Unerwünschte WirkungenDaten aus klinischen Studien
Das folgende Nebenwirkungsprofil basiert auf einer gepoolten Analyse von Daten, die in Placebo-kontrollierten klinischen Studien bei 5'887 Studienteilnehmern im Alter von 50 bis 69 Jahren (Zoster-006) und 8'758 Studienteilnehmern im Alter von 70 Jahren und älter (Zoster-006/022 gepoolt) erhoben wurden, die mindestens eine Dosis Shingrix erhielten. Diese Daten wurden in zwei placebokontrollierten klinischen Studien (in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien und Australien durchgeführt) erhoben, in denen Shingrix nach einem 0-2-Monatsschema verabreicht wurde. Eine Langzeit-Follow-up-Studie umfasste mehr als 7'000 dieser Erwachsenen über einen Nachbeobachtungszeitraum von etwa 11 Jahren nach der Impfung.
Darüber hinaus wurden in klinischen Studien 1'587 Probanden im Alter von ≥18 Jahren, die aufgrund einer Erkrankung oder einer Therapie immundefizient oder immunsupprimiert waren (als immungeschwächt bezeichnet), mit mindestens 1 Dosis Shingrix geimpft (placebokontrolliert). Es liegen nur begrenzte Daten für Erwachsene im Alter von 18-49 Jahren mit erhöhtem HZ-Risiko vor, die nicht immungeschwächt sind.
Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen sind wie folgt angegeben: "sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100 bis < 1/10), "gelegentlich" (≥1/1000 bis < 1/100), "selten" (≥1/10'000 bis < 1/1000), "sehr selten" (< 1/10'000).
Die folgende Tabelle zeigt die Häufigkeitskategorie der unerwünschten Wirkungen, die in klinischen Studiendaten berichtet wurden. Die Häufigkeitskategorie entspricht dem Prozentsatz der Probanden, die nach der Verabreichung von Shingrix über die jeweilige unerwünschte Wirkung berichteten.
Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen
Unerwünschte Wirkung Häufigkeits-kategori Ältere Erwachsene Immungeschwächte
e 50+ (%) Personen 18+ (%)
Erkrankungen des
Blutes und des
Lymphsystems
Lymphadenopathie Gelegentlich
Erkrankungen des
Nervensystems
Kopfschmerzen Sehr häufig 38 411
Schwindel Gelegentlich
Erkrankungen des
Gastrointestinaltrak
ts
Gastrointestinale Sehr häufig 17 462
Beschwerden (einschl
iesslich Übelkeit,
Erbrechen, Durchfall
und/oder Bauchschme
rzen)
Skelettmuskulatur-,
Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Myalgie Sehr häufig 45 543
Arthralgie Gelegentlich
Allgemeine Erkrankun
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Reaktionen an der Schmerzen Rötung Sehr häufig 78 38 26 874 411 231
Injektionsstelle Schwellung
Pruritus an der Häufig
Injektionsstelle
Müdigkeit Schüttelfr Sehr häufig 45 27 21 702 352 251
ost Fieber
Unwohlsein Häufig
Die angegebenen Häufigkeiten für die sehr häufigen unerwünschten Wirkungen bei älteren Erwachsenen ≥50 Jahren (TVC mit 7-Tage-Tagebuch) und bei immungeschwächten Personen ≥18 Jahren (TVC) entsprechen dem Prozentsatz der Probanden mit jeder unerwünschten Wirkung innerhalb von 7 Tagen (Tag 0 - Tag 6) nach der Impfung, während für die anderen unerwünschten Wirkungen die Häufigkeitskategorie dem Prozentsatz der Probanden mit jeder unerwünschten Wirkung innerhalb von 30 Tagen (Tag 0 - Tag 29) nach der Impfung entspricht (TVC).
Die Daten für ältere Erwachsene ≥50 Jahren basieren auf gepoolten Daten der Studien Zoster-006 und Zoster-022.
Die Daten für immungeschwächte Personen ≥18 Jahren basieren auf der höchsten berichteten Häufigkeit jeder Nebenwirkung nach Verabreichung von Shingrix in den Studien Zoster-002, Zoster-028, Zoster-039 oder Zoster-041.
1 Zoster-039
2 Zoster-028
3 Zoster-002 und Zoster-028
4 Zoster-041
Gicht (einschliesslich Gichtarthritis) wurde von 0,18% (n = 27) gegenüber 0,05% (n = 8) der Probanden, die Shingrix bzw. Placebo erhielten, innerhalb von 30 Tagen nach der Impfung berichtet (gepoolt Zoster-006 und Zoster-022); die verfügbaren Informationen reichen nicht aus, um einen Kausalzusammenhang mit Shingrix zu bestimmen.
Bei Erwachsenen ab 50 Jahren waren die am häufigsten berichteten unerwünschten Wirkungen (Prozentsatz der Probanden, die das Symptom mindestens einmal nach der Impfung gemeldet haben) Schmerzen an der Injektionsstelle (78,0% der Probanden insgesamt; schwer bei 6,4% der Probanden), Myalgie (44,7% der Probanden insgesamt; schwer bei 5,1% der Probanden), Müdigkeit (44,5% der Probanden insgesamt; schwer bei 5,3% der Probanden) und Kopfschmerzen (37,7% der Probanden insgesamt; schwer bei 3,3% der Probanden). Die meisten dieser Reaktionen hielten nicht lange an (mediane Dauer von 2 bis 3 Tagen). Die Reaktionen, die als schwer berichtet wurden, dauerten 1 bis 2 Tage an.
Insgesamt traten einige Nebenwirkungen in jüngeren Altersgruppen häufiger auf. In Studien bei immungeschwächten Erwachsenen war die Häufigkeit von Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Myalgie, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Fieber bei Probanden im Alter von 18 bis 49 Jahren höher als bei denen im Alter von 50 Jahren und älter. In Studien bei älteren Erwachsenen war die Häufigkeit von Schmerzen und Schwellung an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Myalgien, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und gastrointestinale Symptome bei Probanden im Alter von 50 bis 69 Jahren höher als bei denen im Alter von 70 Jahren und älter.
In einer klinischen Studie, in der 119 Probanden im Alter von ≥ 50 Jahren nach einem 0-6-Monats-Schema mit Shingrix geimpft wurden, ähnelte das Sicherheitsprofil dem, das bei Probanden beobachtet wurde, die nach einem 0-2-Monats-Schema mit Shingrix geimpft worden war.
In einer klinischen Studie, an der 865 Erwachsene im Alter von ≥50 Jahren teilnahmen, wurden Fieber und Schüttelfrost häufiger gemeldet, wenn ein PPV23-Impfstoff gleichzeitig mit Shingrix verabreicht wurde (16% bzw. 21%), als wenn Shingrix allein verabreicht wurde (7% für beide unerwünschten Wirkungen).
In der Langzeit-Follow-up-Studie (Nachbeobachtungszeitraum von etwa 11 Jahren) mit mehr als 7'000 Erwachsenen im Alter von ≥ 50 Jahren wurden keine neuen Nebenwirkungen festgestellt.
Unerwünschte Wirkungen aus der Postmarketingphase
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Hautausschlag, Urtikaria, Angioödem
Unbekannt: schwerwiegende Hauttoxizität
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr selten: Guillain-Barré-Syndrom
Postmarketing-Beobachtungsstudien zum Risiko eines Guillain-Barré-Syndroms
In 2 ähnlichen Beobachtungsstudien nach der Markteinführung in den USA bei Personen im Alter von 65 Jahren oder älter wurde während der 42 Tage nach der Verabreichung der ersten Shingrix-Dosis ein erhöhtes Risiko für ein Guillain-Barré-Syndrom (schätzungsweise 6 bis 12 zusätzliche Fälle pro Million verabreichter Dosen) festgestellt. Nach der zweiten Dosis wurde kein erhöhtes Risiko festgestellt. In diesen Studien wurde ein erhöhtes Risiko (schätzungsweise 3 bis 7 zusätzliche Fälle pro Million verabreichter Dosen) während der 42 Tage nach der Verabreichung einer beliebigen Shingrix-Dosis beobachtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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