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Fachinformation zu Cimzia® Pulver:UCB-Pharma SA
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Pharmakokinetik

In drei Pharmakokinetik-Studien wurden insgesamt 78 gesunde Probanden mit Dosierungen von bis zu 800 mg Certolizumab pegol subkutan (s.c.) bzw. bis zu 10 mg/kg intravenös (i.v.) behandelt. Aus den Daten dieser Studien geht hervor, dass einzelne i.v.- bzw. s.c.-Dosierungen von Certolizumab pegol zu vorhersehbaren dosisabhängigen Plasmakonzentrationen führen, wobei eine lineare Beziehung zwischen der verabreichten Dosis und der maximalen Plasmakonzentration (C) bzw. der AUC (AUC = Area Under the Curve) für die Certolizumab-pegol-Plasmakonzentration/Zeit besteht. Patienten mit Morbus Crohn erhielten alle 4 Wochen Certolizumab pegol s.c. in Dosierungen von 100, 200 oder 400 mg sowie alle 2 Wochen 400 mg (3 Dosen), gefolgt von einer Erhaltungsdosis von 400 mg alle 4 Wochen. Die Plasmakonzentrationen von Certolizumab pegol waren weitgehend dosisproportional; die Pharmakokinetik bei Morbus-Crohn-Patienten entsprach der bei den gesunden Probanden.
Die Auswertung der Pharmakokinetik von Certolizumab pegol erfolgte in einer studienübergreifenden populationsbezogenen pharmakokinetischen Analyse anhand der Daten von 1580 Probanden, darunter 1268 Morbus-Crohn-Patienten. Die populationsbezogene pharmakokinetische Analyse ergab, dass sich das Alter, das Geschlecht, die Kreatinin-Clearance und die Leukozytenzahl nicht auf die Pharmakokinetik von Certolizumab pegol auswirkten.
Antikörper gegen Certolizumab pegol, wiederholte Verabreichung, Körpergewicht, Monozytenzahl, Anwendung von Immunsuppressiva, sowie Ethnizität waren Kovariablen, mit statistisch signifikanten Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Certolizumab pegol. Dabei zeigte lediglich das Vorhandensein von Antikörpern eine Auswirkung von mehr als 30% auf Cund/oder AUC. Keine der in der populationsbezogenen pharmakokinetischen Analyse ermittelten Kovariablen erforderte eine Dosisanpassung.

Absorption
Bei subkutaner Anwendung wurden Spitzen-Plasmakonzentrationen von Certolizumab pegol 54–171 Stunden nach der Injektion erreicht. Die Bioverfügbarkeit (F) von Certolizumab pegol beträgt bei subkutaner Anwendung ca. 80% (Streuung: 76%–88%) im Vergleich zur intravenösen Anwendung.

Distribution
Das zentrale Verteilungsvolumen (Vc) wurde in der populationsbezogenen pharmakokinetischen Analyse auf 4,0 l geschätzt, mit einer interindividuellen Variabilität (% CV) von 16,9%. Die komparative Verteilung von Certolizumab pegol im Gewebe wurde bei Ratten nach einer einzelnen intravenösen Dosis bewertet. Die Gewebeverteilung vonI-CDP870 bei Ratten war ähnlich der eines humanisierten vollständigen IgG-Antikörpers über 48 Stunden. In einer zusätzlichen Ex-vivo -Studie wurde eine potenzielle Kreuzreaktivität von Certolizumab pegol mit Kryosektionen normaler menschlicher Gewebe untersucht. Certolizumab pegol zeigte keine Reaktivität mit einer festgelegten Standardauswahl normaler menschlicher Gewebe.

Metabolismus und Elimination
Durch Pegylierung (kovalente Anbindung von PEG-Polymeren an Peptide) wird die Elimination dieser Einheiten aus dem Kreislauf durch verschiedene Mechanismen verzögert, wie z.B. eine geringere renale Clearance, verringerte Proteolyse und verminderte Immunogenität. Dem entsprechend handelt es sich bei Certolizumab pegol um ein Fab’-Fragment eines Antikörpers, das mit PEG konjugiert wurde, um die terminale Plasma-Eliminationshalbwertszeit des Fab’ derart zu verlängern, dass sie mit der eines Präparats aus vollständigen Antikörpern vergleichbar ist. Die terminale Eliminationshalbwertszeit (t) betrug bei allen untersuchten Dosierungen ca. 14 Tage. Bei intravenöser Verabreichung an gesunde Probanden lag die Clearance im Bereich zwischen 9,21 ml/h und 14,38 ml/h. Nach subkutaner Anwendung bei gesunden Freiwilligen betrug die Clearance zwischen 10,58 ml/h und 12,13 ml/h; in der populationsbezogenen pharmakokinetischen Analyse wurde die Clearance in der Gesamtpopulation auf 17,25 ml/h geschätzt, bei einer interindividuellen Variabilität von 38,3% (CV) und einer «inter-occasion variability» von 16,4%. Der Eliminationsweg von Certolizumab pegol wurde an menschlichen Probanden nicht untersucht.

Linearität der PK-Werte
Die Plasmakonzentrationen von Certolizumab pegol waren weitgehend dosisproportional; die Pharmakokinetik bei Morbus-Crohn-Patienten entsprach der bei den gesunden Probanden.

Beziehung(en) zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik
Eine Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik wurde nicht nachgewiesen, da in Bezug auf die an PK/PD Modellen untersuchten Plasmakonzentrations-Effekte und Dosiseffekte kein Unterschied erkennbar war. Eine minimale wirksame Plasmakonzentration von Certolizumab pegol wurde nicht bestimmt.

Kinetik spezieller Patientengruppen
Zur Beurteilung der Auswirkungen einer Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Certolizumab pegol wurden keine spezifischen klinischen Studien durchgeführt. Die populationsbezogene pharmakokinetische Analyse zeigte jedoch keine von der Kreatinin-Clearance abhängigen Effekte; d.h. eine Nierenfunktionsstörung hat wahrscheinlich keine signifikanten Auswirkungen.

Leberfunktionsstörungen
Zur Beurteilung der Auswirkungen einer Leberfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Certolizumab pegol wurden keine spezifischen klinischen Studien durchgeführt. Die populationsbezogene pharmakokinetische Analyse liess keine Rückschlüsse bezüglich der Auswirkungen einer Leberfunktionsstörung zu, da diese Analyse nur eine geringe Anzahl von Patienten mit signifikanten Leberfunktionsstörungen umfasste.

Geriatrische Patienten
Spezielle klinische Studien mit älteren Probanden wurden nicht durchgeführt; die populationsbezogene pharmakokinetische Analyse zeigte bei 1580 Patienten jedoch keine Alterseffekte.

Pädiatrische Patienten
Zur Anwendung von Certolizumab pegol bei Kindern liegen keine Untersuchungen vor.

Geschlecht
Spezielle klinische Studien zu den Auswirkungen des Geschlechts auf die Pharmakokinetik von Certolizumab pegol wurden nicht durchgeführt; eine populationsbezogene pharmakokinetische Analyse zeigte bei 1580 Patienten jedoch keine Geschlechtseffekte.

Rasse/Ethnie
Die populationsbezogene pharmakokinetische Analyse ergab für Kaukasier allgemein einen ca. 15% höheren Clearance-Wert als für Nicht-Kaukasier; dies ist klinisch nicht signifikant. Die pharmakokinetischen Parameter japanischer Probanden waren vergleichbar mit denen kaukasischer Probanden nach subkutaner Verabreichung in drei Dosierungsstufen im Rahmen einer Biovergleichbarkeits-Studie.

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