ch.oddb.org 
Deutsch | English | Français
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu Rozlytrek®:Roche Pharma (Schweiz) AG
Vollst. FachinformationDDDÄnderungen anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Dosierung/Anwendung

Allgemein
Patientenauswahl
Solide Tumoren
Für die Auswahl von Patienten mit NTRK-Fusion-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Tumor ist ein validierter Assay erforderlich. Der NTRK-Fusion-positive Status sollte vor Beginn der Therapie mit Rozlytrek festgestellt werden.
NSCLC
Für die Auswahl von erwachsenen Patienten mit ROS1-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC ist ein validierter Assay erforderlich. Der ROS1-positive Status sollte vor Beginn der Therapie mit Rozlytrek festgestellt werden.
Empfohlene Dosierung
Erwachsene
Die empfohlene Dosis von Rozlytrek bei Erwachsenen beträgt einmal täglich 600 mg oral (siehe "Pharmakokinetik" ).
Pädiatrische Patienten
Die empfohlene Dosis von Rozlytrek bei pädiatrischen Patienten im Alter von 12 Jahren und älter, die in der Lage sind, Kapseln zu schlucken, beträgt einmal täglich 300 mg/m2 Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA) oral (siehe Tabelle 1) (siehe "Pharmakokinetik" ).
Tabelle 1: Empfohlene Dosierung bei pädiatrischen Patienten

    Körperoberfläche (Body Surface Area, BSA)  Einmal tägliche Dosis
0,81-1,10 m2                               300 mg
1,11-1,50 m2                               400 mg
≥1,51 m2                                   600 mg

Therapiedauer
Es wird empfohlen, Patienten bis zum Fortschreiten der Krankheit oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität mit Rozlytrek zu behandeln.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Die Behandlung unerwünschter Ereignisse kann, je nach Einschätzung der Sicherheit des Patienten oder der Verträglichkeit, durch den verschreibenden Arzt bzw. die verschreibende Ärztin eine vorübergehende Unterbrechung, Dosisreduktion oder ein Absetzen der Behandlung mit Rozlytrek erfordern.
Erwachsene
Bei Erwachsenen kann die Dosis von Rozlytrek je nach Verträglichkeit bis zu zweimal reduziert werden. Tabelle 2 enthält Empfehlungen zur Dosisreduktion bei erwachsenen Patienten. Die Behandlung mit Rozlytrek sollte dauerhaft abgesetzt werden, wenn der Patient eine einmal tägliche Dosis von 200 mg nicht verträgt.
Tabelle 2: Dosisreduzierungsplan für erwachsene Patienten

    Dosisreduzierungsplan  Dosismenge
Anfangsdosis           600 mg einmal täglich
Erste Dosisreduktion   400 mg einmal täglich
Zweite Dosisreduktion  200 mg einmal täglich

Pädiatrische Patienten
Tabelle 3 enthält spezielle Empfehlungen zur Dosisreduktion bei pädiatrischen Patienten. Bei pädiatrischen Patienten kann die Dosis von Rozlytrek je nach Verträglichkeit bis zu zweimal reduziert werden.
Die Behandlung mit Rozlytrek sollte dauerhaft abgesetzt werden, wenn der Patient die niedrigste reduzierte Dosis nicht verträgt.
Tabelle 3: Dosisreduzierungsplan für pädiatrische Patienten

    Massnahme             BSA von 0,81 m2 bis 1,10     BSA von 1,11 m2 bis 1,50     BSA ≥1,51 m2 (einmal
                      m2 (einmal täglich)          m2 (einmal täglich)           täglich)
Empfohlene Anfangsdo  300 mg                       400 mg                       600 mg
sis                                                                             
Erste Dosisreduktion  200 mg                       300 mg                       400 mg
Zweite Dosisreduktio  100 mg                       200 mg                       200 mg
n                                                                               

Dosisanpassungen bei speziellen unerwünschten Wirkungen
In Tabelle 4 sind Empfehlungen zur Anpassung der Dosis von Rozlytrek bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten bei Auftreten von speziellen unerwünschten Wirkungen aufgeführt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Unerwünschte Wirkungen" ).
Tabelle 4: Empfohlene Dosisanpassungen bei Auftreten von speziellen unerwünschten Arzneimittelwirkungen bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten

               Unerwünschte Arzneim  Schweregrad*                          Dosisanpassung
ittelwirkung                                                
Anämie oder Neutrope  Grad 3 oder Grad 4                    Die Gabe von Rozlytrek unterbrechen,
nie                                                         bis eine Verbesserung bis auf ≤ Grad
                                                            2 oder bis zum Anfangswert
                                                            eingetreten ist, danach die
                                                            Behandlung in derselben Dosisstufe
                                                            fortsetzen oder, sofern klinisch
                                                            erforderlich, um 1 Dosisstufe
                                                            reduzieren.
Kognitionsstörungen   Grad ≥2                               Die Gabe von Rozlytrek unterbrechen,
                                                            bis eine Verbesserung bis auf ≤ Grad
                                                            1 oder bis zum Anfangsbefund
                                                            eingetreten ist, danach die
                                                            Behandlung mit einer um 1 Stufe
                                                            reduzierten Dosis fortsetzen. Wenn
                                                            das Ereignis erneut auftritt, die
                                                            Dosis noch einmal um 1 Stufe
                                                            reduzieren. Bei länger anhaltenden,
                                                            schweren oder nicht tolerierbaren
                                                            Ereignissen die Behandlung, soweit
                                                            klinisch angemessen, absetzen.
Stauungsinsuffizienz  Grad 2 oder 3                         Die Gabe von Rozlytrek unterbrechen,
                                                            bis eine Verbesserung bis auf ≤ Grad
                                                            1 eingetreten ist, danach die
                                                            Behandlung mit einer reduzierten
                                                            Dosis fortsetzen.
Grad 4                Rozlytrek bis zum Abklingen
                      mindestens auf Grad 1 absetzen.
                      Danach, soweit klinisch angemessen,
                      die Behandlung mit einer
                      reduzierten Dosis fortsetzen oder
                      absetzen.
Hyperurikämie         Symptomatisch oder Grad 4             Uratsenkende Medikation einleiten.
                                                            Rozlytrek bis zur Verbesserung der
                                                            Werte oder Symptome absetzen.
                                                            Rozlytrek-Therapie in derselben oder
                                                            in geringerer Dosierung fortsetzen.
Verlängerung des      QTc 481 bis 500 ms                    Die Gabe von Rozlytrek unterbrechen,
QT-Intervalls                                               bis eine Verbesserung bis zum
                                                            Anfangswert eingetreten ist, danach
                                                            die Behandlung in derselben
                                                            Dosisstufe fortsetzen.
QTc über 500 ms       Die Gabe von Rozlytrek
                      unterbrechen, bis eine Verbesserung
                      des QTc Intervalls zum Anfangswert
                      eingetreten ist, danach die
                      Behandlung mit derselben Dosisstufe
                      fortsetzen, falls die Faktoren der
                      QT Verlängerung identifiziert und
                      korrigiert wurden oder die
                      Behandlung mit einer um 1 Stufe
                      reduzierten Dosis fortsetzen falls
                      die Faktoren der QT Verlängerung
                      nicht identifiziert wurden.
Grad 4 (Torsade de    Rozlytrek ist dauerhaft abzusetzen.
pointes, schwere      
Arrhythmien, polymor  
phe ventrikuläre      
Tachykardie)          
Hepatotoxizität       Grad 3                                Rozlytrek bis zum Abklingen auf Grad
                                                            1 oder auf den Ausgangswert absetzen.
                                                            In derselben Dosierung fortsetzen,
                                                            falls Hepatotoxizität innert 4 Wochen
                                                            abklingt. Dauerhaft absetzen, falls
                                                            die unerwünschte Wirkung nicht innert
                                                            4 Wochen abklingt. In geringerer
                                                            Dosierung fortsetzen, falls
                                                            wiederholt Ereignisse mit Grad 3
                                                            auftreten, die innert 4 Wochen
                                                            abklingen.
Grad 4                Rozlytrek bis zum Abklingen auf
                      Grad 1 oder zum Ausgangswert
                      absetzen. In geringerer Dosierung
                      fortsetzen, falls Hepatotoxizität
                      innert 4 Wochen abklingt. Dauerhaft
                      absetzen, falls die unerwünschte
                      Wirkung nicht innert 4 Wochen
                      abklingt. Dauerhaft absetzen, falls
                      wiederholt Ereignisse mit Grad 4
                      auftreten.
ALT oder AST mehr     Rozlytrek dauerhaft absetzen.
als das Dreifache     
des oberen Grenzwert  
s des Normbereichs    
(ULN), Gesamtbilirub  
in Erhöhung um mehr   
als das 2-Fache des   
ULN (in Abwesenheit   
von Cholestase und    
Hämolyse).            
Sehstörungen          Grad 2 oder darüber                   Rozlytrek absetzen, bis Verbesserung
                                                            oder Stabilisierung eintritt. In
                                                            derselben oder in geringerer
                                                            Dosierung fortsetzen, je nach
                                                            klinischer Einschätzung.
Andere klinisch       Grad 3 oder 4                         Rozlytrek absetzen, bis die
relevante unerwünsch                                        unerwünschte Reaktion abgeklungen
te Wirkungen                                                ist, oder sich auf Grad 1 verbessert
                                                            hat. In derselben oder geringerer
                                                            Dosierung fortsetzen, falls die
                                                            unerwünschte Wirkung innerhalb von 4
                                                            Wochen abklingt. Dauerhaft absetzen,
                                                            falls die unerwünschte Wirkung nicht
                                                            innerhalb von 4 Wochen abklingt.
                                                            Dauerhaft absetzen, falls wiederholt
                                                            Ereignisse mit Grad 4 auftreten.
* Schwere definiert
nach den allgemeinen
 Kriterien zur
Terminologie für
unerwünschte Ereigni
sse des National
Cancer Institute
(National Cancer
Institute Common
Terminology Criteria
 for Adverse Events,
 NCI CTCAE).

Dosisanpassungen bei speziellen Arzneimittelinteraktionen
Gleichzeitig angewendete starke oder mittelstarke CYP3A-Inhibitoren:
Erwachsene und Kinder von 12 Jahren und älter und mit einem BSA grösser als oder gleich 1,51 m2
Die gleichzeitige Anwendung von starken oder mittelstarken CYP3A-Inhibitoren und von Rozlytrek erhöht die Wirkstoffspiegel von Entrectinib und sollte vermieden werden. Wenn die gleichzeitige Anwendung starker oder mittelstarker CYP3A-Inhibitoren nicht vermieden werden kann, sollte die Dosis von Rozlytrek bei Anwendung mit starken CYP3A-Inhibitoren auf einmal täglich 100 mg und bei Anwendung mit mittelstarken CYP3A-Inhibitoren auf einmal täglich 200 mg reduziert werden.
Nach dem Absetzen der begleitend angewendeten starken oder mittelstarken CYP3A-Inhibitoren für 3 bis 5 Eliminations-Halbwertszeiten kann wieder die Rozlytrek-Dosis gegeben werden, die vor Beginn der Anwendung des starken bzw. mittelstarken CYP3A-Inhibitors eingenommen wurde (siehe "Interaktionen" ).
Pädiatrische Patienten von 12 Jahren und älter mit einem BSA von weniger als oder gleich 1,5 m2
Die gleichzeitige Anwendung von starken oder mittelstarken CYP3A-Inhibitoren ist zu vermeiden (siehe "Interaktionen" ).
Die Gabe von Grapefruit-haltigen Produkten, da diese CYP3A Inhibitoren enthalten, sollte während der Anwendung von Rozlytrek vermieden werden.
Gleichzeitig angewendete CYP3A-Induktoren:
Die gleichzeitige Anwendung von Rozlytrek und CYP3A-Induktoren bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten führt zu einer Verringerung der Entrectinib Spiegel und ist zu vermeiden (siehe "Interaktionen" ).
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Ausgehend von einer Studie bei Patienten mit Leberfunktionsstörung sind bei Patienten mit leichter, mittelschwerer oder schwerer Leberfunktionsstörung keine Dosisanpassungen erforderlich (siehe "Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Ausgehend von der Analyse der populationsbasierten Pharmakokinetik ist bei Patienten mit leichter oder mittelschwerer Nierenfunktionsstörung keine Dosisanpassung erforderlich. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rozlytrek bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung wurden nicht untersucht.
Ältere Patienten
Es wurden keine Unterschiede hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit zwischen Patienten ≥65 Jahren und jüngeren Patienten festgestellt. Bei Patienten ≥65 Jahren ist keine Dosisanpassung erforderlich (Siehe "Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Kinder und Jugendliche
Die Dosierung für die Patienten basiert auf der Körperoberfläche (mg/m2), wobei die maximale Tagesdosis 600 mg beträgt (siehe Tabelle 1 bzgl. der Dosierung bei pädiatrischen Patienten).
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Rozlytrek wurden bei pädiatrischen Patienten und jungen Erwachsenen untersucht (siehe "Unerwünschte Wirkungen" und "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Rozlytrek ist für die Anwendung bei Patienten < 12 Jahren nicht zugelassen. Es kann daher keine Dosierungsempfehlung für Patienten < 12 Jahren angegeben werden. Die derzeit vorliegenden Daten sind in den Rubriken "Eigenschaften/Wirkungen" und "Pharmakokinetik" beschrieben. Rozlytrek war bei pädiatrischen Patienten im Vergleich zu erwachsenen Patienten mit einer höheren Inzidenz von Skelettfrakturen assoziiert. Siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" sowie "Unerwünschte Wirkungen" , "Klinische Wirksamkeit" .
Genotyp/Genetische Polymorphismen
Bei Patienten unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik: Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Verspätete Dosisgabe
Wenn eine geplante Dosis von Rozlytrek ausgelassen wird, kann diese Dosis nachgeholt werden, es sei denn, die nächste Dosis ist innerhalb von 12 Stunden fällig. Falls es unmittelbar nach der Einnahme von Rozlytrek zu Erbrechen kommt, kann die betreffende Dosis wiederholt werden.
Art der Anwendung
Rozlytrek-Hartkapseln können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Sie sind ganz zu schlucken und dürfen nicht geöffnet oder aufgelöst werden.

2026 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | Anmeldung | Kontakt | Home