Dosierung/AnwendungÜbliche Dosierung
Infektion Alter Übliche Dosierung Behandlungsdauer
NEMATODEN (Rundwürmer)
Spulwürmer (Ascaris lumbricoides Erwachsene und 1-mal 400 mg entsprech einmalige Gabe
) Peitschenwürmer (Trichuris Kinder über 2 Jahre end 1 Kautablette
trichiura) Madenwürmer oder 10 ml Suspension
(Enterobius vermicularis)
Hakenwürmer (Ankylostoma
duodenale, Necator americanus)
Kinder zwischen 1 und 2 Jahren 1-mal 200 mg entspre einmalige Gabe
chend 5 ml Suspensio
n
Zwergfadenwürmer (Strongyloides Erwachsene und 1-mal täglich 400 mg 3 Tage *
stercoralis) Kinder über 2 Jahre entsprechend 1
Kautablette oder 10
ml Suspension
* Die 3tägige Behandlung betrifft nur Infestationen mit Strongyloides stercoralis.
(Hinweis: Die Dosierungsempfehlung gilt ausdrücklich nur für intestinalen Befall mit Strongyloides. Die Dosierung ist nicht geeignet für die Therapie immungeschwächter Patienten mit Organbefall.)
Infektion Alter Übliche Dosierung Behandlungsdauer
CESTODEN (Bandwürmer) *
Rinderbandwurm (Taenia Erwachsene und 1-mal täglich 400 mg 3 Tage
saginata) Schweinebandwurm Kinder über 2 Jahre entsprechend 1 Kautablette
(Taenia solium) oder 10 ml Suspension
Zwergbandwurm (Hymenolepis Erwachsene und 1-mal täglich 400 mg 3 Tage Wiederholung
nana) Kinder über 2 Jahre entsprechend 1 Kautablette nach 2-3 Wochen.
oder 10 ml Suspension
* (Hinweis: Obige Dosierungsempfehlung gilt nur bei Mehrfachparasitosen mit intestinalen Nematoden.)
Infektion Alter Übliche Dosierung Behandlungsdauer
TREMATODEN (Saugwürmer)
Leberegel (Clonorchis Erwachsene und 2-mal täglich 400 mg 3 Tage
sinensis, Opisthorchis Kinder über 2 Jahre entsprechend 2x 1
viverrini) Kautablette oder 2x 10 ml
Suspension
Infektion Alter Übliche Dosierung Behandlungsdauer
PROTOZOEN
Giardia lamblia Nur Kinder zwischen 2 1-mal täglich 400 mg 5 Tage
und 12 Jahren entsprechend 1 Kautablette
oder 10 ml Suspension
Infektion Körpergewicht des Übliche Dosierung Behandlungsdauer*
Patienten
Zystische Echinokokk >60 kg 800 mg in zwei Täglich für 28 Tage. Behandlung
ose* Dosen zu 400 mg für 28 Tage kann wiederholt
werden nach therapiefreiem
Zeitraum von 14 Tagen für
insgesamt drei Zyklen
<60 kg 10-15 mg/kg KG,
verabreicht in 2
gleichen Dosen
(Maximaldosis 800
mg/Tag)
-inoperable und Zur Behandlung von Leber-,
multiple Zysten Lungen- und Peritonealzysten
können bis zu drei 28-Tage-Zyklen
verabreicht werden.
-präoperativ Zwei 28-Tage-Zyklen sollten nach
Möglichkeit vor der Operation
durchgeführt werden. Wenn ein
chirurgischer Eingriff vor
Abschluss von zwei Zyklen
erforderlich ist, sollte Zentel
so lange wie möglich verabreicht
werden.
-postoperativ -nach In Fällen, in denen nur ein
perkutaner Zystendra kurzer präoperativer Behandlungszy
inage klus gegeben wurde (weniger als
14 Tage) und in Fällen, in denen
eine Notfalloperation
erforderlich ist, sollte Zentel
postoperativ über zwei 28-tägige
Zyklen, getrennt durch 14
medikamentenfreie Tage,
verabreicht werden. Darüber
hinaus sollte bei Zysten, die
sich nach einer präoperativen
Behandlung als lebensfähig
erwiesen haben oder bei denen ein
Verschleppen aufgetreten ist,
zwei vollständige Therapiezyklen
verabreicht werden.
Alveoläre Echinokokk >60 kg 800 mg, in zwei Täglich für 28 Tage. Behandlung
ose* Dosen zu 400 mg für 28 Tage kann wiederholt
werden nach therapiefreiem
Zeitraum von 14 Tagen.
Möglicherweise muss die
Behandlung für Monate oder Jahre
fortgesetzt werden. Eine
kontinuierliche Behandlung mit
der gleichen Dosis wurde über
längere Zeiträume durchgeführt.†.
<60 kg 10-15 mg/kg KG,
verabreicht in 2
gleichen Dosen
(Maximaldosis 800
mg/Tag)
† Alveoläre Echinokokkose: Die Behandlung erfolgt wie bei der zystischen Echinokokkose normalerweise in 28-Tages-Zyklen. Sie muss unter Umständen über Monate oder sogar Jahre fortgesetzt werden. Die Ergebnisse aktueller Nachuntersuchungen lassen vermuten, dass sich die Überlebenszeiten nach längerer Behandlung erheblich verbessern.
Es hat sich gezeigt, dass eine kontinuierliche Behandlung (ohne Therapiepause) bei einer begrenzten Anzahl von Patienten zu einer offenkundigen Heilung führt.
* Offizielle aktuelle Empfehlungen zur Behandlung von Echinococcosis sollten beachtet und die Albendazol-Plasmaspiegel sollten gemäss den Richtlinien überwacht werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Ältere Patienten
Die Erfahrung über die Anwendung bei Patienten über 65 Jahre ist beschränkt. Einzelberichte deuten darauf hin, dass keine Anpassung der Dosierung nötig ist. Zentel soll jedoch bei älteren Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion nur mit Vorsicht angewendet werden.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Da die Elimination von Albendazol und dem primären Metaboliten, Albendazol-Sulfoxid, nur vernachlässigbar über die Niere erfolgt, ist es unwahrscheinlich, dass die Elimination dieser Stoffe bei Patienten mit Niereninsuffizienz beeinträchtigt wird. Eine Anpassung der Dosierung ist nicht nötig, jedoch sollten Patienten mit Niereninsuffizienz zur Sicherheit überwacht werden.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Da Albendazol sehr schnell über die Leber in den primären, pharmakologisch wichtigsten Metaboliten, Albendazol-Sulfoxid, metabolisiert wird, wird erwartet, dass eine beeinträchtigte Leberfunktion einen signifikanten Effekt auf die Pharmakokinetik von Albendazol-Sulfoxid hat. Patienten mit abnormalen Leberwerten (erhöhte Transaminasen) vor der Behandlung mit Albendazol sollen zur Sicherheit überwacht werden. Eine Behandlung mit Albendazol soll abgebrochen werden, sobald sich die Leberenzymwerte weiter verschlechtern oder falls das Gesamtblutbild eine klinisch signifikante Reduktion von Blutzellen anzeigt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
Kinder und Jugendliche
Bislang gibt es bei Kindern unter 6 Jahren nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Albendazol in hohen Dosen, wie sie zur Behandlung von Echinokokkose eingesetzt werden; daher wird die Anwendung von Zentel zur Behandlung von Echinokokkose bei Kindern unter 6 Jahren nicht empfohlen.
Art der Anwendung
Die Kautabletten werden zerkaut, ganz geschluckt oder zerdrückt und mit der Nahrung vermischt eingenommen.
Die Suspension (schmeckt fruchtig) wird unverdünnt oder vermischt mit einem Getränk der Wahl eingenommen. Vor Gebrauch soll das Fläschchen gut geschüttelt werden.
Hinweis:
Zur besseren Wirkstoffaufnahme wird für die Zeit der Behandlung eine fetthaltige Kost empfohlen. Diese sollte möglichst fest sein und über 40 g Fett pro Mahlzeit enthalten.
Zusätzlich zur Therapie ist Fasten oder die Anwendung von Laxantien nicht erforderlich.
Einige Patienten haben unter Umständen Schwierigkeiten, die Kautablette als Ganzes zu schlucken. In diesen Fällen können die Kautabletten mit etwas Wasser zerkaut oder wahlweise zerdrückt werden. Bei Kleinkindern sollte die Behandlung mit der Suspension durchgeführt werden.
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