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Fachinformation zu TECVAYLI:Janssen-Cilag AG
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Teclistamab
Hilfsstoffe
EDTA-Dinatriumsalz-Dihydrat, Eisessig, Polysorbat 20, Natriumacetat-Trihydrat, Saccharose (240 mg pro 3 ml Durchstechflasche; 140 mg pro 1.7 ml Durchstechflasche), Wasser für Injektionszwecke
Gesamtnatriumgehalt: 0.75 mg Natrium pro 3 ml Durchstechflasche; 0.43 mg Natrium pro 1.7 ml Durchstechflasche

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

TECVAYLI ist eine farblose bis hellgelbe Injektionslösung.
TECVAYLI ist in den folgenden Darreichungsformen erhältlich:
-Jede 3-ml-Durchstechflasche enthält 30 mg Teclistamab (10 mg Teclistamab pro ml)
-Jede 1.7-ml-Durchstechflasche enthält 153 mg Teclistamab (90 mg Teclistamab pro ml)

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

TECVAYLI ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom indiziert, die zuvor mindestens drei Therapielinien erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen Wirkstoff und einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper, und welche eine Progredienz zur letzten Therapielinie gezeigt haben (siehe Klinische Wirksamkeit).
Aufgrund einer zum Zeitpunkt der Begutachtung des Gesuches unvollständigen klinischen Datenlage, ist diese Indikation befristet zugelassen (Art. 9a Heilmittelgesetz). Die befristete Zulassung ist zwingend an die zeitgerechte Erfüllung von Auflagen gebunden. Nach deren Erfüllung kann die befristete Zulassung in eine ordentliche Zulassung überführt werden.

Dosierung/Anwendung

Die Anwendung von TECVAYLI soll nur unter der Anleitung von ärztlichem Personal mit Erfahrung in der Behandlung von malignen hämatologischen Erkrankungen, des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) und von neurologischen Toxizitäten inklusive Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) durchgeführt werden.
Überwachung
Eine intensive Überwachung der Patienten ist in folgenden Fällen empfohlen:
-Nach jeder Dosis des TECVAYLI Titrationsschemas (Titrationsdosis 1, Titrationsdosis 2 und erste Behandlungsdosis, siehe Tabelle 1, Titrationsschema).
-Für anschliessende TECVAYLI-Injektionen, wenn bei der vorhergehenden Verabreichung ein CRS (Grad ≥2) oder klinisch relevante neurologische Toxizitäten im Zusammenhang mit der TECVAYLI-Verabreichung beobachtet wurden.
In diesen Fällen soll eine stationäre Überwachung über mindestens 48 Stunden in entsprechend ausgerüsteten Zentren erfolgen, die über multidisziplinäre Teams mit genügend Erfahrung verfügen, um auch schwerste Komplikationen intensiv-medizinisch behandeln zu können. Darüber hinaus sollen Patienten während bis zu 7 Tagen nach der Verabreichung von TECVAYLI täglich auf Anzeichen und Symptome eines Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS), sowie neurologischer und anderer Toxizitäten überwacht werden (siehe Dosierung/Anwendung - Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen und Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Zusätzlich sind die Patienten anzuweisen, sich in diesem Zeitraum in der Nähe eines Behandlungszentrums aufzuhalten. Eine allfällige weitergehende Überwachung erfolgt im Ermessen der Ärztin bzw. des Arztes.
TECVAYLI darf nur als subkutane Injektion verabreicht werden.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Im Rahmen des Titrationsschemas soll vor jeder Dosis TECVAYLI eine Prämedikation verabreicht werden (siehe Dosierung/Anwendung - Prämedikation).
Empfohlenes Dosierungsschema
Das empfohlene Dosierungsschema für die Verabreichung von TECVAYLI ist in Tabelle 1 dargestellt. Die empfohlene Dosierung von TECVAYLI besteht aus Titrationsdosen von 0.06 mg/kg und 0.3 mg/kg, gefolgt von Behandlungsdosen von 1.5 mg/kg einmal wöchentlich bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. Bei Patienten mit mindestens einem vollständigen Therapieansprechen (CR oder besser) über mindestens 6 Monate kann eine reduzierte Dosierungshäufigkeit von 1.5 mg/kg alle zwei Wochen bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität in Betracht gezogen werden (siehe Klinische Wirksamkeit).
Die Initiierung von TECVAYLI erfolgt gemäss dem Titrationsschema in Tabelle 1, um die Häufigkeit und den Schweregrad des Zytokinfreisetzungssyndroms (Cytokine Release Syndrome, CRS) zu verringern.
Bei Nichteinhaltung der empfohlenen Dosierung bzw. des Dosierungsschemas zu Therapiebeginn oder bei Wiederaufnahme der Therapie nach Dosisverzögerungen kann es zu einer erhöhten Häufigkeit und Schwere von unerwünschten Ereignissen aufgrund des Wirkmechanismus von TECVAYLI kommen, insbesondere zum Zytokinfreisetzungssyndrom (siehe Dosierung/Anwendung - Dosisanpassungen und Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Zytokinfreisetzungssyndrom).

Tabelle 1: TECVAYLI Dosierungssche
ma
Dosiserungsschema                   Tag                   Dosis
Alle Patienten
Titrationsschemaa                   Tag 1                 Titrationsdosis 1     0.06 mg/kg
Tag 4b                              Titrationsdosis 2     0.3 mg/kg
Tag 7c                              Erste Behandlungsdos  1.5 mg/kg
                                    is                    
Wöchentliches Dosierungsschemaa     Eine Woche nach der   Nachfolgende Behandl  1.5 mg/kg einmal
                                    ersten Behandlungdos  ungsdosen             wöchentlich
                                    is und danach                               
                                    wöchentlich                                 
Patienten mit mindestens einem
vollständigen Therapieansprechen
(CR oder besser) über mindestens
6 Monate
Zweiwöchentliches Dosierungsschema  Reduzierte Dosierung
a (alle 2 Wochen)                   shäufigkeit von 1.5
                                    mg/kg alle zwei
                                    Wochen erwägen
a Siehe Tabelle 2 für
Empfehlungen zur Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen (siehe
Dosierung/Anwendung -
Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).
 b Titrationsdosis 2 kann zwei
bis vier Tage nach Titrationsdosis
 1 und, um ein Abklingen von
unerwünschten Wirkungen zu
ermöglichen, bis zu 7 Tage nach
Titrationsdosis 1 verabreicht
werden. c Die erste Behandlungsdos
is kann zwei bis vier Tage nach
Titrationsdosis 2 und, um ein
Abklingen von unerwünschten
Wirkungen zu ermöglichen, bis zu
7 Tage nach Titrationsdosis 2
verabreicht werden.

 
In den Tabellen 10, 11 und 12 ist die Dosierung basierend auf vorgegebenen Bereichen des Körpergewichts angegeben (siehe Sonstige Hinweise –Art der Anwendung).
Prämedikation
Die folgende Prämedikation soll jeweils 1 bis 3 Stunden vor jeder Dosis des Titrationsschemas von TECVAYLI verabreicht werden, um das Risiko des Auftretens eines Zytokinfreisetzungssyndroms möglichst gering zu halten (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Zytokinfreisetzungssyndrom und Unerwünschte Wirkungen).
-Kortikosteroid (orales oder intravenöses Dexamethason, 16 mg)
-H1-Antihistaminikum (orales oder intravenöses Diphenhydramin, 50 mg oder gleichwertig)
-Antipyretika (Paracetamol, oral oder intravenös, 650 mg bis 1000 mg oder gleichwertig)
Die Verabreichung der Prämedikation kann für folgende Patienten vor der Verabreichung von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI erforderlich sein:
-Patienten, die im Rahmen des TECVAYLI Titrationsschemas eine Dosis aufgrund einer Dosisverzögerung wiederholen (siehe Dosierung/Anwendung - Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen)
-Patienten, bei denen nach der vorherigen Dosis von TECVAYLI ein CRS aufgetreten ist (siehe Dosierung/Anwendung - Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen)
Prophylaxe einer Herpes-zoster-Virusreaktivierung
Vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI sollte eine antivirale Prophylaxe zur Vorbeugung einer Reaktivierung des Herpes-zoster-Virus gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien in Betracht gezogen werden.
Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
Wenn eine Dosis von TECVAYLI verspätet verabreicht wird, soll die Therapie gemäss den Empfehlungen in Tabelle 2 wieder aufgenommen und der Behandlungsplan entsprechend fortgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung - Empfohlenes Dosierungsschema). Eine Prämedikation soll wie in Tabelle 2 angegeben verabreicht und die Patienten nach der Verabreichung von TECVAYLI entsprechend Abschnitt "Überwachung" intensiv überwacht werden (siehe Dosierung/Anwendung - Prämedikation und Überwachung).

Tabelle 2: Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
Letzte verabreichte Dosis                               Dauer der Verzögerun  Massnahme
                                                        g seit der letzten    
                                                        verabreichten Dosis   
Titrationsdosis 1                                       Mehr als 7 Tage       Wiederaufnahme des
                                                                              Titrationsschemas von
                                                                              TECVAYLI bei Titration
                                                                              sdosis 1 (0.06
                                                                              mg/kg).a
Titrationsdosis 2                                       8 Tage bis 28 Tage    Wiederholen von
                                                                              Titrationsdosis 2
                                                                              (0.3 mg/kg)a und
                                                                              Weiterfahren mit dem
                                                                              Titrationsschema.
Mehr als 28 Tageb                                       Wiederaufnahme des
                                                        Titrationsschemas
                                                        von TECVAYLI bei
                                                        Titrationsdosis 1
                                                        (0.06 mg/kg).a
Beliebige Behandlungsdosis                              62 Tage oder weniger  Weiterfahren mit der
                                                                              zuletzt angewendeten
                                                                              Behandlungsdosis und
                                                                              dem zuletzt angewendet
                                                                              en Dosierungsschema
                                                                              von TECVAYLI (1.5
                                                                              mg/kg einmal wöchentli
                                                                              ch oder 1.5 mg/kg
                                                                              alle zwei Wochen,
                                                                              siehe Tabelle 1).
63 Tage bis 111 Tage                                    Wiederaufnahme des
                                                        Titrationsschemas
                                                        von TECVAYLI bei
                                                        Titrationsdosis 2
                                                        (0.3 mg/kg)
Mehr als 111 Tagec                                      Wiederaufnahme des
                                                        Titrationsschemas
                                                        von TECVAYLI bei
                                                        Titrationsdosis 1
                                                        (0.06 mg/kg).a
a Verabreichung einer Prämedikation vor der TECVAYLI
Dosis und Überwachung (siehe Dosierung/Anwendung -
Prämedikation und Dosierung/Anwendung - Überwachung).
b Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für die
Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI bei
Patienten, die aufgrund von unerwünschten Wirkungen
eine Dosisverzögerung von mehr als 28 Tagen
benötigen. c Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses
für die Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI
bei Patienten, die aufgrund von unerwünschten
Wirkungen eine Dosisverzögerung von mehr als 111
Tagen benötigen.

 
Dosisanpassungen
Es sollen keine Titrationsdosen von TECVAYLI ausgelassen werden. Eine Verringerung der Dosis von TECVAYLI wird nicht empfohlen. Zur Kontrolle der auftretenden Toxizitäten können Dosisverzögerungen erforderlich sein (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Siehe Tabellen 3, 4 und 5 für empfohlene Massnahmen bei den unerwünschten Wirkungen CRS, neurologische Toxizität und ICANS (siehe Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen). Siehe Tabelle 6 für empfohlene Massnahmen bei anderen unerwünschten Wirkungen nach Verabreichung von TECVAYLI (siehe Andere unerwünschte Wirkungen).
Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen
Zytokinfreisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
In der klinischen Studie MajesTEC-1 mit TECVAYLI betrug die mediane Zeit bis zum Auftreten eines CRS nach der letzten Injektion von TECVAYLI 2 Tage (Bereich: 1 bis 6 Tage). Das Zytokinfreisetzungssyndrom soll anhand des klinischen Erscheinungsbildes identifiziert werden (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen - Zytokinfreisetzungssyndrom). Andere Ursachen für Fieber, Hypoxie und Hypotonie sollen evaluiert und entsprechend behandelt werden.
Bei Verdacht auf das Zytokinfreisetzungssyndrom ist TECVAYLI so lange abzusetzen, bis die unerwünschte Wirkung abklingt (siehe Tabelle 3). Die Empfehlungen in Tabelle 3 sind bezüglich den zu treffenden Massnahmen zu berücksichtigen. Gegebenenfalls ist eine unterstützende Behandlung für das Zytokinfreisetzungssyndrom (wie fiebersenkende Mittel, intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Vasopressoren, Sauerstoffzufuhr usw.) zu verabreichen. Laboruntersuchungen zur Überwachung der disseminierten intravasalen Koagulopathie (DIC), der hämatologischen Parameter sowie der Lungen-, Herz-, Nieren- und Leberfunktion sind in Erwägung zu ziehen.

Tabelle 3: Empfohlene Massnahmen beim
Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS)
Grada                                   Symptome              Massnahmen
Grad 1                                  Temperatur ≥38°Cb     -Setzen Sie TECVAYLI bis zum
                                                              Abklingen des CRS ab. -Behandlung des
                                                              CRS gemäss konsensbasierten
                                                              Leitlinien. -Verabreichen Sie die
                                                              Prämedikation vor der nächsten Dosis
                                                              von TECVAYLI.c
Grad 2                                  Temperatur ≥38°Cb     -Setzen Sie TECVAYLI bis zum
                                        mit entweder:         Abklingen des CRS ab. -Behandlung des
                                        Hypotonie, die auf    CRS gemäss konsensbasierten
                                        Flüssigkeitsgabe      Leitlinien. -Verabreichen Sie die
                                        anspricht und keine   Prämedikation vor der nächsten Dosis
                                        Vasopressoren         von TECVAYLI.c -Patienten sollen nach
                                        erfordert und/oder,   Verabreichung der nachfolgenden Dosis
                                        Sauerstoffbedarf      von TECVAYLI für mindestens 48
                                        über Low-Flow-Nasenk  Stunden stationär überwacht werdenc
                                        anüled oder Blow-by   (siehe Dosierung/Anwendung -
                                                              Überwachung).
Grad 3                                  Temperatur ≥38°Cb     Erstes Auftreten eines CRS Grad 3 mit
                                        mit entweder:         einer Dauer von weniger als 48
                                        Hypotonie, die        Stunden: -Setzen Sie TECVAYLI bis zum
                                        einen Vasopressor     Abklingen des CRS ab. -Behandlung des
                                        mit oder ohne         CRS gemäss konsensbasierten
                                        Vasopressin erforder  Leitlinien. -Verabreichen Sie eine
                                        t und/oder, Sauersto  unterstützende Therapie, die auch
                                        ffbedarf über         eine intensivmedizinische Versorgung
                                        High-Flow-Nasenkanül  umfassen kann. -Verabreichen Sie die
                                        ed, Sauerstoffmaske,  Prämedikation vor der nächsten Dosis
                                         Maske ohne Rückatmu  von TECVAYLI.c -Patienten sollen nach
                                        ng oder Venturi-Mask  Verabreichung der nachfolgenden Dosis
                                        e                     von TECVAYLI für mindestens 48
                                                              Stunden stationär überwacht werden
                                                              werdenc (siehe Dosierung/Anwendung -
                                                              Überwachung).
Wiederholtes Auftreten eines CRS Grad
3 oder eines CRS Grad 3 mit einer
Dauer von 48 Stunden oder länger:
-Setzen Sie TECVAYLI permanent ab.
-Behandlung des CRS gemäss
konsensbasierten Leitlinien.
-Verabreichen Sie eine unterstützende
Therapie, die auch eine
intensivmedizinische Versorgung
umfassen kann.
Grad 4                                  Temperatur ≥38°Cb     -Setzen Sie TECVAYLI permanent ab.
                                        mit entweder:         -Behandlung des CRS gemäss
                                        Hypotonie, die        konsensbasierten Leitlinien.
                                        mehrere Vasopressore  -Verabreichen Sie eine unterstützende
                                        n (ausser Vasopressi  Therapie, die auch eine
                                        n) erfordert und/ode  intensivmedizinische Versorgung
                                        r, Sauerstoffbedarf   umfassen kann.
                                        mit positivem Druck   
                                        (z.B. CPAP, BiPAP,    
                                        Intubation und        
                                        mechanische Beatmung  
                                        )                     
a Entsprechend der Einstufung von CRS
der American Society for
Transplantation and Cellular Therapy
(ASTCT) 2019. b Auf das CRS
zurückzuführen. Fieber muss nicht
immer gleichzeitig mit Hypotonie oder
Hypoxie auftreten, da es durch die
gegebenen Medikamente wie
Antipyretika oder Antizytokine
maskiert werden kann. c Siehe Tabelle
2 für Empfehlungen zur Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen (siehe
Dosierung/Anwendung - Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen). d Eine
Low-Flow-Nasenkanüle entspricht ≤6
l/min, eine High-Flow-Nasenkanüle
entspricht > 6 l/min.

 
Neurologische Toxizitäten und ICANS
In der klinischen Studie MajesTEC-1 mit TECVAYLI betrug die mediane Zeit bis zum Auftreten einer neurologischen Toxizität (ohne ICANS) 2 Tage (Bereich: 1 bis 38 Tage) nach der letzten Dosis. Die mediane Zeit bis zum Auftreten von ICANS betrug 3 Tage (Bereich: 2 bis 5 Tage) nach der letzten Dosis. Empfohlene Massnahmen bei neurologischen Toxizitäten und ICANS sind in Tabelle 4 und 5 zusammengefasst.
Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, einschliesslich ICANS, muss TECVAYLI abgesetzt und eine neurologische Untersuchung in Betracht gezogen werden. Andere Ursachen für neurologische Symptome müssen ausgeschlossen werden. Bei schweren oder lebensbedrohlichen neurologischen Toxizitäten sind eine intensivmedizinische Versorgung und eine unterstützende Behandlung erforderlich (siehe Warnungen und Vorsichtsmassnahmen - Neurologische Toxizitäten). Die Empfehlungen gemäss Tabelle 4 und 5 sind bezüglich den zu treffenden Massnahmen zu berücksichtigen. Bezüglich einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML) sind die Vorgaben in der Rubrik Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Infektionen zu beachten.

Tabelle 4: Empfohlene Massnahmen bei
neurologischen Toxizitäten (ausser ICANS)
Unerwünschte Wirkung                                 Schweregrada               Massnahmen
Neurologische Toxizitätena (ausser ICANS)            Grad 1                     -Setzen Sie TECVAYLI
                                                                                 bis zum Abklingen
                                                                                oder bis zur Stabili
                                                                                sierung der Symptome
                                                                                 der neurologischen
                                                                                Toxizität ab.b
Grad 2 Grad 3 (erstes Auftreten)                     -Setzen Sie TECVAYLI ab
                                                     bis sich die Symptome
                                                     der neurologischen
                                                     Toxizität auf Grad 1
                                                     oder weniger verbessert
                                                     haben.b -Verabreichen
                                                     Sie eine unterstützende
                                                     Therapie.
Grad 3 (rezidivierend)Grad 4                         -Setzen Sie TECVAYLI
                                                     dauerhaft ab. -Verabreich
                                                     en Sie eine unterstützend
                                                     e Therapie, die auch
                                                     eine intensivmedizinische
                                                      Versorgung umfassen
                                                     kann.
a Basierend auf den allgemeinen Begriffskriterien
für unerwünschte Wirkungen des National Cancer
Institute (NCI CTCAE), Version 4.03. b Siehe
Tabelle 2 für Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
(siehe Dosierung/Anwendung - Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).

 
 

Tabelle 5: Empfohlene Massnahmen beim
Immuneffektorzellen-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms (ICANS)
Grada                                          Symptomeb                 Massnahmen
Grad 1                                         ICE Score 7-9c, oder      -Setzen Sie TECVAYLI bis
                                               getrübter Bewusstseinszu  zum Abklingen des ICANS
                                               standd: wacht spontan     ab.e -Neurologische
                                               auf.                      Symptome überwachen und
                                                                         die Konsultation durch
                                                                         einen Neurologen oder
                                                                         andere Fachärzte für die
                                                                         weitere Untersuchung und
                                                                         Massnahmen, inklusive der
                                                                         Gabe nicht-sedierender
                                                                         Antiepileptika zur
                                                                         Vorbeugung von Krampfanfäl
                                                                         len, in Betracht ziehen.
                                                                         -Verabreichung einer
                                                                         unterstützenden Therapie
                                                                         gemäss konsensbasierten
                                                                         Leitlinien.
Grad 2                                         ICE Score 3-6c, oder      -Setzen Sie TECVAYLI bis
                                               getrübter Bewusstseinszu  zum Abklingen des ICANS
                                               standd: wacht auf         ab. -10 mg Dexamethasonf
                                               Ansprache auf.            alle 6 Stunden i.v.
                                                                         verabreichen und bis zur
                                                                         Besserung auf ≤ Grad 1
                                                                         fortsetzen, dann
                                                                         auszuschleichen.
                                                                         -Neurologische Symptome
                                                                         überwachen und die
                                                                         Konsultation durch einen
                                                                         Neurologen oder andere
                                                                         Fachärzte für die weitere
                                                                         Untersuchung und
                                                                         Massnahmen, inklusive der
                                                                         Gabe nicht-sedierender
                                                                         Antiepileptika zur
                                                                         Vorbeugung von Krampfanfäl
                                                                         len, in Betracht ziehen.
                                                                         -Verabreichung einer
                                                                         unterstützenden Therapie
                                                                         gemäss konsensbasierten
                                                                         Leitlinien. -Patienten
                                                                         sollen nach Verabreichung
                                                                         der nachfolgenden Dosis
                                                                         von TECVAYLI für
                                                                         mindestens 48 Stunden
                                                                         stationär überwacht
                                                                         werden (siehe Dosierung/An
                                                                         wendung - Überwachung).e
Grad 3                                         ICE Score 0-2c, oder      Erstes Auftreten eines
                                               getrübter Bewusstseinszu  Grad 3 ICANS: -Setzen Sie
                                               standd: erwacht nur bei   TECVAYLI bis zum
                                               taktilem Reiz, oder       Abklingen des ICANS ab.
                                               Krampfanfälled,           -10 mg Dexamethasonf alle
                                               entweder: -jeder          6 Stunden i.v. verabreiche
                                               klinische Krampfanfall,   n und bis zur Besserung
                                               fokal oder generalisiert  auf ≤ Grad 1 fortsetzen,
                                               , der sich rasch          dann ausschleichen.
                                               zurückbildet, oder        -Neurologische Symptome
                                               -nicht konvulsive         überwachen und die
                                               Krampfanfälle im EEG,     Konsultation durch einen
                                               die bei Intervention      Neurologen oder andere
                                               abklingen, oder           Fachärzte für die weitere
                                               erhöhter intrakranieller  Untersuchung und
                                                Druck (ICP): fokales/lo  Massnahmen, inklusive der
                                               kales Ödem in der         Gabe nicht-sedierender
                                               Neurobildgebungd.         Antiepileptika zur
                                                                         Vorbeugung von Krampfanfäl
                                                                         len, in Betracht ziehen.
                                                                         -Verabreichung einer
                                                                         unterstützenden Therapie,
                                                                         die auch eine intensivmedi
                                                                         zinische Versorgung
                                                                         umfassen kann, gemäss
                                                                         konsensbasierten
                                                                         Leitlinien. -Patienten
                                                                         sollen nach Verabreichung
                                                                         der nachfolgenden Dosis
                                                                         von TECVAYLI für
                                                                         mindestens 48 Stunden
                                                                         stationär überwacht
                                                                         werden (siehe Dosierung/An
                                                                         wendung - Überwachung).e
Rezidivierendes Grad 3 ICANS: -Setzen Sie
TECVAYLI dauerhaft ab. -10 mg Dexamethasonf
alle 6 Stunden i.v. verabreichen und bis zur
Besserung auf ≤ Grad 1 fortsetzen, dann
ausschleichen. -Neurologische Symptome
überwachen und die Konsultation durch einen
Neurologen oder andere Fachärzte für die
weitere Untersuchung und Massnahmen,
inklusive der Gabe nicht-sedierender
Antiepileptika zur Vorbeugung von
Krampfanfällen, in Betracht ziehen.
-Verabreichung einer unterstützenden
Therapie, die auch eine intensivmedizinische
Versorgung umfassen kann, gemäss
konsensbasierten Leitlinien.
Grad 4                                         ICE Score 0c, oder        -Setzen Sie TECVAYLI
                                               getrübter Bewusstseinszu  dauerhaft ab. -10 mg
                                               standd, entweder: -der    Dexamethasonf alle 6
                                               Patient ist nicht         Stunden i.v. verabreichen
                                               erweckbar oder benötigt   und bis zur Besserung auf
                                               starke oder sich          ≤ Grad 1 fortsetzen, dann
                                               wiederholende taktile     ausschleichen. -Oder
                                               Reize, um zu erwachen,    alternativ die Verabreichu
                                               oder -Stupor oder Koma,   ng von Methylprednisolon
                                               oder Krampfanfälled,      1000 mg täglich intravenös
                                               entweder: -lebensbedrohl   erwägen und Methylprednis
                                               icher prolongierter       olon 1000 mg täglich
                                               Krampfanfall (Dauer > 5   intravenös für mindestens
                                               min) oder -repetitive     zwei Tage fortsetzen.
                                               klinische oder elektrisc  -Neurologische Symptome
                                               he Anfälle ohne           überwachen und die
                                               zwischenzeitliche         Konsultation durch einen
                                               Rückkehr zum Ausgangszus  Neurologen oder andere
                                               tand, oder motorische     Fachärzte für die weitere
                                               Befunded: -tiefgreifende  Untersuchung und
                                                fokale motorische        Massnahmen, inklusive der
                                               Schwäche wie Hemiparese   Gabe nicht-sedierender
                                               oder Paraparese, oder     Antiepileptika zur
                                               erhöhter ICP/zerebrales   Vorbeugung von Krampfanfäl
                                               Ödemd mit Anzeichen/Symp  len, in Betracht ziehen.
                                               tomen wie: -diffuses      -Verabreichung einer
                                               Hirnödem in der           unterstützenden Therapie,
                                               Neurobildgebung           die auch eine intensivmedi
                                               -dezerebrale oder         zinische Versorgung
                                               dekortikale Körperhaltun  umfassen kann, gemäss
                                               g oder -Lähmung des VI.   konsensbasierten
                                               Hirnnervs oder -Papillen  Leitlinien.
                                               ödem oder -Cushing-Refle  
                                               x                         
a Entsprechend der Einstufung von ICANS der
American Society for Transplantation and
Cellular Therapy (ASTCT) 2019. b Die
Behandlung richtet sich nach dem
schwerwiegendsten Ereignis, das nicht auf
eine andere Ursache zurückzuführen ist. c
Ist der Patient erweckbar und kann eine
Beurteilung der Immuneffektorzellen-assoziier
ten Enzephalopathie (ICE) durchgeführt
werden, ist Folgendes zu beurteilen:
Orientierung (Orientierung bezüglich Jahr,
Monat, Stadt, Krankenhaus = 4 Punkte);
Benennen (auf 3 Objekte zeigen/diese
benennen, z.B. Uhr, Stift, Knopf = 3
Punkte); Befolgen von Anweisungen (z.B.
"Zeigen Sie mir 2 Finger" oder "Schliessen
Sie Ihre Augen und strecken Sie die Zunge
heraus" = 1 Punkt); Schreibfähigkeit, einen
Standardsatz schreiben = 1 Punkt; und
Konzentrationsvermögen (von 100 in
Zehnerschritten rückwärts zählen = 1 Punkt).
Wenn der Patient nicht erweckbar und nicht
imstande ist, die ICE-Beurteilung
durchzuführen (ICANS Grad 4) = 0 Punkte d
Keiner anderen Ursache zuzuschreiben. e
Siehe Tabelle 2 für Empfehlungen zur
Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI
nach Dosisverzögerungen (siehe
Dosierung/Anwendung - Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen). f Alle Hinweise zur
Verabreichung von Dexamethason beziehen sich
auf Dexamethason oder ein gleichwertiges
Medikament.

 
Andere unerwünschte Wirkungen

Tabelle 6: Empfohlene Massnahmen bei
anderen unerwünschten Wirkungen
Unerwünschte Wirkung                    Schweregrad                             Massnahmen
Infektionena (siehe Warnhinweise und    Alle Grade                              -Setzen Sie TECVAYLI
Vorsichtsmassnahmen)                                                             bei Patienten mit
                                                                                aktiver Infektion
                                                                                während des Titratio
                                                                                nsschemas ab.b
Grad 3                                  -Setzen Sie die nachfolgenden
                                        Behandlungsdosen von TECVAYLI aus
                                        (d.h. Dosen, die anschliessend an das
                                        TECVAYLI Titrationsschema verabreicht
                                        werden), bis sich die Infektion auf
                                        Grad 1 oder weniger verbessert hat.b
Grad 4                                  -Erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen
                                        von TECVAYLI. -Wenn TECVAYLI nicht
                                        dauerhaft abgesetzt wird, die
                                        nachfolgenden Behandlungsdosen von
                                        TECVAYLI aussetzen (d.h. Dosen, die
                                        anschliessend an das TECVAYLI
                                        Titrationsschema verabreicht werden),
                                        bis sich die Infektion auf Grad 1
                                        oder weniger verbessert hat.b
Hämatologische Toxizitäten (siehe       Absolute Neutrophilenzahl unter 0.5 x   -Setzen Sie TECVAYLI
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen    109/Liter                                ab, bis eine
sowie Unerwünschte Wirkungen)                                                   absolute Neutrophile
                                                                                nzahl von mindestens
                                                                                 0.5 x 109/Liter
                                                                                erreicht ist.b
Febrile Neutropenie                     -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis eine
                                        absolute Neutrophilenzahl von
                                        mindestens 1.0 x 109/Liter erreicht
                                        ist und das Fieber abklingt.b
Hämoglobin unter 8 g/dl                 -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis der
                                        Hämoglobinwert mindestens 8 g/dl
                                        beträgt.b
Thrombozytenzahl unter 25'000/µl        -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis die
Thrombozytenzahl zwischen 25'000/µl     Thrombozytenzahl mindestens 25'000/µl
und 50'000/µl mit Blutungen             beträgt und keine Anzeichen von
                                        Blutungen mehr vorliegen. b
Andere Nicht-hämatologische             Grad 3                                  -Setzen Sie TECVAYLI
unerwünschte Wirkungena (siehe                                                   ab bis sich die
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen                                            unerwünschte Wirkung
sowie Unerwünschte Wirkungen)                                                    auf Grad 1 oder
                                                                                weniger verbessert
                                                                                hat.b
Grad 4                                  -Erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen
                                        von TECVAYLI. -Wenn TECVAYLI nicht
                                        dauerhaft abgesetzt wird, die
                                        nachfolgenden Behandlungsdosen von
                                        TECVAYLI aussetzen (d.h. Dosen, die
                                        anschliessend an das TECVAYLI
                                        Titrationsschema verabreicht werden),
                                        bis sich die unerwünschte Wirkung auf
                                        Grad 1 oder weniger verbessert hat.b
a Basierend auf den allgemeinen
Begriffskriterien für unerwünschte
Wirkungen des National Cancer
Institute (NCI CTCAE), Version 4.03.
b Siehe Tabelle 2 für Empfehlungen
zur Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
(siehe Dosierung/Anwendung -
Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).

 
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Aufgrund einer pharmakokinetischen (PK) Populationsanalyse ist bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Aufgrund einer pharmakokinetischen (PK) Populationsanalyse ist bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Von den 203 Patienten, die in der MajesTEC-1-Studie mit TECVAYLI in der empfohlenen Dosis behandelt wurden, waren 47 % 65 Jahre oder älter und 13 % 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurde kein Unterschied in Bezug auf die Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten im Alter von ≥65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Allerdings war die Anzahl Patienten 75 Jahre oder älter unzureichend, um Unterschiede bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit festzustellen.
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Pädiatrische Population
TECVAYLI ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen.

Kontraindikationen

Keine.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Zytokinfreisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Die Behandlung mit TECVAYLI kann ein Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS), einschliesslich lebensbedrohlicher oder tödlicher Ereignisse, verursachen (siehe Unerwünschte Wirkungen). Die Mehrzahl, der nach der Verabreichung von TECVAYLI beobachteten CRS-Ereignisse waren vom Grad 1 und Grad 2 (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Die mediane Zeit bis zum Auftreten des CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 6 Tage) nach der letzten Dosis mit einer medianen Dauer von 2 Tagen (Spanne: 1 bis 9 Tage).
Klinische Anzeichen und Symptome eines CRS können u.a. Fieber, Schüttelfrost, Hypotonie, Tachykardie, Hypoxie, Kopfschmerzen und erhöhte Leberenzyme sein. Zu den potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen des CRS gehören Herzfunktionsstörungen, akutes Atemnotsyndrom (Acute Respiratory Distress Syndrome − ARDS), neurologische Toxizität, Nieren- und/oder Leberversagen und disseminierte intravasale Koagulopathie (DIC).
Um das Risiko für das Auftreten eines CRS zu verringern (siehe Tabelle 1), ist die Behandlung gemäss dem Titrationsschema für TECVAYLI zu initiieren. Bei Nichteinhaltung der empfohlenen Dosierung bzw. des Dosierungsschemas zu Therapiebeginn oder Wiederaufnahme der Therapie nach Dosisverzögerungen kann es zu einer erhöhten Häufigkeit und Schwere von unerwünschten Ereignissen aufgrund des Wirkmechanismus kommen. Zur Verringerung des CRS-Risikos soll vor jeder Dosis TECVAYLI innerhalb des Titrationsschemas eine Prämedikation verabreicht (Kortikosteroide, Antihistaminika und fiebersenkende Mittel) und die Patienten nach der Verabreichung von TECVAYLI entsprechend überwacht werden (siehe Dosierung/Anwendung - Prämedikation und Überwachung). Bei Patienten, bei denen nach der letzten Dosis ein CRS aufgetreten ist, soll vor der nächsten Dosis von TECVAYLI eine Prämedikation verabreicht und eine intensive Überwachung durchgeführt werden.
Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen eines CRS sofort einen Arzt aufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen eines CRS ist der Patient sofort hinsichtlich einer Spitaleinweisung zu beurteilen, und abhängig vom Schweregrad sind unterstützende Therapiemassnahmen einzuleiten. Die Behandlung mit TECVAYLI soll bis zum Abklingen des CRS wie in Tabelle 3 angegeben unterbrochen werden (siehe Dosierung/Anwendung - Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen).
Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS
Schwerwiegende, lebensbedrohliche oder tödliche neurologische Toxizitäten, einschliesslich des Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS), sind nach der Behandlung mit TECVAYLI aufgetreten (siehe Unerwünschte Wirkungen). Die Mehrzahl der neurologischen Toxizitäten waren von Grad 1 und Grad 2 (siehe Unerwünschte Wirkungen). Bei längerer Nachbeobachtung traten bei Patienten, die TECVAYLI erhielten, Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom auf. Bezüglich beschriebener Fälle von Progressiver Multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) siehe Infektionen.
Der Beginn eines ICANS kann gleichzeitig mit einem CRS, nach dessen Abklingen oder auch bei dessen Abwesenheit auftreten.
Patienten sollen während der Behandlung auf Anzeichen oder Symptome von neurologischen Toxizitäten überwacht und umgehend behandelt werden.
Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen neurologischer Toxizitäten sofort einen Arzt aufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, wie ICANS, ist der Patient sofort zu untersuchen und abhängig vom Schweregrad ist eine Behandlung gemäss den Angaben in Tabelle 5 einzuleiten (siehe Dosierung/Anwendung - Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen).
Bei neurologischen Toxizitäten (ausser ICANS) oder ICANS ist die Behandlung mit TECVAYLI gemäss Tabelle 4 respektive 5 zu unterbrechen und unerwünschte Wirkungen sind gemäss den Empfehlungen in Tabelle 4 respektive 5 zu behandeln.
Infektionen
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde über das Auftreten von schweren, lebensbedrohlichen oder tödlichen Infektionen, einschliesslich opportunistischen Infektionen berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde auch über das Auftreten einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML) berichtet, die tödlich verlaufen kann (siehe Unerwünschte Wirkungen - Infektionen). Ein neues Auftreten oder Veränderungen von vorbestehenden neurologischen Anzeichen oder Symptomen ist zu überwachen. Bei Verdacht auf eine PML, ist die Behandlung mit TECVAYLI auszusetzen und eine entsprechende Diagnostik einzuleiten. TECVAYLI ist abzusetzen, wenn eine PML bestätigt wird. Bei der Therapie mit TECVAYLI traten neue oder reaktivierte Virusinfektionen auf (siehe Unerwünschte Wirkungen). Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten COVID-19 Infektionen einschliesslich schwerer und tödlicher Fälle auf (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Bei Patienten, die mit gegen B-Zellen gerichtete Arzneimittel behandelt werden, kann eine Hepatitis B Virus (HBV) Reaktivierung auftreten, die in einigen Fällen zu fulminant verlaufender Hepatitis, Leberversagen und zum Tod führen kann. Vor Beginn einer Behandlung mit TECVAYLI soll ein Screening auf HBV-Infektion, aktive HCV- und aktive HIV-Infektion gemäss klinischer Leitlinien erfolgen. Patienten, bei denen eine positive HBV-Serologie nachgewiesen wurde, sollten während der Behandlung mit TECVAYLI und für mindestens sechs Monate nach deren Beendigung auf klinische Symptome und Laborwerte, die Zeichen einer HBV-Reaktivierung sein können, überwacht werden.
Patienten sind vor und während der Behandlung mit TECVAYLI auf Anzeichen und Symptome einer Infektion zu überwachen und entsprechend zu behandeln. Prophylaktische Antibiotika sollen entsprechend den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien verabreicht werden.
Die Behandlung mit TECVAYLI ist beim Auftreten einer Infektion wie in Tabelle 6 angegeben zu unterbrechen und die Infektion gemäss den örtlichen geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien zu behandeln (siehe Dosierung/Anwendung - Dosisanpassungen).
Hepatotoxizität
TECVAYLI kann Hepatoxizität, einschliesslich Todesfälle, verursachen. Bei Patienten, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis in der klinischen Studie erhielten, gab es einen tödlichen Fall von Leberversagen.
Die Leberenzyme und das Bilirubin sollen zu Beginn und während der Behandlung wie klinisch angezeigt überwacht werden. Je nach Schweregrad ist die Behandlung mit TECVAYLI auszusetzen oder ein dauerhaftes Absetzen von TECVAYLI in Betracht zu ziehen. Die Behandlung soll gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien erfolgen (siehe Dosierung/Anwendung - Dosisanpassungen).
Hypogammaglobulinämie
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde über Hypogammaglobulinämie berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Während der Behandlung mit TECVAYLI ist der Immunglobulinspiegel zu überwachen und gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien zu behandeln, einschliesslich Infektionsschutzmassnahmen, Antibiotika- oder antivirale Prophylaxe und Verabreichung von Immunglobulin-Ersatztherapie.
Impfstoffe
Die Immunreaktion auf Impfstoffe kann bei Einnahme von TECVAYLI vermindert sein.
Die Sicherheit einer Immunisierung mit Lebendvirusimpfstoffen während oder nach einer Behandlung mit TECVAYLI wurde nicht untersucht. Eine Impfung mit Lebendvirusimpfstoffen wird für die Dauer von mindestens 4 Wochen vor Beginn, während und mindestens 4 Wochen nach der Behandlung nicht empfohlen.
Neutropenie
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten haben, wurde über Neutropenie bzw. febrile Neutropenie berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Die Gesamtzahl der Blutzellen ist zu Beginn und in regelmässigen Abständen während der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls eine unterstützende Behandlung gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien einzuleiten.
Patienten mit Neutropenie sollten auf Anzeichen einer Infektion überwacht werden.
Die Behandlung mit TECVAYLI ist beim Auftreten einer Neutropenie wie in Tabelle 6 angegeben zu unterbrechen (siehe Dosierung/Anwendung - Dosisanpassungen).
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung
Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter ist vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI zu überprüfen. Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und bis 5 Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Schwangerschaft, Stillzeit).
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
TECVAYLI kann sowohl systemische auf die Verabreichung zurückzuführende Reaktionen als auch lokale Reaktionen an der Injektionsstelle hervorrufen (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Setzen Sie TECVAYLI aus oder erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen von TECVAYLI je nach Schweregrad (siehe Dosierung/Anwendung - Andere unerwünschte Wirkungen).
Hilfsstoffe
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Patientenpopulationen, die nicht in klinischen Studien untersucht wurden
Die folgenden Patientengruppen wurden von der klinischen Studie MajesTEC-1 ausgeschlossen: Patienten mit Hyperkalzämie (> 3.5 mmol/l), Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 1.5 mg/dl oder Kreatinin-Clearance < 40 ml/min), Anämie (Hämoglobin < 80 g/l), ECOG-Performance-Status > 1, ZNS-Beteiligung, andere durch Plasmazellen oder monoklonale Proteine ausgelöste Erkrankungen, Infektionen (HIV, AIDS, HBV, HCV) / aktive oder dokumentierte Autoimmunerkrankungen in der Vorgeschichte (mit Ausnahme von Vitiligo, Typ-1-Diabetes und früherer Autoimmunthyreoiditis), Herzerkrankungen (kongestive Herzinsuffizienz NYHA-Klasse III oder IV, Myokardinfarkt oder CABC ≤6 Monate vor Studienbeginn, klinisch signifikante ventrikuläre Arrhythmien oder ungeklärte Synkopen in der Vorgeschichte, schwere nicht-ischämische Kardiomyopathie in der Vorgeschichte), Schlag- oder Krampfanfall innerhalb der letzten sechs Monate, sowie Patienten, die innerhalb von 4 Wochen vor der ersten TECVAYLI Dosis abgeschwächte Lebendimpfstoffe erhalten haben.

Interaktionen

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungen mit TECVAYLI durchgeführt.
Die anfängliche Freisetzung von Zytokinen im Zusammenhang mit dem Behandlungsbeginn mit TECVAYLI könnte CYP450-Enzyme unterdrücken. Auf Grundlage physiologisch basierter pharmakokinetischer (PBPK) Modelle ist das höchste Risiko für Arzneimittelinteraktionen zu Beginn des Titrationsschemas und bis zu 7 Tage nach der ersten Behandlungsdosis oder während eines CRS-Ereignisses zu erwarten. Während dieses Zeitraums sind bei Patienten, die gleichzeitig CYP450-Substrate mit einem engen therapeutischen Index erhalten, die Toxizität oder die Arzneimittelkonzentration (z.B. Cyclosporin) zu überwachen. Die Dosis des Begleitmedikaments ist bei Bedarf anzupassen.

Schwangerschaft, Stillzeit

Gebärfähige Frauen und zeugungsfähige Männer
Schwangerschaftstest
Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI ein Schwangerschaftstest erfolgen.
Empfängnisverhütung
Frauen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, während der Behandlung und für die ersten fünf Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI eine wirksame Empfängnisverhütung anzuwenden.
Männliche Partner von Frauen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, eine wirksame Empfängnisverhütung während der Behandlung und für drei Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI anzuwenden.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten über die Anwendung von TECVAYLI bei schwangeren Frauen oder tierexperimentelle Daten zur Bewertung des Risikos von TECVAYLI in der Schwangerschaft vor. Es ist bekannt, dass humanes Immunglobulin G (IgG) plazentagängig ist. Daher besteht die Möglichkeit, dass Teclistamab von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus übergeht. TECVAYLI induziert T-Zell Aktivierung und Zytokinfreisetzung, was den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen kann. TECVAYLI sollte Schwangeren nicht verabreicht werden, es sei denn, es ist klar notwendig. Da TECVAYLI mit einer Hypogammaglobulinämie in Verbindung gebracht wird, sollte bei Neugeborenen von mit TECVAYLI behandelten Müttern die Bestimmung des Immunglobulinspiegels in Betracht gezogen werden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Teclistamab bei Menschen oder Tieren in die Muttermilch ausgeschieden wird, einen Einfluss auf den gestillten Säugling hat oder die Milchbildung beeinflusst. Wegen des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen von TECVAYLI bei gestillten Säuglingen sollten Patientinnen während der Behandlung mit TECVAYLI und für mindestens fünf Monate nach der letzten Dosis nicht stillen.
Fertilität
Es liegen keine Daten zur Wirkung von TECVAYLI auf die Fertilität vor. Die Auswirkungen von TECVAYLI auf die männliche oder weibliche Fertilität wurde in tierexperimentellen Studien nicht untersucht.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund des Potenzials für neurologische Ereignisse besteht bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, das Risiko eines getrübten Bewusstseinszustands. Patienten sollten während 48 Stunden nach jeder Dosis innerhalb des Titrationsschemas (siehe Dosierung/Anwendung, Tabelle 1) und beim neuen Auftreten von neurologischen Symptomen bis zum Abklingen der Neurotoxizität das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen schwerer oder potenziell gefährlicher Maschinen unterlassen.

Unerwünschte Wirkungen

Als unerwünschte Wirkungen gelten unerwünschte Ereignisse, die anhand einer umfassenden Auswertung der verfügbaren Informationen mit der Anwendung von Teclistamab in Verbindung gebracht werden können. Ein Kausalzusammenhang mit Teclistamab kann im Einzelfall nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Da klinische Studien unter sehr unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt werden, können die beobachteten Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse nicht direkt mit den Studienergebnissen eines anderen Arzneimittels verglichen werden und entsprechen daher möglicherweise nicht den in der Praxis beobachteten Häufigkeiten.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheit von TECVAYLI wurde in der MajesTEC-1-Studie untersucht, die 205 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom einschloss, die das empfohlene Dosierungsschema von subkutan verabreichtem TECVAYLI als Monotherapie erhielten. Die mediane Behandlungsdauer mit TECVAYLI betrug 8.5 Monate (Spanne: 0.2 bis 40.5 Monate).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen jeglichen Grades (≥20 %) bei den Patienten waren Hypogammaglobulinämie (76 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (71 %), Neutropenie (71 %), Anämie (56 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (56 %), Fatigue (43 %), Thrombozytopenie (42 %), Infektionen der oberen Atemwege (42 %), Reaktion an der Injektionsstelle (41 %), Lymphopenie (38 %), Diarrhö (36 %), Pyrexie (32 %), Husten (31 %), COVID-19 (29 %), Pneumonie (28 %), Schmerzen (26 %), Obstipation (25 %), Übelkeit (24 %) und Kopfschmerzen (24 %).
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wurden bei 69 % der Patienten berichtet, die TECVAYLI erhielten. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, die bei ≥2 % der Patienten berichtet wurden, waren COVID-19 Infektionen (21 %), Pneumonie (17 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (8 %), Sepsis (7 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (6 %), Pyrexie (5 %), akute Nierenschädigung (4.9 %), febrile Neutropenie (3.9 %), Infektionen der oberen Atemwege (3.4 %), Diarrhö (2.9 %), Neutropenie (2.4 %), Enzephalopathie (2.4 %), Zellulitis (2.0 %), Hypoxie (2.0 %), Blutung (2.0 %) und Harnwegsinfektion (2.0 %).
Bei 70 % der Patienten kam es zu Dosisunterbrechungen (Dosisverzögerungen und Dosisauslassungen) von TECVAYLI aufgrund von unerwünschten Wirkungen. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen (≥5 %), die zu Dosisunterbrechungen führten, waren Neutropenie (29 %), COVID-19 Infektion (18 %), Pneumonie (8 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (8 %) und Pyrexie (8 %).
Eine Dosisreduktion von TECVAYLI aufgrund von unerwünschten Wirkungen trat bei einem Patienten (0.5 %) wegen einer Neutropenie auf.
Zu einem dauerhaften Abbruch von TECVAYLI aufgrund von unerwünschten Wirkungen kam es bei 11 Patienten (5.4 %).
Liste der unerwünschten Wirkungen
In Tabelle 7 sind unerwünschte Wirkungen aufgeführt, die bei Patienten berichtet wurden, welche TECVAYLI erhielten.
Die in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitskategorien sind die unerwünschten Wirkungen absteigend nach ihrer Häufigkeit aufgeführt.

Tabelle 7: Unerwünsc
hte Wirkungen bei
Patienten mit
Multiplem Myelom,
die in der MajesTEC-
1 Studie mit TECVAYL
I behandelt wurden
Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit (alle      N=205
                                            Grade)                
Inzidenz (%)
Alle Grade            Grad 3 oder höher
Infektionen und       Infektionen der       Sehr häufig           86 (42 %)             11 (5.4 %)
parasitäre Erkrankun  oberen Atemwege1                                                  
gen                                                                                     
COVID-19 Infektion2   Sehr häufig           60 (29 %)             46 (22 %)
Pneumonie3            Sehr häufig           58 (28 %)             40 (20 %)
Harnwegsinfektion4    Sehr häufig           27 (13 %)             11 (5.4 %)
Sepsis5               Sehr häufig           21 (10 %)             19 (9.3 %)
Cellulitis            Häufig                9 (4.4 %)             6 (2.9 %)
Progressive multifok  Häufig                2 (1 %)               2 (1 %)
ale Leukoenzephalopa                                              
thie (PML)                                                        
Erkrankungen des      Neutropenie           Sehr häufig           146 (71 %)            134 (65 %)
Blutes und des                                                                          
Lymphsystems                                                                            
Anämie6               Sehr häufig           114 (56 %)            76 (37 %)
Thrombozytopenie      Sehr häufig           87 (42 %)             50 (24 %)
Lymphopenie           Sehr häufig           78 (38 %)             74 (36 %)
Leukopenie            Sehr häufig           40 (20 %)             20 (9.8 %)
Febrile Neutropenie   Häufig                12 (5.9 %)            9 (4.4 %)
Erkrankungen des      Hypogammaglobulinämi  Sehr häufig           155 (76 %)            3 (1.5 %)
Immunsystems          e7                                                                
Zytokinfreisetzungss  Sehr häufig           145 (71 %)            1 (0.5 %)
yndrom (CRS)                                                      
Stoffwechsel- und     Hypokaliämie          Sehr häufig           30 (15 %)             10 (4.9 %)
Ernährungsstörungen                                                                     
Verminderter Appetit  Sehr häufig           29 (14 %)             2 (1.0 %)
Hypophosphatämie      Sehr häufig           28 (14 %)             14 (6.8 %)
Hypomagnesiämie       Sehr häufig           24 (12 %)             1 (0.5 %)
Hyperkalzämie         Sehr häufig           22 (11 %)             5 (2.4 %)
Hyponatriämie         Häufig                20 (9.8 %)            11 (5.4 %)
Hypokalzämie          Häufig                18 (8.8 %)            1 (0.5 %)
Hyperkaliämie         Häufig                12 (5.9 %)            2 (1.0 %)
Hypoalbuminämie       Häufig                9 (4.4 %)             2 (1.0 %)
Hyperamylasämie       Häufig                6 (2.9 %)             4 (2.0 %)
Hypoglykaemie         Häufig                4 (2.0 %)             0
Erkrankungen des      Kopfschmerzen         Sehr häufig           50 (24 %)             1 (0.5 %)
Nervensystems                                                                           
Periphere Neuropathi  Sehr häufig           35 (17 %)             1 (0.5 %)
e8                                                                
Enzephalopathie9      Sehr häufig           21 (10 %)             1 (0.5 %)
Immuneffektorzellen-  Häufig                9 (4.4 %)             1 (0.5 %)
assoziiertes Neuroto                                              
xizitätssyndrom                                                   
(ICANS)                                                           
Gefässerkrankungen    Blutung10             Sehr häufig           32 (16 %)             6 (2.9 %)
Hypertonie11          Sehr häufig           28 (14 %)             12 (5.9 %)
Hypotonie             Sehr häufig           21 (10 %)             4 (2.0 %)
Erkrankungen der      Husten12              Sehr häufig           63 (31 %)             0
Atemwege, des                                                                           
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Dyspnoe13             Sehr häufig           34 (17 %)             6 (2.9 %)
Hypoxie               Häufig                19 (9.3 %)            9 (4.4 %)
Erkrankungen des      Diarrhö14             Sehr häufig           73 (36 %)             7 (3.4 %)
Gastrointestinaltrak                                                                    
ts                                                                                      
Obstipation           Sehr häufig           52 (25 %)             0
Übelkeit              Sehr häufig           49 (24 %)             1 (0.5 %)
Erbrechen             Sehr häufig           29 (14 %)             2 (1.0 %)
Abdominalschmerz15    Sehr häufig           27 (13 %)             2 (1.0 %)
Skelettmuskulatur-,   Schmerzen des         Sehr häufig           115 (56 %)            16 (7.8 %)
Bindegewebs- und      Muskel- und Skeletts                                              
Knochenerkrankungen   ystems16                                                          
Muskelspasmen         Häufig                19 (9.3 %)            0
Allgemeine Erkrankun  Fatigue17             Sehr häufig           88 (43 %)             9 (4.4 %)
gen und Beschwerden                                                                     
am Verabreichungsort                                                                    
Reaktionen an der     Sehr häufig           85 (41 %)             1 (0.5 %)
Injektionsstelle18                                                
Pyrexie               Sehr häufig           65 (32 %)             1 (0.5 %)
Schmerz19             Sehr häufig           54 (26 %)             4 (2.0 %)
Ödem20                Sehr häufig           35 (17 %)             0
Untersuchungen        Transaminasenerhöhun  Sehr häufig           26 (13 %)             6 (2.9 %)
                      g21                                                               
Alkalische Phosphata  Sehr häufig           21 (10 %)             5 (2.4 %)
se im Blut erhöht                                                 
Gamma-Glutamyltransf  Häufig                20 (9.8 %)            7 (3.4 %)
erase erhöht                                                      
Lipase erhöht         Häufig                15 (7.3 %)            3 (1.5 %)
Blutkreatinin erhöht  Häufig                13 (6.3 %)            0
Alle unerwünschten
Ereignisse sind
gemäss MedDRA
Version 24.0 kodiert
. Hinweis: Die
Auflistung umfasst
die Diagnose von
CRS und ICANS; die
Symptome von CRS
oder ICANS sind
ausgeschlossen. 1
Infektion der
oberen Atemwege
umfasst Infektion
der oberen Atemwege
durch Adenoviren,
Bronchitis, Bronchit
is viral, chronische
 Sinusitis, Nasophar
yngitis, Pharyngitis
, Respiratory
Syncytial Virus-Infe
ktion, Atemwegsinfek
tion, bakterielle
Atemwegsinfektion,
Virusinfektion der
Atemwege, Rhinitis,
Rhinovirusinfektion,
 Sinusitis, Tracheit
is, Infektion der
oberen Atemwege,
bakterielle Infektio
n der oberen Atemweg
e, Virusschnupfen
und virale Infektion
 der oberen Atemwege
. 2 COVID-19 Infekti
on umfasst asymptoma
tische COVID-19
Infektion und
COVID-19 3 Pneumonie
 umfasst Enterobacte
r-Pneumonie, Infekti
on der unteren
Atemwege, virale
Infektion der
unteren Atemwege,
Metapneumovirus-Pneu
monie, Pneumocystis
jirovecii-Pneumonie,
 Pneumonie, adenovir
ale Pneumonie,
bakterielle Pneumoni
e, Pneumonie durch
Escherichia, Pneumon
ie durch Klebsiella,
 Pneumonia moraxella
, Pneumonie durch
Pneumokokken,
Pneumonie durch
Pseudomonas, Pneumon
ie durch Respiratory
 Syncytial Virus,
Staphylokokken-Pneum
onie, Pneumonie
durch Streptokokken
und virale Pneumonie
. 4 Harnwegsinfektio
n umfasst Zystitis,
Zystitis escherichia
, Zystitis klebsiell
a, Harnwegsinfektion
 durch Escherichia,
Harnwegsinfektion
und bakterielle
Harnwegsinfektion.
5 Sepsis umfasst
Bakteriämie, bakteri
elle Sepsis, Bakteri
ämie im Zusammenhang
 mit einem Medizinpr
odukt, Bakteriämie
durch Escherichia,
Sepsis durch Meningo
kokken, Neutropene
Sepsis, Pseudomonas-
Bakteriämie, Sepsis
durch Pseudomonas,
Sepsis und Staphylok
okken-Bakteriämie.
6 Anämie umfasst
Anämie, Eisenmangela
nämie, leukoerythrob
lastische Anämie
und Anämie mikrozytä
r. 7 Hypogammaglobul
inämie umfasst
Patienten mit
unerwünschten
Ereignissen von
Hypogammaglobulinämi
e, Hypoglobulinämie,
 Immunglobuline
vermindert und/oder
Patienten mit
Labor-IgG-Werten
unter 500 mg/dl
nach Behandlung mit
Teclistamab. 8
Periphere Neuropathi
e umfasst Dysästhesi
e, Hypoästhesie,
orale Hypoästhesie,
Neuralgie, Parästhes
ie, periphere
sensorische Neuropat
hie und Ischialgie.
9 Enzephalopathie
umfasst Verwirrtheit
, getrübter Bewussts
einszustand, Letharg
ie, eingeschränktes
Erinnerungsvermögen
und Somnolenz. 10
Blutung umfasst
Bindehautblutung,
Epistaxis, gastroint
estinale Blutung,
Zahnfleischbluten,
Hämatochezie,
Hämatom, Hämaturie,
Hämoperitoneum,
Hämorrhoidenblutung,
 Hämorrhoiden,
untere gastrointesti
nale Blutung,
Meläna, Mundblutung,
 Rektalblutung,
subdurales Hämatom
und Glaskörperblutun
g. 11 Hypertonie
umfasst Blutdruck
erhöht, essentielle
Hypertonie, Hyperton
ie und mittlerer
arterieller Druck
erhöht. 12 Husten
umfasst allergischer
 Husten, Husten,
Husten mit Auswurf
sowie Hustensyndrom
der oberen Atemwege.
 13 Dyspnea umfasst
Akutes respiratorisc
hes Versagen,
Dyspnoe, Dyspnoe
bei Anstrengung und
respiratorische
Insuffizienz. 14
Diarrhö umfasst
bakterielle Diarrhö
und Diarrhö 15
Abdominalschmerz
umfasst abdominale
Beschwerden, Abdomin
alschmerz und
Schmerzen Oberbauch.
 16 Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems umfasst
Arthralgie, Rückensc
hmerzen, Knochenschm
erzen, muskuloskelet
tale Thoraxschmerzen
, Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems, Myalgie,
Nackenschmerzen und
Schmerzen in den
Extremitäten. 17
Fatigue umfasst
Asthenie, Fatigue
und Unwohlsein. 18
Reaktionen an der
Injektionsstelle
umfasst Pruritus an
der Verabreichungsst
elle, Reaktion an
der Verabreichungsst
elle, Erythem an
der Applikationsstel
le, Blauer Fleck an
der Injektionsstelle
, Zellulitis an der
Injektionsstelle,
Beschwerden an der
Injektionsstelle,
Erythem an der
Injektionsstelle,
Hämatom an der
Injektionsstelle,
Verhärtung an der
Injektionsstelle,
Entzündung an der
Injektionsstelle,
Ödem an der Injektio
nsstelle, Schmerzen
an der Injektionsste
lle, Juckreiz an
der Injektionsstelle
, Ausschlag an der
Injektionsstelle,
Reaktion an der
Injektionsstelle
und Schwellung an
der Injektionsstelle
. 19 Schmerz umfasst
 Brustschmerz,
Brustkorbschmerz,
Ohrschmerzen,
Augenschmerzen,
Flankenschmerz,
Zahnfleischschmerz,
Leistenschmerzen,
Thoraxschmerz nicht
kardialen Ursprungs,
 Mundschmerzen,
Schmerzen im Orophar
ynx, Schmerz,
Kieferschmerzen,
Wirbelsäulenschmerz,
 Zahnschmerzen und
Tumorschmerz. 20
Ödem umfasst Gesicht
södem, Flüssigkeitsü
berlastung, Ödem
peripher, periphere
Schwellung und
schwellendes Gesicht
. 21 Transaminasener
höhung umfasst
Alaninaminotransfera
se erhöht, Aspartata
minotransferase und
Aspartataminotransfe
rase erhöht.

 
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Zytokinfreisetzungssyndrom
In der MajesTEC-1-Studie (N=205) wurde bei 71 % der Patienten nach der Behandlung mit TECVAYLI ein Zytokinfreisetzungssyndrom berichtet, wobei das CRS bei 51 % der Patienten vom Grad 1, bei 20 % vom Grad 2 und bei 0.5 % vom Grad 3 war. Bei einem Drittel (33 %) der Patienten trat mehr als ein CRS-Ereignis auf. Bei den meisten Patienten trat das CRS nach der Titrationsdosis 1 (42 %), nach der Titrationsdosis 2 (35 %) oder nach der ersten Behandlungsdosis (24 %) auf. Bei 2 % der Patienten trat nach den nachfolgenden Dosen von TECVAYLI erstmals ein CRS auf.
Die häufigsten (≥3 %) mit CRS assoziierten Anzeichen und Symptome waren Fieber (70 %), Hypoxie (12 %), Schüttelfrost (12 %), Hypotonie (11 %), Sinustachykardie (8 %), Kopfschmerzen (6 %) und erhöhte Leberenzyme (Aspartat-Aminotransferase und Alanin-Aminotransferase erhöht) (jeweils 3 %).
Neurologische Toxizitäten
In der MajesTEC-1-Studie (N=205) kam es bei 57 % der mit TECVAYLI behandelten Patienten zu neurologischen Toxizitäten. Die meisten neurologischen Toxizitätsereignisse waren vom Grad 1 (25 %) und Grad 2 (26 %). Die am häufigsten gemeldeten neurologischen Toxizitäten waren Kopfschmerzen (24 %), Enzephalopathie (9 %), Schlaflosigkeit (9 %), Verwirrtheit (6 %), Schwindel (7 %) und periphere sensorische Neuropathie (6 %). Bei 6 % der Patienten traten neurologische Toxizitäten der Grade 3 oder 4 auf. Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom trat bei jeweils einem Patienten auf.
ICANS wurde bei 4.4 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten. ICANS trat bei 1 % der Patienten rezidivierend auf. Bei den meisten Patienten trat ICANS nach der Titrationsdosis 1 (1.0 %), der Titrationsdosis 2 (1.0 %) oder der ersten Behandlungsdosis (1.5 %) auf. Bei weniger als 2 % der Patienten trat ICANS erstmals im Rahmen von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten eines ICANS betrug 3 Tage (Bereich: 2 bis 5 Tage) nach der letzten Dosis mit einer medianen Dauer von 2 Tagen (Bereich: 1 bis 20 Tage). Die häufigsten klinischen Manifestationen von ICANS waren Verwirrtheit (2 %), Aphasie (1 %) und Dysgraphie (1 %).
Infektionen
In der MajesTEC-1-Studie (N=205) traten opportunistische Infektionen bei 11.7 % der Patienten auf, wobei 6.3 % der Infektionen vom Grad 3 oder höher waren. Die häufigste opportunistische Infektion war eine Pneumocystis jirovecii Pneumonie (3.4 %). In der MajesTEC-1 Studie gab es zwei Fälle von progressiver multifokaler Leukoenzephalophathie (PML, siehe Tabelle 7), einschliesslich einem tödlichen Fall. In einer Kombinationsstudie von Teclistamab mit einer anderen Anti-Myelomtherapie wurden zwei tödliche Fälle von PML beobachtet. Neue oder reaktivierte Virusinfektionen, die während der Therapie mit TECVAYLI auftraten, waren das Adenovirus (3.0 %), das Hepatitis-B-Virus (HBV) (0.5 %), das Cytomegalovirus (CMV) (3.0 %) und das Herpes-simplex-Virus (HSV) (1.0 %).
Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten bei 29 % (60/205) der Patienten COVID-19 Infektionen auf, und bei 11 % (22/205) der Patienten waren die COVID-19 Infektionen tödlich.
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
Systemische Reaktionen
Bei 2.0 % der Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten systemische Verabreichungsreaktionen auf, darunter eine rezidivierende Pyrexie vom Grad 1 und eine geschwollene Zunge vom Grad 1.
Lokale Reaktionen
Bei 40 % der Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten Reaktionen an der Injektionsstelle auf. Diese waren bei 36 % der Patienten vom Grad 1 und bei 4.4 % vom Grad 2.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome
Die maximal verträgliche Dosis von Teclistamab wurde nicht bestimmt. In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu 6 mg/kg Körpergewicht verabreicht.
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Zeichen oder Symptome von unerwünschten Wirkungen überwacht werden, und es sollten sofort geeignete allgemeine symptomatische Massnahmen eingeleitet werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
L01FX24
Wirkungsmechanismus
Teclistamab ist ein bispezifischer IgG4 Antikörper, welcher sowohl an den CD3-Rezeptor auf der Oberfläche von T-Zellen als auch an das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) bindet. BCMA wird vorwiegend auf der Oberfläche von Zellen der B-Linie des malignen Multiplen Myeloms sowie von B-Zellen im Spätstadium und Plasmazellen exprimiert. Die Bindung an T-Zellen und BCMA führt zu einer Aktivierung der T-Zellen und der anschliessenden Lyse der BCMA+ Zellen.
Pharmakodynamik
Im ersten Monat der Behandlung mit Teclistamab wurden eine Aktivierung und Umverteilung der T-Zellen, eine Verringerung der B-Zellen und eine Induktion von Serumzytokinen beobachtet.
Innerhalb eines Monats zeigte sich bei der Mehrheit der ansprechenden Patienten eine Verringerung des löslichen BCMA.
Immunogenität
Patienten, die im Rahmen der MajesTEC-1-Studie mit einer subkutanen Teclistamab-Monotherapie behandelt wurden (N=238), wurden mit einem Immunoassay auf Elektrochemilumineszenzbasis auf Antikörper gegen Teclistamab untersucht. Ein Patient (0.4 %) entwickelte niedrige Titer von neutralisierenden Antikörpern gegen Teclistamab.
Auswirkung auf das QT/QTc-Intervall und die Elektrophysiologie des Herzens
Es wurde keine klinische QT-Studie durchgeführt. Bei der empfohlenen Behandlungsdosis (1.5 mg/kg) von TECVAYLI wurde keine klinisch relevante QTc-Verlängerung berichtet.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit der Monotherapie mit TECVAYLI wurde bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom in einer einarmigen, offenen, multizentrischen Studie (MajesTEC-1) untersucht. Sie schloss Patienten ein, die zuvor bereits mindestens drei Therapienlinien erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen Wirkstoff und einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper. Die Studie schloss folgende Patienten aus: Patienten mit Hyperkalzämie (> 3,5 mmol/l), Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 1.5 mg/dl oder Kreatinin-Clearance < 40 ml/min), Anämie (Hämoglobin < 80 g/l), ECOG-Performance-Status > 1, ZNS-Beteiligung, andere durch Plasmazellen oder monoklonale Proteine ausgelöste Erkrankungen, Infektionen (HIV, AIDS, HBV, HCV) / aktive oder dokumentierte Autoimmunerkrankungen in der Vorgeschichte (mit Ausnahme von Vitiligo, Typ-1-Diabetes und früherer Autoimmunthyreoiditis), Herzerkrankungen (kongestive Herzinsuffizienz NYHA-Klasse III oder IV, Myokardinfarkt oder CABC ≤6 Monate vor Studienbeginn, klinisch signifikante ventrikuläre Arrhythmien oder ungeklärte Synkopen in der Vorgeschichte, schwere nicht-ischämische Kardiomyopathie in der Vorgeschichte), einem Schlag- oder Krampfanfall innerhalb der letzten sechs Monate sowie Patienten, die innerhalb von 4 Wochen vor der ersten TECVAYLI Dosis abgeschwächte Lebendimpfstoffe erhalten haben.
Die Patienten erhielten anfängliche Titrationsdosen von 0.06 mg/kg und 0.3 mg/kg TECVAYLI subkutan verabreicht, gefolgt von der Behandlungsdosis von 1.5 mg/kg TECVAYLI subkutan einmal wöchentlich bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität (siehe Dosierung/Anwendung). Bei Patienten, die über mindestens 6 Monate mindestens ein vollständiges Ansprechen (CR oder besser) zeigten, konnte die Dosierungshäufigkeit auf 1.5 mg/kg subkutan alle zwei Wochen bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität reduziert werden (siehe Dosierung/Anwendung - Empfohlenes Dosierungsschema).
Die Wirksamkeitspopulation umfasste 163 Patienten, bestehend aus 125 Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie und 38 Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie. Das mediane Alter betrug 64 Jahre (Spanne: 32-83 Jahre), wobei 13 % der Patienten ≥75 Jahre waren; 58 % waren männlich; 82 % waren weiss,14 % waren schwarz, 2 % waren Asiaten. Nach dem International Staging System (ISS) befanden sich bei Studienbeginn 50 % im Stadium I, 34 % im Stadium II und 16 % im Stadium III. Eine Hochrisiko-Zytogenetik (Vorhandensein von del(17p), t(4;14) oder t(14; 16)) lag bei 26 % der Patienten vor. 19 % der Patienten hatten extramedulläre Plasmozytome.
Die mediane Zeit seit der Erstdiagnose des Multiplen Myeloms bis zur Aufnahme in die Studie betrug 6.4 Jahre (Spanne: 0.9-24.1 Jahre). Die mediane Anzahl der vorangegangenen Therapielinien betrug 5 (Spanne: 2-14), wobei 20 % der Patienten drei vorherige Therapielinien erhalten hatten, und 79 % waren refraktär gegenüber einer Dreifachtherapie (PI, einem IMiD-Wirkstoff und einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper). 83 % der Patienten hatten eine vorherige Stammzelltransplantation erhalten, 23 % eine vorherige Anti-BCMA-Therapie (27/38 Patienten erhielten zuvor eine Therapie mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) und 15/38 Patienten wurden mit chimären Antigenrezeptor T-Zellen (CAR-T) behandelt). Die mediane Dauer der Exposition war 4.6 Monate (Bereich: 0.03 bis 10.15 Monate), die mediane Dauer der Nachbeobachtung war 6.4 Monate (Bereich: 0.03 bis 10.71 Monate).
Die Wirksamkeitsergebnisse basierten auf der Gesamtansprechrate (ORR; primärer Endpunkt), die durch die Bewertung des unabhängigen Prüfungsausschusses anhand der IMWG 2016-Kriterien bestimmt wurde (siehe Tabelle 8, Stichtag 07. September 2021).

Tabelle 8: Ergebnisse zur Wirksamkeit aus der MajesTEC-1-Studie
                                                                                N=163
Gesamtansprechrate (ORR: sCR+CR+VGPR+PR) n (%)                                  93 (57 %)
95 % KI (%)                                                                     (49.1 %, 64.8 %)
Vollständiges Ansprechen oder bessera                                           33 (20 %)
Sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR)                                         47 (29 %)
Partielles Ansprechen (PR)                                                      13 (8 %)
a Vollständiges Ansprechen oder besser = Stringentes vollständiges Ansprechen
(sCR) + vollständiges Ansprechen (CR)

 
In einer separaten Auswertung des primären Endpunkts für Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) betrug die ORR 61.6 % (77/125; 95 % KI: 52.5 %, 70.2 %) und für Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie 42.1 % (16/38; 95 % KI: 26.3 %, 59.2 %), bei einem medianen Follow-up von 6.5 bzw. 6.1 Monaten.
Bei einem aktualisierten klinischen Cut-off am 16. März 2022 nach einem medianen Follow-up von 12.7 Monaten in der Wirksamkeitspopulation (N=163) betrug die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (TTR) 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) war 14.9 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE (nicht schätzbar)) und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 8.8 Monate (95 % KI: 5.8 bis 11.5 Monate). Das mediane Gesamtüberleben (OS) war bei 16.0 Monaten (95 % KI: 12.2 bis NE) noch nicht reif.
Beim aktualisierten klinischen Cut-off in Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) nach einem medianen Follow-up von 12.9 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane DOR 14.9 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE) und das mediane PFS 9.8 Monate (95 % KI: 6.8 bis 16.0 Monate). Das geschätzte mediane OS war bei 16.0 Monaten (95 % KI: 12.1 bis NE) noch nicht reif.
Beim aktualisierten klinischen Cut-off in Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie (N=38) nach einem medianen Follow-up von 12.5 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 4.9 Monate), die mediane DOR war nicht abschätzbar und das mediane PFS war 4.5 Monate (95 % KI: 1.3 bis NE). Das geschätzte mediane OS war bei 14.4 Monaten (95 % KI: 8.3 bis NE) noch nicht reif.
Beim finalen klinischen Cut-off am 22 August 2023 nach einem medianen Follow-up von 29.4 Monaten in der Wirksamkeitspopulation (N=165) betrug die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (TTR) 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) war 18.7 Monate (95 % KI: 14.5 bis 28.4) und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 9.2 Monate (95 % KI: 6.9 bis 13.8). Das mediane Gesamtüberleben (OS) lag bei 17.7 Monaten (95 % KI: 13.1 bis 26.3).
Beim finalen klinischen Cut-off in Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) nach einem medianen Follow-up von 29.5 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane DOR 21.6 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE (nicht schätzbar)) und das mediane PFS 10.8 Monate (95 % KI: 7.6 bis 16.2). Das geschätzte mediane OS lag bei 19.8 Monaten (95 % KI: 12.7 bis 29.9).
Beim finalen klinischen Cut-off in Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie (N=40) nach einem medianen Follow-up von 28.0 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 4.9 Monate), die mediane DOR 14.8 Monate (95 % KI: 8.0 bis 22.6) und das mediane PFS 4.5 Monate (95 % KI: 1.3 bis 11.6). Das geschätzte mediane OS lag bei 15.5 Monaten (95 % KI: 8.3 bis 27.9).

Pharmakokinetik

Teclistamab zeigte nach subkutaner Verabreichung eine annähernd dosisproportionale Pharmakokinetik über einen Dosisbereich von 0.08 bis 3 mg/kg (das 0.05- bis 2.0-Fache der empfohlenen Dosis). 90 % der Steady-State-Exposition wurde nach 12 wöchentlichen Behandlungsdosen erreicht. Das mittlere Akkumulationsverhältnis zwischen der ersten und 13. wöchentlichen Behandlungsdosis von Teclistamab 1,5 mg/kg betrug das 4,2-fache für Cmax, das 4,1-fache für Ctrough und das 5,3-fache für AUCtau.
Die Cmax, Ctrough und AUCtau von Teclistamab sind in Tabelle 9 aufgeführt.

Tabelle 9: Pharmakokinetische Parameter von Teclistamab für die 13.
empfohlene wöchentliche Behandlungsdosis (1.5 mg/kg) bei Patienten mit
rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom in der MajesTEC-1-Studie
Pharmakokinetische Parameter                                                    Teclistamab Geometri
                                                                                scher Mittelwert
                                                                                (CV%)
Cmax (µg/ml)                                                                    23.8 (55 %)
Ctrough (µg/ml)                                                                 21.1 (63 %)
AUCtau (µg·h/ml)                                                                3838 (57 %)
Cmax = maximal beobachtete Serumkonzentration von Teclistamab; Ctrough =
Serumkonzentration von Teclistamab vor der nächsten Dosis; CV = geometrischer
Variationskoeffizient; AUCtau = Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve
über das wöchentliche Dosierungsintervall.

 
Absorption
Die mittlere Bioverfügbarkeit nach subkutaner Verabreichung von Teclistamab betrug 72 %. Der Median (Bereich) der Tmax von Teclistamab nach der ersten und 13. Behandlungsdosis betrug 139 Stunden (19 bis 168 Stunden) bzw. 72 Stunden (24 bis 168 Stunden).
Distribution
Basierend auf dem populationspharmakokinetischen Modell betrug das mittlere Verteilungsvolumen 5.63 Liter (Variationskoeffizient (VK) von 29 %).
Metabolismus
Keine Daten.
Elimination
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass die Teclistamab-Clearance im Laufe der Zeit abnimmt, mit einer mittleren maximalen Reduktion (VK%) von 40.8 % (56 %) vom Ausgangswert bis zur 13. wöchentlichen Behandlungsdosis. Der geometrische Mittelwert (VK%) der Clearance zum Zeitpunkt der 13. wöchentlichen Behandlungsdosis beträgt 0.472 Liter/Tag (64 %). Bei Patienten, die Teclistamab nach der 13. wöchentlichen Behandlungsdosis absetzen, wird erwartet, dass die Teclistamab-Konzentration gegenüber Cmax nach einer medianen Zeit (5. bis 95. Perzentil) von 15 Tagen (7 Tage bis 33 Tage) nach Tmax um 50 %, respektive nach einer medianen Zeit von 69 Tagen (32 Tage bis 163 Tage) nach Tmax um 97 % reduziert ist.
Eine pharmakokinetische Populationsanalyse (basierend auf der MajesTEC-1-Studie) zeigte, dass lösliches BCMA keinen Einfluss auf die Serumkonzentrationen von Teclistamab hatte.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass leichte Leberfunktionsstörungen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten. Es liegen keine Daten für Patienten mit mittelschwerer und schwerer Leberfunktionsstörung vor.
Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörungen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten. Es liegen keine ausreichenden Daten von Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen vor.
Alter und Geschlecht
Die Pharmakokinetik von TECVAYLI bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass Alter (24 bis 84 Jahre) und Geschlecht keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten.

Präklinische Daten

In der 5-wöchigen Toxizitätsstudie an Cynomolgus-Affen mit wöchentlicher intravenöser Verabreichung von Dosen bis zu 30 mg/kg/Woche (entspricht dem 22-fachen der empfohlenen Höchstdosis für Menschen auf der Grundlage der AUC-Exposition) wurden keine Effekte auf klinische oder immunologische Parameter und Sicherheitspharmakologie gesehen. Aufgrund der geringeren Bindungsaffinität an Affen-BCMA im Vergleich zu humanem BCMA und der fehlenden pharmakodynamischen Aktivität bei klinisch relevanten Dosen, können aus den nichtklinischen Studien keine klinischen Grenzwerte für die Sicherheit abgeleitet werden und die Studie kann nicht angemessen über die Sicherheit im Menschen informieren.
Kanzerogenität/Mutagenität
Es wurden weder Genotoxizitäts- noch Kanzerogenitätsstudien durchgeführt.
Reproduktionstoxizität
Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Untersuchung möglicher Auswirkungen von Teclistamab auf die Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und die Fertilität durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Die chemische und physikalische Stabilität von TECVAYLI nach dem Aufziehen in der Fertigspritze (PP, PC) wurde für einen Zeitraum von 20 Stunden bei 2 - 8°C im Kühlschrank und bei Raumtemperatur (15 - 30°C) gezeigt.
Aus mikrobiologischer Sicht ist TECVAYLI nach Anbruch sofort zu verwenden, es sei denn, es wurden kontrollierte und validierte aseptischen Bedingungen angewandt.
Wird TECVAYLI nach Anbruch nicht sofort verwendet, so liegen die Dauer der Lagerung und die Bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.
Nach 20 Stunden ist das nicht verwendete Arzneimittel zu entsorgen.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2-8°C) lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist vorschriftsgemäss zu entsorgen.
Art der Anwendung
TECVAYLI ist eine farblose bis hellgelbe Injektionslösung zur subkutanen Anwendung. Überprüfen Sie TECVAYLI vor der Verabreichung visuell auf Partikel oder Verfärbung. Nicht verabreichen, wenn die Lösung verfärbt oder trübe ist oder wenn Fremdkörper vorhanden sind.
TECVAYLI 10 mg/ml und TECVAYLI 90 mg/ml werden als gebrauchsfertige Injektionslösung geliefert, die vor Verabreichung nicht verdünnt werden muss.
TECVAYLI-Durchstechflaschen mit unterschiedlichen Konzentrationen sollten nicht zum Erreichen der Behandlungsdosis kombiniert werden.
Wenden Sie bei der Zubereitung und Verabreichung von TECVAYLI aseptische Verfahren an.
Vorbereitung von TECVAYLI
-Überprüfen Sie die vorgeschriebene Dosis für jede Injektion von TECVAYLI. Zur Vermeidung von Fehlern beachten Sie bei der Vorbereitung der Injektion die folgenden Tabellen.
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 10 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die Titrationsdosis 1 unter Verwendung von TECVAYLI 10 mg/ml.

Tabelle 10: Injektio
nsvolumina von
TECVAYLI: 10 mg/ml
für die Titrationsdo
sis 1 (0.06 mg/kg)
Titrationsdosis 1     Körpergewicht (kg)    Gesamtdosis (mg)      Injektionsvolumen     Anzahl der Durchstec
0.06 mg/kg                                                        (ml)                  hflaschen (1 Durchst
                                                                                        echflasche = 3 ml)
                      35-39                 2.2                   0.22                  1
40-44                 2.5                   0.25                  1
45-49                 2.8                   0.28                  1
50-59                 3.3                   0.33                  1
60-69                 3.9                   0.39                  1
70-79                 4.5                   0.45                  1
80-89                 5.1                   0.51                  1
90-99                 5.7                   0.57                  1
100-109               6.3                   0.63                  1
110-119               6.9                   0.69                  1
120-129               7.5                   0.75                  1
130-139               8.1                   0.81                  1
140-149               8.7                   0.87                  1
150-160               9.3                   0.93                  1

 
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 11 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die Titrationsdosis 2 unter Verwendung von TECVAYLI 10 mg/ml.

Tabelle 11: Injektio
nsvolumen von
TECVAYLI 10 mg/ml
für die Titrationsdo
sis 2 (0.3 mg/kg)
Titrationsdosis 2     Körpergewicht (kg)    Gesamtdosis  (mg)     Injektionsvolumen     Anzahl der Durchstec
0.3 mg/kg                                                         (ml)                  hflaschen (1 Durchst
                                                                                        echflasche = 3 ml)
                      35-39                 11                    1.1                   1
40-44                 13                    1.3                   1
45-49                 14                    1.4                   1
50-59                 16                    1.6                   1
60-69                 19                    1.9                   1
70-79                 22                    2.2                   1
80-89                 25                    2.5                   1
90-99                 28                    2.8                   1
100-109               31                    3.1                   2
110-119               34                    3.4                   2
120-129               37                    3.7                   2
130-139               40                    4.0                   2
140-149               43                    4.3                   2
150-160               47                    4.7                   2

 
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 12 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die Behandlungsdosis unter Verwendung von TECVAYLI 90 mg/ml.

Tabelle 12: Injektio
nsvolumen von
TECVAYLI: 90 mg/ml
für die Behandlungsd
osis (1.5 mg/kg)
Behandlungsdosis      Körpergewicht (kg)    Gesamtdosis (mg)      Injektionsvolumen     Anzahl der Durchstec
1.5 mg/kg                                                         (ml)                  hflaschen (1 Durchst
                                                                                        echflasche = 1.7 ml)
                      35-39                 56                    0.62                  1
40-44                 63                    0.70                  1
45-49                 70                    0.78                  1
50-59                 82                    0.91                  1
60-69                 99                    1.1                   1
70-79                 108                   1.2                   1
80-89                 126                   1.4                   1
90-99                 144                   1.6                   1
100-109               153                   1.7                   1
110-119               171                   1.9                   2
120-129               189                   2.1                   2
130-139               198                   2.2                   2
140-149               216                   2.4                   2
150-160               234                   2.6                   2

 
-Nehmen Sie die TECVAYLI-Durchstechflasche in der entsprechenden Dosisstärke aus dem Kühlschrank [2-8°C] und lassen Sie sie für mindestens 15 Minuten auf Raumtemperatur [15-30°C] erwärmen. Erwärmen Sie TECVAYLI nicht auf andere Weise.
-Wenn die Temperatur erreicht ist, schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig für etwa 10 Sekunden, um den Inhalt zu mischen. Nicht schütteln.
-Ziehen Sie das erforderliche Injektionsvolumen von TECVAYLI mit Hilfe einer Transfernadel aus der/den Durchstechflasche(n) in eine Spritze geeigneter Grösse auf.
-Das Injektionsvolumen darf 2.0 ml nicht überschreiten. Wird ein Injektionsvolumen über 2.0 ml benötigt, ist die Gesamtdosis gleichmässig auf mehrere Spritzen zu verteilen.
-TECVAYLI ist mit Injektionsnadeln aus Edelstahl und Spritzenmaterial aus Polypropylen oder Polycarbonat kompatibel.
-Ersetzen Sie die Transfernadel durch eine Injektionsnadel geeigneter Grösse.
Verabreichung von TECVAYLI
-Spritzen Sie die erforderliche Menge TECVAYLI in das Unterhautgewebe des Bauches (bevorzugte Injektionsstelle). Alternativ kann TECVAYLI auch an anderen Stellen (z.B. am Oberschenkel) in das Unterhautgewebe injiziert werden. Wenn mehrere Injektionen erforderlich sind, sollten sie in mindestens 2 cm Abstand voneinander erfolgen.
-Spritzen Sie nicht in Tätowierungen oder Narben oder in Bereiche, in denen die Haut rot, gequetscht, empfindlich, verhornt oder geschädigt ist.
-Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist vorschriftsgemäss zu entsorgen.

Zulassungsnummer

68747 (Swissmedic)

Packungen

Packungen mit 1 Durchstechflasche zu 30 mg/3 ml (Titrationsdosis) [A].
Packungen mit 1 Durchstechflasche zu 153 mg/1.7 ml (Behandlungsdosis) [A].

Zulassungsinhaberin

Janssen-Cilag AG, Zug, ZG

Stand der Information

April 2025

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