ch.oddb.org
 
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu Peritoneal-Dialyse-Lösungen I–XX «Bichsel»:Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG
Vollst. FachinformationDDDHeatmap anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Natrium, Magnesium, Calcium, Chloridum, Acetas, L-Lactas, Glucosum anhydricum, Aqua ad iniect.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Peritoneal-Dialyse-Lösung I
Natrium 130 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 99,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung II
Natrium 130 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 99,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung III
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung IV
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung V
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 25 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung VI
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, Acetas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung VII
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 42,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung VIII
Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol, Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung IX
Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol, Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 25 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung X
Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol, Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XI
Natrium 140 mmol, Magnesium 0,75 mmol, Calcium 1,8 mmol, Chloridum 100,1 mmol, L-Lactas 45 mmol, Glucosum anhydricum 42,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XII
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol, Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XIII
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol, Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XIV
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,25 mmol, Chloridum 103 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XV
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol, Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XVI
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol, Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XVII
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 1,5 mmol, Chloridum 103,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XVIII
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 15 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XIX
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 22,5 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.
Peritoneal-Dialyse-Lösung XX
Natrium 135 mmol, Magnesium 0,25 mmol, Calcium 2 mmol, Chloridum 104,5 mmol, L-Lactas 35 mmol, Glucosum anhydricum 40 g, Aqua ad iniect. q.s. ad solutionem pro 1000 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Die Peritonealdialyse ist bei akutem und chronischem Nierenversagen indiziert. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bestehen im Entzug überschüssiger Körperflüssigkeiten, in der Behandlung von Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und von Intoxikationen mit dialysierbaren Stoffen.

Dosierung/Anwendung

Die Peritonealdialyselösungen sind nur intraperitoneal einzusetzen. Der Dialysearzt legt die Einzelheiten der Dialysebehandlung fest. Die Dosierung und die Wahl der jeweiligen Lösung richten sich nach dem klinischen Zustand und der Konstitution des Patienten. Je nach Art der Anwendung für die intermittierende oder kontinuierliche Peritonealdialyse werden Flussraten, Verweildauer der Peritonealdialyselösung in der Bauchhöhle sowie die Frequenz des Dialysatwechsels vom behandelnden Arzt festgelegt.
Zur Vermeidung einer Dehydratation und einer Hypovolämie mit einhergehendem Proteinverlust sollte man sich bei der Wahl der Lösung an der Wasserbilanz orientieren und grundsätzlich Lösungen mit geringer Hyperosmolarität verwenden. Für den Entzug grösserer Flüssigkeitsmengen kommen die Lösungen mit höherer Glucosekonzentration zur Anwendung, wobei das Körpergewicht des Patienten als Orientierung dient.
Im Allgemeinen werden als Richtdosis 3–5mal täglich 1500–2000 ml empfohlen (entsprechend einem 3–5maligen Dialysatwechsel).
Zur Vermeidung von Beschwerden und von zu grossem Wärmeverlust des Patienten wird der Beutel nach dem Auspacken auf Körpertemperatur erwärmt.
Zur Vermeidung einer Infektion (bakterielle Peritonitis) ist ein streng aseptisches Arbeiten unerlässlich: Händedesinfektion, Desinfektion der Anschlussstücke (Verbindungsstelle Beutel-Besteck-Katheter) vor dem Zusammenfügen und nach dem Trennen, Schutz der Verbindungsstellen mit je einem Protektor.
Konfektion und Anwendung
Der Sterilbeutel wird mit oder ohne angeschlossenes Infusionsbesteck geliefert.
Der Beutel mit Besteck wird direkt an den Katheter angeschlossen. Der Beutel ohne Besteck wird vorher mit dem am Katheter montierten Besteck verbunden.
Medikamentöse Zusätze
Vor der Anwendung können beispielsweise Heparin, Antibiotika oder konzentrierte Zuckerlösung durch die Membrane in den Beutel eingespritzt werden. Es dürfen nur Zusätze bekannter Kompatibilität zugegeben werden. Auch hier ist ein aseptisches Arbeiten unerlässlich. Ausserdem muss für eine gute Durchmischung der Zusätze mit der Dialyselösung gesorgt werden.

Kontraindikationen

Krankheiten oder Zustände, die eine ausreichende Proteinernährung verunmöglichen, Unterernährung, schwere respiratorische Insuffizienz, vor kurzem durchgeführte Bauchoperationen, intraabdominale Verwachsungen und Fisteln. Hernia abdominalis, Ileus, Verbrennungen und Hautinfektionen im Bauchbereich.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zur Vermeidung von Komplikationen ist die Überwachung des Plasmaelektrolyt- und Wasserhaushaltes, der Blutproteine, der wasserlöslichen Vitamine und des Körpergewichts unerlässlich. Hochkonzentrierte Glucoselösungen können zu Dehydratation führen. Bei Auftreten einer Peritonitis mit Schmerzen, Fieber und Trübung des Dialysats sollte eine aggressive Antibiotikatherapie eingeleitet werden.

Interaktionen

Dialysierbare Substanzen können bei der Dialyse ausgeschwemmt werden. Eine Dosierungsanpassung kann unter Umständen erforderlich sein. Arzneimittel, welche über eine Beeinflussung des Elektrolythaushaltes ihre Wirkung entfalten (z.B. Diuretika) können in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden.
Bei Einnahme von Herzglykosiden sollte der Serumkaliumspiegel eng überwacht werden (zur Vermeidung von Herzrythmusstörungen und -stillstand).
Bei Diabetikern muss zusätzlich, zur Vermeidung von Hyperglykämie, die Insulindosis oder die Dosierung blutzuckersenkender Medikamente angepasst werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Eine Anwendungseinschränkung während der Stillzeit ist nicht zu bestimmen, da die Peritonealdialyselösungen keine pharmakologisch wirksame Substanzen enthalten.
Während der Schwangerschaft müssen die Risiken einer Peritonealdialyse-Behandlung sorgfältig abgewogen werden. Gegen Ende der Schwangerschaft ist das abdominale Volumen vermindert und kann somit die Behandlung in Frage stellen. Bei fortgeschrittener Schwangerschaft ist die Zugabe hypertonischer PD-Lösungen (PDL 4%, PDL 4,25%) absolut kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt. Es wird nicht erwartet, dass die Lösungen selber diese Aktivitäten beeinträchtigen. Das Grundleiden oder eine nicht adäquate Therapie können aber den Allgemeinzustand des Patienten wesentlich beeinflussen.

Unerwünschte Wirkungen

Mögliche Komplikationen sind: Peritonitis, Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushaltes, Hyper- und Hypotonie, Hyper- und Hypovolämie, Muskelkrämpfe, Bauchschmerzen, Blutungen, Ileus, Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Eiweissverluste, Verlust von Aminosäuren und wasserlöslichen Vitaminen, die einer adäquaten Substitution bedürfen.

Überdosierung

Bei zu schneller und intensiver Dialyse bestehen folgende Risiken: Dehydratation mit einhergehendem Verlust an wasserlöslichen Substanzen wie Proteine, Aminosäuren, Vitamine und daraus resultierender kardialer Dekompensation. Die Behandlung dieser Situation besteht in der Anpassung von Frequenz, Volumen, Kontaktzeit und Dialysedauer sowie in der strengen Überwachung aller wesentlichen klinischen Parameter.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC Code: B05DB
Mit Hilfe der Peritonealdialyse werden toxische Substanzen, Metaboliten sowie überschüssiges Wasser und Elektrolyte, welche normalerweise renal ausgeschieden werden, aus dem Blut entfernt. Dabei dient das Peritoneum als natürliche Austauschmembran. Ausser Lactat und Acetat, welche die Rolle des Bicarbonatprecursors spielen, sind die Ionenkonzentrationen in der Peritonealdialyselösung denen der physiologischen, extrazellulären Flüssigkeit ähnlich.
Durch den Zusatz von Glucose wird die Lösung, bezogen auf das Blut, hyperosmolar. Aufgrund dieses Gradienten wird dem Körper bei der Dialyse Wasser entzogen. Elektrolyte und harnpflichtige Substanzen, welche durch das Peritoneum in die Dialyseflüssigkeit diffundieren, werden beim Wechsel des Dialysats aus dem Organismus entfernt.
Die Peritonealdialyselösung ist pharmakologisch inaktiv. Glucose kann in unterschiedlichen Mengen resorbiert werden, abhängig von der Konzentration in der Dialyseflüssigkeit und vom Grad der Urämie.

Pharmakokinetik

Es liegen keine Daten vor.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Gewisse Arzneimittel-Zusätze können inkompatibel sein: vor Einsatz gleichzeitiger Medikamente muss die Kompatibilität geprüft werden. Eine Inkompatibilität wird oft durch Farbveränderungen bzw. die Bildung von Ausfällungen angezeigt.
Haltbarkeit
Verfalldatum beachten.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Zimmertemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahren.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Es dürfen nur klare Lösungen in unbeschädigten Beuteln verwendet werden. Restmengen sind zu vernichten.

Zulassungsnummer

33507 (Swissmedic).

Packungen

Peritoneal-Dialyse-Lösungen I-XX «Bichsel» Beutel 6 × 1000 ml, 5 × 1500 ml, 4 × 2000 ml, 4 × 2500 ml, 3 × 3000 ml (B).

Zulassungsinhaberin

Grosse Apotheke Dr. G. Bichsel AG, 3800 Interlaken.

Stand der Information

Februar 2006.

2019 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | FAQ | Anmeldung | Kontakt | Home