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Fachinformation zu LAZCLUZE®, Filmtabletten:Janssen-Cilag AG
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Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Venöse thromboembolische (VTE) Ereignisse
Bei Patienten, die mit LAZCLUZE in Kombination mit Amivantamab behandelt werden, können VTE-Ereignisse (wie z.B. tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE)), inklusive schwer und tödlich verlaufende Ereignissen, auftreten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). VTE-Ereignisse traten bei 36 % der Patienten auf, die mit LAZCLUZE in Kombination mit Amivantamab behandelt wurden, darunter Grad 3 bei 10 % der Patienten, Grad 4 bei 0,5 % und zwei tödliche Fälle (0,5 %). Bei 62 % der Patienten ereignete sich das erste VTE-Ereignis innerhalb der ersten vier Monate der Behandlung; bei 38 % der Patienten ereignete sich das erste VTE-Ereignis nach dem vierten Monat. Während der Studie traten VTE-Ereignisse unter Antikoagulationstherapie bei 1,2 % der Patienten auf. Es wird empfohlen, in den ersten vier Monaten der Behandlung prophylaktisch Antikoagulanzien einzusetzen. Der Einsatz von Antikoagulanzien sollte sich an den klinischen Leitlinien orientieren; die Anwendung von Vitamin-K-Antagonisten wird nicht empfohlen. Sollte es trotz adäquater Antikoagulation zu einem Wiederauftreten kommen, sind LAZCLUZE und Amivantamab abzusetzen.
Patienten sind auf Anzeichen und Symptome von VTE-Ereignissen zu überwachen und medizinisch angemessen zu behandeln (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Interstitielle Lungenerkrankung (ILD/ Pneumonitis)
Interstitielle Lungenerkrankung (ILD) bzw. Pneumonitis, einschliesslich tödlicher Fälle, wurden bei mit LAZCLUZE behandelten Patienten berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Die Patienten sind auf Symptome zu überwachen, die auf eine ILD/Pneumonitis hinweisen (z.B. Atemnot, Husten, Fieber). Beim Auftreten von Symptomen ist die Behandlung mit LAZCLUZE zu unterbrechen, bis diese Symptome abgeklärt worden sind. ILD-Verdachtsfälle sind abzuklären und ggf. entsprechend zu behandeln. Bei Patienten mit bestätigter ILD muss LAZCLUZE abgesetzt werden (siehe «Dosierung/Anwendung» und «Unerwünschte Wirkungen»).
Haut- und Nagelreaktionen
Haut- und Nagelreaktionen können bei mit LAZCLUZE behandelten Patienten auftreten.
Bei Patienten unter Behandlung mit LAZCLUZE traten Ausschlag (einschliesslich akneiformer Dermatitis), Pruritus und trockene Haut auf (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Die Patienten sind anzuweisen, sich während der Therapie mit LAZCLUZE und in den 2 Monaten danach vor Sonnenlicht zu schützen. Zu diesem Zweck empfiehlt sich schützende Kleidung und das Auftragen eines Breitband-UVA/UVB-Sonnenschutzmittels, um das Risiko und den Schweregrad von Haut- und Nagelreaktionen zu reduzieren.
Ein prophylaktischer Ansatz zur Prävention von Ausschlag wird empfohlen. Dies beinhaltet eine prophylaktische Therapie zu Beginn der Behandlung mit einem oralen Antibiotikum (z.B. 100 mg Doxycyclin oder Minocyclin, zweimal täglich) ab Tag 1 für die ersten 12 Wochen der Behandlung und nach Abschluss der oralen Antibiotikatherapie eine topische antibiotische Emulsion (z.B. Clindamycin 1 %) auf der Kopfhaut für die darauffolgenden 9 Monate der Behandlung. Zudem ist die Anwendung einer nicht-komedogenen Hautfeuchtigkeitscreme (vorzugsweise auf Ceramidbasis oder andere Formulierungen, die eine langanhaltende Hydratisierung der Haut bieten und keine Trocknungsmittel enthalten) im Gesicht und am ganzen Körper (ausser der Kopfhaut) und einer Chlorhexidin-Lösung zum Waschen von Händen und Füssen ab Tag 1 über die gesamte Behandlungsdauer empfohlen.
Beim Auftreten von Haut- oder Nagelreaktionen sollen unterstützende Massnahmen in Betracht gezogen werden und es soll eine Behandlung mit topischen Kortikosteroiden und topischen und/oder oralen Antibiotika eingeleitet werden. Bei Ereignissen vom Grad 3 ist die Behandlung durch orale Steroide zu ergänzen. Eventuell ist konsiliarisch ein Dermatologe hinzuzuziehen. Patienten mit starkem Ausschlag, atypischem Erscheinungsbild oder Verteilung oder bei denen innerhalb von 2 Wochen keine Besserung eintritt, sind umgehend an einen Dermatologen zu überweisen. LAZCLUZE und Amivantamab sollen je nach Schweregrad unterbrochen, in der Dosis reduziert oder dauerhaft abgesetzt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Augenerkrankungen
Bei Patienten, die mit LAZCLUZE und Amivantamab behandelt wurden, trat Keratitis auf (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten, bei denen neue Augensymptome auftreten oder sich die Augensymptome verstärken, sind umgehend an einen Ophthalmologen zu überweisen. Es ist anzuraten, bis zur Abklärung der Symptome auf das Tragen von Kontaktlinsen zu verzichten.
Alter
Bei älteren Patienten (≥65 Jahre) besteht ein erhöhtes Risiko schwerwiegende unerwünschte Wirkungen zu entwickeln. Bei diesen Patienten wird eine engmaschige Überwachung empfohlen. Bei Patienten im Alter von ≥65 Jahren, die LAZCLUZE in Kombination mit Amivantamab erhielten, wurde ein Anstieg schwerwiegender unerwünschter Wirkungen und Grad 5 unerwünschter Wirkungen beobachtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Darüber hinaus gab es im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahren eine höhere Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen, die zum Absetzen der Behandlung führten.
Natrium
LAZCLUZE enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 80-mg- oder 240-mg-Filmtablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

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