Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Mavacamten sind Schwindel (17%), Dyspnoe (12%), systolische Dysfunktion (5%) und Synkope (5%).
Die Nebenwirkungen, die in zwei Phase-lIl-Studien (EXPLORER-HCM und VALOR-HCM) bei mit Mavacamten behandelten Patienten berichtet wurden, sind nachstehend zusammengefasst. Insgesamt 179 Patienten erhielten eine tägliche Dosis von entweder 2,5 mg, 5 mg, 10 mg oder 15 mg Mavacamten. Die mediane Behandlungsdauer bei mit Mavacamten behandelten Patienten betrug 30,1 Wochen (Spanne: 1,6 bis 40,3 Wochen).
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen in der Reihenfolge abnehmender Häufigkeit und Schwere dargestellt. Ausserdem ist die entsprechende Häufigkeitskategorie für jede unerwünschte Arzneimittelwirkung definiert als: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis < 1/10); gelegentlich (≥1/1'000 bis < 1/100); selten (≥1/10'000 bis < 1/1'000); sehr selten (< 1/10'000).
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Schwindel (17%).
Häufig: Synkope.
Herzerkrankungen
Häufig: Herzinsuffizienz, systolische Dysfunktion (definiert als LVEF <50% mit oder ohne Symptome).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr häufig: Dyspnoe (12%).
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Systolische Dysfunktion und Herzinsuffizienz
In klinischen Studien der Phase III kam es bei 5% (9/179) der Patienten in der Mavacamten-Gruppe während der Behandlung zu einer reversiblen Reduktion der LVEF auf < 50% (Median 45%: Spanne 35% - 49%). Bei 56% (5/9) dieser Patienten wurden Reduktionen ohne andere klinische Manifestationen beobachtet. Bei allen mit Mavacamten behandelten Patienten erholte sich die LVEF nach Unterbrechung von Mavacamten, und alle schlossen die Studie unter Behandlung ab (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Dyspnoe
In klinischen Studien der Phase III wurde Dyspnoe bei 12,3% der mit Mavacamten behandelten Patienten berichtet, verglichen mit 8,7% der Patienten, die Placebo erhielten. In der EXPLORER-HCM-Studie wurden die meisten (67%) der Dyspnoe-Ereignisse nach Therapieabbruch berichtet, wobei die mediane Zeit bis zum Beginn der Ereignisse 2 Wochen (Spanne: 0,1 bis 4,9 Wochen) nach der letzten Dosis betrug.
Meldung von vermuteten unerwünschten Wirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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