittliche Veränderung ab Randomisierung des NRS-Wertes -0,19), wogegen die durchschnittlichen NRS-Werte der Patienten, die zu Placebo wechselten, sich wieder zum Zustand vor der Behandlung verschlechterten (durchschnittliche Veränderung des NRS-Wertes +0,64). Der Unterschied (angepasst für mittlere, Grund-NRS und Allgemeinzustand) zwischen den Behandlungsgruppen betrug 0,84 (95% CI -1,29, -0,40, p=0,0002).
-Sativex -0,1; Placebo +1,8; Angepasster Unterschied -1,75 (95% CI -3,80, 0,30)
- +Sativex -0,1; Placebo +1,8; Angepasster Unterschied -1,75 (95% CI -3,80, 0,30).
-Sativex -0,05; Placebo +2,41; Angepasster Unterschied -2,53 (95% CI -4,27, -0,79)
- +Sativex -0,05; Placebo +2,41; Angepasster Unterschied -2,53 (95% CI -4,27, -0,79).
-Sativex -0,25; Placebo +0,59; Angepasster Unterschied -0,88 (95% CI -1,25, -0,51)
- +Sativex -0,25; Placebo +0,59; Angepasster Unterschied -0,88 (95% CI -1,25, -0,51).
-Sativex -2,3; Placebo +2,0; Angepasster Unterschied -3,34 (95% CI -6,96, 0,26)
- +Sativex -2,3; Placebo +2,0; Angepasster Unterschied -3,34 (95% CI -6,96, 0,26).
-Quotenverhältnis für die Verbesserung: 2,04
- +Quotenverhältnis für die Verbesserung: 2,04.
-Die Hauptbestandteile des Cannabisextrakts, THC und CBD, werden in der Leber metabolisiert. Zusätzlich durchläuft ein Teil des THC einen hepatischen First-Pass-Metabolisums zu 11-OH-THC, dem Hauptstoffwechselprodukt von THC, und CBD auf ähnliche Weise zu 7-OH-CBD. Das menschliche hepatische P450-2C9-Isoenzym katalysiert die Bildung des Hauptstoffwechselprodukts 11-OH-THC, das dann weiter durch die Leber zu anderen Verbindungen, einschliesslich des am häufigsten vorhandenen Stoffwechselprodukts im menschlichen Plasma und Urin, 11-nor-carboxy-Δ9-THC (THC-COOH), verstoffwechselt wird. Die P450-3A-Unterfamilie katalysiert die Bildung von anderen hydroxylierten weniger wichtigen Stoffwechselprodukten. Der Bestandteil CBD wird extensiv metabolisiert und es wurden mehr als 33 Stoffwechselprodukte im Urin identifiziert.
- +Die Hauptbestandteile des Cannabisextrakts, THC und CBD, werden in der Leber metabolisiert. Zusätzlich durchläuft ein Teil des THC einen hepatischen First-Pass-Metabolismus zu 11-OH-THC, dem Hauptstoffwechselprodukt von THC, und CBD auf ähnliche Weise zu 7-OH-CBD. Das menschliche hepatische P450-2C9-Isoenzym katalysiert die Bildung des Hauptstoffwechselprodukts 11-OH-THC, das dann weiter durch die Leber zu anderen Verbindungen, einschliesslich des am häufigsten vorhandenen Stoffwechselprodukts im menschlichen Plasma und Urin, 11-nor-carboxy-Δ9-THC (THC-COOH), verstoffwechselt wird. Die P450-3A-Unterfamilie katalysiert die Bildung von anderen hydroxylierten weniger wichtigen Stoffwechselprodukten. Der Bestandteil CBD wird extensiv metabolisiert und es wurden mehr als 33 Stoffwechselprodukte im Urin identifiziert.
-In Studien zur systemischen Toxizität nach Mehrfachgabe einer Kombination von THCund CBD-Extrakten, wie in Sativex enthalten, wurden Effekte auf die männlichen und weiblichen Reproduktionsorgane in Nagern und Hund beobachtet (reduziertes Organgewicht von Hoden/Nebenhoden, Uterus und Ovarien; verlängerter Zyklus und beeinträchtigte Spermatogenese im Nager).
- +In Studien zur systemischen Toxizität nach Mehrfachgabe einer Kombination von THC- und CBD-Extrakten, wie in Sativex enthalten, wurden Effekte auf die männlichen und weiblichen Reproduktionsorgane in Nagern und Hund beobachtet (reduziertes Organgewicht von Hoden/Nebenhoden, Uterus und Ovarien; verlängerter Zyklus und beeinträchtigte Spermatogenese im Nager).
-Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Daum verwendet werden.
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
-Dezember 2012.
-ALM_FI_D_20150701
- +Dezember 2015.
- +ALM_FI_D_20151204
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