ZusammensetzungWirkstoffe
Teclistamab
Hilfsstoffe
EDTA-Dinatriumsalz-Dihydrat, Eisessig, Polysorbat 20, Natriumacetat-Trihydrat, Saccharose (240 mg pro 3 ml Durchstechflasche; 140 mg pro 1.7 ml Durchstechflasche), Wasser für Injektionszwecke
Gesamtnatriumgehalt: 0.75 mg Natrium pro 3 ml Durchstechflasche; 0.43 mg Natrium pro 1.7 ml Durchstechflasche
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitTECVAYLI ist eine farblose bis hellgelbe Injektionslösung.
TECVAYLI ist in den folgenden Darreichungsformen erhältlich:
-Jede 3-ml-Durchstechflasche enthält 30 mg Teclistamab (10 mg Teclistamab pro ml)
-Jede 1.7-ml-Durchstechflasche enthält 153 mg Teclistamab (90 mg Teclistamab pro ml)
Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenTECVAYLI ist indiziert:
in Kombination mit Daratumumab für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom, die zuvor mindestens eine Therapielinie erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor und einen immunmodulatorischen Wirkstoff (siehe Klinische Wirksamkeit).
als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom, die zuvor mindestens drei Therapielinien erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen Wirkstoff und einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper, und welche eine Progredienz zur letzten Therapielinie gezeigt haben (siehe Klinische Wirksamkeit).
Dosierung/AnwendungAllgemein
Die Anwendung von TECVAYLI soll nur unter der Anleitung von ärztlichem Personal mit Erfahrung in der Behandlung von malignen hämatologischen Erkrankungen, des Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS) und von neurologischen Toxizitäten inklusive Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS) durchgeführt werden.
TECVAYLI darf nur als subkutane Injektion verabreicht werden.
Überwachung
Die Initiierung von TECVAYLI erfolgt gemäss dem Titrationsschema in Tabelle 1 und 2, um die Häufigkeit und den Schweregrad des Zytokinfreisetzungssyndroms (Cytokine Release Syndrome, CRS) zu verringern. Aufgrund des Risikos für CRS und ICANS wird empfohlen, die Patienten nach der Verabreichung sowohl der Titrationsdosis 1 als auch der Titrationsdosis 2 während 48 Stunden stationär zu überwachen. Nach der ersten Behandlungsdosis im Rahmen des TECVAYLI Titrationsschemas sollten sich die Patienten während 48 Stunden in der Nähe einer Gesundheitseinrichtung aufhalten und täglich überwacht werden (siehe Dosierung/Anwendung – Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen und Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Bei Nichteinhaltung der empfohlenen Dosierung bzw. des Dosierungsschemas zu Therapiebeginn oder bei Wiederaufnahme der Therapie nach Dosisverzögerungen kann es zu einer erhöhten Häufigkeit und Schwere von unerwünschten Ereignissen aufgrund des Wirkmechanismus von TECVAYLI kommen, insbesondere zum Zytokinfreisetzungssyndrom (siehe Dosierung/Anwendung – Dosisanpassungen und Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Zytokinfreisetzungssyndrom).
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Im Rahmen des Titrationsschemas soll vor jeder Dosis TECVAYLI eine Prämedikation verabreicht werden (siehe Dosierung/Anwendung – Prämedikation).
Empfohlenes Dosierungsschema für die Kombinationstherapie mit Daratumumab
Das Dosierungsschema für TECVAYLI in Tabelle 1 gilt für die Kombinationstherapie mit Daratumumab. Bei der Anwendung von TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab ist ausschliesslich die subkutane Formulierung von Daratumumab zu verwenden. Die Behandlung mit TECVAYLI ist bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität zu verabreichen (siehe Klinische Wirksamkeit).
Tabelle 1: TECVAYLI Dosierungssche
ma für die Kombinationstherapie
mit Daratumumab
Dosierungsschema Woche/Tag TECVAYLI Dosierunga Kombinationstherapie
Tag 0 N/A Daratumumab
Titrationsschemab Tag 1 Titrationsdosis 1 N/A
(0.06 mg/kg)c
Tag 3 Titrationsdosis 2 N/A
(0.3 mg/kg)d
Tag 7 Erste Behandlungsdos Daratumumab
is (1.5 mg/kg)e,f
Wöchentliches Dosierungsschema Wochen 2 bis 8 1.5 mg/kg einmal Daratumumab einmal
wöchentlichf,g wöchentlich
Zweiwöchentliches Dosierungsschema Wochen 9 bis 24 3 mg/kg alle 2 Daratumumab alle 2
(alle 2 Wochen) Wochenf,h Wochen
Vierwöchentliches Dosierungsschema Ab Woche 25 3 mg/kg alle 4 Daratumumab alle 4
(alle 4 Wochen) Wochenf,i Wochen
a Siehe Tabelle 3 für
Empfehlungen zur Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen. b Das
Titrationsschema ist Teil der
empfohlenen Dosierung von
TECVAYLI, ist jedoch für die
Dosierung von Daratumumab nicht
zutreffend. c Die Titrationsdosis
1 muss mindestens 20 Stunden nach
Daratumumab verabreicht werden. d
Titrationsdosis 2 kann 2 bis 4
Tage nach Titrationsdosis 1 und,
beim Auftreten von unerwünschten
Wirkungen, um deren Abklingen zu
ermöglichen, bis zu 7 Tage nach
Titrationsdosis 1 verabreicht
werden. e Die erste Behandlungsdos
is (1.5 mg/kg) kann 2 bis 4 Tage
nach Titrationsdosis 2 und, beim
Auftreten von unerwünschten
Wirkungen, um deren Abklingen zu
ermöglichen, bis zu 7 Tage nach
Titrationsdosis 2 verabreicht
werden. f Die erste Behandlungsdos
is von TECVAYLI muss mindestens 3
Stunden nach Daratumumab
verabreicht werden. Für die
nachfolgenden Dosen muss TECVAYLI
mindestens 15 Minuten nach
Daratumumab verabreicht werden. g
Zwischen den Behandlungsdosen von
1.5 mg/kg einmal wöchentlich ist
ein Mindestabstand von fünf Tagen
einzuhalten. h Zwischen den
Behandlungsdosen von 3 mg/kg alle
2 Wochen ist ein Mindestabstand
von 12 Tagen einzuhalten. i
Zwischen den Behandlungsdosen von
3 mg/kg alle 4 Wochen ist ein
Mindestabstand von 25 Tagen
einzuhalten.
Für Dosierungs- und Anwendungshinweise zu Daratumumab ist die Sektion Klinische Wirksamkeit und die Fachinformation von Daratumumab subkutan (Monotherapie) zu konsultieren.
Empfohlenes Dosierungsschema für die Monotherapie
Das empfohlene Dosierungsschema für die Verabreichung von TECVAYLI ist in Tabelle 2 dargestellt. Die empfohlene Dosierung von TECVAYLI besteht aus Titrationsdosen von 0.06 mg/kg und 0.3 mg/kg, gefolgt von Behandlungsdosen von 1.5 mg/kg einmal wöchentlich bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität. Bei Patienten mit mindestens einem vollständigen Therapieansprechen (CR oder besser) über mindestens 6 Monate kann eine reduzierte Dosierungshäufigkeit von 1.5 mg/kg alle zwei Wochen bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität in Betracht gezogen werden (siehe Klinische Wirksamkeit).
Tabelle 2: TECVAYLI Dosierungssche
ma für die Monotherapie
Dosierungsschema Tag Dosis
Alle Patienten
Titrationsschemaa Tag 1 Titrationsdosis 1 0.06 mg/kg
Tag 4b Titrationsdosis 2 0.3 mg/kg
Tag 7c Erste Behandlungsdos 1.5 mg/kg
is
Wöchentliches Dosierungsschemaa Eine Woche nach der Nachfolgende Behandl 1.5 mg/kg einmal
ersten Behandlungsdo ungsdosen wöchentlich
sis und danach
wöchentlich
Patienten mit mindestens einem
vollständigen Therapieansprechen
(CR oder besser) über mindestens
6 Monate
Zweiwöchentliches Dosierungsschema Reduzierte Dosierung
a (alle 2 Wochen) shäufigkeit von 1.5
mg/kg alle zwei
Wochen erwägen
a Siehe Tabelle 3 für
Empfehlungen zur Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen (siehe
Dosierung/Anwendung –
Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).
b Titrationsdosis 2 kann 2 bis 4
Tage nach Titrationsdosis 1 und,
um ein Abklingen von unerwünschten
Wirkungen zu ermöglichen, bis zu
7 Tage nach Titrationsdosis 1
verabreicht werden. c Die erste
Behandlungsdosis kann 2 bis 4
Tage nach Titrationsdosis 2 und,
um ein Abklingen von unerwünschten
Wirkungen zu ermöglichen, bis zu
7 Tage nach Titrationsdosis 2
verabreicht werden.
In den Tabellen 12, 13, 14 und 15 ist die Dosierung basierend auf vorgegebenen Bereichen des Körpergewichts angegeben (siehe Sonstige Hinweise – Art der Anwendung).
Prämedikation
Die folgende Prämedikation soll jeweils 1 bis 3 Stunden vor jeder Dosis des Titrationsschemas von TECVAYLI verabreicht werden, um das Risiko des Auftretens eines Zytokinfreisetzungssyndroms möglichst gering zu halten (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Zytokinfreisetzungssyndrom und Unerwünschte Wirkungen).
-Kortikosteroid (orales oder intravenöses Dexamethason, 16 mg)
-H1-Antihistaminikum (orales oder intravenöses Diphenhydramin, 50 mg oder gleichwertig)
-Antipyretika (Paracetamol, oral oder intravenös, 650 mg bis 1'000 mg oder gleichwertig)
Die Verabreichung der Prämedikation kann für folgende Patienten vor der Verabreichung von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI erforderlich sein:
-Patienten, die im Rahmen des TECVAYLI Titrationsschemas eine Dosis aufgrund einer Dosisverzögerung wiederholen (siehe Dosierung/Anwendung – Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen)
-Patienten, bei denen nach der vorherigen Dosis von TECVAYLI ein CRS aufgetreten ist (siehe Dosierung/Anwendung – Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen)
Prophylaxe einer Herpes-zoster-Virusreaktivierung
Vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI sollte eine antivirale Prophylaxe zur Vorbeugung einer Reaktivierung des Herpes-zoster-Virus gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien in Betracht gezogen werden.
Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
Wenn eine Dosis von TECVAYLI verspätet verabreicht wird, soll die Therapie gemäss den Empfehlungen in Tabelle 3 wieder aufgenommen und der Behandlungsplan entsprechend fortgesetzt werden (siehe Dosierung/Anwendung - Empfohlenes Dosierungsschema für die Monotherapie resp. für die Kombinationstherapie mit Daratumumab). Eine Prämedikation soll wie in Tabelle 3 angegeben verabreicht werden (siehe Dosierung/Anwendung – Prämedikation).
Tabelle 3: Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
Letzte verabreichte Dosis Dauer der Verzögerun Massnahme
g seit der letzten
verabreichten Dosis
Titrationsdosis 1 Mehr als 7 Tage Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 1
(0.06 mg/kg).a
Titrationsdosis 2 8 Tage bis 28 Tage Wiederholen von
Titrationsdosis 2
(0.3 mg/kg)a und
Weiterfahren mit
dem Titrationsschema
.
Mehr als 28 Tageb Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 1
(0.06 mg/kg).a
Wöchentliche Behandlungsdosis 28 Tage oder weniger Weiterfahren mit
TECVAYLI 1.5 mg/kg
wöchentlich.
29 Tage bis 56 Tageb Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 2
(0.3 mg/kg).a
Mehr als 56 Tageb Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 1
(0.06 mg/kg).a
Beliebige zweiwöchentliche (alle 2 Wochen) oder 63 Tage oder weniger Weiterfahren mit
vierwöchentliche (alle 4 Wochen) Behandlungsdosis b der zuletzt angewend
eten zweiwöchentlich
en oder vierwöchentl
ichen Dosis.
64 Tage bis 112 Tageb Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 2
(0.3 mg/kg).a
Mehr als 112 Tageb Wiederaufnahme des
Titrationsschemas
von TECVAYLI bei
Titrationsdosis 1
(0.06 mg/kg).a
a Verabreichung einer Prämedikation vor der TECVAYLI
Dosis und Überwachung (siehe Dosierung/Anwendung –
Prämedikation und Dosierung/Anwendung – Überwachung). b
Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses für die
Wiederaufnahme der Behandlung mit TECVAYLI bei
Patienten, die aufgrund von unerwünschten Wirkungen
eine Dosisverzögerung von mehr als 28 Tagen benötigen.
Dosisanpassungen
Es sollen keine Titrationsdosen von TECVAYLI ausgelassen werden.
Monotherapie: Eine Verringerung der Dosis von TECVAYLI wird nicht empfohlen.
Kombinationstherapie: Dosisanpassungen von TECVAYLI während des Titrationsschemas und der ersten Behandlungsdosis von 1.5 mg/kg werden nicht empfohlen.
Siehe Fachinformation von Daratumumab subkutan für Informationen zu Dosisanpassungen von Daratumumab.
Zur Kontrolle der auftretenden Toxizitäten können Dosisverzögerungen erforderlich sein (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Siehe Tabellen 4, 5 und 6 für empfohlene Massnahmen bei den unerwünschten Wirkungen CRS , neurologische Toxizität und ICANS (siehe Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen). Siehe Tabelle 7 für empfohlene Massnahmen bei anderen unerwünschten Wirkungen nach Verabreichung von TECVAYLI (siehe Andere unerwünschte Wirkungen).
Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen
Zytokinfreisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Das Zytokinfreisetzungssyndrom soll anhand des klinischen Erscheinungsbildes identifiziert werden (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Zytokinfreisetzungssyndrom). Andere Ursachen für Fieber, Hypoxie und Hypotonie sollen evaluiert und entsprechend behandelt werden.
Bei Verdacht auf das Zytokinfreisetzungssyndrom ist TECVAYLI so lange abzusetzen, bis die unerwünschte Wirkung abklingt (siehe Tabelle 4). Die Empfehlungen in Tabelle 4 sind bezüglich den zu treffenden Massnahmen zu berücksichtigen. Gegebenenfalls ist eine unterstützende Behandlung für das Zytokinfreisetzungssyndrom (wie fiebersenkende Mittel, intravenöse Flüssigkeitszufuhr, Vasopressoren, Sauerstoffzufuhr usw.) zu verabreichen. Laboruntersuchungen zur Überwachung der disseminierten intravasalen Koagulopathie (DIC), der hämatologischen Parameter sowie der Lungen-, Herz-, Nieren- und Leberfunktion sind in Erwägung zu ziehen.
Tabelle 4: Empfohlene Massnahmen beim
Zytokinfreisetzungssyndroms (CRS)
Grada Symptome Massnahmen
Grad 1 Temperatur ≥38°Cb -Setzen Sie TECVAYLI bis zum
Abklingen des CRS ab. -Behandlung
des CRS gemäss konsensbasierten
Leitlinien.
Grad 2 Temperatur ≥38°Cb -Setzen Sie TECVAYLI bis zum
mit entweder: Abklingen des CRS ab. -Behandlung
Hypotonie, die auf des CRS gemäss konsensbasierten
Flüssigkeitsgabe Leitlinien. -Verabreichen Sie die
anspricht und keine Prämedikation vor der nächsten Dosis
Vasopressoren von TECVAYLI.c -Patienten sollen
erfordert und/oder nach Verabreichung der nachfolgenden
, Sauerstoffbedarf Dosis von TECVAYLI für mindestens 48
über Low-Flow-Nasen Stunden überwacht werden. Patienten
kanüled oder Blow-by sind anzuweisen, sich während der
täglichen Überwachung in
unmittelbarer Nähe einer
medizinischen Einrichtung
aufzuhalten. Es sollte eine
stationäre Überwachung in Betracht
gezogen werden.c (siehe
Dosierung/Anwendung – Überwachung).
Grad 3 Temperatur ≥38°Cb Erstes Auftreten eines CRS Grad 3
mit entweder: mit einer Dauer von weniger als 48
Hypotonie, die Stunden: -Setzen Sie TECVAYLI bis
einen Vasopressor zum Abklingen des CRS ab.
mit oder ohne -Behandlung des CRS gemäss
Vasopressin erforder konsensbasierten Leitlinien.
t und/oder, -Verabreichen Sie eine unterstützende
Sauerstoffbedarf Therapie, die auch eine
über High-Flow-Nasen intensivmedizinische Versorgung
kanüled, Sauerstoffm umfassen kann. -Verabreichen Sie die
aske, Maske ohne Prämedikation vor der nächsten Dosis
Rückatmung oder von TECVAYLI.c -Patienten sollen
Venturi-Maske nach Verabreichung der nachfolgenden
Dosis von TECVAYLI für mindestens 48
Stunden stationär überwacht werden.c
(siehe Dosierung/Anwendung –
Überwachung).
Wiederholtes Auftreten eines CRS Grad
3 oder eines CRS Grad 3 mit einer
Dauer von 48 Stunden oder länger:
-Setzen Sie TECVAYLI permanent ab.
-Behandlung des CRS gemäss
konsensbasierten Leitlinien.
-Verabreichen Sie eine unterstützende
Therapie, die auch eine intensivmedizin
ische Versorgung umfassen kann.
Grad 4 Temperatur ≥38°Cb -Setzen Sie TECVAYLI permanent ab.
mit entweder: -Behandlung des CRS gemäss
Hypotonie, die konsensbasierten Leitlinien.
mehrere Vasopressore -Verabreichen Sie eine unterstützende
n (ausser Vasopressi Therapie, die auch eine
n) erfordert intensivmedizinische Versorgung
und/oder, Sauersto umfassen kann.
ffbedarf mit positiv
em Druck (z.B.
CPAP, BiPAP, Intubat
ion und mechanische
Beatmung)
a Entsprechend der Einstufung von CRS
der American Society for
Transplantation and Cellular Therapy
(ASTCT) 2019. b Auf das CRS
zurückzuführen. Fieber muss nicht
immer gleichzeitig mit Hypotonie oder
Hypoxie auftreten, da es durch die
gegebenen Medikamente wie Antipyretika
oder Antizytokine maskiert werden
kann. c Siehe Tabelle 3 für
Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen (siehe
Dosierung/Anwendung – Wiederaufnahme
der Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen). d Eine
Low-Flow-Nasenkanüle entspricht ≤6
l/min, eine High-Flow-Nasenkanüle
entspricht > 6 l/min.
Neurologische Toxizitäten und Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizitätssyndrom (ICANS)
Empfohlene Massnahmen bei neurologischen Toxizitäten und ICANS sind in Tabelle 5 und 6 zusammengefasst.
Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, einschliesslich ICANS, muss TECVAYLI abgesetzt und eine neurologische Untersuchung in Betracht gezogen werden. Andere Ursachen für neurologische Symptome müssen ausgeschlossen werden. Bei schweren oder lebensbedrohlichen neurologischen Toxizitäten sind eine intensivmedizinische Versorgung und eine unterstützende Behandlung erforderlich (siehe Warnungen und Vorsichtsmassnahmen – Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS). Die Empfehlungen gemäss Tabelle 5 und 6 sind bezüglich den zu treffenden Massnahmen zu berücksichtigen. Bezüglich einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML) sind die Vorgaben in der Rubrik Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen – Infektionen zu beachten.
Tabelle 5: Empfohlene Massnahmen bei
neurologischen Toxizitäten (ausser ICANS)
Unerwünschte Wirkung Schweregrada Massnahmen
Neurologische Toxizitätena (ausser ICANS) Grad 1 -Setzen Sie TECVAYLI
bis zum Abklingen
oder bis zur Stabili
sierung der Symptome
der neurologischen
Toxizität ab.b
Grad 2 Grad 3 (erstes Auftreten) -Setzen Sie TECVAYLI ab
bis sich die Symptome
der neurologischen
Toxizität auf Grad 1
oder weniger verbessert
haben.b -Verabreichen
Sie eine unterstützende
Therapie.
Grad 3 (rezidivierend) Grad 4 -Setzen Sie TECVAYLI
dauerhaft ab. -Verabreich
en Sie eine unterstützend
e Therapie, die auch
eine intensivmedizinische
Versorgung umfassen
kann.
a Basierend auf den allgemeinen Begriffskriterien
für unerwünschte Wirkungen des National Cancer
Institute (NCI CTCAE), Version 4.03. b Siehe
Tabelle 3 für Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
(siehe Dosierung/Anwendung – Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).
Tabelle 6: Empfohlene Massnahmen beim
Immuneffektorzellen-assoziierten
Neurotoxizitätssyndroms (ICANS)
Grada Symptomeb Massnahmen
Grad 1 ICE Score 7-9c, oder -Setzen Sie TECVAYLI bis
getrübter Bewusstseinsz zum Abklingen des ICANS
ustandd: wacht spontan ab.e -Neurologische
auf. Symptome überwachen und die
Konsultation durch einen
Neurologen oder andere
Fachärzte für die weitere
Untersuchung und Massnahmen,
inklusive der Gabe
nicht-sedierender
Antiepileptika zur
Vorbeugung von Krampfanfälle
n, in Betracht ziehen.
-Verabreichung einer
unterstützenden Therapie
gemäss konsensbasierten
Leitlinien.
Grad 2 ICE Score 3-6c, oder -Setzen Sie TECVAYLI bis
getrübter Bewusstseinsz zum Abklingen des ICANS ab.
ustandd: wacht auf -10 mg Dexamethasonf alle 6
Ansprache auf. Stunden i.v. verabreichen
und bis zur Besserung auf ≤
Grad 1 fortsetzen, dann
auszuschleichen. -Neurologis
che Symptome überwachen und
die Konsultation durch
einen Neurologen oder
andere Fachärzte für die
weitere Untersuchung und
Massnahmen, inklusive der
Gabe nicht-sedierender
Antiepileptika zur
Vorbeugung von Krampfanfälle
n, in Betracht ziehen.
-Verabreichung einer
unterstützenden Therapie
gemäss konsensbasierten
Leitlinien. -Patienten
sollen nach Verabreichung
der nachfolgenden Dosis von
TECVAYLI für mindestens 48
Stunden überwacht werden.
Patienten sind anzuweisen,
sich während der täglichen
Überwachung in unmittelbarer
Nähe einer medizinischen
Einrichtung aufzuhalten. Es
sollte eine stationäre
Überwachung in Betracht
gezogen werden. (siehe
Dosierung/Anwendung –
Überwachung).e
Grad 3 ICE Score 0-2c, oder Erstes Auftreten eines Grad
getrübter Bewusstseinsz 3 ICANS: -Setzen Sie
ustandd: erwacht nur TECVAYLI bis zum Abklingen
bei taktilem Reiz, des ICANS ab. -10 mg
oder Krampfanfälled, Dexamethasonf alle 6
entweder: -jeder Stunden i.v. verabreichen
klinische Krampfanfall, und bis zur Besserung auf ≤
fokal oder generalisie Grad 1 fortsetzen, dann
rt, der sich rasch ausschleichen. -Neurologisch
zurückbildet, oder e Symptome überwachen und
-nicht konvulsive die Konsultation durch
Krampfanfälle im EEG, einen Neurologen oder
die bei Intervention andere Fachärzte für die
abklingen, oder weitere Untersuchung und
erhöhter intrakranielle Massnahmen, inklusive der
r Druck (ICP): Gabe nicht-sedierender
fokales/lokales Ödem Antiepileptika zur
in der Neurobildgebungd Vorbeugung von Krampfanfälle
. n, in Betracht ziehen.
-Verabreichung einer
unterstützenden Therapie,
die auch eine intensivmedizi
nische Versorgung umfassen
kann, gemäss konsensbasierte
n Leitlinien. -Patienten
sollen nach Verabreichung
der nachfolgenden Dosis von
TECVAYLI für mindestens 48
Stunden stationär überwacht
werden.e
Rezidivierendes Grad 3 ICANS: -Setzen Sie
TECVAYLI dauerhaft ab. -10 mg
Dexamethasonf alle 6 Stunden i.v.
verabreichen und bis zur Besserung auf ≤
Grad 1 fortsetzen, dann ausschleichen.
-Neurologische Symptome überwachen und die
Konsultation durch einen Neurologen oder
andere Fachärzte für die weitere
Untersuchung und Massnahmen, inklusive der
Gabe nicht-sedierender Antiepileptika zur
Vorbeugung von Krampfanfällen, in Betracht
ziehen. -Verabreichung einer
unterstützenden Therapie, die auch eine
intensivmedizinische Versorgung umfassen
kann, gemäss konsensbasierten Leitlinien.
Grad 4 ICE Score 0c, oder -Setzen Sie TECVAYLI
getrübter Bewusstseinsz dauerhaft ab. -10 mg
ustandd, entweder: Dexamethasonf alle 6
-der Patient ist nicht Stunden i.v. verabreichen
erweckbar oder und bis zur Besserung auf ≤
benötigt starke oder Grad 1 fortsetzen, dann
sich wiederholende ausschleichen. -Oder
taktile Reize, um zu alternativ die Verabreichung
erwachen, oder -Stupor von Methylprednisolon
oder Koma, oder 1'000 mg täglich intravenös
Krampfanfälled, erwägen und Methylprednisolo
entweder: -lebensbedroh n 1'000 mg täglich
licher prolongierter intravenös für mindestens
Krampfanfall (Dauer > zwei Tage fortsetzen.
5 min) oder -repetitive -Neurologische Symptome
klinische oder überwachen und die
elektrische Anfälle Konsultation durch einen
ohne zwischenzeitliche Neurologen oder andere
Rückkehr zum Ausgangszu Fachärzte für die weitere
stand, oder motorisch Untersuchung und Massnahmen,
e Befunded: -tiefgreife inklusive der Gabe
nde fokale motorische nicht-sedierender
Schwäche wie Hemiparese Antiepileptika zur
oder Paraparese, Vorbeugung von Krampfanfälle
oder erhöhter ICP/zereb n, in Betracht ziehen.
rales Ödemd mit -Verabreichung einer
Anzeichen/Symptomen unterstützenden Therapie,
wie: -diffuses die auch eine intensivmedizi
Hirnödem in der nische Versorgung umfassen
Neurobildgebung oder kann, gemäss konsensbasierte
-dezerebrale oder n Leitlinien.
dekortikale Körperhaltu
ng oder -Lähmung des
VI. Hirnnervs oder
-Papillenödem oder
-Cushing-Reflex
a Entsprechend der Einstufung von ICANS
der American Society for Transplantation
and Cellular Therapy (ASTCT) 2019. b Die
Behandlung richtet sich nach dem
schwerwiegendsten Ereignis, das nicht auf
eine andere Ursache zurückzuführen ist. c
Ist der Patient erweckbar und kann eine
Beurteilung der Immuneffektorzellen-assozii
erten Enzephalopathie (ICE) durchgeführt
werden, ist Folgendes zu beurteilen:
Orientierung (Orientierung bezüglich Jahr,
Monat, Stadt, Krankenhaus = 4 Punkte);
Benennen (auf 3 Objekte zeigen/diese
benennen, z.B. Uhr, Stift, Knopf = 3
Punkte); Befolgen von Anweisungen (z.B.
"Zeigen Sie mir 2 Finger" oder "Schliessen
Sie Ihre Augen und strecken Sie die Zunge
heraus" = 1 Punkt); Schreibfähigkeit
(einen Standardsatz schreiben = 1 Punkt)
und Konzentrationsvermögen (von 100 in
Zehnerschritten rückwärts zählen = 1
Punkt). Wenn der Patient nicht erweckbar
und nicht imstande ist, die
ICE-Beurteilung durchzuführen (ICANS Grad
4) = 0 Punkte d Keiner anderen Ursache
zuzuschreiben. e Siehe Tabelle 3 für
Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
Behandlung mit TECVAYLI nach
Dosisverzögerungen (siehe Dosierung/Anwendu
ng – Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen). f Alle
Hinweise zur Verabreichung von
Dexamethason beziehen sich auf
Dexamethason oder ein gleichwertiges
Medikament.
Andere unerwünschte Wirkungen
Tabelle 7: Empfohlene Massnahmen bei
anderen unerwünschten Wirkungen
Unerwünschte Wirkung Schweregrad Massnahmen
Infektionena (siehe Warnhinweise und Alle Grade -Setzen Sie TECVAYLI
Vorsichtsmassnahmen) bei Patienten mit
aktiver Infektion
während des Titratio
nsschemas ab.b
Grad 3 -Setzen Sie die nachfolgenden
Behandlungsdosen von TECVAYLI aus
(d.h. Dosen, die anschliessend an das
TECVAYLI Titrationsschema verabreicht
werden), bis keine Anzeichen einer
aktiven Infektion mehr vorliegen.b
Grad 4 -Erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen
von TECVAYLI. -Wenn TECVAYLI nicht
dauerhaft abgesetzt wird, die
nachfolgenden Behandlungsdosen von
TECVAYLI aussetzen (d.h. Dosen, die
anschliessend an das TECVAYLI
Titrationsschema verabreicht werden),
bis keine Anzeichen einer aktiven
Infektion mehr vorliegen.b
Hämatologische Toxizitäten (siehe Absolute Neutrophilenzahl unter 0.5 x -Setzen Sie TECVAYLI
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen 109/Liter ab, bis eine
sowie Unerwünschte Wirkungen) absolute Neutrophile
nzahl von mindestens
0.5 x 109/Liter
erreicht ist.b
Febrile Neutropenie -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis eine
absolute Neutrophilenzahl von
mindestens 1.0 x 109/Liter erreicht
ist und das Fieber abklingt.b
Hämoglobin unter 8 g/dl -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis der
Hämoglobinwert mindestens 8 g/dl
beträgt.b
Monotherapie: Thrombozytenzahl unter Monotherapie: -Setzen Sie TECVAYLI
25'000/µl Thrombozytenzahl zwischen ab, bis die Thrombozytenzahl
25'000/µl und 50'000/µl mit Blutungen mindestens 25'000/µl beträgt und
Kombinationstherapie: keine Anzeichen von Blutungen mehr
Thrombozytenzahl unter 50'000/µl vorliegen.b Kombinationstherapie
: -Setzen Sie TECVAYLI ab, bis die
Thrombozytenzahl 50'000/µl oder mehr
beträgt und keine Anzeichen von
Blutungen mehr vorliegen.
Andere Nicht-hämatologische Grad 3 -Setzen Sie TECVAYLI
unerwünschte Wirkungena (siehe ab bis sich die
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen unerwünschte Wirkung
sowie Unerwünschte Wirkungen) auf Grad 1 oder
weniger verbessert
hat.b
Grad 4 -Erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen
von TECVAYLI. -Wenn TECVAYLI nicht
dauerhaft abgesetzt wird, die
nachfolgenden Behandlungsdosen von
TECVAYLI aussetzen (d.h. Dosen, die
anschliessend an das TECVAYLI
Titrationsschema verabreicht werden),
bis sich die unerwünschte Wirkung auf
Grad 1 oder weniger verbessert hat.b
a Basierend auf den allgemeinen
Begriffskriterien für unerwünschte
Wirkungen des National Cancer
Institute (NCI CTCAE), Version 4.03.
b Siehe Tabelle 3 für Empfehlungen
zur Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen
(siehe Dosierung/Anwendung –
Wiederaufnahme der Behandlung mit
TECVAYLI nach Dosisverzögerungen).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Aufgrund einer pharmakokinetischen (PK) Populationsanalyse ist bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Aufgrund einer pharmakokinetischen (PK) Populationsanalyse ist bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich (siehe Pharmakokinetik).
Pädiatrische Population
TECVAYLI ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen.
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenZytokinfreisetzungssyndrom (Cytokine Release Syndrome, CRS)
Die Behandlung mit TECVAYLI kann ein Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS), einschliesslich lebensbedrohlicher oder tödlicher Ereignisse, verursachen (siehe Unerwünschte Wirkungen). Die Mehrzahl, der nach der Verabreichung von TECVAYLI beobachteten CRS-Ereignisse waren vom Grad 1 und Grad 2 (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Klinische Anzeichen und Symptome eines CRS können u.a. Fieber, Schüttelfrost, Hypotonie, Tachykardie, Hypoxie, Kopfschmerzen und erhöhte Leberenzyme sein. Zu den potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen des CRS gehören Herzfunktionsstörungen, akutes Atemnotsyndrom (Acute Respiratory Distress Syndrome − ARDS), neurologische Toxizität, Nieren- und/oder Leberversagen und disseminierte intravasale Koagulopathie (DIC).
Um das Risiko für das Auftreten eines CRS zu verringern, ist die Behandlung gemäss dem Titrationsschema für TECVAYLI zu initiieren (siehe Tabelle 1 und 2). Bei Nichteinhaltung der empfohlenen Dosierung bzw. des Dosierungsschemas zu Therapiebeginn oder Wiederaufnahme der Therapie nach Dosisverzögerungen kann es zu einer erhöhten Häufigkeit und Schwere von unerwünschten Ereignissen aufgrund des Wirkmechanismus kommen. Zur Verringerung des CRS-Risikos soll vor jeder Dosis TECVAYLI innerhalb des Titrationsschemas eine Prämedikation verabreicht (Kortikosteroide, Antihistaminika und fiebersenkende Mittel) und die Patienten nach der Verabreichung von TECVAYLI entsprechend überwacht werden (siehe Dosierung/Anwendung – Prämedikation und Überwachung). Bei Patienten, bei denen nach der letzten Dosis ein CRS aufgetreten ist, sollen die in Tabelle 4 empfohlenen Massnahmen eingeleitet werden.
Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen eines CRS sofort einen Arzt aufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen eines CRS ist der Patient sofort hinsichtlich einer Spitaleinweisung zu beurteilen, und abhängig vom Schweregrad sind unterstützende Therapiemassnahmen einzuleiten. Die Behandlung mit TECVAYLI soll bis zum Abklingen des CRS wie in Tabelle 4 angegeben unterbrochen werden (siehe Dosierung/Anwendung – Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen).
Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS
Schwerwiegende, lebensbedrohliche oder tödliche neurologische Toxizitäten, einschliesslich Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndroms (ICANS), sind nach der Behandlung mit TECVAYLI aufgetreten (siehe Unerwünschte Wirkungen). Die Mehrzahl der neurologischen Toxizitäten waren von Grad 1 und Grad 2 (siehe Unerwünschte Wirkungen). Bei längerer Nachbeobachtung traten bei Patienten, die TECVAYLI erhielten, Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom auf. Bezüglich beschriebener Fälle von Progressiver Multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) siehe Infektionen.
Der Beginn eines ICANS kann gleichzeitig mit einem CRS, nach dessen Abklingen oder auch bei dessen Abwesenheit auftreten.
Patienten sollen während der Behandlung auf Anzeichen oder Symptome von neurologischen Toxizitäten überwacht und umgehend behandelt werden.
Patienten sind anzuweisen, beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen neurologischer Toxizitäten sofort einen Arzt aufzusuchen. Bei den ersten Anzeichen einer neurologischen Toxizität, wie ICANS, ist der Patient sofort zu untersuchen und abhängig vom Schweregrad ist eine Behandlung gemäss den Angaben in Tabelle 6 einzuleiten (siehe Dosierung/Anwendung – Massnahmen bei schweren unerwünschten Wirkungen).
Bei neurologischen Toxizitäten (ausser ICANS) oder ICANS ist die Behandlung mit TECVAYLI gemäss Tabelle 5 respektive 6 zu unterbrechen und unerwünschte Wirkungen sind gemäss den Empfehlungen in Tabelle 5 respektive 6 zu behandeln.
Infektionen
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde über das Auftreten von schweren, lebensbedrohlichen oder tödlichen Infektionen, einschliesslich opportunistischen Infektionen berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde auch über das Auftreten einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML) berichtet, die tödlich verlaufen kann (siehe Unerwünschte Wirkungen - Infektionen). Ein neues Auftreten oder Veränderungen von vorbestehenden neurologischen Anzeichen oder Symptomen ist zu überwachen. Bei Verdacht auf eine PML, ist die Behandlung mit TECVAYLI auszusetzen und eine entsprechende Diagnostik einzuleiten. TECVAYLI ist abzusetzen, wenn eine PML bestätigt wird. Bei der Therapie mit TECVAYLI traten neue oder reaktivierte Virusinfektionen auf (siehe Unerwünschte Wirkungen). Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten COVID-19 Infektionen einschliesslich schwerer und tödlicher Fälle auf (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Bei Patienten, die mit gegen B-Zellen gerichtete Arzneimittel behandelt werden, kann eine Hepatitis B Virus (HBV) Reaktivierung auftreten, die in einigen Fällen zu fulminant verlaufender Hepatitis, Leberversagen und zum Tod führen kann. Vor Beginn einer Behandlung mit TECVAYLI soll ein Screening auf HBV-Infektion, aktive HCV- und aktive HIV-Infektion gemäss klinischer Leitlinien erfolgen. Patienten, bei denen eine positive HBV-Serologie nachgewiesen wurde, sollten während der Behandlung mit TECVAYLI und für mindestens sechs Monate nach deren Beendigung auf klinische Symptome und Laborwerte, die Zeichen einer HBV-Reaktivierung sein können, überwacht werden.
Patienten sind vor und während der Behandlung mit TECVAYLI auf Anzeichen und Symptome einer Infektion zu überwachen und entsprechend zu behandeln. Infektionsschutzmassnahmen sowie die Verabreichung von Antiinfektiva, einschliesslich einer antibiotischen oder antiviralen Prophylaxe, sollen entsprechend den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien erfolgen.
Die Behandlung mit TECVAYLI ist beim Auftreten einer Infektion wie in Tabelle 7 angegeben zu unterbrechen und die Infektion gemäss den örtlichen geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien zu behandeln (siehe Dosierung/Anwendung – Dosisanpassungen).
Hypogammaglobulinämie
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, wurde über Hypogammaglobulinämie berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Während der Behandlung mit TECVAYLI ist der Immunglobulinspiegel zu überwachen und eine Behandlung mit subkutaner oder intravenöser Immunglobulintherapie (IVIG) durchzuführen, um die Serumspiegel über 400 mg/dl zu halten.
Hepatotoxizität
TECVAYLI kann Hepatoxizität, einschliesslich Todesfälle, verursachen. Bei Patienten, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis in der klinischen Studie MajesTEC-1 erhielten, gab es einen tödlichen Fall von Leberversagen.
Die Leberenzyme und das Bilirubin sollen zu Beginn und während der Behandlung wie klinisch angezeigt überwacht werden. Je nach Schweregrad ist die Behandlung mit TECVAYLI auszusetzen oder ein dauerhaftes Absetzen von TECVAYLI in Betracht zu ziehen. Die Behandlung soll gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien erfolgen (siehe Dosierung/Anwendung – Dosisanpassungen).
Impfstoffe
Die Immunreaktion auf Impfstoffe kann bei Anwendung von TECVAYLI vermindert sein.
Die Sicherheit einer Immunisierung mit Lebendvirusimpfstoffen während oder nach einer Behandlung mit TECVAYLI wurde nicht untersucht. Eine Impfung mit Lebendvirusimpfstoffen wird für die Dauer von mindestens 4 Wochen vor Beginn, während und mindestens 4 Wochen nach der Behandlung nicht empfohlen.
Neutropenie
Bei Patienten, die TECVAYLI erhalten haben, wurde über Neutropenie bzw. febrile Neutropenie berichtet (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Die Gesamtzahl der Blutzellen ist zu Beginn und in regelmässigen Abständen während der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls eine unterstützende Behandlung gemäss den örtlich geltenden Behandlungsprotokollen/Leitlinien einzuleiten.
Patienten mit Neutropenie sollten auf Anzeichen einer Infektion überwacht werden.
Die Behandlung mit TECVAYLI ist beim Auftreten einer Neutropenie wie in Tabelle 7 angegeben zu unterbrechen (siehe Dosierung/Anwendung – Dosisanpassungen).
Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung
Der Schwangerschaftsstatus von Frauen im gebärfähigen Alter ist vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI zu überprüfen. Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung und bis 5 Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden (siehe Schwangerschaft, Stillzeit).
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
TECVAYLI kann sowohl systemische auf die Verabreichung zurückzuführende Reaktionen als auch lokale Reaktionen an der Injektionsstelle hervorrufen (siehe Unerwünschte Wirkungen).
Setzen Sie TECVAYLI aus oder erwägen Sie ein dauerhaftes Absetzen von TECVAYLI je nach Schweregrad (siehe Dosierung/Anwendung – Andere unerwünschte Wirkungen).
Hilfsstoffe
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Durchstechflasche, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
InteraktionenEs wurden keine Studien zur Erfassung von Arzneimittelwechselwirkungen mit TECVAYLI durchgeführt.
Die anfängliche Freisetzung von Zytokinen im Zusammenhang mit dem Behandlungsbeginn mit TECVAYLI könnte CYP450-Enzyme unterdrücken. Auf Grundlage physiologisch basierter pharmakokinetischer (PBPK) Modelle ist das höchste Risiko für Arzneimittelinteraktionen zu Beginn des Titrationsschemas und bis zu 7 Tage nach der ersten Behandlungsdosis oder während eines CRS-Ereignisses zu erwarten. Während dieses Zeitraums sind bei Patienten, die gleichzeitig CYP450-Substrate mit einem engen therapeutischen Index erhalten, die Toxizität oder die Arzneimittelkonzentration (z.B. Cyclosporin) zu überwachen. Die Dosis des Begleitmedikaments ist bei Bedarf anzupassen.
Schwangerschaft, StillzeitGebärfähige Frauen und zeugungsfähige Männer
Schwangerschaftstest
Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss vor Beginn der Behandlung mit TECVAYLI ein Schwangerschaftstest erfolgen.
Empfängnisverhütung
Frauen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, während der Behandlung und für die ersten fünf Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI eine wirksame Empfängnisverhütung anzuwenden.
Männliche Partner von Frauen im gebärfähigen Alter sollen angewiesen werden, eine wirksame Empfängnisverhütung während der Behandlung und für drei Monate nach der letzten Dosis von TECVAYLI anzuwenden.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten über die Anwendung von TECVAYLI bei schwangeren Frauen oder tierexperimentelle Daten zur Bewertung des Risikos von TECVAYLI in der Schwangerschaft vor. Es ist bekannt, dass humanes Immunglobulin G (IgG) plazentagängig ist. Daher besteht die Möglichkeit, dass Teclistamab von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus übergeht. TECVAYLI induziert T-Zell Aktivierung und Zytokinfreisetzung, was den Schwangerschaftsverlauf beeinträchtigen kann. TECVAYLI sollte Schwangeren nicht verabreicht werden, es sei denn, es ist klar notwendig. Da TECVAYLI mit einer Hypogammaglobulinämie in Verbindung gebracht wird, sollte bei Neugeborenen von mit TECVAYLI behandelten Müttern die Bestimmung des Immunglobulinspiegels in Betracht gezogen werden.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Teclistamab bei Menschen oder Tieren in die Muttermilch ausgeschieden wird, einen Einfluss auf den gestillten Säugling hat oder die Milchbildung beeinflusst. Wegen des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen von TECVAYLI bei gestillten Säuglingen sollten Patientinnen während der Behandlung mit TECVAYLI und für mindestens fünf Monate nach der letzten Dosis nicht stillen.
Fertilität
Es liegen keine Daten zur Wirkung von TECVAYLI auf die Fertilität vor. Die Auswirkungen von TECVAYLI auf die männliche oder weibliche Fertilität wurde in tierexperimentellen Studien nicht untersucht.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenAufgrund des Potenzials für neurologische Ereignisse (einschliesslich ICANS) besteht bei Patienten, die TECVAYLI erhalten, das Risiko eines getrübten Bewusstseinszustands. Patienten sollten während 48 Stunden nach jeder Dosis innerhalb des Titrationsschemas (siehe Dosierung/Anwendung, Tabelle 1 und 2) und beim neuen Auftreten von neurologischen Symptomen bis zum Abklingen der Neurotoxizität das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen schwerer oder potenziell gefährlicher Maschinen unterlassen.
Unerwünschte WirkungenAls unerwünschte Wirkungen gelten unerwünschte Ereignisse, die anhand einer umfassenden Auswertung der verfügbaren Informationen mit der Anwendung von Teclistamab in Verbindung gebracht werden können. Ein Kausalzusammenhang mit Teclistamab kann im Einzelfall nicht zuverlässig nachgewiesen werden. Da klinische Studien unter sehr unterschiedlichen Bedingungen durchgeführt werden, können die beobachteten Häufigkeiten der unerwünschten Ereignisse nicht direkt mit den Studienergebnissen eines anderen Arzneimittels verglichen werden und entsprechen daher möglicherweise nicht den in der Praxis beobachteten Häufigkeiten.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Sicherheitsdaten von TECVAYLI stammen von 448 erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom. Davon erhielten 165 Patienten aus der MajesTEC-1 Studie TECVAYLI in subkutaner (SC) Formulierung als Monotherapie, wobei die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe 9 Monate (Spanne: 0.20 bis 41 Monate) betrug. Weitere 283 Patienten aus der MajesTEC-3 Studie erhielten TECVAYLI in SC-Formulierung in Kombination mit Daratumumab in SC-Formulierung. Die mediane Behandlungsdauer in dieser Gruppe betrug 32 Monate (Spanne: 0.03 bis 43 Monate).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen jeglichen Grades (≥20 %) bei den Patienten waren Hypogammaglobulinämie, Neutropenie, Zytokinfreisetzungssyndrom, Infektion der oberen Atemwege, Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems, Anämie, Diarrhö, Husten, Fatigue, COVID-19, Reaktion an der Injektionsstelle, Thrombozytopenie, Fieber, Pneumonie, Schmerzen, Lymphopenie, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hypokaliämie.
Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wurden bei 70 % der Patienten berichtet, die TECVAYLI erhielten. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, die bei ≥2 % der Patienten berichtet wurden, waren Pneumonie (23 %), COVID-19 Infektionen (18 %), Infektion der oberen Atemwege (10 %), Zytokinfreisetzungssyndrom (9 %), Sepsis (7 %), Fieber (5 %), febrile Neutropenie (4 %), Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems (2.7 %) und Diarrhö (2.2 %).
Liste der unerwünschten Wirkungen
In Tabelle 8 sind unerwünschte Wirkungen aufgeführt, die bei Patienten in den Studien MajesTEC-1 und MajesTEC-3 berichtet wurden.
Die in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen sind im Folgenden nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Innerhalb der einzelnen Häufigkeitskategorien sind die unerwünschten Wirkungen absteigend nach ihrer Häufigkeit aufgeführt.
Tabelle 8: Unerwünsc
hte Wirkungen bei
Patienten mit
multiplem Myelom in
den Studien MajesTEC
-1 und MajesTEC-3
Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Häufigkeit (Alle N=448
en Grade)
n (%)
Alle Grade Grad 3 oder 4
Infektionen und Infektion der Sehr häufig 287 (64 %) 49 (11 %)
parasitäre Erkrankun oberen Atemwege1
gen
COVID-192 Sehr häufig 180 (40 %) 78 (17 %)
Pneumonie3 Sehr häufig 150 (33 %) 110 (25 %)
Harnwegsinfektion4 Sehr häufig 69 (15 %) 18 (4.0 %)
Sepsis5 Sehr häufig 45 (10 %) 32 (7 %)
Progressive multifok Gelegentlich
ale Leukoenzephalopa
thie
Erkrankungen des Neutropenie Sehr häufig 340 (76 %) 322 (72 %)
Blutes und des
Lymphsystems
Anämie6 Sehr häufig 211 (47 %) 120 (27 %)
Thrombozytopenie Sehr häufig 172 (38 %) 93 (21 %)
Lymphopenie Sehr häufig 123 (27 %) 116 (26 %)
Leukopenie Sehr häufig 84 (19 %) 45 (10 %)
Febrile Neutropenie Häufig
Erkrankungen des Hypogammaglobulinämi Sehr häufig 358 (80 %) 21 (4.7 %)
Immunsystems e7
Zytokinfreisetzungss Sehr häufig 289 (65 %) 1 (0.2 %)
yndrom (CRS)
Stoffwechsel- und Hypokaliämie Sehr häufig 102 (23 %) 32 (7 %)
Ernährungsstörungen
Verminderter Appetit Sehr häufig 77 (17 %) 4 (0.9 %)
Hypophosphatämie Sehr häufig 57 (13 %) 18 (4.0 %)
Hyponatriämie Häufig
Hyperamylasämie Häufig
Erkrankungen des Kopfschmerzen Sehr häufig 113 (25 %) 5 (1.1 %)
Nervensystems
Sensorische Neuropat Sehr häufig 79 (18 %) 4 (0.9 %)
hie8
Enzephalopathie9 Sehr häufig 47 (10 %) 2 (0.4 %)
Immuneffektorzellen- Häufig
assoziiertes Neuroto
xizitätssyndrom
(ICANS)
Gefässerkrankungen Hypertonie10 Sehr häufig 54 (12 %) 23 (5 %)
Erkrankungen der Husten11 Sehr häufig 202 (45 %) 2 (0.4 %)
Atemwege, des
Brustraums und
Mediastinums
Dyspnoe12 Sehr häufig 67 (15 %) 16 (3.6 %)
Erkrankungen des Diarrhö13 Sehr häufig 205 (46 %) 16 (3.6 %)
Gastrointestinaltrak
ts
Übelkeit Sehr häufig 110 (25 %) 1 (0.2 %)
Obstipation Sehr häufig 77 (17 %) 0
Erbrechen Sehr häufig 74 (17 %) 2 (0.4 %)
Bauchschmerzen14 Sehr häufig 66 (15 %) 4 (0.9 %)
Skelettmuskulatur-, Schmerzen des Sehr häufig 229 (51 %) 18 (4.0 %)
Bindegewebs- und Muskel- und Skeletts
Knochenerkrankungen ystems15
Allgemeine Erkrankun Fatigue16 Sehr häufig 189 (42 %) 17 (3.8 %)
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Reaktion an der Sehr häufig 174 (39 %) 1 (0.2 %)
Injektionsstelle17
Fieber Sehr häufig 155 (35 %) 5 (1.1 %)
Schmerzen18 Sehr häufig 127 (28 %) 6 (1.3 %)
Ödem19 Sehr häufig 65 (15 %) 1 (0.2 %)
Untersuchungen Erhöhte Transaminase Sehr häufig 86 (19 %) 16 (3.6 %)
n20
Gewichtsverlust Sehr häufig 70 (16 %) 10 (2.2 %)
Erhöhte Gamma-Glutam Sehr häufig 48 (11 %) 12 (2.7 %)
yltransferase
Erhöhte Lipase Häufig
Hinweis: Unerwünscht
e Ereignisse wurden
gemäss NCI-CTCAE
Version 5.0 bewertet
; eine Ausnahme
bilden ICANS und
CRS, die nach dem
ASTCT-Konsensus-Grad
uierungssystem (Lee
et al. 2019) eingest
uft wurden. 1
Infektionen der
oberen Atemwege
umfassen akute
Sinusitis, Infektion
der oberen Atemwege
durch Adenoviren,
bakterielle Rhinitis
, Bronchiolitis,
Bronchitis, bakterie
lle Bronchitis,
chronische Bronchiti
s, Bronchitis
haemophilus, virale
Bronchitis, chronisc
he Sinusitis,
Nasopharyngitis,
Pharyngitis, Respira
tory Syncytial
Virus-Infektion,
Atemwegsinfektion,
bakterielle Atemwegs
infektion, virale
Atemwegsinfektion,
Rhinitis, Rhinovirus
infektion, Sinobronc
hitis, Sinusitis,
bakterielle Sinusiti
s, Tracheitis,
Tracheobronchitis,
Infektion der
oberen Atemwege,
bakterielle Infektio
n der oberen Atemweg
e, virale Rhinitis,
virale Sinusitis
und virale Infektion
der oberen Atemwege
. 2 COVID-19 umfasst
asymptomatische
COVID-19, COVID-19
und COVID-19-Pneumon
ie. 3 Pneumonie
umfasst atypische
Pneumonie, Enterobac
ter-Pneumonie,
Infektion der
unteren Atemwege,
bakterielle Infektio
n der unteren
Atemwege, virale
Infektion der
unteren Atemwege,
Metapneumovirus-Pneu
monie, Pneumonie
durch Pneumocystis
jirovecii, Pneumonie
, Pneumonie adenovir
al, Pneumonie durch
Bakterien, Pneumonie
durch Chlamydien,
Pneumonie durch
Zytomegalievirus,
Pneumonie durch
Escherichia, Pneumon
ie durch Pilze,
Pneumonie durch
Haemophilus, Pneumon
ie grippal, Pneumoni
e durch Klebsiella,
Pneumonia moraxella,
Pneumonie durch
Pneumokokken,
Pneumonie durch
Pseudomonas, Pneumon
ie durch Respiratory
-Syncytial-Virus,
Pneumonie durch
Staphylokokken,
Pneumonie durch
Streptokokken und
virale Pneumonie. 4
Harnwegsinfektion
umfasst Zystitis,
Zystitis escherichia
, Zystitis klebsiell
a, Harnwegsinfektion
durch Escherichia,
Infektion des
Urogenitaltrakts,
Harnwegsinfektion
durch Klebsiella,
akute Pyelonephritis
, Harnwegsinfektion,
bakterielle Harnweg
sinfektion, Harnwegs
infektion durch
Enterokokken und
Harnwegsinfekt
durch Pilze. 5
Sepsis umfasst
Bakteriämie, bakteri
elle Sepsis, Campylo
bacter-Bakteriämie,
Sepsis durch Campylo
bacter, Citrobacter-
Bakteriämie, Coryneb
acterium-Bakteriämie
, Bakteriämie im
Zusammenhang mit
einem Medizinprodukt
, Enterokokken-Sepsi
s, Escherichia-Bakte
riämie, Escherichia-
Sepsis, Haemophilus-
Sepsis, Klebsiella-S
epsis, Meningokokken
-Sepsis, neutropenis
che Sepsis, Pseudomo
nas-Bakteriämie,
Sepsis durch Pseudom
onas, Sepsis,
septischer Schock,
Staphylokokken-Bakte
riämie, Sepsis
durch Staphylokokken
, Streptokokkensepsi
s und Urosepsis. 6
Anämie umfasst
Anämie, Eisenmangela
nämie, leukoerythrob
lastische Anämie
und mikrozytäre
Anämie. 7 Hypogammag
lobulinämie umfasst
Patientinnen/Patient
en mit unerwünschten
Ereignissen wie
Hypogammaglobulinämi
e, Hypoglobulinämie,
erniedrigten
Immunglobulinen
und/oder Laborwerten
mit IgG < 400
mg/dl nach Behandlun
g mit TECVAYLI. 8
Sensorische Neuropat
hie umfasst Dysästhe
sie, Hyperästhesie,
Hypoästhesie,
Hypoästhesie oral,
Neuralgie, periphere
Neuropathie,
Parästhesie, Parästh
esie oral, periphere
sensorische Neuropa
thie, Ischialgie,
brennendes Gefühl
auf der Haut und
Neuronitis vestibula
ris. 9 Enzephalopath
ie umfasst Agitierth
eit, Amnesie,
Apathie, Gehirnnebel
, kognitive Störung,
Verwirrtheitszustan
d, Delirium, getrübt
er Bewusstseinszusta
nd, Aufmerksamkeitss
törungen, Halluzinat
ion, Lethargie,
Erinnerungsvermögen
eingeschränkt und
Somnolenz. 10
Hypertonie umfasst:
erhöhten Blutdruck,
essentielle Hyperton
ie, Hypertonie,
hypertensive Krise
und erhöhtem mittler
em arteriellen
Druck. 11 Husten
umfasst allergischer
Husten, Husten,
Husten mit Auswurf
und Hustensyndrom
der oberen Atemwege.
12 Dyspnoe umfasst
akute respiratorisch
e Insuffizienz,
Dyspnoe, Dyspnoe
bei Belastung und
respiratorischer
Insuffizienz. 13
Diarrhö umfasst
bakterielle Diarrhö
und Diarrhö. 14
Abdominalschmerz
umfasst: abdominelle
Beschwerden,
Abdominalschmerz,
Schmerzen Unterbauch
, Schmerzen Oberbauc
h und gastrointestin
ale Schmerzen. 15
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems umfasst
Arthralgie, Rückensc
hmerzen, Knochenschm
erzen, Brustschmerze
n die Skelettmuskula
tur betreffend,
Schmerzen des
Muskel- und Skeletts
ystems, Myalgie,
Nackenschmerzen,
Schmerzen in den
Extremitäten und
Sakralschmerz. 16
Fatigue umfasst
Asthenie, Fatigue
und Unwohlsein. 17
Reaktionen an der
Injektionsstelle
umfassen Pruritus
an der Verabreichung
sstelle, Reaktion
an der Verabreichung
sstelle, Erythem an
der Applikationsstel
le, Blauer Fleck an
der Injektionsstelle
, Zellulitis an der
Injektionsstelle,
Beschwerden an der
Injektionsstelle,
Ekzem an der Injekti
onsstelle, Erythem
an der Injektionsste
lle, Hämatom an der
Injektionsstelle,
Hyperästhesie an
der Injektionsstelle
, Verhärtung an der
Injektionsstelle,
Entzündung an der
Injektionsstelle,
Reizung an der
Injektionsstelle,
Ödem an der Injektio
nsstelle, Schmerzen
an der Injektionsste
lle, Jucken an der
Injektionsstelle,
Ausschlag an der
Injektionsstelle,
Reaktion an der
Injektionsstelle,
Schwellung an der
Injektionsstelle,
Bläschen an der
Injektionsstelle
und Wärme an der
Injektionsstelle.
18 Schmerzen umfasst
Schmerzen in der
Achselgegend,
Brustschmerz,
Brustkorbschmerz,
Ohrenschmerzen,
Augenschmerzen,
Gesichtsschmerzen,
Flankenschmerz,
Zahnfleischschmerz,
Leistenschmerzen,
Thoraxschmerz nicht
kardialen Ursprungs,
ösophageale Schmerz
en, Mundschmerzen,
Schmerzen im Orophar
ynx, Schmerzen,
Kieferschmerzen,
Hautschmerzen,
Beckenschmerz,
Dammschmerz, Schmerz
um die Augenhöhle,
Sinusschmerzen,
Wirbelsäulenschmerz,
Zahnschmerzen und
Tumorschmerz. 19
Ödem umfasst Augenli
dödem, Gesichtsödem,
Überwässerung,
lokalisiertes Ödem,
Ödem, peripheres
Ödem, Periorbitalöde
m, periphere Schwell
ung, Hautödem,
Schwellung, schwelle
ndes Gesicht und
Hodenschwellung. 20
Erhöhte Transaminase
n umfassen Alanin-Am
inotransferase
erhöht, Aspartat-Ami
notransferase
erhöht, Hypertransam
inasämie und Transam
inasen erhöht.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Zytokinfreisetzungssyndrom (CRS)
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) wurde bei 65 % der Patienten nach der Behandlung mit TECVAYLI ein CRS berichtet. Bei 27 % der Patienten trat mehr als ein CRS-Ereignis auf. Bei den meisten Patienten trat das CRS während dem Titrationsschema auf (Titrationsdosis 1 (38 %), nach der Titrationsdosis 2 (32 %) oder nach der ersten Behandlungsdosis (20 %).
Die meisten CRS waren vom Grad 1 (46 %) und Grad 2 (18 %). 0.2 % der CRS-Ereignisse waren vom Grad 3. Die mediane Zeit bis zum Auftreten von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 9 Tage) nach der letzten Dosis, und die mediane Dauer von CRS betrug 2 Tage (Spanne: 1 bis 22 Tage). Die häufigsten (≥3 %) mit CRS assoziierten Anzeichen und Symptome waren Fieber (64 %), Hypotonie (14 %), Schüttelfrost (9 %), Hypoxie (8 %), Kopfschmerzen (5 %) und Sinustachykardie (3.6 %).
Neurologische Toxizitäten inklusive ICANS
In klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) kam es bei 61 % der Patienten, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten zu neurologischen Toxizitäten. Bei 7 % der Patienten traten Grad 3 oder 4 Neurotoxizität auf. Neurologische Toxizitäten welche bei ≥5 % Patienten gemeldet wurden, waren Kopfschmerzen (25 %), Schlaflosigkeit (12 %), Schwindelgefühl (9 %), Muskelspasmen (9 %), periphere sensorische Neuropathie (7 %) und Parästhesie (5 %). Bei 0.4 % der Patienten traten tödliche neurologische Toxizitäten auf. Krampfanfälle vom Grad 4 und ein tödliches Guillain-Barré-Syndrom trat bei jeweils einem Patienten auf.
In der MajesTEC-1 Studie (N=165) wurde ICANS bei 3 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in der empfohlenen Dosis erhielten. ICANS trat bei 1.2 % der Patienten rezidivierend auf. Bei den meisten Patienten trat ICANS nach der Titrationsdosis 1 (0.6 %), oder der ersten Behandlungsdosis (1.2 %) auf. Bei weniger als 2.5 % der Patienten trat ICANS erstmals im Rahmen von nachfolgenden Dosen von TECVAYLI auf. Die mediane Zeit bis zum Auftreten eines ICANS betrug 4 Tage (Bereich: 2 bis 5 Tage) nach der letzten Dosis mit einer medianen Dauer von 3 Tagen (Bereich: 1 bis 20 Tage). Die häufigsten klinischen Manifestationen von ICANS waren Verwirrtheit (1.2 %) und Dysgraphie (1.2 %).
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) wurde ICANS bei 1.1 % der Patienten gemeldet, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosis erhielten. Bei 2 Patienten traten Ereignisse vom Grad 1 auf, bei einem Patienten ein Ereignis vom Grad 4. Die klinischen Manifestationen von ICANS waren Amnesie (0.4 %), Enzephalopathie (0.4 %) und Delirium (0.4 %).
Infektionen
In der MajesTEC-1-Studie (N=165) traten opportunistische Infektionen bei 9.1 % der Patienten auf, wobei 7.9 % der Infektionen vom Grad 3 oder höher waren. Die häufigste opportunistische Infektion war eine Pneumocystis jirovecii Pneumonie (4.2 %). In der MajesTEC-1 Studie gab es einen Fall von progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie mit tödlichem Verlauf (PML, siehe Tabelle 8) In einer Kombinationsstudie von Teclistamab mit einer anderen Anti-Myelomtherapie wurden zwei tödliche Fälle von PML beobachtet. Neue oder reaktivierte Virusinfektionen, die während der Therapie mit TECVAYLI auftraten, waren das Adenovirus (2.4 %), das Hepatitis-B-Virus (HBV) (0.6 %) und das Cytomegalovirus (CMV) (1.8 %).
Bei Patienten, die TECVAYLI in der klinischen Studie in der empfohlenen Dosis erhielten, traten bei 30 % (50/165) der Patienten COVID-19 Infektionen auf, und bei 11 % (18/165) der Patienten waren die COVID-19 Infektionen tödlich.
In der Studie MajesTEC-3 (N=283) traten bei den Patienten, die TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung erhielten, bei 54 % der Patienten schwerwiegende Infektionen auf. Infektionen vom Grad 3 oder 4 wurden bei 54 % berichtet, und tödliche Infektionen traten bei 4.6 % der Patienten auf.
Überempfindlichkeitsreaktionen und andere Verabreichungsreaktionen
Systemische Reaktionen
Bei 2.5 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten systemische Verabreichungsreaktionen auf, darunter rezidivierendes Fieber vom Grad 1 und eine geschwollene Zunge vom Grad 1.
Lokale Reaktionen
Bei 37 % der Patienten, die TECVAYLI in den klinischen Studien (Monotherapie und Kombinationstherapie; N=448) in der empfohlenen Dosis erhielten, traten Reaktionen an der Injektionsstelle auf. Diese waren bei 29 % der Patienten vom Grad 1 und bei 9 % vom Grad 2.
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Von den 203 Patienten, die in der MajesTEC-1-Studie mit TECVAYLI-Monotherapie in der empfohlenen Dosis behandelt wurden, waren 47 % 65 Jahre oder älter und 13 % 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurde kein Unterschied in Bezug auf die Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten im Alter von ≥65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Allerdings war die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter unzureichend, um Unterschiede bezüglich Sicherheit oder Wirksamkeit festzustellen.
Von den 291 Patienten, die in der MajesTEC-3 Studie mit TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab in der empfohlenen Dosierung behandelt wurden, waren 51 % jünger als 65 Jahre, 39 % waren 65 bis 74 Jahre und 11 % waren 75 Jahre oder älter. Im Allgemeinen wurden keine Unterschiede im Bezug auf die Wirksamkeit bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahre im Vergleich zu jüngeren Patienten beobachtet. Die Anzahl Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter in der Studie war jedoch nicht ausreichend, um zu beurteilen, ob Unterschiede in der Wirksamkeit im Vergleich zu jüngeren Patienten bestehen. Bei Patienten im Alter von 75 Jahren oder älter (83 %) sowie bei Patienten im Alter von 65 bis 74 Jahren (77 %) wurde im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahren (63 %) häufiger über schwerwiegende unerwünschte Wirkungen berichtet.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungAnzeichen und Symptome
Die maximal verträgliche Dosis von Teclistamab wurde nicht bestimmt. In klinischen Studien wurden Dosen von bis zu 6 mg/kg Körpergewicht verabreicht.
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung muss der Patient auf Zeichen oder Symptome von unerwünschten Wirkungen überwacht werden, und es sollten sofort geeignete allgemeine symptomatische Massnahmen eingeleitet werden.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code
L01FX24
Wirkungsmechanismus
Teclistamab ist ein bispezifischer IgG4 Antikörper, welcher sowohl an den CD3-Rezeptor auf der Oberfläche von T-Zellen als auch an das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) bindet. BCMA wird vorwiegend auf der Oberfläche von Zellen der B-Linie des malignen Multiplen Myeloms sowie von B-Zellen im Spätstadium und Plasmazellen exprimiert. Die Bindung an T-Zellen und BCMA führt zu einer Aktivierung der T-Zellen und der anschliessenden Lyse der BCMA+ Zellen.
Pharmakodynamik
Im ersten Monat der Behandlung mit Teclistamab wurden eine Aktivierung und Umverteilung der T-Zellen, eine Verringerung der B-Zellen und eine Induktion von Serumzytokinen beobachtet.
Innerhalb eines Monats zeigte sich bei der Mehrheit der ansprechenden Patienten eine Verringerung des löslichen BCMA.
Immunogenität
Patienten, die mit subkutanem TECVAYLI behandelt wurden, wurden mit einem Immunoassay auf Elektrochemilumineszenzbasis auf Antikörper gegen Teclistamab untersucht. Antikörper gegen Teclistamab wurden bei einem Patienten (0.4 %) unter TECVAYLI-Monotherapie (N=238) sowie bei zwei Patienten (0.5 %) unter TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab (N=379) beobachtet. Neutralisierende Antikörper gegen Teclistamab entwickelten je ein Patient unter TECVAYLI-Monotherapie respektive unter TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab.
Auswirkung auf das QT/QTc-Intervall und die Elektrophysiologie des Herzens
Es wurde keine klinische QT-Studie durchgeführt. Bei der empfohlenen Behandlungsdosis von TECVAYLI wurde keine klinisch relevante QTc-Verlängerung berichtet.
Klinische Wirksamkeit
In Kombination mit Daratumumab (MajesTEC-3)
Die Wirksamkeit von TECVAYLI in Kombination mit Daratumumab (TECVAYLI-Dara) im Vergleich zum Kontrollarm mit entweder Daratumumab, Pomalidomid und Dexamethason (DPd) oder Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason (DVd) wurde bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom in einer randomisierten, offenen, multizentrischen Studie (MajesTEC-3) untersucht. Die Studie schloss Patienten ein, die zuvor eine bis drei Therapielinien erhalten haben, darunter ein Proteasom-Inhibitor (PI) und Lenalidomid. Patienten welche zuvor nur eine vorherige Therapielinie erhalten haben, mussten gegenüber Lenalidomid refraktär sein.
Die Patienten erhielten anfängliche Titrationsdosen von 0.06 mg/kg und 0.3 mg/kg TECVAYLI subkutan, gefolgt von einem Dosierungsschema von 1.5 mg/kg einmal wöchentlich bis Woche 8, anschliessend 3 mg/kg alle zwei Wochen bis Woche 24, und danach 3 mg/kg alle 4 Wochen. Die Behandlung wurde bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität fortgesetzt. Daratumumab wurde in Woche 1 bis Woche 8 subkutan in einer Dosis von 1800 mg einmal wöchentlich verabreicht, danach 1800 mg einmal alle zwei Wochen bis Woche 24 und im Anschluss einmal alle vier Wochen. Die Behandlung wurde ebenfalls bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität fortgesetzt (siehe Dosierung/Anwendung).
Insgesamt wurden 587 Patienten randomisiert: 291 in den TECVAYLI-Dara-Arm und 296 in den Kontrollarm. Die Randomisierung wurde nach folgenden Kriterien stratifiziert: Der vom Prüfarzt gewählten Vergleichstherapie (DPd oder DVd), dem Stadium beim Screening gemäss dem International Staging System (ISS) (Stadium I vs. II vs. III), einer vorangegangenen Behandlung mit einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper (ja vs. nein) sowie der Anzahl vorangegangener Therapielinien (1 vs. 2 oder 3). Die Ausgangsmerkmale der Erkrankung waren im TECVAYLI-Dara-Arm und im Kontrollarm vergleichbar. Das mediane Alter lag bei 64 Jahren (Spanne: 25 bis 88 Jahre), 10 % der Patienten waren ≥75 Jahre alt. 55 % der Patienten waren männlich, 65 % weisser Hautfarbe, 6 % schwarzer Hautfarbe oder afroamerikanischer Abstammung und 22 % asiatischer Abstammung. Nach dem ISS befanden sich 62.5 % der Patienten im Stadium I, 29.5 % in Stadium II und 8.0 % in Stadium III. Bei 35.9 % der Patienten lag eine Hochrisikozytogenetik vor (Vorliegen von del(17p), t(4;14) oder t(14;16)). Zusätzlich hatten 14 % der Patienten Weichteilplasmozytome.
Die mediane Anzahl vorangegangener Therapielinien betrug 2 (Spanne: 1 bis 3), wobei 37.8 % der Patienten eine vorherige Therapielinie erhalten hatten. Alle Patienten waren zuvor mit Lenalidomid und einem Proteasom-Inhibitor (PI) behandelt worden. Zudem waren 85.3 % der Patienten refraktär gegenüber ihrer letzten Therapielinie, und 31.9 % waren zweifach refraktär (refraktär gegenüber einem PI und einem IMiD). 5.3 % der Patienten erhielten zuvor einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper. Die Datenlage zur Kombination von TECVAYLI und Daratumumab ist bei Patienten, die bereits eine Therapie mit einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper erhalten haben oder darauf refraktär sind, begrenzt.
Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 34.5 Monaten in der Intent-to-Treat (ITT)-Population zeigte die primäre Analyse des progressionsfreien Überlebens (PFS) in der Studie MajesTEC-3 einen klinisch bedeutsamen und statistisch signifikanten Vorteil zugunsten des TECVAYLI-Dara-Arms im Vergleich zum Kontrollarm (HR = 0.17; 95 % KI: 0.12; 0.23; p- Wert < 0.0001). Das mediane PFS wurde im TECVAYLI-Dara-Arm nicht erreicht, im Kontrollarm betrug es 18.1 Monate (95 % KI: 14.6; 22.8). Die geschätzte PFS-Rate nach 36 Monaten lag bei 83.4 % (95 % KI: 78.2; 87.4) im TECVAYLI-Dara-Arm und bei 29.7 % (95 % KI: 23.6; 36.0) im Kontrollarm.
Die Studie MajesTEC-3 zeigte einen klinisch relevanten und statistisch signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben (OS) zugunsten des TECVAYLI-Dara-Arms im Vergleich zum Kontrollarm (HR = 0.46; 95 % KI: 0.32; 0.65; p-Wert < 0.0001). Das mediane Gesamtüberleben wurde in keinem der beiden Behandlungsarme erreicht. Die geschätzte OS-Rate nach 36 Monaten lag bei 83.3 % (95 % KI: 78.3; 87.2) im TECVAYLI-Dara-Arm und bei 65.0 % (95 % KI: 58.8; 70.5) im Kontrollarm.
Die Wirksamkeitsergebnisse wurden von einer unabhängigen Prüfungskommission (Independent Review Committee, IRC) anhand der Kriterien der International Myeloma Working Group (IMWG) 2016 beurteilt (siehe Tabelle 9).
Tabelle 9: Ergebnisse zur Wirksamkeit aus der
MajesTEC-3 Studie
TECVAYLI-Dara Kontrollarm(N=296)
Arm(N=291)
Progressionsfreies Überleben (PFS)a
Anzahl der Ereignisse, n (%) 44 (15.1) 187 (63.2)
Median, Monate (95 % KI) NR (NE; NE) 18.10 (14.6; 22.8)
Hazard Ratio (95 % KI)b; p-Wertc 0.17 (0.12; 0.23);
<0.0001
24-Monats-PFS-Rate, % (95 % KI) 85.2 (80.4; 88.9) 42.2 (36.3; 48.0)
36-Monats-PFS-Rate, % (95 % KI) 83.4 (78.2; 87.4) 29.7 (23.6; 36.0)
Vollständiges Ansprechen oder besser (sCR+CR)a, n (%) 238 (81.8) 95 (32.1)
95 % KI (%) (76.9; 86.0) (26.8; 37.7)
Odds Ratio (95 % KI)d; p-Werte 9.56 (6.47; 14.14);
<0.0001
Gesamtansprechrate (ORR: sCR+CR+VGPR+PR)a, n (%) 259 (89.0) 223 (75.3)
95 % KI (%) (84.8; 92.4) (70.0; 80.1)
Odds Ratio (95 % KI)d; p-Werte 2.65 (1.68; 4.18);
<0.0001
Stringentes vollständiges Ansprechen (sCR), n (%) 225 (77.3) 69 (23.3)
Vollständiges Ansprechen (CR), n (%) 13 (4.5) 26 (8.8)
Sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR), n (%) 14 (4.8) 74 (25.0)
Partielles Ansprechen (PR), n (%) 7 (2.4) 54 (18.2)
MRD-Negativitätsratef,g, n/N (%) 153/262 (58.4) 46/269 (17.1)
95 % KI (%) (52.2; 64.4) (12.8; 22.1)
Odds Ratio (95 % KI)d; p-Werth 6.78 (4.53; 10.15);
<0.0001
Gesamtüberleben (OS)a
Anzahl der Ereignisse, n (%) 46 (15.8) 98 (33.1)
Median, Monate (95 % KI) NR (NE; NE) NR (41.40; NE)
Hazard Ratio (95 % KI)b; p-Wertc 0.46 (0.32; 0.65);
<0.0001
24-Monats-Überlebensrate, % (95 % KI) 86.5 (81.9; 90.0) 76.4 (71.1; 80.9)
36-Monats-Überlebensrate, % (95 % KI) 83.3 (78.3; 87.2) 65.0 (58.8; 70.5)
KI = Konfidenzintervall; NE = nicht schätzbar; NR =
nicht erreicht; MRD = minimale Resterkrankung (Minimal
Residual Disease); Kontrollarm = DPd oder DVd Mediane
Nachbeobachtungsdauer = 34.5 Monate a Basierend auf der
Intent-to-treat-Analyse b Stratifiziertes
Cox-Proportional-Hazard-Modell. Bei allen
stratifizierten Analysen basierte die Stratifizierung
auf dem ISS-Staging (I vs. II oder III) und der Anzahl
der vorherigen Behandlungslinien (1 vs. 2 oder 3), wie
randomisiert. c Stratifizierter Log-Rank-Test d Es
wurde die Mantel-Haenszel-Schätzung des gemeinsamen
Odds Ratio für stratifizierte Tabellen verwendet. e
Cochran-Mantel-Haenszel-Chi-Quadrat-Test f Basierend
auf dem primären Analysesatz der MRD-Next-Generation-Seq
uencing (NGS), definiert als alle randomisierten
Patienten in der Studie mit Ausnahme der in China
rekrutierten Patienten. g Basierend auf einem
Schwellenwert von 10-5 unter Verwendung eines
Next-Generation-Sequencing-Assays (clonoSEQ). h Exakter
Test nach Fisher
Bei den 15 Patienten, welche zuvor einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper erhielten, war die ORR 93.3 % (95 % KI: 68.1, 99.8) und die PFS HR 0.19 (95 % KI: 0.05; 0.67).
Monotherapie (MajesTEC-1)
Die Wirksamkeit der Monotherapie mit TECVAYLI wurde bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom in einer einarmigen, offenen, multizentrischen Studie (MajesTEC-1) untersucht. Sie schloss Patienten ein, die zuvor bereits mindestens drei Therapienlinien erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen Wirkstoff und einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper. Die Studie schloss folgende Patienten aus: Patienten mit Hyperkalzämie (> 3.5 mmol/l), Niereninsuffizienz (Serumkreatinin > 1.5 mg/dl oder Kreatinin-Clearance < 40 ml/min), Anämie (Hämoglobin < 80 g/l), ECOG-Performance-Status > 1, ZNS-Beteiligung, andere durch Plasmazellen oder monoklonale Proteine ausgelöste Erkrankungen, Infektionen (HIV, AIDS, HBV, HCV) / aktive oder dokumentierte Autoimmunerkrankungen in der Vorgeschichte (mit Ausnahme von Vitiligo, Typ-1-Diabetes und früherer Autoimmunthyreoiditis), Herzerkrankungen (kongestive Herzinsuffizienz NYHA-Klasse III oder IV, Myokardinfarkt oder CABC ≤6 Monate vor Studienbeginn, klinisch signifikante ventrikuläre Arrhythmien oder ungeklärte Synkopen in der Vorgeschichte, schwere nicht-ischämische Kardiomyopathie in der Vorgeschichte), einem Schlag- oder Krampfanfall innerhalb der letzten sechs Monate sowie Patienten, die innerhalb von 4 Wochen vor der ersten TECVAYLI Dosis abgeschwächte Lebendimpfstoffe erhalten haben.
Die Patienten erhielten anfängliche Titrationsdosen von 0.06 mg/kg und 0.3 mg/kg TECVAYLI subkutan verabreicht, gefolgt von der Behandlungsdosis von 1.5 mg/kg TECVAYLI subkutan einmal wöchentlich bis zur Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität (siehe Dosierung/Anwendung). Bei Patienten, die über mindestens 6 Monate mindestens ein vollständiges Ansprechen (CR oder besser) zeigten, konnte die Dosierungshäufigkeit auf 1.5 mg/kg subkutan alle zwei Wochen bis zum Auftreten einer Krankheitsprogression oder inakzeptablen Toxizität reduziert werden (siehe Dosierung/Anwendung – Empfohlenes Dosierungsschema).
Die Wirksamkeitspopulation umfasste 163 Patienten, bestehend aus 125 Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie und 38 Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie. Das mediane Alter betrug 64 Jahre (Spanne: 32-83 Jahre), wobei 13 % der Patienten ≥75 Jahre waren; 58 % waren männlich; 82 % waren weiss,14 % waren schwarz, 2 % waren Asiaten. Nach dem International Staging System (ISS) befanden sich bei Studienbeginn 50 % im Stadium I, 34 % im Stadium II und 16 % im Stadium III. Eine Hochrisiko-Zytogenetik (Vorhandensein von del(17p), t(4;14) oder t(14; 16)) lag bei 26 % der Patienten vor. 19 % der Patienten hatten extramedulläre Plasmozytome.
Die mediane Zeit seit der Erstdiagnose des Multiplen Myeloms bis zur Aufnahme in die Studie betrug 6.4 Jahre (Spanne: 0.9-24.1 Jahre). Die mediane Anzahl der vorangegangenen Therapielinien betrug 5 (Spanne: 2-14), wobei 20 % der Patienten drei vorherige Therapielinien erhalten hatten, und 79 % waren refraktär gegenüber einer Dreifachtherapie (PI, einem IMiD-Wirkstoff und einem monoklonalen Anti-CD38-Antikörper). 83 % der Patienten hatten eine vorherige Stammzelltransplantation erhalten, 23 % eine vorherige Anti-BCMA-Therapie (27/38 Patienten erhielten zuvor eine Therapie mit einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) und 15/38 Patienten wurden mit chimären Antigenrezeptor T-Zellen (CAR-T) behandelt). Die mediane Dauer der Exposition war 4.6 Monate (Bereich: 0.03 bis 10.15 Monate), die mediane Dauer der Nachbeobachtung war 6.4 Monate (Bereich: 0.03 bis 10.71 Monate).
Die Wirksamkeitsergebnisse basierten auf der Gesamtansprechrate (ORR; primärer Endpunkt), die durch die Bewertung des unabhängigen Prüfungsausschusses anhand der IMWG 2016-Kriterien bestimmt wurde (siehe Tabelle 10, Stichtag 07. September 2021).
Tabelle 10: Ergebnisse zur Wirksamkeit aus der MajesTEC-1-Studie
N=163
Gesamtansprechrate (ORR: sCR+CR+VGPR+PR) n (%) 93 (57 %)
95 % KI (%) (49.1 %, 64.8 %)
Vollständiges Ansprechen oder bessera 33 (20 %)
Sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR) 47 (29 %)
Partielles Ansprechen (PR) 13 (8 %)
a Vollständiges Ansprechen oder besser = Stringentes vollständiges Ansprechen
(sCR) + vollständiges Ansprechen (CR)
In einer separaten Auswertung des primären Endpunkts für Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) betrug die ORR 61.6 % (77/125; 95 % KI: 52.5 %, 70.2 %) und für Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie 42.1 % (16/38; 95 % KI: 26.3 %, 59.2 %), bei einem medianen Follow-up von 6.5 bzw. 6.1 Monaten.
Bei einem aktualisierten klinischen Cut-off am 16. März 2022 nach einem medianen Follow-up von 12.7 Monaten in der Wirksamkeitspopulation (N=163) betrug die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (TTR) 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) war 14.9 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE (nicht schätzbar)) und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 8.8 Monate (95 % KI: 5.8 bis 11.5 Monate). Das mediane Gesamtüberleben (OS) war bei 16.0 Monaten (95 % KI: 12.2 bis NE) noch nicht reif.
Beim aktualisierten klinischen Cut-off in Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) nach einem medianen Follow-up von 12.9 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane DOR 14.9 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE) und das mediane PFS 9.8 Monate (95 % KI: 6.8 bis 16.0 Monate). Das geschätzte mediane OS war bei 16.0 Monaten (95 % KI: 12.1 bis NE) noch nicht reif.
Beim aktualisierten klinischen Cut-off in Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie (N=38) nach einem medianen Follow-up von 12.5 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 4.9 Monate), die mediane DOR war nicht abschätzbar und das mediane PFS war 4.5 Monate (95 % KI: 1.3 bis NE). Das geschätzte mediane OS war bei 14.4 Monaten (95 % KI: 8.3 bis NE) noch nicht reif.
Beim finalen klinischen Cut-off am 22 August 2023 nach einem medianen Follow-up von 29.4 Monaten in der Wirksamkeitspopulation (N=165) betrug die mediane Zeit bis zum ersten Ansprechen (TTR) 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane Dauer des Ansprechens (DOR) war 18.7 Monate (95 % KI: 14.5 bis 28.4) und das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 9.2 Monate (95 % KI: 6.9 bis 13.8). Das mediane Gesamtüberleben (OS) lag bei 17.7 Monaten (95 % KI: 13.1 bis 26.3).
Beim finalen klinischen Cut-off in Patienten ohne vorherige anti-BCMA Therapie (N=125) nach einem medianen Follow-up von 29.5 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 5.5 Monate), die mediane DOR 21.6 Monate (95 % KI: 14.9 bis NE (nicht schätzbar)) und das mediane PFS 10.8 Monate (95 % KI: 7.6 bis 16.2). Das geschätzte mediane OS lag bei 19.8 Monaten (95 % KI: 12.7 bis 29.9).
Beim finalen klinischen Cut-off in Patienten mit vorheriger anti-BCMA Therapie (N=40) nach einem medianen Follow-up von 28.0 Monaten betrug die mediane TTR 1.2 Monate (Bereich: 0.2 bis 4.9 Monate), die mediane DOR 14.8 Monate (95 % KI: 8.0 bis 22.6) und das mediane PFS 4.5 Monate (95 % KI: 1.3 bis 11.6). Das geschätzte mediane OS lag bei 15.5 Monaten (95 % KI: 8.3 bis 27.9).
PharmakokinetikTeclistamab zeigte nach subkutaner Verabreichung eine annähernd dosisproportionale Pharmakokinetik über einen Dosisbereich von 0.08 bis 3 mg/kg in der Monotherapie. Nach der empfohlenen Dosis von Teclistamab in der Monotherapie, wurden 90 % der Steady-State-Exposition nach 12 wöchentlichen Behandlungsdosen erreicht. Das mittlere Akkumulationsverhältnis zwischen der ersten und 13. wöchentlichen Behandlungsdosis von Teclistamab 1.5 mg/kg betrug das 4.2-fache für Cmax, das 4.1-fache für Ctrough und das 5.3-fache für Cavg.
Die pharmakokinetischen Eigenschaften von Teclistamab waren sowohl bei Anwendung als Monotherapie als auch in Kombination mit Daratumumab konsistent.
Die Cmax, Ctrough und Cavg von Teclistamab sind in Tabelle 11 aufgeführt.
Tabelle 11: Pharmakokinetische
Parameter von Teclistamab für die
empfohlene Dosis bei Patienten
mit rezidiviertem oder
refraktärem multiplem Myelom
Cmax (µg/ml) Ctrough (µg/ml) Cavg (µg/ml)
Teclistamab Monotherapie
Erste 1.5 mg/kg Dosis 6.34 (60 %) 5.77 (63 %) 4.98 (61 %)
Steady-State des wöchentlichen 23.8 (55 %) 21.1 (63 %) 22.8 (57 %)
Dosierungsschemas (1.5 mg/kg)a
Teclistamab in Kombination mit
Daratumumab
Erste Behandlungsdosis (1.5 mg/kg) 6.36 (54 %) 5.79 (59 %) 4.96 (55 %)
Ende des wöchentlichen 19.6 (54 %) 17.3 (62 %) 18.6 (56 %)
Dosierungsschemas (1.5 mg/kg)b
Ende des zweiwöchentlichen (alle 29.9 (55 %) 19.8 (85 %) 26.2 (62 %)
zwei Wochen) Dosierungsschemas
(3.0 mg/kg)c
Steady-State des Dosierungsschemas 20.2 (52 %) 5.82 (152 %) 13.7 (67 %)
alle vier Wochen (3.0 mg/kg)d
Cavg = durchschnittliche
Serumkonzentration von
Teclistamab über ein Dosierungsint
ervall; Cmax = maximale
Serumkonzentration von
Teclistamab; Ctrough =
Serumkonzentration von
Teclistamab vor der nächsten
Dosis a Steady-State-Exposition
für die 13. wöchentliche Dosis. b
Exposition für die 7.
wöchentliche Dosis. c Exposition
für die 8. zweiwöchentliche (alle
zwei Wochen) Dosis. d
Steady-State-Exposition für die
5. Dosis alle vier Wochen.
Hinweis: Die Daten werden als
geometrischer Mittelwert (CV %)
dargestellt.
Absorption
Die mittlere Bioverfügbarkeit nach subkutaner Verabreichung von Teclistamab betrug 72 %. Der Median (Bereich) der Tmax von Teclistamab in der Monotherapie nach der ersten und 13. Behandlungsdosis betrug 139 Stunden (19 bis 168 Stunden) bzw. 72 Stunden (24 bis 168 Stunden).
Distribution
Basierend auf dem populationspharmakokinetischen Modell betrug das mittlere Verteilungsvolumen 5.63 Liter (Variationskoeffizient (VK) von 29 %).
Metabolismus
Keine Daten.
Elimination
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass die Teclistamab-Clearance im Laufe der Zeit abnimmt, mit einer mittleren maximalen Reduktion (VK %) von 40.8 % (56 %) vom Ausgangswert bis zur 13. wöchentlichen Behandlungsdosis in der Monotherapie. Der geometrische Mittelwert (VK%) der Clearance zum Zeitpunkt der 13. wöchentlichen Behandlungsdosis in der Monotherapie beträgt 0.472 Liter/Tag (64 %). Bei Patienten, die Teclistamab in der Monotherapie nach der 13. wöchentlichen Behandlungsdosis absetzen, wird erwartet, dass die Teclistamab-Konzentration gegenüber Cmax nach einer medianen Zeit (5. bis 95. Perzentil) von 15 Tagen (7 Tage bis 33 Tage) nach Tmax um 50 %, respektive nach einer medianen Zeit von 69 Tagen (32 Tage bis 163 Tage) nach Tmax um 97 % reduziert ist.
Eine pharmakokinetische Populationsanalyse zeigte, dass lösliches BCMA keinen Einfluss auf die Serumkonzentrationen von Teclistamab hatte.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass leichte oder mittelschwere Leberfunktionsstörungen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten. Es liegen keine Daten für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vor.
Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung wurden keine formalen Studien mit TECVAYLI durchgeführt.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörungen keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten. Es liegen keine ausreichenden Daten von Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen vor.
Alter und Geschlecht
Die Pharmakokinetik von TECVAYLI bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht.
Die Ergebnisse der pharmakokinetischen Populationsanalyse zeigen, dass Alter (24 bis 84 Jahre) und Geschlecht keinen Einfluss auf die Pharmakokinetik von Teclistamab hatten.
Präklinische DatenIn der 5-wöchigen Toxizitätsstudie an Cynomolgus-Affen mit wöchentlicher intravenöser Verabreichung von Dosen bis zu 30 mg/kg/Woche (entspricht dem 22-fachen der empfohlenen Höchstdosis für Menschen auf der Grundlage der AUC-Exposition) wurden keine Effekte auf klinische oder immunologische Parameter und Sicherheitspharmakologie gesehen. Aufgrund der geringeren Bindungsaffinität an Affen-BCMA im Vergleich zu humanem BCMA und der fehlenden pharmakodynamischen Aktivität bei klinisch relevanten Dosen, können aus den nichtklinischen Studien keine klinischen Grenzwerte für die Sicherheit abgeleitet werden und die Studie kann nicht angemessen über die Sicherheit im Menschen informieren.
Kanzerogenität/Mutagenität
Es wurden weder Genotoxizitäts- noch Kanzerogenitätsstudien durchgeführt.
Reproduktionstoxizität
Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Untersuchung möglicher Auswirkungen von Teclistamab auf die Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und die Fertilität durchgeführt.
Sonstige HinweiseInkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Die chemische und physikalische Stabilität von TECVAYLI nach dem Aufziehen in der Fertigspritze (PP, PC) wurde für einen Zeitraum von 20 Stunden bei 2 - 8°C im Kühlschrank und bei Raumtemperatur (15 - 30°C) gezeigt.
Aus mikrobiologischer Sicht ist TECVAYLI nach Anbruch sofort zu verwenden, es sei denn, es wurden kontrollierte und validierte aseptischen Bedingungen angewandt.
Wird TECVAYLI nach Anbruch nicht sofort verwendet, so liegen die Dauer der Lagerung und die Bedingungen in der Verantwortung des Anwenders.
Nach 20 Stunden ist das nicht verwendete Arzneimittel zu entsorgen.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2 - 8°C) lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist vorschriftsgemäss zu entsorgen.
Art der Anwendung
TECVAYLI ist eine farblose bis hellgelbe Injektionslösung zur subkutanen Anwendung. Überprüfen Sie TECVAYLI vor der Verabreichung visuell auf Partikel oder Verfärbung. Nicht verabreichen, wenn die Lösung verfärbt oder trübe ist oder wenn Fremdkörper vorhanden sind.
TECVAYLI 10 mg/ml und TECVAYLI 90 mg/ml werden als gebrauchsfertige Injektionslösung geliefert, die vor Verabreichung nicht verdünnt werden muss.
TECVAYLI-Durchstechflaschen mit unterschiedlichen Konzentrationen sollten nicht zum Erreichen der Behandlungsdosis kombiniert werden.
Wenden Sie bei der Zubereitung und Verabreichung von TECVAYLI aseptische Verfahren an.
Vorbereitung von TECVAYLI
-Überprüfen Sie die vorgeschriebene Dosis für jede Injektion von TECVAYLI. Zur Vermeidung von Fehlern beachten Sie bei der Vorbereitung der Injektion die folgenden Tabellen.
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 12 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die Titrationsdosis 1 unter Verwendung von TECVAYLI 10 mg/ml.
Tabelle 12: Injektio
nsvolumina von
TECVAYLI 10 mg/ml
für die Titrationsdo
sis 1 (0.06 mg/kg)
Titrationsdosis 1 Körpergewicht (kg) Gesamtdosis (mg) Injektionsvolumen Anzahl der Durchstec
0.06 mg/kg (ml) hflaschen (1 Durchst
echflasche = 3 ml)
35-39.9 2.2 0.22 1
40-44.9 2.5 0.25 1
45-49.9 2.8 0.28 1
50-59.9 3.3 0.33 1
60-69.9 3.9 0.39 1
70-79.9 4.5 0.45 1
80-89.9 5.1 0.51 1
90-99.9 5.7 0.57 1
100-109.9 6.3 0.63 1
110-119.9 6.9 0.69 1
120-129.9 7.5 0.75 1
130-139.9 8.1 0.81 1
140-149.9 8.7 0.87 1
150-160 9.3 0.93 1
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 13 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die Titrationsdosis 2 unter Verwendung von TECVAYLI 10 mg/ml.
Tabelle 13: Injektio
nsvolumen von
TECVAYLI 10 mg/ml
für die Titrationsdo
sis 2 (0.3 mg/kg)
Titrationsdosis 2 Körpergewicht (kg) Gesamtdosis (mg) Injektionsvolumen Anzahl der Durchstec
0.3 mg/kg (ml) hflaschen (1 Durchst
echflasche = 3 ml)
35-39.9 11 1.1 1
40-44.9 13 1.3 1
45-49.9 14 1.4 1
50-59.9 16 1.6 1
60-69.9 19 1.9 1
70-79.9 22 2.2 1
80-89.9 25 2.5 1
90-99.9 28 2.8 1
100-109.9 31 3.1 2
110-119.9 34 3.4 2
120-129.9 37 3.7 2
130-139.9 40 4.0 2
140-149.9 43 4.3 2
150-160 47 4.7 2
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 14 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die 1.5 mg/kg Behandlungsdosis unter Verwendung von TECVAYLI 90 mg/ml.
Tabelle 14: Injektio
nsvolumen von
TECVAYLI 90 mg/ml
für die Behandlungsd
osis (1.5 mg/kg)
Behandlungsdosis Körpergewicht (kg) Gesamtdosis (mg) Injektionsvolumen Anzahl der Durchstec
1.5 mg/kg (ml) hflaschen (1 Durchst
echflasche = 1.7 ml)
35-39.9 56 0.62 1
40-44.9 64 0.71 1
45-49.9 71 0.79 1
50-59.9 83 0.92 1
60-69.9 99 1.1 1
70-79.9 108 1.2 1
80-89.9 126 1.4 1
90-99.9 144 1.6 1
100-109.9 153 1.7 1
110-119.9 171 1.9 2
120-129.9 189 2.1 2
130-139.9 198 2.2 2
140-149.9 216 2.4 2
150-160 234 2.6 2
-Bestimmen Sie mit Hilfe von Tabelle 15 die Gesamtdosis, das Injektionsvolumen und die Anzahl benötigter Durchstechflaschen auf Grundlage des Körpergewichts des Patienten für die 3 mg/kg Behandlungsdosis unter Verwendung von TECVAYLI 90 mg/ml.
Tabelle 15: Injektio
nsvolumen von
TECVAYLI 90 mg/ml
für die Behandlungsd
osis (3 mg/kg)
Behandlungsdosis 3 Körpergewicht (kg) Gesamtdosis (mg) Injektionsvolumen Anzahl der Durchstec
mg/kg (ml) hflaschen (1 Durchst
echflasche = 1.7 ml)
35-39.9 108 1.2 1
40-44.9 126 1.4 1
45-49.9 144 1.6 1
50-59.9 162 1.8 2
60-69.9 198 2.2 2
70-79.9 225 2.5 2
80-89.9 252 2.8 2
90-99.9 288 3.2 2
100-109.9 315 3.5 3
110-119.9 342 3.8 3
120-129.9 378 4.2 3
130-139.9 405 4.5 3
140-149.9 432 4.8 3
150-160 468 5.2 4
-Nehmen Sie die TECVAYLI-Durchstechflasche in der entsprechenden Dosisstärke aus dem Kühlschrank [2 - 8°C] und lassen Sie sie für mindestens 15 Minuten auf Raumtemperatur [15 - 30°C] erwärmen. Erwärmen Sie TECVAYLI nicht auf andere Weise.
-Wenn die Temperatur erreicht ist, schwenken Sie die Durchstechflasche vorsichtig für etwa 10 Sekunden, um den Inhalt zu mischen. Nicht schütteln.
-Ziehen Sie das erforderliche Injektionsvolumen von TECVAYLI mit Hilfe einer Transfernadel aus der/den Durchstechflasche(n) in eine Spritze geeigneter Grösse auf.
-Das Injektionsvolumen darf 2.0 ml nicht überschreiten. Wird ein Injektionsvolumen über 2.0 ml benötigt, ist die Gesamtdosis gleichmässig auf mehrere Spritzen zu verteilen.
-TECVAYLI ist mit Injektionsnadeln aus Edelstahl und Spritzenmaterial aus Polypropylen oder Polycarbonat kompatibel.
-Ersetzen Sie die Transfernadel durch eine Injektionsnadel geeigneter Grösse.
Verabreichung von TECVAYLI
-Spritzen Sie die erforderliche Menge TECVAYLI in das Unterhautgewebe des Bauches (bevorzugte Injektionsstelle). Alternativ kann TECVAYLI auch an anderen Stellen (z.B. am Oberschenkel) in das Unterhautgewebe injiziert werden. Wenn mehrere Injektionen erforderlich sind, sollten sie in mindestens 2 cm Abstand voneinander erfolgen.
-Spritzen Sie nicht in Tätowierungen oder Narben oder in Bereiche, in denen die Haut rot, gequetscht, empfindlich, verhornt oder geschädigt ist.
-Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist vorschriftsgemäss zu entsorgen.
Zulassungsnummer68747 (Swissmedic)
PackungenPackungen mit 1 Durchstechflasche zu 30 mg/3 ml (Titrationsdosis) [A].
Packungen mit 1 Durchstechflasche zu 153 mg/1.7 ml (Behandlungsdosis) [A].
ZulassungsinhaberinJanssen-Cilag AG, Zug, ZG
Stand der InformationJuni 2026
|