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Fachinformation zu FINTEPLA 2,2 mg/ml Lösung zum Einnehmen:UCB-Pharma SA
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Fintepla soll von Ärzten mit Erfahrung in der Behandlung von Epilepsie eingeleitet und überwacht werden.
Übliche Dosierung
Pädiatrische (Kinder ab 2 Jahren), jugendliche und erwachsene Populationen.
Tabelle 1: Dosierungsempfehlungen für das Dravet-Syndrom (DS) und das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS)

                      Ohne gleichzeitige    Mit gleichzeitiger
                      Anwendung von         Anwendung von
                      Stiripentol           Stiripentol (nur
                                            Patienten mit DS)
                      Gewichtsbasierte      Empfohlene Tageshöch  Gewichtsbasierte      Empfohlene Tageshöch
                      Dosis++               stdosis               Dosis++               stdosis
Tag 0 (Anfangsdosis)  0,1 mg/kg zweimal     26 mg (13 mg zweimal  0,1 mg/kg zweimal     17 mg (8,6 mg
+                     täglich                täglich d.h. 6,0     täglich               zweimal täglich
                                            ml zweimal täglich)                         d.h. 4,0 ml zweimal
                                                                                        täglich)
Tag 7                 0,2 mg/kg zweimal     Erhaltungsdosis 0,2
                      täglich               mg/kg zweimal
                                            täglich
Tag 14 **             0,35 mg/kg zweimal    Nicht zutreffend
                      täglich               

 
*Bei Patienten, die nicht gleichzeitig Stiripentol anwenden und eine schnellere Titration benötigen, kann die Dosis alle 4 Tage erhöht werden.
+Bei Patienten mit Dravet-Syndrom kann die Dosierung bei Bedarf je nach klinischem Ansprechen auf die empfohlene Höchstdosis erhöht werden.
**Bei Patienten mit Lennox-Gastaut-Syndrom sollte die Dosierung je nach Verträglichkeit auf die empfohlenen Erhaltungsdosis erhöht werden (d.h. Tag 14).
++Das Dosisvolumen bis zur empfohlenen Höchstdosis ist gemäss folgender Formel zu berechnen:
Gewicht (kg) x gewichtsbezogene Dosis (mg/kg) ÷ 2,2 mg/ml = ml Dosis, die zweimal täglich einzunehmen ist
Die berechnete Dosis sollte auf die nächste Graduierungsstufe gerundet werden.
Wenn die berechnete Dosis 3,0 ml oder weniger beträgt, ist die grün bedruckte 3-ml-Spritze zu verwenden.
Wenn die berechnete Dosis mehr als 3,0 ml beträgt, ist die lilafarben bedruckte 6-ml-Spritze zu verwenden.
Die nachfolgende Tabelle darf nur zur Überprüfung des berechneten Dosisvolumens verwendet werden. Tabelle 2 ersetzt nicht die Berechnung des spezifischen Dosisvolumens.
Tabelle 2: Dosisvolumen (Bereich) in ml zur Überprüfung der Berechnung

                      Dosierung ohne        Dosierung mit
                      gleichzeitige         gleichzeitiger
                      Anwendung von STP*    Anwendung von STP**
Gewichts-bereich      Anfangsdosis          Tag 7-13              Ab Tag 14             Anfangsdosis          Ab Tag 7
0.1 mg/kg zweimal     0.2 mg/kg zweimal     0.35 mg/kg zweimal    0.1 mg/kg zweimal     0.2 mg/kg zweimal
täglich               täglich               täglich               täglich               täglich
3-5 kg                0.2-0.3 ml            0.3-0.5 ml            0.5-0.8 ml            0.2-0.3 ml            0.3-0.5 ml
5-7 kg                0.3-0.4 ml            0.5-0.7 ml            0.8-1.2 ml            0.3-0.4 ml            0.5-0.7 ml
7-10 kg               0.4-0.5 ml            0.7-1 ml              1.2-1.6 ml            0.4-0.5 ml            0.7-1 ml
10-15 kg              0.5-0.7 ml            1-1.4 ml              1.6-2.4 ml            0.5-0.7 ml            1-1.4 ml
15-20 kg              0.7-1 ml              1.4-1.9 ml            2.4-3.2 ml            0.7-1 ml              1.4-1.9 ml
20-30 kg              1-1.4 ml              1.9-2.8 ml            3.2-4.8 ml            1-1.4 ml              1.9-2.8 ml
30-38 kg              1.4-1.8 ml            2.8-3.5 ml            4.8-6 ml (Höchstdosi  1.4-1.8 ml            2.8-3.5 ml
                                                                  s)                                          
38-43 kg              1.8-2 ml              3.5-4 ml              6 ml (Höchstdosis)    1.8-2 ml              3.5-4 ml (Höchstdosi
                                                                                                              s)
43-55 kg              2-2.5 ml              4-5 ml                6 ml (Höchstdosis)    2-2.5 ml              4 ml (Höchstdosis)
55-65 kg              2.5-3 ml              5-6 ml (Höchstdosis)  6 ml (Höchstdosis)    2.5-3 ml              4 ml (Höchstdosis)
65-86 kg              3-4 ml                6 ml (Höchstdosis)    6 ml (Höchstdosis)    3-4 ml (Höchstdosis)  4 ml (Höchstdosis)
86-130 kg             4-6 ml (Höchstdosis)  6 ml (Höchstdosis)    6 ml (Höchstdosis)    4 ml (Höchstdosis)    4 ml (Höchstdosis)
*Ohne gleichzeitige
Anwendung von STP:
Die Höchstdosis von
13 mg zweimal
täglich entspricht
6 ml zweimal täglich
. **Mit gleichzeitig
er Anwendung von
STP: Die Höchstdosis
 von 8,6 mg zweimal
täglich entspricht
4 ml zweimal täglich
.

 
Absetzen der Behandlung
Beim Absetzen der Behandlung sollte die Dosis schrittweise verringert werden. Wie bei allen Antiepileptika sollte ein abruptes Absetzen nach Möglichkeit vermieden werden, um das Risiko eines vermehrten Auftretens von Krampfanfällen und eines Status epilepticus zu minimieren. Etwa 3–6 Monate nach der letzten Dosis der Fenfluramin-Behandlung sollte eine abschliessende Echokardiografie durchgeführt werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Generell wird keine Dosisanpassung empfohlen, wenn Fintepla ohne gleichzeitige Anwendung von Stiripentol bei Patienten mit leichter und mässiger Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium A und B) angewendet wird.
Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Stadium C), die nicht gleichzeitig mit Stiripentol behandelt werden, beträgt die Höchstdosis 0,2 mg/kg zweimal täglich und die Tageshöchstdosis 17 mg.
Es liegen nur begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Fintepla zusammen mit Stiripentol bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung vor (siehe Abschnitt Pharmakokinetik).
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörung kann eine langsamere Titration in Betracht gezogen werden. Wird von Nebenwirkungen berichtet, kann eine Dosisreduktion erforderlich sein (siehe Abschnitt Pharmakokinetik).
Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung von Fintepla zusammen mit Stiripentol bei Patienten mit mässiger und schwerer Leberfunktionsstörung vor. Deswegen wird die Anwendung von Fintepla bei Patienten mit mässiger und schwerer Leberfunktionsstörung, die mit Stiripentol behandelt werden, nicht empfohlen.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Generell wird keine Dosisanpassung empfohlen, wenn Fintepla Patienten mit leichter bis schwerer Nierenfunktionsstörung verabreicht wird, aber es kann eine langsamere Titration in Betracht gezogen werden. Werden Nebenwirkungen berichtet, kann eine Dosisreduktion erforderlich sein (siehe Abschnitt Pharmakokinetik).
Fintepla wurde nicht bei Patienten mit Nierenerkrankung im Endstadium untersucht. Es ist nicht bekannt, ob Fenfluramin oder sein aktiver Metabolit, Norfenfluramin, dialysierbar ist.
Es liegen keine spezifischen klinischen Daten zur Anwendung von Fintepla zusammen mit Stiripentol bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung vor. Deswegen wird die Anwendung von Fintepla bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung, die mit Stiripentol behandelt werden, nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Fintepla bei älteren Patienten vor.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter 2 Jahren ist nicht gezeigt. Es liegen keine Daten vor.
Wirkung von CYP1A2- und CYP2B6-Induktoren
Die gleichzeitige Anwendung mit starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktoren führt zu einer Verminderung der Fenfluramin-Konzentrationen im Plasma, was die Wirksamkeit von Fenfluramin herabsetzen kann (siehe Abschnitt Pharmakokinetische Interaktionen). Wenn die gleichzeitige Anwendung eines starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktors mit Fenfluramin als notwendig angesehen wird, ist der Patient auf eine herabgesetzte Wirksamkeit zu überwachen. In diesem Fall kann eine Erhöhung der Fenfluramin-Dosis in Erwägung gezogen werden, wobei das Doppelte der maximalen Tagesdosis (52 mg/Tag) nicht überschritten werden darf (siehe Abschnitt Pharmakokinetische Interaktionen). Im Falle der Beendigung der Behandlung mit einem starken CYP1A2- oder CYP2B6-Induktor während der Erhaltungstherapie mit Fenfluramin ist eine schrittweise Verringerung der Fenfluramin-Dosis auf die vor Beginn der Behandlung mit dem Induktor verabreichte Dosis in Erwägung zu ziehen (siehe Abschnitt Pharmakokinetische Interaktionen).
Wirkung von CYP1A2- oder CYP2D6-Hemmern
Der Beginn einer gleichzeitigen Behandlung mit einem starken CYP1A2- oder CYP2D6-Hemmer kann zu einer höheren Fenfluramin-Exposition führen, weshalb unerwünschte Ereignisse zu überwachen sind; bei manchen Patienten ist gegebenenfalls eine Dosisreduktion notwendig (siehe "Pharmakokinetische Interaktionen" ).
Art der Anwendung
Fintepla ist zur oralen Einnahme bestimmt und kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Fintepla ist mit handelsüblichen Magensonden und nasogastralen Ernährungssonden kompatibel.
Fintepla enthält eine sehr begrenzte Menge verdaulicher Kohlenhydrate und ist mit einer ketogenen Diät vereinbar.

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