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Fachinformation zu Navelbine®:Pierre Fabre Pharma SA
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Unerwünschte Wirkungen

Die Knochenmarkdepression ist der limitierende toxische Effekt. Sie führt hauptsächlich zu einer Neutropenie mit einem Nadir am Tag 5 bis 7.
Navelbine i.v.
Die weiteren meistgemeldeten unerwünschten Wirkungen: Anämie, neurosensorische Störungen, gastrointestinale Störungen mit Nausea, Erbrechen, Stomatitis und Obstipation, Erhöhung der Leberwerte, Alopezie und lokale Phlebitis.
Navelbine oral
Die weiteren meistgemeldeten unerwünschten Wirkungen: Anämie und Thrombozytopenie sowie gastrointestinale Störungen mit Nausea, Erbrechen, Diarrhoe, Stomatitis und Obstipation.Müdigkeit und Fieber wurden auch öfters gemeldet. Mit Navelbine oral kann eine medulläre Aplasie mit hepatischen Störungen assoziiert sein.
Im Folgenden sind die unerwünschten Wirkungen nach Organklasse mit Häufigkeitsangaben aufgelistet:
„Sehr häufig“ (≥1/10), „häufig“ (<1/10, ≥1/100), „gelegentlich“ (<1/100, ≥1/1000), „selten“ (<1/1000, ≥1/10‘000), „sehr selten“ (<1/10‘000), "nicht bekannt" (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)".

                   Organklasse           Navelbine i.v.                          Navelbine oral
Infektionen           Sehr häufig: Bakterielle, virale oder   Sehr häufig: Bakterielle, virale oder
                      fungale Infektionen an verschiedenen    fungale Infektionen ohne Neutropenie
                      Lokalisierungsorten wie z.B.            an verschiedenen Lokalisierungsorten
                      bronchopulmonale, gastrointestinale,    wie z.B. bronchopulmonale,
                      urologische und opportunistische        gastrointestinale, urologische und
                      Infektionen (12,4%) Gelegentlich:       opportunistische Infektionen (12,7%;
                      Schwere Sepsis mit Organversagen und    G3-4: 4,4%) Häufig: Virale,
                      Septikämie Sehr selten: Komplizierte    bakterielle oder durch Pilze
                      Septikämie mit möglicherweise           verursachte Infektionen.
                      tödlichem Verlauf Nicht bekannt:        Neutropenische Infektionen (G3-4:
                      Neutropenische Sepsis, neutropenische   3,5%) Nicht bekannt: Neutropenische
                      Infektionen G3-4.                       Sepsis, schwere Sepsis mit
                                                              Organversagen, Septikämie,
                                                              komplizierte Septikämie mit
                                                              möglicherweise tödlichem Verlauf
Blut und Lymphsystem  Sehr häufig: Knochenmarkdepression,     Sehr häufig: Knochenmarkdepression
                      die hauptsächlich zu einer              mit Neutropenie (71,5%; G3: 21,8%;
                      Neutropenie führt (77%; G3: 24,3%;      G4: 25,9%), Anämie (74,3%; G3-4:
                      G4: 27,8%), Anämie (68,6%; G3-4:        4,8%), Thrombozytopenie (G1-2:
                      7,4%) Häufig: Thrombozytopenie (G3-4:   10,8%), Leukopenie (70,6%; G3: 24,7%;
                      2,5%) Nicht bekannt: Febrile            G4: 6%) Häufig: Neutropenie mit
                      Neutropenie, Panzytopenie, Leukopenie   Fieber (G4: 2,8%) Nicht bekannt:
                                                              Medulläre Aplasie, Panzytopenie,
                                                              Thrombozytopenie G3-4
Immunsystem           Häufig: Systemische allergische         
                      Reaktionen wie anaphylaktischer         
                      Schock, Anaphylaxie, Angioödem oder     
                      anaphylaktoide Reaktionen               
Endokrine Erkrankung  Nicht bekannt: Syndrom der gestörten    Nicht bekannt: Syndrom der gestörten
en                    ADH-Sekretion (SIADH)                   ADH-Sekretion (SIADH)
Stoffwechsel- und     Selten: Schwere Hyponatriämie Nicht     Nicht bekannt: Schwere Hyponatriämie
Ernährungsstörungen   bekannt: Anorexie                       
Psychiatrische                                                Häufig: Insomnie (G1-2: 2,8%)
Erkrankungen                                                  
Nervensystem          Sehr häufig: periphere Neuropathien     Sehr häufig: Neurosensorische
                      (23,4%; G3-4: 2,7%)  Gelegentlich:      Störungen (G1-2: 11,1%)  Häufig:
                      Schwere Parästhesien mit sensorischen   Neuromotorische Störungen (G1-4:
                      und motorischen Symptomen Nicht         9,2%; G3-4: 1,3%), Kopfschmerzen
                      bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel,      (G1-4: 4,1%; G3-4: 0,6%), Schwindel
                      Ataxie, posteriores reversibles         (G1-4: 6%; G3-4: 0,6%),
                      Enzephalopathiesyndrom                  Geschmacksstörungen (G1-2: 3,8%)
                                                              Gelegentlich: Ataxie   Nicht bekannt:
                                                              Posteriores reversibles
                                                              Enzephalopathiesyndrom
Augenerkrankungen                                             Häufig: Sehstörungen (G1-2: 1,3%)
Herz                  Selten: Ischämische kardiale            Gelegentlich: Herzinsuffizienz und
                      Ereignisse (Angina pectoris,            Herzrhythmusstörungen Nicht bekannt:
                      Myokardinfarkt manchmal tödlich) Sehr   Myokardinfarkt bei Patienten mit
                      selten: Tachykardie, Palpitationen      kardiovaskulärer Vorgeschichte oder
                      und Herzrhythmusstörungen Nicht         kardiovaskulären Risikofaktoren
                      bekannt: Herzinsuffizienz               
Gefässerkrankungen    Gelegentlich: Hypotonie, Hypertonie,    Häufig: Hypertonie (G1-4: 2,5 %;
                      Flush und Kälte der Extremitäten        G3-4: 0,3%), Hypotonie (G1-4: 2,2%;
                      Selten: Schwere Hypotonie, Kollaps      G3-4: 0,6%)
Atmungsorgane         Gelegentlich: Atemnot und               Häufig: Dyspnoe (G1-4: 2,8%; G3-4:
                      Bronchospasmus (Mono- und               0,3%), Husten (G1-2: 2,8%) Nicht
                      Kombinationstherapie) Selten:           bekannt: Lungenembolie
                      Interstitielle Pneumonien, manchmal     
                      tödlich Nicht bekannt: Husten (G1-2),   
                      Akutes Atemnotsyndrom (Acute            
                      Respiratory Distress Syndrome, ARDS,    
                      Pneumonitis) manchmal tödlich*,         
                      Lungenembolie                           
Gastrointestinale     Sehr häufig: Stomatitis (G1-4: 15%      Sehr häufig: Nausea (G1-4: 74,7%;
Störungen             bei Monotherapie), Nausea und           G3-4: 7,3%), Erbrechen (G1-4: 54,7%;
                      Erbrechen (30,4%; G3-4: 2,2%),          G3-4: 6,3%), Durchfall (G1-4: 49,7%;
                      Obstipation (24,5%; G3-4: 2,7%)         G3-4: 5,7%), Anorexie (G1-4: 38,6%;
                      Häufig: Durchfall Gelegentlich:         G3-4: 4,1%), Obstipation (G1-4: 19%;
                      Schwerer Durchfall, Bauchschmerzen,     G3-4: 0,9%), Stomatitis (G1-4: 10,4%;
                      gastrointestinale Blutungen Selten:     G3-4: 0,9%), Bauchschmerzen (G1-4:
                      Pankreatitis, paralytischer Ileus       14,2%) Häufig: Oesophagitis (G1-3:
                                                              3,8%; G3: 0,3%), Dysphagie (G1-2:
                                                              2,3%) Gelegentlich: Paralytischer
                                                              Ileus (G3-4: 0,9%) Nicht bekannt:
                                                              Gastrointestinale Blutungen
Leber und Galle       Sehr häufig: Erhöhung von SGOT          Häufig: Leberfunktionsstörungen
                      (27,6%) und SGPT (29,3%) Nicht          (G1-2: 1.3%) Selten: Erhöhung von
                      bekannt: Leberfunktionsstörungen        Leberwerten
Haut                  Sehr häufig: Alopezie (25,1%; G3-4:     Sehr häufig: Alopezie (G1-2: 29,4%)
                      4,1%) Selten: Hautreaktionen Nicht      Selten: Generalisierte Hautreaktionen
                      bekannt: Palmoplantares                 (G1-2: 5,7%)
                      Erythrodysästhesie-Syndrom,             
                      Hauthyperpigmentierung (supravenöse,    
                      serpiginöse Hyperpigmentierung)         
Muskelskelettsystem   Häufig: Arthralgien inkl.               Häufig: Arthralgien inkl.
                      Kieferschmerzen, Myalgie,               Kieferschmerzen, Myalgie (G1-4: 7%;
                      Thoraxschmerzen                         G3-4: 0,3%)
Niere und Harnwege                                            Häufig: Dysurie (G1-2: 1,6%), andere
                                                              urogenitale Störungen (G1-2: 1,9%)
Allgemeine Störungen  Sehr häufig: Brennen an der             Sehr häufig: Müdigkeit/Unwohlsein
 und Reaktionen an    Einstichstelle, Verfärbung der Vene     (G1-4: 36,7%; G3-4: 8,5%), Fieber
der Applikationsstel  und lokale Phlebitis (G3-4: 3,7%)       (G1-4: 13%; G3-4: 12,1%) Häufig:
le                    Häufig: Asthenie, Müdigkeit, Fieber,    Schmerzen einschliesslich
                      Schmerzen an verschiedenen Stellen      Tumorschmerzen (G1-4: 3,8%; G3-4:
                      einschliesslich thorakaler und          0,6%). Schüttelfrost (G1-2: 3,8%)
                      Tumorschmerzen Selten: Lokale Nekrose   
                      Nicht bekannt: Schüttelfrost G1-2       
Untersuchungen        Nicht bekannt: Gewichtsverlust          Sehr häufig: Gewichtsverlust (G1-4:
                                                              25%; G3-4: 0,3%) Häufig:
                                                              Gewichtszunahme (G1-2: 1,3%)

*Siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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