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Fachinformation zu Urbanyl®:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Präklinische Daten

Genotoxizität und Kanzerogenität
Clobazam wirkt nicht genotoxisch und ist nicht zelltransformierend.
Bei Ratten wurde in der höchsten Dosisgruppe (100 mg/kg) eine signifikante Vermehrung von Follikelzelladenomen gefunden, die jedoch in anderen Spezies nicht auftrat und für den Menschen kaum relevant ist.
Reproduktionstoxizität
Bei einem Test mit der höchsten Dose wurden keine Störungen der Fertilität bei Ratten beobachtet. Diese Dosis war jedoch mit Plasma-Expositionen (AUC) für Clobazam und seinen wichtigsten aktiven Metaboliten, N-Desmethylclobazam, assoziiert, die unter der beim Menschen empfohlenen maximalen Humandosis von 80 mg/Tag lagen. Bei Mäusen haben Studien zur Entwicklungstoxizität, die den aktuellen Standards nicht entsprechen, widersprüchliche Ergebnisse bezüglich der Induktion der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geliefert.
In einer kürzlich veröffentlichten Studie, in der Clobazam während der gesamten Periode der Organogenese schwangeren Ratten oral verabreicht wurde, war die embryofötale Mortalität und die Inzidenz fötaler Skelettveränderungen bei allen Dosen erhöht. Die schwächste Dosis mit Auswirkung auf die Entwicklungstoxizität bei Ratten (150 mg/kg/Tag) war mit Plasmaexpositionen (AUC) für Clobazam und Desmethylclobazam assoziiert, die unter der beim Menschen empfohlenen maximalen Humandosis von 80 mg/Tag lagen.
Die orale Verabreichung von Clobazam an schwangere Kaninchen während der gesamten Periode der Organogenese ergab eine mütterliche und embryofötale Mortalität bei der höchsten Dosis, verminderte Gewichtszunahmen des fötalen Körpers, eine erhöhte Inzidenz fötaler Fehlbildungen und eine erhöhte Inzidenz fötaler Veränderungen, die bei niedrigeren Dosen auftraten. Der NOAEL (No Observed Adverse Effect Level) für die embryofötale Toxizität bei Kaninchen (10 mg/kg/Tag) war assoziiert mit Plasmaexpositionen für Clobazam und N-Desmethylclobazam, die unter der beim Menschen empfohlenen maximalen Humandosis von 80 mg/Tag lagen.
Die orale Verabreichung von Clobazam an Ratten während der Schwangerschaft und Laktationsphase führte zu einer erhöhten embryofötalen Mortalität, einer geringeren Überlebensrate der Nachkommen und einer Veränderung des Nachkommenverhaltens. Die niedrigste wirksame Dosis für die prä- und postnatale Entwicklung bei Ratten (50 mg/kg/Tag) war assoziiert mit Plasmaexpositionen für Clobazam und N-Desmethylclobazam, die unter der beim Menschen empfohlenen maximalen Humandosis von 80 mg/Tag lagen.
Insgesamt kann das Risiko für Menschen angesuchts dieser Studien nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

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