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Fachinformation zu Antramups® 10/20/40 TablettenAntra® i.v. zur Injektion:AstraZeneca AG
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Omeprazolum ut Magnesii omeprazolum.
Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso.

Antra i.v. zur Injektion
Wirkstoff: Praeparatio cryodesiccata: Omeprazolum natricum corresp. Omeprazolum.
Hilfsstoff: Natrii hydroxidum.
Solvens: Macrogolum 400, Acidum citricum, Aqua ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Tablette Antramups enthält 10 mg, 20 mg resp. 40 mg Omeprazol.

Antra i.v. zur Injektion
1 Trockenampulle enthält: 40 mg Omeprazolum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, Refluxösophagitis und Zollinger-Ellison-Syndrom. Die Diagnose sollte wenn möglich endoskopisch belegt sein.
Langzeittherapie und Prophylaxe bei Patienten mit Reflux­ösophagitis, Rückfallprophylaxe des Ulcus duodeni bei therapieresistentem Helicobacter pylori.
Antramups 20 und Antramups 40 können auch als Rezidivprophylaxe bei Ulcus ventriculi verwendet werden.
Eradikation des Helicobacter pylori bei peptischem Ulcus bei gleichzeitiger Gabe von zwei Antibiotika.
Durch NSAR verursachte peptische Ulcera oder gastroduodenale Erosionen.
Symptomatischer gastroösophagealer Reflux (Dyspepsie, Sodbrennen, saures Aufstossen).

Für Antramups 10
Rezidivprophylaxe nach geheilter Refluxösophagitis.
Funktionelle säurebedingte Dyspepsie.

Für Kinder bis 12 Jahre
Refluxösophagitis.

Dosierung/Anwendung

Im Allgemeinen gilt folgende Dosierungsempfehlung:

Kinder bis 12 Jahre
Alter ≤5 Monate: Die Erfahrung in dieser Altersgruppe ist gering. Entsprechend muss die Indikation streng gestellt werden. Die Startdosis beträgt 0,5 mg/kg/Tag. Bei ungenügendem klinischen Ansprechen kann auf 1 mg/kg/Tag gesteigert werden.
Alter >5 Monate mit einem Körpergewicht <20 kg: 1 mg/kg/Tag. Bei ungenügendem Ansprechen kann auf 1,4 mg/kg/Tag gesteigert werden.
Kinder ≥20 kg Körpergewicht: 1× 20 mg täglich. Bei ungenügendem klinischen Ansprechen kann auf 1× 40 mg täglich gesteigert werden.
Die Therapiedauer beträgt 4 Wochen bis maximal 8 Wochen.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre
Ulcus duodeni: Im Regelfall 20 mg Antramups 1× täglich. Die Symptombefreiung tritt rasch ein, das Ulcus heilt normalerweise innerhalb von zwei Wochen ab. Reicht eine 2-wöchige Behandlungsperiode nicht aus, wird die Heilung meist innerhalb einer weiteren 2-wöchigen Therapie erreicht. Patienten mit einem Ulcus duodeni, die auf andere Behandlungsformen ungenügend ansprachen, sollten mit 40 mg Antramups 1× täglich therapiert werden. Mit dieser Dosierung wird in der Regel eine Heilung meist innerhalb von 4 Wochen erreicht.
Zur Rückfallprophylaxe bei Patienten mit einem Ulcus duodeni beträgt die empfohlene Dosis 20–40 mg Antramups 1× täglich.
Ulcus ventriculi, Refluxösophagitis: Im Regelfall 20 mg Antramups 1× täglich. Die Symptombefreiung tritt rasch ein und bei den meisten Patienten heilt das Ulcus innerhalb von vier Wochen ab. Reicht eine 4-wöchige Behandlungsperiode nicht aus, wird die Heilung meist innerhalb einer weiteren 4-wöchigen Therapie erreicht. Patienten mit einem Ulcus ventriculi oder Refluxösophagitis, die auf andere Behandlungsformen ungenügend ansprachen, sollten mit 40 mg Antramups 1× täglich therapiert werden. Mit dieser Dosierung wird eine Heilung meist innerhalb von acht Wochen erreicht.
Zur Rückfallprophylaxe bei Patienten mit einem Ulcus ventriculi beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Antramups 1× täglich. Wenn nötig kann die Dosis auf 40 mg Antramups 1× täglich erhöht werden.
Folgende Kurzzeit-Therapieschemen zur Eradikation des Helicobacter pylori bei peptischem Ulcus wurden in klinischen Studien geprüft:
2× täglich: 20 mg Antramups in Kombination mit Amoxicillin 1 g und Clarithromycin 500 mg;
Behandlungsdauer: 1 Woche;
oder
2× täglich: 20 mg Antramups in Kombination mit Clarithromycin 250 mg und Metronidazol 500 mg (oder Tinidazol 500 mg);
Behandlungsdauer: 1 Woche;
oder
40 mg Antramups 1x täglich in Kombination mit Amoxicillin 500 mg und Metronidazol 500 mg je 3× täglich;
Behandlungsdauer: 1 Woche.
Wenn der Patient nach einwöchiger Kurzzeit-Therapie immer noch Helicobacter-pylori-positiv ist, kann die Therapie nochmals wiederholt werden.
Um die Abheilung aktiver peptischer Ulcera sicherzustellen, beachten Sie bitte auch die Dosierungsempfehlungen für Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi.
Durch NSAR verursachte gastroduodenale Ulcera oder Erosionen: Bei Patienten mit oder ohne gleichzeitiger NSAR-Therapie beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Antramups 1× täglich. Die Symptombefreiung tritt rasch ein und die Heilung wird normalerweise innerhalb 4 Wochen erreicht. Reicht eine 4-wöchige Behandlungsperiode nicht aus, wird die Heilung meist innerhalb einer weiteren 4-wöchigen Therapie erreicht. Wenn nötig kann die Dosis auf 40 mg Antramups 1× täglich erhöht werden.
Zur Rückfallprophylaxe von durch NSAR verursachten peptischen Ulcera, gastroduodenalen Erosionen und dyspeptischen Symptomen beträgt die empfohlene Dosis 20 mg Antramups 1× täglich.
Symptomatischer gastroösophagealer Reflux: Die empfohlene Dosierung beträgt 20 mg Antramups 1× täglich. Die Symptombefreiung tritt rasch ein. Reicht eine 4-wöchige Behandlungsperiode mit Antramups 20 mg nicht aus, sollten weitere Untersuchungen vorgenommen werden.
Zollinger-Ellison-Syndrom: Die Dosierung sollte individuell angepasst werden. Die empfohlene Startdosis beträgt 60 mg Antramups 1× täglich. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie sie klinisch indiziert ist. Mehr als 90% der Patienten mit schwerster Form der Erkrankung, die eine unzureichende Reaktion auf andere Therapieformen zeigten, sind mit Dosen zwischen 20 mg und 120 mg täglich erfolgreich eingestellt worden. Werden mehr als 80 mg täglich benötigt, so sollte die Tagesdosis auf eine zweimalige Gabe verteilt werden.

Antramups 10, Tabletten
Zur Rezidivprophylaxe einer abgeheilten Refluxösophagitis beträgt die empfohlene Dosis 10 mg Antramups 1× täglich. Die klinischen Studien haben jedoch gezeigt, dass die Rezidivrate bei der Dosierung 10 mg Antramups 1× täglich höher ist als unter einer Standarddosierung. Wenn nötig kann die Dosis auf 20–40 mg Antramups 1× täglich erhöht werden.
Funktionelle säurebedingte Dyspepsie: Zur Behandlung der Symptome epigastrischer Schmerzen/Beschwerden mit oder ohne Sodbrennen beträgt die empfohlene Dosierung Antramups 10 mg 1× täglich. Tritt nach vier Wochen keine Symptomverminderung ein, sollten weitere Untersuchungen vorgenommen werden.

Art und Dauer der Anwendung
Antramups Tabletten sind am besten morgens unzerkaut mit einem halben Glas Wasser einzunehmen.
Für Patienten mit Schwierigkeiten beim Schlucken und für Kinder, die trinken oder halbfeste Nahrung schlucken können, kann die Tablette in kohlensäurefreiem Wasser oder in leicht sauren Getränken (z.B. Säfte, Joghurt oder Sauermilch) dispersiert und eingenommen werden. Eine solche Zubereitung soll sofort (innerhalb 30 Minuten) eingenommen werden. Das Glas mit einem halben Glas Wasser abspülen und leer trinken. Milch oder kohlensäurehältiges Wasser dürfen nicht verwendet werden. Die Tablette resp. die Micropellets dürfen weder zerkaut noch zerdrückt werden.

Antra i.v. zur Injektion 40 mg
Die orale Anwendung ist vorzuziehen. Wo dies nicht möglich ist, kann die intravenöse Injektion genutzt werden.Dabei ist zu berücksichtigen, dass vorübergehend deutlich höhere Plasmakonzentrationen erreicht werden. (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi und Refluxösophagitis: Wenn eine orale Medikation ungeeignet ist, z.B. bei schwerstkranken Patienten, wird die langsame intravenöse Injektion (während mind. 2½–5 Minuten) von 40 mg Antra i.v. zur Injektion 1× täglich empfohlen.
Durch diese Dosis wird eine unmittelbare Reduktion der intragastralen Azidität bewirkt, die im 24-Stunden-Intervall ungefähr 90% beträgt. Unter Umständen ist die Dosis auf 80–120 mg täglich zu erhöhen und in 2–3 Dosen zu verabreichen.
Zollinger-Ellison-Syndrom: Die Dosierung muss individuell eingestellt werden. Unter Umständen ist die Dosis auf 80–120 mg täglich zu erhöhen und in 2–3 Dosen zu verabreichen.

Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung nötig.
Die Bioverfügbarkeit und die Plasmahalbwertszeit von Omeprazol sind bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion erhöht.
Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung nötig.
Erfahrungen mit Antra i.v. zur Injektion über die Behandlung von Kindern liegen bisher zuwenig vor.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Omeprazol bzw. Magnesiumomeprazol oder einem anderen Inhaltsstoff.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Treten beunruhigende Anzeichen wie z.B. signifikanter unbeabsichtigter Gewichtsverlust, anhaltendes Erbrechen, Dysphagie, Hämatemesis oder Melaena auf und besteht Verdacht auf ein Magengeschwür, sollte vor der Behandlung dessen Bösartigkeit ausgeschlossen werden. Ohne vorherige Abklärung der Malignität, können durch eine Behandlung Symptome kaschiert und die Diagnose verzögert werden.
Da noch keine Erfahrungen vorliegen, darf Antra i.v. zur Injektion bei Kindern nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden.
Es wurde in isolierten Fällen über irreversible Sehstörun­gen bei kritisch kranken Patienten berichtet, die Omeprazol insbesondere in hohen Dosen intravenös injiziert bekommen haben. Eine Kausalbeziehung ist nicht nachgewiesen (vgl. Kapitel «Dosierung/Anwendung» und «Unerwünschte Wirkungen»).
Verminderte Azidität im Magen kann allgemein die intragastrische Bakterienzahl erhöhen. Eine Behandlung mit säurehemmenden Substanzen kann das Risiko einer gastrointestinalen Salmonellen- und/oder Campylobacterinfektion leicht erhöhen.
Die gleichzeitige Verabreichung von Omeprazol mit Arzneimitteln wie Atazanavir und Nelfinavir wird nicht empfohlen (siehe «Interaktionen»).

Interaktionen

Die Absorption von einigen Arzneimitteln kann durch die gesenkte intragastrische Azidität beeinflusst werden.
Die Aufnahme von Ketoconazol und Itraconazol werden während einer Behandlung mit Omeprazol, wie auch mit anderen Säurehemmern und Antazida, gesenkt. Die AUC und Cvon Itraconazol werden durch gleichzeitige Einnahme von Omeprazol signifikant um ca. 60% reduziert.
Mit gleichzeitig verabreichten Antazida wurden keine Interaktionen beobachtet. Es wurden ebenfalls keine Interaktionen mit Nahrungsmitteln beobachtet.
Da Omeprazol in der Leber durch das Cytochrom P450 2C19 metabolisiert wird, kann die Elimination von Diazepam, Phenytoin, Warfarin (R-Warfarin) und anderen Vitamin K Antagonisten, welche teils über dieses Enzym metabolisiert werden, verzögert sein. Es empfiehlt sich, die Plasmaspiegel bei Patienten, die Phenytoin einnehmen, zu überwachen und die Dosis erforderlichenfalls zu reduzieren. Die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol 20 mg täglich veränderte jedoch die Phenytoin-Plasmaspiegel bei Patienten unter kontnuierlicher Phenytoin-Therapie nicht. Bei Patienten, die Warfarin oder Vitamin K Antagonisten erhalten, wird eine Überwachung des INR-Wertes empfohlen und die Verringerung der Warfarin- (oder der Vitamin K Antagonisten) Dosis kann notwendig sein. Dies obwohl die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol 20 mg täglich die Koagulationszeit von kontinuierlich verabreichtem Warfarin nicht verändert.
Die Plasmakonzentrationen von Omeprazol und Clarithromycin sind bei gleichzeitiger Behandlung jedoch erhöht.
Interaktionen mit Metronidazol oder Amoxicillin wurden jedoch nicht festgestellt. Diese antimikrobiellen Substanzen werden zusammen mit Omeprazol zur H. pylori-Eradikation eingesetzt.
Wechselwirkungen zwischen Omeprazol und antiretroviralen Arzneimitteln wurden berichtet. Die klinische Bedeutung und die Mechanismen hinter diesen berichteten Interaktionen sind nicht immer bekannt. Ein erhöhter pH-Wert im Magen während einer Omeprazolbehandlung kann die Absorption des antiretroviralen Arzneimittels möglicherweise verändern. Andere mögliche Interaktionsmechanismen laufen über CYP2C19. Für einige antiretrovirale Arzneimittel wie Atazanavir und Nelfinavir wurde von verminderten Serumspiegeln berichtet, als sie gleichzeitig mit Omeprazol verabreicht worden waren. Daher ist diese gleichzeitige Arzneimitteltherapie nicht empfohlen. Die gleichzeitige Verabreichung von Omeprazol (40 mg, 1× täglich) mit Atazanavir 300 mg/Ritonavir 100 mg bei gesunden Probanden führte zu einer wesentlichen Reduktion der Atazanavir Exposition (Verminderung der AUC, Cund Cum ca. 75%). Die Erhöhung der Atazanavir Dosis auf 400 mg, kompensierte den Omeprazol-Einfluss auf die Atazanavir-Exposition nicht. Für andere antiretrovirale Arzneimittel wie Saquinavir wurde von erhöhten Serumspiegeln berichtet. Es gibt auch einige antiretrovirale Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Verabreichung mit Omeprazol einen unveränderten Serumspiegel aufwiesen.
Die gleichzeitige Verabreichung von Omeprazol und Tacrolimus kann die Serumkonzentrationen von Tacrolimus erhöhen.
Die gleichzeitige Verabreichung von Omeprazol und Vo­riconazol (ein CYP2C19- und CYP3A4-Hemmer) bewirkte mehr als eine Verdoppelung der Cund der AUC von Omeprazol. Eine Dosisanpassung von Omeprazol bei üblicher Dosierung ist jedoch nicht notwendig.
Resultate von verschiedenen Interaktions-Studien mit Omeprazol gegenüber anderen Arzneimitteln zeigen, dass Omeprazol in Dosen von 20–40 mg keinen Einfluss auf andere relevante Isoformen des Cytochroms P450 hat.
Omeprazol zeigte keine Interaktionen mit CYP1A2 (Koffein, Phenacetin, Theophyllin), CYP2C9 (S-Warfarin, Piroxicam, Diclofenac, Naproxen), CYP2D6 (Metoprolol, Propranolol), CYP2E1 (Ethanol), CYP3A (Cyclosporin, Lidocain, Chinidin, Estradiol, Erythromycin, Budesonid).

Schwangerschaft/Stillzeit

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Embryonen und Feten gezeigt. Für den Menschen liegen keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen vor, sodass bei der Anwendung während der Schwangerschaft Vorsicht geboten ist.
Omeprazol gelangt in geringen Mengen in die Muttermilch, die jedoch im Magen des Neugeborenen durch die Säure inaktiviert werden. Es ist daher unwahrscheinlich, dass die Einnahme von Antramups während der Stillzeit Auswirkungen auf den Säugling hat.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen können Antramups bzw. Antra i.v. zur Injektion die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden Häufigkeitsdefinitionen werden verwendet:
Häufig: >1/100, gelegentlich: >1/1000 und <1/100, selten: <1/1000.

Hämatologie
Selten: Thrombopenie, Leukopenie, Agranulozytose und Panzytopenie.

Endokrinologie
Selten: Gynäkomastie (Vergrösserung der männlichen Brustdrüse).

Zentrales und peripheres Nervensystem
Häufig: Kopfschmerzen.
Gelegentlich: Schwindel, Benommenheit, Parästhesie und Schlafstörungen.
Selten: Schleiersehen, reversible Verwirrtheitszustände, Unruhezustände, Aggression, Depressionen und Halluzinationen. Diese Nebenwirkungen wurden überwiegend bei schwerkranken Patienten festgestellt.
Es wurde in isolierten Fällen über irreversible Sehstörun­gen bei kritisch kranken Patienten berichtet, die Omeprazol insbesondere in hohen Dosen intravenös injiziert bekommen haben. Eine Kausalbeziehung ist nicht nachgewiesen.

Gastrointestinaltrakt
Häufig: Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Blähungen.
Selten: trockener Mund, Stomatitis und gastrointestinale Candidiasis.
Unter Therapie mit Omeprazol bzw. Magnesiumomeprazol treten therapiedauerabhängig polypöse Schleimhautverdickungen des Magens auf, die histologisch meist sogenannten «Drüsenkörperzysten» entsprechen. Sie sind gutartig und zum Teil reversibel. Ihre Bedeutung ist zurzeit unklar.

Leber
Gelegentlich: Anstieg der Leberenzyme.
Selten: Leberentzündung mit und ohne Gelbsucht, Leberversagen und bei Patienten mit präexistenten schweren Lebererkrankungen Encephalopathie.

Haut
Gelegentlich: Hautausschlag (Rash/Urticaria), Dermatitis und/oder Juckreiz.
Selten: gesteigerte Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und Haarausfall.

Skelettmuskulatur
Selten: Muskel- und Gelenkschmerzen und/oder Muskelschwächen.

Andere
Gelegentlich: Unwohlsein.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Angioödem, Temperaturanstieg, Verengung der Atemwege, interstitielle Nephritis und anaphylaktischer Schock. Vermehrtes Schwitzen, periphere Ödeme, Geschmacksveränderungen und Hyponatriämie.

Überdosierung

Es gibt nur wenige Berichte einer Überdosierung von Omeprazol. In der Literatur sind Überdosierungen mit Einzeldosen bis zu 560 mg beschrieben. Es sind Fälle mit Einzeldosen von bis zu 2400 mg Omeprazol bekannt, d.h. 120× mehr als die empfohlene Normaldosierung. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Abdominalschmerzen, Diarrhö und Kopfschmerzen wurden bei Überdosierungen mit Omeprazol beschrieben. In Einzelfällen wurde auch von Apathie, Depression und Verwirrung berichtet. Sämtliche Symptome, die im Zusammenhang mit einer Omeprazol-Überdosierung auftraten waren vorübergehend. Es wurden keine ernsten Vorkommnisse bei diesen Überdosierungen verzeichnet. Die Eliminiationsrate blieb bei erhöhten Dosen unverändert (first order kinetics) und erforderte keine spezielle Behandlung.
I.v. Einzeldosen bis zu 270 mg und i.v. Mehrfachdosen bis zu 650 mg über eine Dauer von 3 Tagen wurden in klinischen Studien ohne dosisbezogene Nebenwirkungen verabreicht.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A02BC01
Omeprazol ist ein spezifischer Inhibitor der Protonenpumpe der Parietalzelle. Es bewirkt eine reversible Hemmung der Magensäuresekretion mit einer 1× täglichen Dosierung. Omeprazol, eine racemische Mischung zweier aktiver Enantiomeren, reduziert die Magensäuresekretion über einen zielgerichteten Wirkmechanismus.

Wirkungsort und Wirkmechanismus
Omeprazol ist eine schwache Base und wird in der stark sauren Umgebung der intrazellulären Canaliculi der Parietalzelle konzentriert und in die aktive Form umgewandelt, wo es das Enzym H/K-ATPase – die Protonenpumpe – hemmt.
Diese Wirkung auf den terminalen Schritt der Säurebildung ist dosisabhängig und sorgt für die hochwirksame Hemmung sowohl der basalen als auch der stimulierten Säuresekretion, unabhängig von der Art des Stimulus.
Alle beobachteten pharmakodynamischen Effekte können durch die Wirkung von Omeprazol auf die Säuresekretion erklärt werden.

Wirkung auf die Magensäuresekretion
Orale Dosen von Antramups 1× täglich führen zu einer schnellen und wirksamen Hemmung der Säuresekretion sowohl am Tag als auch in der Nacht. Eine maximale Wirkung wird innerhalb von 4 Behandlungstagen erzielt.
Bei Patienten mit Ulcus duodeni kann innerhalb 24 Stunden im Durchschnitt eine 80%-Senkung der Magensäure erreicht werden. 24 Stunden nach der Verabreichung von Antramups beträgt die durchschnittliche Senkung des Säureproduktionspeak nach einer Pentagastrin-Stimulation ungefähr 70%.
Orale Dosen mit Antramups 20 mg erzielen bei Ulcus duodeni-Patienten einen intragastrischen pH ≥3, im Mittel während 17 von 24 Stunden.
Intravenös verabreichte Dosen von Antra hemmen die Säuresekretion dosisabhängig. Um sofort eine ähnliche Senkung der Magensäure wie nach wiederholter oraler Gabe von 20 mg Antramups zu erreichen, wird als Initialdosis 40 mg Antra i.v. zur Injektion empfohlen. Dadurch kann eine sofortige Hemmung der Magensäure und im Durchschnitt innerhalb von 24 Stunden eine 90%-Senkung erreicht werden.
Als Folge der verminderten Säuresekretion und intragastrischen Azidität reduziert und normalisiert Omeprazol dosisabhängig die Säureexpositionszeit des Ösophagus bei Patienten mit gastroösophagealer Refluxerkrankung.
Die Hemmung der Säuresekretion steht in enger Beziehung zur AUC von Omeprazol und nicht zur tatsächlichen Plasmakonzentration zu einer bestimmten Zeit.
Eine Tachyphylaxie während der Behandlung mit Omeprazol bzw. Magnesiumomeprazol tritt nicht auf.

Wirksamkeit gegenüber Helicobacter pylori
70–95% aller Patienten mit peptischem Ulcus, einschliesslich Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi, sind Helicobacter pylori infiziert. Der Helicobacter pylori ist bei solchen Patienten der Verursacher einer Gastritis und/oder eines Ulcus. Jüngste Daten lassen ausserdem auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Helicobacter pylori und Magenkarzinom schliessen.
Die Eradikation des Helicobacter pylori mit oralem Omeprazol zusammen mit Antibiotika führt zu einer schnellen Symptombefreiung, einer hohen Heilungsrate jeglicher Schleimhautläsionen sowie einer Langzeitremission der peptischen Ulcera. Komplikationen wie gastrointestinale Blutungen werden dadurch vermindert. Eine antisekretorische Langzeitbehandlung ist nicht erforderlich.
Verminderte Azidität im Magen kann allgemein die intragastrische Bakterienzahl erhöhen. Eine Behandlung mit säurehemmenden Substanzen kann das Risiko einer gastrointestinalen Salmonellen- und/oder Campylobacterinfektion leicht erhöhen.

Pharmakokinetik

Magnesiumomeprazol ist säureunbeständig und wird deshalb oral als magensaftresistente Micropellets in Antramups Tabletten verabreicht. Magnesiumomeprazol wird im Duodenum in Omeprazol umgewandelt. Omeprazol wird im Dünndarm üblicherweise innert 3–6 Stunden resorbiert. Die systemische Bioverfügbarkeit einer einzelnen oralen Dosis liegt bei ca. 35%, welche nach wiederholter täglicher Applikation auf 60% ansteigt. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme beeinflusst die Bioverfügbarkeit nicht.

Distribution
Die Plasmaproteinbindung von Omeprazol beträgt um die 95%. Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 0,3 l/kg bei gesunden Probanden. Ähnliche Werte wurden bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen gemessen. Bei älteren Patienten und bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist das Distributionsvolumen leicht vermindert.

Metabolismus
Omeprazol wird hauptsächlich in der Leber vollständig über das Cytochrom P450 Enzymsystem metabolisiert. Der grösste Teil der Metabolisierung wird über polymorphe, spezifische Isoformen des CYP2C19 (S-Mephenytoin Hydroxylase) metabolisiert. Diese sind für die Bildung von Hydroxyomeprazol, dem Hauptmetaboliten im Plasma, verantwortlich.
Da CYP2C19 durch Omeprazol kompetitiv gehemmt wird, besteht das Risiko einer metabolischen Interaktion zwischen Omeprazol und anderen Substanzen, die durch CYP2C19 metabolisiert werden (siehe auch Kapitel «Interaktionen»). Dieses Risiko ist bei CYP2C19 Langsam-Metabolisierern («Mephenytoin-Polymorphismus»; 3–5% der Kaukasier) erhöht.
Keiner der Metaboliten zeigt eine Wirkung auf die Säuresekretion.

Elimination
80% einer oral oder intravenös verabreichten Dosis wird als Metabolit über den Urin ausgeschieden, der Rest über Galle und Faeces.
Die Plasmaeliminationshalbwertszeit von Omeprazol ist gewöhnlich kürzer als eine Stunde und ändert sich nicht während einer Langzeitbehandlung.
Die durchschnittliche Halbwertszeit nach i.v. Verabreichung von Omeprazol beträgt ca. 60 Minuten. Die totale Plasmaclearance liegt zwischen 0,3–0,6 l/Min. Die Halbwertszeit verändert sich während der Behandlung nicht.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen
Die Pharmakokinetik bei Kindern (ab 12 Monaten) ist gemäss verfügbaren Daten innerhalb des empfohlenen Dosierungsbereichs vergleichbar mit derjenigen von Erwachsenen.

Eingeschränkte Nierenfunktion
Die systemische Bioverfügbarkeit wird bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht verändert.

Eingeschränkte Leberfunktion
Bei Patienten mit verminderter Leberfunktion ist die AUC erhöht, dies führt jedoch bei 1× täglicher Dosierung zu keiner Kumulation von Omeprazol.

Präklinische Daten

Gastrische ECL-Zell-Hyperplasie und Karzinoide wurden in Studien mit Omeprazol an über ihre gesamte Lebensdauer behandelten Ratten beobachtet. Verschiedene Studien lassen die Schlussfolgerung zu, dass es sich um eine Sekundärreaktion auf die massiv erhöhten Serumgastrinspiegel bei der Ratte handelt. ECL-Zell Karzinoide wurden weder in Studien bei Mäusen noch an Hunden beobachtet. Bei den Mutagenitätsuntersuchungen fanden sich keinerlei Hinweise auf mutagene Wirkungen, und es wurden auch keine Auswirkungen auf die Fertilität und die Entwicklung der Nachkommen beobachtet.

Sonstige Hinweise

Die Injektionslösung darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit
Den Behälter (mit fest eingebautem Trockenmittel im Verschluss) fest verschlossen halten um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen. Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Antra i.v. zur Injektion
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. Die Trockenampulle im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Antra i.v. zur Injektion bzw. Antramups darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Hinweise für die Handhabung
Eine gebrauchsfertige Injektionslösung wird hergestellt, indem die gefriergetrocknete Substanz in 10 ml des mitgelieferten Lösungsmittels aufgelöst wird (kein anderes Lösungsmittel verwenden). Eine Verfärbung der Lösung kann bei unkorrekter Handhabung auftreten. Die Stabilität von Omeprazol ist pH-abhängig und deshalb sollte 10 ml des mitgelieferten Lösungsmittels gebraucht werden um die Stabilität des gelösten Produktes gewährleisten zu können.

Zubereitung
Anmerkung: Punkt 1 bis 5 sollten in unmittelbarer Folge durchgeführt werden!
1) Mit einer sterilen Spritze das Lösungsmittel aus der Ampulle entnehmen.
2) 5 ml des Lösungsmittels langsam in die Ampulle mit dem gefriergetrockneten Omeprazol zugeben.
3) Soviel Luft wie möglich aus der Ampulle in die Spritze zurückziehen um den Überdruck zu reduzieren. Damit wird das Zugeben des restlichen Lösungsmittels erleichtert.
4) Das restliche Lösungsmittel zugeben und kontrollieren, dass die Spritze leer ist.
5) Durch Drehen und Schütteln sicherstellen, dass das gefriergetrocknete Omeprazol gelöst ist.
6) Die zubereitete i.v. Injektionslösung sollte unter 25 °C aufbewahrt werden und innerhalb von 4 Stunden nach der Zubereitung aufgebraucht sein. Aus mikrobioligischen Gründen ist die zubereitete Lösung unmittelbar nach der Rekonstitution zu verwenden.

Zulassungsnummer

48469, 54380 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6301 Zug.

Stand der Information

August 2009.

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