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Information for professionals for Ryeqo 40 mg/1 mg/0.5 mg Filmtabletten:Gedeon Richter (Schweiz) AG
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Composition.Galenic FormIndication.UsageContra IndicationWarning restrictions.Interactions.Pregnancy
Driving abilityUnwanted effectsOverdoseEffectsPharm.kinetikPreclinicalOther adviceSwissmedic-Nr.
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Interaktionen

Angaben zu Wechselwirkungen mit Ryeqo beruhen auf Bewertungen von Interaktionen der einzelnen Wirkstoffe.
Pharmakokinetische Interaktionen
Einfluss anderer Substanzen auf die Pharmakokinetik von Relugolix
Die in klinischen Studien beobachteten Auswirkungen gleichzeitig angewendeter Arzneimittel auf die Relugolix-Exposition sowie die daraus resultierenden Empfehlungen sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1: Auswirkungen gleichzeitig verabreichter Arzneimittel auf die Relugolix-Exposition (AUC0-∞, Cmax, ) aus klinischen Studien und resultierende Empfehlungen

        Dosierungsschema      Dosierungsschema      Veränderung der       Veränderung der       Empfehlung
des interagierenden   von Relugolix         AUC0-∞ von Relugolix  Cmax von Relugolix    
Arzneimittels                                (Verhältnis der      (Verhältnis der       
                                            geometrischen         geometrischen         
                                            Mittelwerte (%) und   Mittelwerte (%) und   
                                            90% Konfidenzinterva  90% Konfidenzinterva  
                                            ll                    ll                    
Erythromycin 500 mg   40 mg Einzeldosis     406.31 (324.47,       382.09 (293.71,       Die gleichzeitige
QID, Mehrfachdosen                          508.79)               497.06)               Anwendung von Ryeqo
                                                                                        mit Erythromycin
                                                                                        oder anderen oralen
                                                                                        P-gp-Inhibitoren
                                                                                        wird nicht empfohlen
                                                                                        .    Falls die
                                                                                        gleichzeitige
                                                                                        Anwendung mit ein-
                                                                                        oder zweimal täglich
                                                                                         verabreichten
                                                                                        oralen P-gp-Inhibito
                                                                                        ren (z. B. Azithromy
                                                                                        cin) unvermeidbar
                                                                                        ist, wird Ryeqo
                                                                                        zuerst eingenommen
                                                                                        und der P-gp-Inhibit
                                                                                        or frühestens 6
                                                                                        Stunden später; die
                                                                                        Patientinnen sind
                                                                                        engmaschiger auf
                                                                                        unerwünschte Wirkung
                                                                                        en zu überwachen
Azithromycin 500 mg   120 mg Einzeldosis**  147.05 (103.65,       162.16 (94.87,
Einzeldosis                                 208.63)               277.18)
Azithromycin 500 mg   143.14 (97.00,        131.05 (71.68,
Einzeldosis 6         211.23)               239.59)
Stunden nach der                            
Einnahme von Relugol                        
ix                                          
Voriconazol 200 mg    40 mg Einzeldosis     151.15 (124.58,       81.85 (42.61,         Bei gleichzeitiger
BID, multiple Dosen                         183.39)               157.24)               Anwendung von
                                                                                        Relugolix und
                                                                                        CYP3A4-Inhibitoren
                                                                                        ohne P-gp-Inhibition
                                                                                         sind  keine Dosisan
                                                                                        passungen erforderli
                                                                                        ch.
Fluconazol 200 mg     40 mg Einzeldosis     118.85 (106.18,       143.95 (113.01,
QD, multiple Dosen                          133.03)               183.35)
Atorvastatin 80 mg    40 mg Einzeldosis     94.76 (76.57,         382.09 (293.71,
QD, multiple Dosen                          117.27)               497.06)
Rifampicin 600 mg     40 mg Einzeldosis     45.4 (33.45, 61.59)   77.2 (55.98, 106.46)  Die gleichzeitige
QD, multiple Dosen                                                                      Anwendung von Ryeqo
                                                                                        mit Rifampicin oder
                                                                                        anderen kombinierten
                                                                                         P-gp- und starken
                                                                                        CYP3A4-Induktoren
                                                                                        wird nicht empfohlen
                                                                                        , da die Wirksamkeit
                                                                                         der Relugolix-Kompo
                                                                                        nente in Ryeqo
                                                                                        reduziert sein kann.

** Die Auswirkung auf die 40 mg-Dosis wurde nicht untersucht, ist aber vermutlich höher.
AUC = area under curve (Fläche unter der Kurve); Cmax = maximale Konzentration; QD = einmal täglich; BID = zweimal täglich; QID = viermal täglich
Einfluss anderer Substanzen auf die Pharmakokinetik von Estradiol (E2) und Norethisteronacetat (NETA)
CYP3A4-Inhibitoren:
Arzneimittel, die die Aktivität hepatischer Arzneimittelmetabolisierender Enzyme hemmen, können die zirkulierenden Konzentrationen der Östrogen- und Norethisteron-Komponenten in Ryeqo erhöhen.
CYP-Enzyminduktoren:
Der Metabolismus von Östrogenen und Gestagenen kann durch die gleichzeitige Anwendung von Induktoren Arzneimittelmetabolisierender Enzyme, insbesondere von Cytochrom-P450-Enzymen, beschleunigt werden. Dies gilt z.B. für Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Felbamat, Modafinil, Nevirapin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie für Arzneimittel, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Proteaseinhibitoren wie Ritonavir, Nelfinavir oder Telaprevir sind zwar als starke Inhibitoren bekannt, sind aber auch Induktoren und können die Exposition von Östrogenen und Gestagenen ebenfalls reduzieren.
Klinisch kann eine Beschleunigung des Östrogen-Stoffwechsels zu einer Reduktion des Schutzes vor einem BMD-Verlust führen.
Interferenz mit dem enterohepatischen Kreislauf von Estradiol und NETA
Eine Verminderung der systemischen Konzentrationen von E2 oder NETA infolge einer Beeinflussung des enterohepatischen Kreislaufs (z.B. durch Penicilline oder Tetrazykline) kann nicht ausgeschlossen werden. Über mögliche Interaktionen insbesondere bei längerfristiger Komedikation mit Antibiotika (z.B. bei Borreliose oder Osteomyelitis) liegen keine ausreichenden Daten vor. Im Falle erniedrigter systemischer E2-Konzentrationen kann der Schutz vor einem BMD-Verlust reduziert sein.
Einfluss von Relugolix auf die Pharmakokinetik anderer Substanzen
Tabelle 2. Auswirkungen von Relugolix auf die Exposition (Cmax, AUC0-inf) gleichzeitig verabreichter Arzneimittel aus klinischen Studien und resultierende Empfehlungen

    Dosierungsschema      Relugolix-Dosierungs  Veränderung der       Veränderung der       Empfehlung
interagierender       schema                AUC0-inf  (Verhältni  Cmax  (Verhältnis     
Arzneimittel                                s der geometrischen   der geometrischen     
                                            Mittelwerte (%) und   Mittelwerte (%) und   
                                            90% Konfidenzinterva  90% Konfidenzinterva  
                                            ll)                   ll)                   
Midazolam 5 mg        40 mg QD bis zum      82.34 (69.88, 97.02)  74.32 (60.62, 91.12)  Keine Dosisanpassung
Einzeldosis           Steady State                                                       für CYP3A4-Substrat
                                                                                        e erforderlich.
Rosuvastatin 10 mg    40 mg QD bis zum      87.21 (74.23,         76.53 (65.24, 89.77)  Keine Dosisanpassung
Einzeldosis           Steady State          102.47)                                      für Rosuvastatin
                                                                                        erforderlich. Der
                                                                                        Einfluss von Relugol
                                                                                        ix auf andere
                                                                                        BCRP-Substrate
                                                                                        wurde nicht untersuc
                                                                                        ht, und die Bedeutun
                                                                                        g für andere BCRP-Su
                                                                                        bstrate ist unbekann
                                                                                        t.
Dabigatranetexilat    120 mg Einzeldosis    117.27 (91.49,        118.52 (89.98,        Der Effekt von 40
150 mg Einzeldosis                          150.32)               156.11)               mg Relugolix auf
                                                                                        die Exposition von
                                                                                        Dabigatran ist
                                                                                        unbekannt.   Bei
                                                                                        P-gp Substraten mit
                                                                                        engem therapeutische
                                                                                        m Index ist Vorsicht
                                                                                         geboten und die
                                                                                        entsprechende
                                                                                        Fachinformation zu
                                                                                        konsultieren.

In-vitro-Studien
Cytochrom P450 (CYP)-Enzyme
Relugolix ist in klinisch relevanten Plasmakonzentrationen weder ein Inhibitor von CYP1A2, CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6 oder CYP3A4, noch ein Induktor von CYP1A2 oder CYP2B6.
Transportersysteme
Relugolix ist in klinisch relevanten Plasmakonzentrationen kein Inhibitor von OATP1B1, OATP1B3, OATP2B1, OAT1, OAT3, OCT2, MATE1, MATE2-K oder BSEP.
Einfluss von Estradiol und Norethisteronacetat auf die Pharmakokinetik anderer Substanzen
Östrogene und Gestagene können den Metabolismus bestimmter anderer Wirkstoffe beeinflussen. Dementsprechend können deren Plasmakonzentrationen bei Anwendung von Ryeqo entweder ansteigen (z.B. Ciclosporin) oder abfallen (z.B. Lamotrigin, siehe unten). Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel kann erforderlich sein. Allfällige Dosierungsempfehlungen in den entsprechenden Fachinformationen sind zu berücksichtigen.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lamotrigin zusammen mit kombinierten hormonalen Kontrazeptiva, aber auch bei gleichzeitiger Anwendung einer Hormonersatztherapie, wurde infolge einer Induktion der Glukuronidierung eine klinisch relevante Steigerung der Lamotrigin-Clearance mit einer entsprechenden signifikanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmaspiegel beobachtet. Eine derartige Senkung der Plasmakonzentrationen kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Es wird erwartet, dass Östrogen-Gestagen-Kombinationen, wie sie in Ryeqo enthalten sind, ein vergleichbares Interaktionsrisiko aufweisen. Bei Einleitung einer Therapie mit Ryeqo ist eine Überwachung mit möglicher Anpassung der Lamotrigindosis erforderlich. Nach Absetzen von Ryeqo steigen die Lamotriginspiegel wieder an, sodass die Patientin auch in dieser Phase überwacht und ggf. die Lamotrigindosis reduziert werden muss.
Interaktionen mit unbekanntem Mechanismus
In klinischen Studien kam es bei gleichzeitiger Gabe Ethinylestradiol-haltiger kombinierter Kontrazeptiva zusammen mit bestimmten in der Therapie von HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombinationen (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin; Glecaprevir/ Pibrentasvir; Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir) gegenüber Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden, signifikant häufiger zu einer klinisch relevanten Erhöhung der ALT (einschliesslich Fällen eines Anstiegs auf über das Fünffache der oberen Grenze des Normbereiches). Bei Anwendung anderer Östrogene (insbesondere Estradiol, wie es in Ryeqo enthalten ist) war hingegen die Inzidenz einer Transaminasenerhöhung nicht höher als bei Patientinnen ohne Östrogentherapie. Aufgrund der begrenzten Anzahl Patientinnen, welche derartige andere östrogenhaltige Arzneimittel einnahmen, ist jedoch bei gleichzeitiger Verabreichung Östrogen-haltiger Arzneimittel zusammen mit einer der genannten Wirkstoffkombinationen grundsätzlich Vorsicht geboten.

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