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Fachinformation zu Captosol® comp.:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Überdosierung

Es liegen keine Erfahrungen bei einer Captosol comp. Überdosierung vor. Die Behandlung sollte symptomatisch und unterstützend sein.
Als Vergiftungserscheinungen infolge Überdosierung können auftreten: Schock, Stupor, Nierenversagen, Schwindel, Übelkeit, Somnolenz, Hypovolämie, schwere Hypotonie und mit Herzrhythmusstörungen und Muskelspasmen einhergehende Elektrolytstörungen.
Die wahrscheinliche Auswirkung einer Überdosierung ist Hypotonie. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gebracht werden und schnell eine Salz- und Volumensubstitution erhalten. Eine Behandlung mit Angiotensin II sollte erwogen werden. Bradykardie oder ausgeprägte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von Atropin behandelt werden. Eine Schrittmachertherapie kann in Erwägung gezogen werden. Captopril kann aus dem Kreislauf mittels Dialyse entfernt werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und bestimmten Hämodialyse-Membranen (z.B. Polyacrylnitrat-metalylsulfonat-Membranen) wurden im Rahmen der Dialyse Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) beschrieben.
Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zurückliegt, sollten Massnahmen zur Resorptionsverhinderung (z.B. Magenspülung, Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach Einnahme) und Beschleunigung der Elimination eingeleitet werden. Dehydratation, Elektrolytstörungen, hepatisches Koma und Hypotonie sollen mit einer Standard-Therapie behandelt werden.

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