PharmakokinetikAbsorption
Nach oraler Gabe von Quinapril werden maximale Quinapril-Konzentrationen innerhalb von 1 h beobachtet. Basierend auf Wiederfindungsstudien im Urin beträgt das Ausmass der oralen Resorption ca. 60%. Die Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Resorption von Quinapril.
Hydrochlorothiazid wird nach oraler Gabe im Magen-Darm-Trakt zu 60-75% resorbiert, die Bioverfügbarkeit beträgt 70%. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme begünstigt die Absorption. Die diuretische Wirkung tritt innerhalb 1-2 h ein. Maximale Plasmakonzentrationen werden gewöhnlich nach 2-5 h gemessen. Die diuretische Wirkdauer beträgt dosisabhängig 6-12 h, die antihypertensive Wirkdauer noch länger (bis 24 h).
Distribution
Das Verteilungsvolumen von Hydrochlorothiazid liegt bei 5-6 l/kg; die Proteinbindung beträgt 62-74%. Hydrochlorothiazid passiert die Placenta-, nicht aber die Blut-Hirn-Schranke.
Metabolismus
Nach der Resorption wird Quinapril zu einem grossen Teil zum eigentlich aktiven Hauptmetaboliten Quinaprilat metabolisiert. Daneben entstehen einige weitere, mengenmässig weniger bedeutende und pharmakologisch inaktive Metaboliten. Quinapril zeigt eine apparente Halbwertszeit der Elimination von ca. 1 h.
Maximale Plasmaspiegel von Quinaprilat, dem wirksamen Metaboliten, werden ca. 2 h nach oraler Gabe von Quinapril beobachtet.
Elimination
Quinaprilat wird zu einem wesentlichen Anteil über die Niere ausgeschieden; die effektive Kumulationshalbwertszeit beträgt ca. 3 h (ein Steady-State wird nach 1-2 Tagen erreicht). Die Dissoziationshalbwertszeit vom ACE beträgt ca. 26 h.
Die Plasmahalbwertszeit von Hydrochlorothiazid variiert zwischen 4 bis 15 h (24-stündige Beobachtung des Plasmaspiegels). Mindestens 61% der oralen Dosis wird innerhalb 24 h unverändert über die Niere ausgeschieden.
Die Pharmakokinetik der Einzelsubstanzen Quinapril und Hydrochlorothiazid beeinflussen sich bei simultaner Verabreichung der beiden Stoffe nicht.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Nierenfunktionsstörungen, Herzinsuffizienz, ältere Patienten
Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurden bis zu einer Kreatinin-Clearance von 60 ml/min normale Quinaprilat-Plasmaspiegelverläufe gemessen. Bei einer Kreatinin-Clearance von weniger als 60 ml/min steigen die Quinaprilat-Spiegel an, die Eliminationshalbwertszeit ist verlängert. Pharmakokinetische Studien an Patienten mit terminalen Nierenerkrankungen, die chronisch hämodialysiert waren oder ambulant mit peritonealer Dialyse behandelt wurden, zeigten, dass Dialyse nur einen geringen Einfluss auf die Elimination von Quinaprilat hat.
Die Elimination von Quinaprilat ist ausserdem bei älteren Patienten (älter als 65 Jahre) und bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz verlangsamt. Die Verlangsamung korreliert mit der eingeschränkten Nierenfunktion, die oft bei diesen Patienten vorliegt.
Bei Patienten mit mässig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30-60 ml/min) und älteren Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann es erforderlich sein, die Dosis zu reduzieren.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sowie bei älteren Patienten ist eine mögliche Akkumulation von Hydrochlorothiazid zu beachten.
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberzirrhose wurden erniedrigte Plasmaspiegel von Quinaprilat gemessen, was auf eine verminderte Metabolisierung von Quinapril bei der Leberpassage zurückzuführen ist.
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