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Fachinformation zu Tramundin®:Mundipharma Medical Company, Hamilton, Bermuda, Basel Branch
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Überdosierung

Wie bei allen Opioiden ist die Toxizität für Nicht-Gewöhnte hoch.
Symptome
Anzeichen einer Tramadol-Intoxikation bzw. Überdosierung umfassen Miosis, Somnolenz bis Koma, Agitation und Krampfanfälle, seltener Atemdepression bis Atemstillstand. Weitere mögliche Symptome sind Nausea, Erbrechen, Blutdruckabfall, Bradykardie oder Tachykardie, Darmatonie, Lungenödem. Als Komplikation kann bei Kombinationsintoxikationen mit anderen Serotoninergika ein Serotonin-Syndrom auftreten.
Behandlung
Überwachung von Atmung und Bewusstsein, bei klinisch signifikanter Atem- oder ZNS-Depression: künstliche Beatmung. In einigen Fällen konnte die schwere ZNS-Depression durch Naloxon antagonisiert werden.
Dosierung: 0,4-2 mg Naloxon intravenös (Kinder: 0,01 mg/kg Körpergewicht). Falls notwendig, 2-3× jeweils 2-3 Minuten wiederholen oder als Dauerinfusion verabreichen (siehe entsprechende Fachinformation).
Die Wirkungsdauer von Naloxon ist relativ kurz (Plasmahalbwertszeit: t½ Naloxon = 1-1,5 h, t½ Tramadol = ca. 6 h), zudem besteht eine protrahierte Wirkstoffabgabe bei Tramundin retard. Der Patient ist deshalb auch nach Naloxon-Gabe längerfristig zu überwachen und wiederholte Naloxon-Gaben können notwendig sein.
Naloxon sollte mit Vorsicht bei Personen verwendet werden, die möglicherweise eine Opioid-Abhängigkeit aufweisen. Eine abrupte oder vollständige Aufhebung der Opioidwirkung kann zu einem akuten Entzugssyndrom führen. Empfohlen wird eine Initialdosis von 0,04 mg Naloxon.
Kohlegabe zur primären Dekontamination.
Benzodiazepine bei Krampfanfällen.
Tramadol ist nur gering dialysierbar. Aus diesem Grund sind Hämodialyse oder Hämofiltration allein zur Behandlung der akuten Intoxikation mit Tramundin nicht geeignet.

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