Präklinische DatenKetotifen zeigte eine mässige akute orale Toxizität bei Tieren.
Genotoxizität und Kanzerogenität
Ketotifen und/oder seine Metaboliten zeigten kein genotoxisches Potenzial in In-vitro-Untersuchungen auf Genmutationen an Salmonella typhimurium, auf Chromosomenaberrationen an V79-Zellen des chinesischen Hamsters oder auf primäre DNA-Schäden an Rattenleberzellkulturen.
In vivo wurde keine klastogene Aktivität beobachtet (zytogenetische Analyse von Knochenmarkzellen des chinesischen Hamsters, Knochenmark-Micronukleustest an Mäusen). Ebenso wurden beim Dominant-Letal-Test keine mutagenen Effekte auf die Keimzellen männlicher Mäuse festgestellt.
Bei Ratten, denen über 24 Monate kontinuierlich Ketotifen mit der Nahrung zugeführt wurde, zeigten die höchsten vertragenen Dosen von 71 mg/kg Ketotifen pro Tag kein kanzerogenes Potenzial.
Bei Mäusen, die über 74 Wochen mit der Nahrung Dosen bis zu 88 mg/kg Körpergewicht erhielten, zeigten sich ebenfalls keine Hinweise auf kanzerogene Wirkungen.
Reproduktionstoxizität
Bei Untersuchungen an Ratten und Kaninchen fand sich kein Hinweis auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen. Bei männlichen Ratten wurde die Fertilität bei einer vertragenen Dosis von 10 mg/kg/Tag nicht beeinflusst.
Die Behandlung von männlichen Ratten mit einer toxischen Dosis von Ketotifen (50 mg/kg/Tag) für 10 Wochen vor der Paarung hat zu einer verminderten Fruchtbarkeit geführt. Die Fertilität war bei Dosierungen für den menschlichen Gebrauch nicht beeinträchtigt.
Die Fertilität weiblicher Ratten, die Schwangerschaft, die pränatale Entwicklung und die Entwöhnung der Nachkommen wurde durch Ketotifen in oralen Dosen bis zu 50 mg/kg/Tag nicht nachteilig beeinflusst, obwohl bei Dosen von 10 mg/kg/Tag und darüber eine unspezifische Toxizität bei den trächtigen Weibchen beobachtet wurde. Ebenso wurde für die Perinatalphase kein nachteiliger Einfluss der Ketotifenbehandlung festgestellt.
Aufgrund der bei den Muttertieren festgestellten Toxizität wurden bei der hohen Dosierung von 50 mg/kg/Tag eine erhöhte Sterblichkeit und eine verminderte Gewichtszunahme während der ersten Tage der postnatalen Entwicklung der Jungtiere festgestellt.
Ketotifen passiert die Plazentaschranke bei Ratten; geringe Mengen finden sich vor allem in der Lunge, der Leber und im Darmtrakt der Feten.
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