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Fachinformation zu Bavencio® 20 mg/ml:Merck (Schweiz) AG
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung ist von einem auf dem Gebiet der Krebsbehandlung erfahrenen Arzt einzuleiten und zu überwachen.
Bavencio wird über 60 Minuten intravenös verabreicht.
Bavencio darf nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.
Für Zubereitung und Anwendung des Arzneimittels siehe Hinweise für die Handhabung.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Therapieeinleitung
Vor den ersten 4 Infusionen von Bavencio ist eine Prämedikation der Patienten mit einem Antihistaminikum und Paracetamol erforderlich. Bei nachfolgenden Gaben von Bavencio erfolgt die Prämedikation abhängig von der klinischen Beurteilung und dem Auftreten bzw. Schweregrad früherer infusionsbedingter Reaktionen.
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis von Bavencio beträgt 10 mg/kg Körpergewicht einmal alle 2 Wochen.
Therapiedauer
Die Verabreichung von Bavencio sollte gemäss dem empfohlenen Behandlungsplan fortgesetzt werden, bis die Krankheit fortschreitet oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizitätserscheinungen.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Eine Dosissteigerung oder -senkung wird nicht empfohlen. Je nach individueller Sicherheit und Verträglichkeit ist möglicherweise ein Aufschieben einer Dosis oder ein Absetzen der Behandlung erforderlich (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Detaillierte Leitlinien zur Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen sind unter Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen zu finden.
Tabelle 1: Leitlinien für ein Aufschieben oder Absetzen der Behandlung mit Bavencio

Behandlungsbedingte Nebenwirkung                 Schweregrad*                   Behandlungsmodifikat
                                                                                ion
Infusionsbedingte Reaktionen                     Infusionsbedingte Reaktion     Infusion unterbreche
                                                 Grad 1 oder Grad 2             n oder Infusionsgesc
                                                                                hwindigkeit um 50 %
                                                                                herabsetzen
Infusionsbedingte Reaktion Grad 3 oder Grad 4    Dauerhaft absetzen
Pneumonitis                                      Pneumonitis Grad 2             Aufschieben bis die
                                                                                Nebenwirkungen auf
                                                                                Grad 0-1 abgeklungen
                                                                                 sind
Pneumonitis Grad 3 oder Grad 4 oder              Dauerhaft absetzen
rezidivierende Pneumonitis Grad 2                
Hepatitis                                        Aspartataminotransferase       Aufschieben bis die
                                                 (AST) oder Alaninaminotransfe  Nebenwirkungen auf
                                                 rase (ALT) auf mehr als das    Grad 0-1 abgeklungen
                                                 3-Fache und bis zum 5-Fachen    sind
                                                 der oberen Normgrenze (ULN)    
                                                 erhöht, oder Gesamtbilirubin   
                                                 auf mehr als das 1,5-Fache     
                                                 und bis zum 3-Fachen der ULN   
                                                 erhöht                         
AST oder ALT auf mehr als das 5-Fache der ULN    Dauerhaft absetzen
erhöht, oder Gesamtbilirubin auf mehr als das    
3-Fache der ULN erhöht                           
Pankreatitis                                     Vermutete Pankreatitis         Aufschieben
Bestätigte Pankreatitis                          Dauerhaft absetzen
Myokarditis                                      Vermutete Myokarditis          Aufschieben
Bestätigte Myokarditis                           Dauerhaft absetzen
Kolitis                                          Kolitis oder Diarrhö Grad 2    Aufschieben bis die
                                                 oder Grad 3                    Nebenwirkungen auf
                                                                                Grad 0-1 abgeklungen
                                                                                 sind
Kolitis oder Diarrhö Grad 4 oder                 Dauerhaft absetzen
rezidivierende Kolitis Grad 3                    
Endokrinopathien (Hypothyreose, Hyperthyreose,   Endokrinopathien Grad 3 oder   Aufschieben bis die
Nebenniereninsuffizienz, Hyperglykämie)          Grad 4                         Nebenwirkungen auf
                                                                                Grad 0-1 abgeklungen
                                                                                 sind
Nephritis und Nierenfunktionsstörungen           Serumkreatinin auf mehr als    Aufschieben bis die
                                                 das 1,5-Fache und bis zum      Nebenwirkungen auf
                                                 6-Fachen der ULN erhöht        Grad 0-1 abgeklungen
                                                                                 sind
Serumkreatinin auf mehr als das 6-Fache der      Dauerhaft absetzen
ULN erhöht                                       
Hautreaktionen                                   Ausschlag Grad 3               Aufschieben bis die
                                                                                Nebenwirkungen auf
                                                                                Grad 0-1 abgeklungen
                                                                                 sind
Ausschlag Grad 4 oder rezidivierender            Dauerhaft absetzen
Ausschlag Grad 3 oder bestätigtes                
Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische            
epidermale Nekrolyse                             
Andere immunvermittelte Nebenwirkungen           Bei einem der folgenden        Aufschieben bis die
(einschliesslich immunvermittelter               Ereignisse: -Klinische         Nebenwirkungen auf
Nebenwirkungen, die im Kapitel "Warnhinweise     Anzeichen oder Symptome vom    Grad 0-1 abgeklungen
und Vorsichtsmassnahmen, Andere                  Grad 2 oder Grad 3 einer        sind
immunvermittelte Nebenwirkungen" beobachtet      oben nicht beschriebenen       
wurden)                                          immunvermittelten Nebenwirkun  
                                                 g.                             
Bei einem der folgenden Ereignisse:              Dauerhaft absetzen
-Lebensbedrohliche Nebenwirkung oder             
Nebenwirkung vom Grad 4 (ausser                  
Endokrinopathien, die mit einer                  
Hormonsubstitution beherrschbar sind)            
-Rezidivierende immunvermittelte Nebenwirkung    
vom Grad 3 -erforderliche Behandlung mit         
mindestens Prednison oder Äquivalent 10 mg/Tag   
über mehr als 12 Wochen -Persistierende          
immunvermittelte Nebenwirkungen vom Grad 2       
oder Grad 3, die mindestens 12 Wochen andauern   
Transverse Myelitis                              Alle Grade                     Dauerhaft absetzen

 
* Die Einstufung der Toxizität erfolgte gemäss den Allgemeinen Terminologiekriterien für unerwünschte Ereignisse des US-amerikanischen National Cancer Institute, Version 4.0 (National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events [NCI-CTCAE v4.03]).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Populations-Pharmakokinetik ist bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Kinetik spezieller Patientengruppen).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio wurde bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht untersucht. Basierend auf den Ergebnissen der Populations-Pharmakokinetik ist bei Patienten mit leichter oder moderater eingeschränkter Nierenfunktion keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Kinetik spezieller Patientengruppen).
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten (≥65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Kinetik spezieller Patientengruppen).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bavencio bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.

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