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Fachinformation zu Chlorazin®:Streuli Pharma AG
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AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Chlorpromazinum (ut Chlorpromazini hydrochloridum).

Hilfsstoffe
Ampullen 25 mg/5 ml: Natrii chloridum; Natrii edetas; Antiox.: Acidum ascorbicum (E 300) 10 mg; Natrii disulfis (E 223) 5 mg; Natrii sulfis (E 221) 5 mg; Aqua ad iniectabilia ad 5 ml.
Ampullen 50 mg/2 ml: Natrii chloridum; Natrii edetas; Antiox.: Acidum ascorbicum (E 300) 4 mg; Natrii disulfis (E 223) 2 mg; Natrii sulfis (E 221) 2 mg; Aqua ad iniectabilia ad 2 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Ampullen zu 25 mg/5 ml: 1 ml enthält 5 mg Chlorpromazinum (ut Chlorpromazini hydrochloridum).
Ampullen zu 50 mg/2 ml: 1 ml enthält 25 mg Chlorpromazinum (ut Chlorpromazini hydrochloridum).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Initialbehandlung von Psychosen, die mit Erregungszuständen und Unruhe verbunden sind. Übelkeit, zentral ausgelöstes Erbrechen.

Dosierung/Anwendung

Psychotische Patienten sprechen auf Neuroleptika sehr unterschiedlich an, eine individuelle Einstellung ist immer erforderlich. Die Dosis wird graduell bis zur optimalen Wirkung gesteigert und dann 2 Wochen beibehalten. Anschliessend soll die Dosis wieder graduell bis zur minimalen noch wirksamen Dosis reduziert werden.

I.m. Behandlung bei schweren Erregungszuständen
Erwachsene und Jugendliche: 25 mg initial i.m., eventuell nach 1 Stunde weitere 25–50 mg i.m. Eine einzelne i.m.-Dosis ist meist ausreichend, falls notwendig kann die Behandlung in 6–8-stündigen Intervallen wiederholt werden.
Kinder von 6–12 Jahren: 0,5 mg/kg Körpergewicht alle 6–8 Stunden bis maximal 75 mg täglich.
Kinder von 1–5 Jahren: 0,5 mg/kg Körpergewicht alle 6–8 Stunden bis zu einer maximalen Dosis von 40 mg täglich.
Kinder unter 1 Jahr: Nicht empfohlen, es sei denn, es ist lebenserhaltend.
Ältere Patienten: Dosen im niedrigeren Bereich von ca. 25 mg alle 8 Stunden sollten ausreichen um die Symptome zu kontrollieren.
Eine parenterale Anwendung sollte nur bei Psychosen mit schweren Erregungszuständen und Unruhe unter stationären Bedingungen eingesetzt werden. Chlorazin muss tief intramuskulär injiziert werden, wiederholte Injektionen sollten möglichst vermieden werden.
In Ausnahmefällen kann Chlorazin Injektionslösung nach Verdünnung intravenös verabreicht werden (siehe «Hinweise für die Handhabung»).

Übelkeit und Erbrechen
Erwachsene und Jugendliche: 25 mg initial i.m., bei Bedarf weitere 25–50 mg i.m. alle 3–4 Stunden.

Kontraindikationen

Akute Alkohol-, Schlafmittel-, Opiat- und Psychopharmaka-Intoxikationen; Hypotonie; Engwinkelglaukom; cholestatische Hepatitis, akute und schwere Lebererkrankungen, schwere Blutzell- oder Knochenmarksschädigungen, schwere zerebrale Bewusstseinsstörungen, Spätschwangerschaft.
Überempfindlichkeit gegenüber Phenothiazinen oder einem anderen Inhaltsstoff gemäss Zusammensetzung.
Sulfit-Allergie!

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Anwendung von Chlorazin soll bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz, Parkinsonsyndrom, Hyperthyreose, kardialer Vorschädigung, Phäochromozytom, prolaktinabhängigen Tumoren (z.B. Mamma-Tumoren), Myasthenia gravis und Prostatahypertrophie, Ileus, Diabetes mellitus, chronischen Atembeschwerden (z.B. Asthma bronchiale), sowie bei Patienten mit Agranulozytose in der Anamnese vermieden werden. Vorsicht ist geboten bei älteren Patienten, insbesondere während heissem oder kaltem Wetter (Risiko einer Hyper- oder Hypothermie).
Nach der intramuskulären Injektion können posturale Hypotonie mit Tachykardie sowie lokale Schmerzen oder Bildung von Knötchen auftreten. Bei der parenteralen Verabreichung von Chlorpromazin sollte der Patient liegen und der Blutdruck überwacht werden. Ältere Patienten sind besonders für eine posturale Hypotonie gefährdet.
Bei Patienten mit Epilepsie oder einer Vorgeschichte mit Krampfanfällen sind engmaschige Kontrollen erforderlich, weil Phenothiazine die Krampfschwelle senken können.
Weil über das Auftreten von Agranulozytose berichtet wurde, werden regelmässige Blutbildkontrollen empfohlen. Das Auftreten von ungeklärten Infektionen oder Fieber kann ein Anzeichen einer Blutdyskrasie sein und verlangt eine sofortige hämatologische Abklärung.
Die Behandlung muss im Fall von unerklärbarem Fieber sofort abgebrochen werden, weil dies ein Zeichen eines malignen neuroleptischen Syndroms sein könnte (Blässe, Hyperthermie, vegetative Störungen, eingeschränktes Bewusstsein, Muskelrigidität). Anzeichen vegetativer Störungen wie Schwitzen und Kreislaufstörungen können der Entstehung einer Hyperthermie vorausgehen und gelten als Frühwarnsymptome. Auch wenn das maligne neuroleptische Syndrom idiosynkratischen Ursprungs ist, sind Dehydrierung und organische Erkrankungen des Gehirns prädisponierende Faktoren.
Akute Entzugssymptome, einschliesslich Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit, wurden nach abruptem Absetzen hoher Dosen von Neuroleptika sehr selten beobachtet. Es können Rückfälle auftreten und auch über das Auftreten extrapyramidaler Reaktionen wurde berichtet. Daher ist eine schrittweise Verringerung der Dosierung empfehlenswert.
Bei Psychosen kann das Ansprechen auf die neuroleptische Behandlung verspätet eintreten. Wird die Behandlung abgesetzt, kann das Wiederauftreten der Symptome gelegentlich unbemerkt bleiben.
Neuroleptische Phenothiazine können eine Verlängerung des QT-Zeit Intervalls bewirken, welche das Risiko für das Auftreten schwerwiegender ventrikulärer Arrhythmien des Torsade de pointes Typs erhöht, was fatal sein kann (plötzlicher Tod). Die QT-Zeit-Verlängerung kann insbesondere durch eine bestehende Bradykardie, Hypokaliämie sowie durch eine kongenitale oder erworbene (z.B. durch Arzneimittel hervorgerufen) QT-Verlängerung, verschlimmert werden. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis soll vor der Behandlung mit Chlorazin beurteilt werden. Vor Behandlungsbeginn mit Chlorazin und während der Initialphase der Behandlung, oder falls es während der Behandlung notwendig erscheint, sollten, sofern es die klinische Situation erlaubt, medizinische und Laborabklärungen (z.B. biochemischer Status und EKG) durchgeführt werden, um mögliche Risikofaktoren auszuschliessen (z.B. Erkrankungen des Herzens, metabolische Auffälligkeiten wie Hypokaliämie, Hypocalcämie oder Hypomagnesiämie, Entkräftung, Alkoholmissbrauch, gleichzeitige Therapie mit anderen Arzneimitteln, die bekanntermassen das QT-Intervall verlängern können).
Wegen des Risikos einer Photosensibilisierung soll den Patienten geraten werden, eine Exposition an direktem Sonnenlicht zu vermeiden.
Bei häufigem Umgang mit Phenothiazinen soll grösste Sorgfalt angewendet werden, um den direkten Kontakt mit der Haut zu vermeiden.
Obwohl ein Anstieg von Brustneoplasmen in Nagern nach Langzeitgabe von prolaktinstimulierenden Antipsychotika gefunden wurde, konnte ein Zusammenhang von Langzeitanwendung und gesteigerter Brustkrebsrate im Menschen nicht belegt werden. In vitro Tests indizieren, dass ungefähr 1/3 aller Brustkrebsfälle prolaktinabhängig sind. Daher sollten Phenothiazine nur mit Vorsicht bei Patienten mit vorher entdecktem Brustkrebs angewendet werden.

Interaktionen

Zentraldämpfende Pharmaka und Alkohol: gegenseitige Wirkungsverstärkung.
Wirkungsabschwächung von Dopaminagonisten (z.B. Amantadin, Bromocriptin, Levodopa), aber Wirkungsverstärkung anderer Antihypertensiva.
Anästhetika: Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung von Chlorazin. Wirkungsabschwächung von Antidiabetika (Glibenclamid).
Metamizol: Hypothermie möglich.
Disulfiram, Phenytoin: Verstärkung der Wirkung von Chlorazin.
Reserpin: Verstärkung der blutdrucksenkenden und zentral neuroleptischen Wirkung.
Lithium, trizyklische Antidepressiva: Plasmaspiegel von Chlorpromazin sinkt.
Metoclopramid: Verstärkung verschiedener Bewegungs­störungen.
Antikoagulantien: es kann zu einer Verstärkung des blutverdünnenden Effekts kommen.
Thyreostatika (Methimazol, Propylthiouracil): erhöhtes Agranulozytose-Risiko.
Rauchen, aber auch Rauch-Abstinenz: verminderter Chlorpromazin-Plasmaspiegel. Chlorpromazin bewirkt Enzyminduktion. Verlangsamte Elimination trizyklischer Antidepressiva und Opioid-Schmerzmitteln.
Keine gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern (Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika wie Makrolide [Erythromycin, Clarithromycin], Fluorochinolone [vor allem Moxifloxacin], Malaria-Mittel, Antihistaminika, trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika) oder zu Hypokaliämie (bestimmte Diuretika) führen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bei Rattenstudien wurde in den Hochdosisgruppen Fötotoxizität und Missbildungen beobachtet (siehe «Präklinische Daten»). Kontrollierte klinische Studien beim Menschen liegen nicht vor. Bisherige Erfahrung mit Anwendung in niedriger Dosierung zeigten keine unerwünschten Wirkungen auf den Fötus.
Das Arzneimittel ist im 3. Trimenon (insbesondere in zeitlicher Nähe zum Geburtstermin) kontraindiziert und darf im 1. und 2. Trimenon nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich, z.B. zur Therapie einer schweren Hyperemesis gravidum mit Störungen des Energie- und Elektrolythaushaltes.
Nach Gabe von Chlorpromazin an stillende Mütter konnten in der Muttermilch unterschiedlich hohe Substanzkonzentrationen nachgewiesen werden, die anscheinend jedoch in keinem direkten Zusammenhang mit den mütterlichen Plasmakonzentrationen standen. Vom Stillen unter Chlorpromazin-Therapie wird dringend abgeraten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Chlorazin kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich: Leukopenie, Thrombopenie, Eosinophilie, Panzytopenie.
Selten: Agranulozytose.

Störungen des Immunsystems
Häufig: Photosensibilisierung.
Nach langdauernder Behandlung: Allergische Hautreaktionen.
Sehr selten: Natriumsulfit und Natriumdisulfit können, insbesondere bei Bronchialasthmatikern Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Endokrine Störungen
Nach langdauernder Behandlung: Zyklusstörungen, Galaktorrhö, Gynäkomastie, Hirsutimus.
Gelegentlich: Hypothyreose.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Gewichtszunahme.
Gelegentlich: Hemmung der Insulinsekretion und Erhöhung der Blutzuckerwerte.

Störungen des Nervensystems
Sehr häufig, insbesondere zu Beginn: Müdigkeit.
Häufig: Extrapyramidalmotorische Störungen (Parkin­sonoid, Akathisie, Dyskinesie), nach langdauernder Behandlung Entwicklung von Spätdyskinesien.
Selten: Malignes neuroleptisches Syndrom.

Augenleiden
Sehr häufig, insbesondere zu Beginn: Akkommodations­störungen.
Gelegentlich: Nach langanhaltender und hochdosierter Gabe Einlagerungen in Linse und Hornhaut des Auges möglich. Glaukomanfälle.

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefässe
Sehr häufig, insbesondere zu Beginn: Hypotonie, orthostatische Dysregulation, Tachykardie.
EKG-Veränderungen (QT-Intervall-Verlängerungen, ST-Senkung, T-Wellen-Veränderung, Auftreten von U-Wellen).
Nach langdauernder Behandlung: Erregungsleitungsstörungen.
Sehr selten: Bein- und Beckenvenenthrombosen, Verlängerung des QT-Intervalls, sehr selten bis hin zu Torsade de Pointes, Abbruch der Behandlung notwendig. (Siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».)

Gastrointestinale Störungen
Sehr häufig, insbesondere zu Beginn: Mundtrockenheit, Obstipation.

Funktionsstörungen der Leber
Häufig: Cholestatische Hepatose, Ikterus (cholestatischer Typ). Absetzen bei Gelbsucht! Passagere Erhöhung der Leberenzym-Werte.

Urogenitalsystem
Sehr häufig, insbesondere zu Beginn: Miktionsstörungen.
Nach langdauernder Behandlung: Verminderte Libido und Potenz.
Selten: Priapismus.

Überdosierung

Die wichtigsten Symptome einer akuten Intoxikation sind tonisch-klonische Krämpfe, zentralnervöse Depression bis hin zu Koma sowie starker Blutdruckabfall.
Bei starkem Blutdruckabfall werden Plasmaexpander infundiert.
Gegebenenfalls werden Antiarrhythmika sowie Diazepam zur Kontrolle der Krämpfe verabreicht.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N05AA01
Chlorazin enthält als Wirkstoff Chlorpromazin, das zur Gruppe der mittelstarken Neuroleptika der Phenothiazine gehört. Chlorpromazin wirkt im niedrigen Dosierungsbereich psychorelaxierend und spannungslösend, im höheren Dosierungsbereich entfaltet es hingegen die eigentliche neuroleptische Wirkung, welche bei der Behandlung von Psychosen erwünscht ist.
Chlorazin besitzt ausserdem antiemetische, sympatholytische und anticholinergische Eigenschaften.

Pharmakokinetik

Chlorpromazin wird nach intramuskulärer Applikation rasch resorbiert. Die maximale Plasmakonzentration wird nach ca. 30 Min. erreicht. Die Wirkungsdauer beträgt ca. 12–36 Stunden.

Distribution
Das Verteilungsvolumen beträgt etwa 22 l/kg (10–35 l/kg), die Plasmaeiweissbindung liegt bei etwa 90–99%. Im Gehirn erreicht Chlorpromazin höhere Konzentrationen als im Plasma. Es überwindet die Placentaschranke und tritt in die Muttermilch über.
Therapeutisch wirksame Plasmaspiegel liegen zwischen 30 und 300 µg/l.
Chlorpromazin wirkt als Induktor der fremdstoffabbauenden Enzyme und beschleunigt auch seinen eigenen Stoffwechsel. Bei chronischer Gabe fallen daher die Steady state-Konzentrationen im Plasma bis auf 50% der Initial-Werte ab.

Metabolismus
Die Biotransformation von Chlorpromazin erfolgt vorwiegend in der Leber durch oxidative Prozesse und anschliessende Konjugation. Es sind ca. 150 Metaboliten bekannt.

Elimination
Die Ausscheidung der Metaboliten erfolgt über die Galle und im Urin, worin nur Spuren von unverändertem Chlorpromazin gefunden werden.
Die Eliminationshalbwertszeit beträgt ca. 31 Stunden. Sie ist interindividuell sehr unterschiedlich (11–103 h). Bedingt durch die verzögerte Freisetzung können geringe Mengen Chlorpromazin noch über Wochen im Urin nachgewiesen werden.

Präklinische Daten

In zahlreichen in vitro -Untersuchungen zur Abklärung des genotoxischen Potentials verursachte Chlorpromazin mutagene Effekte.
Die orale, intraperitoneale oder subkutane Applikation von Dosen von bis zu 16 mg Wirkstoff/kg Körpergewicht führte in Mäusen und Ratten zu fötotoxischen Effekten (ver­mindertes Geburtsgewicht, fötale Fehlbildungen) und materno­toxischen Effekten (Gewichtsreduktion).
In mit bestimmten Neuroleptika behandelten Nagetieren wurden chromosomale Aberrationen in Spermatozyten und abnorme Spermien gefunden.
Es liegen keine Daten zur Kanzerogenese vor.

Sonstige Hinweise

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln (ausser isotoner Kochsalzlösung) gemischt werden.

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Die Substanz zersetzt sich unter Licht- und Lufteinwirkung mit Farbumschlag nach Gelb, Rosa, schliesslich Violett.
Eine leicht gelbliche Verfärbung der Injektionslösung beeinträchtigt die Wirksamkeit des Arzneimittels nicht, stark verfärbte Lösungen oder Lösungen mit Ausfällungen dürfen nicht verwendet werden!

Besondere Lagerungshinweise
Vor Licht geschützt in der Originalpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Injektionslösungen nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung
Die intramuskuläre Injektion sollte langsam und tief in einen grossen Muskel, wie den Glutaeus maximus erfolgen. Zur Vermeidung von Irritationen kann Chlorazin Injektionslösung 50 mg/2 ml vor der Injektion mit 0,9%-iger Kochsalzlösung verdünnt werden.
Subkutane Injektionen werden nicht empfohlen.
Intravenöse Injektion: Cave: Chlorazin 25 mg/5 ml bzw. 50 mg/2 ml darf nie ohne vorheriges Verdünnen intravenös verabreicht werden!
Zur direkten i.v.-Injektion sollte Chlorazin Injektionslösung mit 0,9%-iger Kochsalzlösung auf eine Konzentration, die 1 mg/ml nicht überschreitet, verdünnt werden.
Für eine i.v.-Infusion soll Chlorazin Injektionslösung zu 500–1000 ml einer 0,9%-igen Kochsalzlösung beigefügt und (nach guter Durchmischung!) langsam appliziert werden. Es wird eine Infusionsrate von 1 mg/Minute bei Erwachsenen und 0,5 mg/Minute bei Kindern empfohlen.
Mit 0,9%-iger Kochsalzlösung verdünnt, sind die Chlorazin-Injektionslösungen 5 Stunden lang bei Raumtemperatur stabil.
Injektions-/Infusionslösung vor Licht schützen!
Nach der Infusion oder Injektion von Chlorpromazin sollte der Patient während 30 Minuten liegen bleiben.

Zulassungsnummer

36959 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Streuli Pharma AG, 8730 Uznach.

Stand der Information

Februar 2011.

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