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Fachinformation zu Urodin®:Streuli Pharma AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nicht indiziert ist Urodin bei Harnwegsinfektionen, die mit Parenchymbeteiligung und/oder Bakteriämie einhergehen können (Pyelonephritis, akute Cystitis beim Mann), sowie bei Urethritis (die meist durch Gonokokken, Chlamydien und/oder Mykoplasmen bedingt ist) oder Prostatitis (nicht ausreichende Penetration von Urodin in das Prostatasekret).
Bei Anwendung von Urodin kann es zum Überwuchern mit nicht empfindlichen Keimen (insbesondere Pseudomonas) kommen. Beim Auftreten solcher Superinfektionen muss eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.
Vor der Verordnung sollte insbesondere auf eine intakte Nierenfunktion geachtet werden. Es sollten monatliche Blutbildkontrollen durchgeführt werden.
Urodin sollte nur verabreicht werden bei normaler Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance-Werte von über 60 ml/Min.) und wenn risikoärmere Antibiotika und Chemotherapeutika nicht einsetzbar sind.
Bei renalen Eliminationsstörungen ist grösste Vorsicht geboten, da ungenügende Elimination zur Kumulation führen kann, gleichzeitig aber die Wirkstoffkonzentration im Harn wesentlich eingeschränkt wird.
Bei einer Langzeittherapie ist die Lungenfunktion des Patienten regelmässig zu kontrollieren. Die frühzeitige Erkennung von Nitrofurantoin-induzierten Überempfindlichkeitsreaktionen der Lunge und gegebenenfalls sofortiges Absetzen der Nitrofurantoin-Behandlung sind wichtig, um die Progression zu schweren und potentiell irreversiblen Schäden zu vermeiden.
Vorsicht ist geboten bei Anämie, Diabetes mellitus, Elektrolytstörungen, motorischer Schwäche und Vitamin-B-Mangel, weil in diesen Fällen das Risiko einer peripheren Neuropathie erhöht ist. Urodin ist bei den ersten Anzeichen von Kribbeln oder Taubheit in den Extremitäten sofort abzusetzen.
Kontrollen des Blutbildes, der Nieren- und Leberfunktion wie auch neurologische Untersuchungen sind bei länger dauernder Therapie unbedingt durchzuführen.

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