ÜberdosierungVitamin A
Überdosierungen durch grosse Mengen von Vitamin A sind bei Kindern bekannter als bei Erwachsenen.
Wenige Stunden nach der Einnahme von Vitamin A in einer Dosis von ca. 25’000 IE/kg treten folgende, typische Symptome auf:
Akute A-Hypervitaminose: Kopfschmerzen (vorwiegend im Okzipitalbereich), Mattigkeit, Schwindel, Erbrechen, Zeichen eines erhöhten Hirndrucks, der sich beim Säugling mit Vorwölbung der Fontanelle (Marie- Sée- Syndrom) äussert.
Chronische A-Hypervitaminose: allgemein: Müdigkeit, Trägheit, Übererregbarkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Anorexie, Nausea, Erbrechen; Blut: selten Hypoprothrombinämie, Epistaxis; Augen: Papillenödem, Diplopie; Haut und Schleimhäute: Schuppung, Pruritus, Haarausfall, Lippenrhagaden, Cheilosis; innere Organe: Leberschwellung, seltener Vergrösserung der Milz; Genitalorgane: selten Zyklusstörungen; Skelett: Schmerzen in den langen Röhrenknochen und Gelenken, Hyperostosis corticalis der langen Röhrenknochen (vorwiegend bei Kindern), vorzeitiger Epiphysenschluss.Vitamin D
Die Breite zwischen therapeutischen Dosen und Dosen, die eine Hyperkalzämie verursachen, ist sehr schmal.
Die Dosis eines Vitamin-D-Präparates, die es braucht, um eine Hypervitaminose zu verursachen, variiert individuell. Eine chronische, tägliche Einnahme von 1000 IE bei Kindern kann eine Hypervitaminose verursachen. Die Dosierung muss deshalb sorgfältig angepasst werden.Symptome der Vitamin-D-Hypervitaminose
Die Eltern sollen über die Gefahren und die Symptome einer Vitamin-D-Intoxikation informiert werden.
Die ersten Symptome einer Hyperkalzämie können Schwäche, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Mundtrockenheit, Metallgeschmack, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Obstipation, Durchfall, Schwindel, Ohrensausen, Ataxie, Exanthem, Hypotonie (bei Kleinkindern), Muskel- und Knochenschmerzen sowie Reizbarkeit sein. Als spätere und manchmal schwerwiegendere Folgen der Hyperkalzämie können auftreten: Rhinorrhö, Juckreiz, Nephrokalzinose, Nierenfunktionsstörungen (die eine Polyurie, Nykturie, Polydipsie, Hyposthenurie und Proteinurie nach sich ziehen), Wachstumsverzögerung bei Kindern, Gewichtsverlust, Anämie, verkalkende Konjunktivitis, Lichtscheu, metastatische Verkalkungen, Pankreatitis, eine generalisierte Gefässverkalkung sowie epileptiforme Anfälle. In seltenen Fällen kann es zu Bluthochdruck oder manifester Psychose kommen. Die Konzentrationen des Calciums, Phosphats und Albumins im Urin, des Harnstoff-Stickstoffs im Blut, des Serumcholesterins sowie von AST (SGOT) und ALT (SGPT) können erhöht sein. Die Serumkonzentration der alkalischen Phosphatase kann abnehmen. Störungen des Elektrolythaushalts im Serum können in Verbindung mit einer leichten Azidose zu Herzrhythmusstörungen führen.
|