ch.oddb.org
 
Apotheken | Arzt | Interaktionen | Medikamente | MiGeL | Services | Spital | Zulassungsi.
Fachinformation zu TRODELVY®:Gilead Sciences Switzerland Sàrl
Vollst. FachinformationDDDHeatmap anzeigenDrucken 
Zusammens.Galen.FormInd./Anw.mögl.Dos./Anw.Kontraind.Warn.hinw.Interakt.Schwangerschaft
Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Sacituzumab Govitecan.
Aus genetisch veränderten murinen Myelomzellen hergestellt.
Hilfsstoffe
2-(N-Morpholino)ethansulfonsäure (MES), Polysorbat 80 (E433) und Trehalose-Dihydrat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

TRODELVY ist indiziert zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (metastatic Triple-Negative Breast Cancer, mTNBC), die mindestens zwei Vortherapien erhalten haben, davon mindestens eine im metastasierten Stadium (siehe «Klinische Wirksamkeit»).

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Dosis von TRODELVY beträgt 10 mg/kg verabreicht als intravenöse Infusion einmal wöchentlich an den Tagen 1 und 8 der 21-tägigen Behandlungszyklen. Die Behandlung ist bis zum Fortschreiten der Erkrankung (Progress) oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizität fortzuführen. Eine Dosis von 10 mg/kg TRODELVY soll nicht überschritten werden.
TRODELVY darf nur als intravenöse Infusion verabreicht werden. Die Infusionen dürfen nicht als intravenöse Druck- oder Bolusinjektionen verabreicht werden.
Erste Infusion: Die Infusion ist über 3 Stunden zu verabreichen. Die Patienten sind während der Infusion und über mindestens 30 Minuten nach der initialen Gabe auf Anzeichen und Symptome infusionsbedingter Reaktionen zu beobachten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Nachfolgende Infusionen: Sofern die bisherigen Infusionen vertragen wurden, werden die weiteren Infusionen über 1 bis 2 Stunden verabreicht. Dabei sind die Patienten während der Infusion und über mindestens 30 Minuten nach Infusionsende zu beobachten.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen, Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Prämedikation
Vor jeder TRODELVY-Gabe wird eine Prämedikation zur Vorbeugung von infusionsbedingten Reaktionen und Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV) empfohlen.
·Als Prämedikation vor der Infusion werden Antipyretika und H1- und H2-Blocker verwendet. Bei Patienten, bei welchen es bereits zu infusionsbedingten Reaktionen gekommen ist, können Kortikosteroide angewendet werden.
·Die Prämedikation soll mit einem aus zwei oder drei Wirkstoffen bestehenden Kombinationsschema erfolgen (z.B. Dexamethason plus entweder ein 5-HT3-Rezeptorantagonist oder ein NK1-Rezeptorantagonist sowie je nach Indikation weitere Wirkstoffe).
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Infusionsbedingte Reaktionen
Wenn beim Patienten eine infusionsbedingte Reaktion auftritt, ist die Infusionsgeschwindigkeit um die Hälfte zu verringern oder die Infusion mit TRODELVY zu unterbrechen. Bei lebensbedrohlichen infusionsbedingten Reaktionen ist TRODELVY dauerhaft abzusetzen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Dosisanpassungen aufgrund unerwünschter Wirkungen
Zum Management von unerwünschten Wirkungen ist die Behandlung mit TRODELVY zu unterbrechen oder abzusetzen, wie in Tabelle 1 beschrieben. Nach erfolgter Dosisreduktion aufgrund unerwünschter Wirkungen darf keine Dosissteigerung von TRODELVY mehr vorgenommen werden.
Tabelle 1: Dosisanpassungen aufgrund unerwünschter Wirkungen

Unerwünschte Wirkung

Auftreten

Dosisanpassung

Schwere Neutropenie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)

Neutropenie Grad 4 über ≥7 Tage
ODER
Febrile Neutropenie Grad 3 (absolute Neutrophilenzahl < 1000/mm3 und Fieber ≥38,5°C)
ODER
Zum vorgesehenen Behandlungszeitpunkt Neutropenie Grad 3-4, welche zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 die Behandlung um 2 oder 3 Wochen verzögert

Erstes Auftreten

Verabreichung von Granulozyten-Kolonien-stimulierendem Faktor (G-CSF)

Zweites Auftreten

Dosisreduktion um 25%

Drittes Auftreten

Dosisreduktion um 50%

Viertes Auftreten

Absetzen der Behandlung

Zum vorgesehenen Behandlungszeitpunkt Neutropenie Grad 3-4, welche zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 die Behandlung um mehr als 3 Wochen verzögert

Erstes Auftreten

Absetzen der Behandlung

Schwere, nicht durch Neutropenie bedingte Toxizität

Nicht-hämatologische Toxizität Grad 4 von jeder Dauer
ODER
Jegliche behandlungsbedingte Übelkeit, Erbrechen
oder Diarrhoe Grad 3-4, welche nicht mit Antiemetika bzw. Antidiarrhoika beherrscht werden kann (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)
ODER
Sonstige nicht-hämatologische Toxizität Grad 3-4, die trotz optimaler medizinischer Behandlung > 48 Stunden anhält
ODER
Zum vorgesehenen Behandlungszeitpunkt nicht durch Neutropenie bedingte hämatologische oder nicht-hämatologische Toxizität Grad 3-4, welche zur Rückbildung auf ≤ Grad 1 die Behandlung um 2 oder 3 Wochen verzögert

Erstes Auftreten

Dosisreduktion um 25%

Zweites Auftreten

Dosisreduktion um 50%

Drittes Auftreten

Absetzen der Behandlung

Bei nicht durch Neutropenie bedingter hämatologischer oder nicht-hämatologischer Toxizität Grad 3-4, welche sich innerhalb von 3 Wochen nicht auf ≤ Grad 1 zurückbildet

Erstes Auftreten

Absetzen der Behandlung

Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Bilirubin ≤1,5 x obere Normgrenze [Upper Limit of Normal, ULN] und AST/ALT < 3 x ULN) ist keine Anpassung der Initialdosis von TRODELVY erforderlich.
Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN, oder Bilirubin > 1,0 bis 1,5 x ULN und jeglicher AST-Wert; n=59) war die TRODELVY-Exposition ähnlich der bei Patienten mit normaler Leberfunktion (Bilirubin oder AST < ULN; n=191).
Bei Patienten mit mässiger oder schwerer Leberfunktionsstörung wurde die Sicherheit von TRODELVY nicht gezeigt. Nicht untersucht wurde TRODELVY bei Patienten mit Serumbilirubin > 1,5 x ULN, oder AST und ALT > 3 x ULN ohne Lebermetastasen, oder bei Patienten mit AST und ALT > 5 x ULN und Lebermetastasen. Die Anwendung von TRODELVY bei diesen Patienten wird nicht empfohlen.
Patienten mit Nierenfunktionsstörung
Bei Patienten mit leichter Nierenfunktionsstörung ist keine Anpassung der Initialdosis von TRODELVY erforderlich. Nicht untersucht wurde TRODELVY bei Patienten mit mässiger oder schwerer Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz (siehe «Pharmakokinetik»). Die Anwendung von TRODELVY bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (CrCl ≤15 mL/min) wird nicht empfohlen.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von TRODELVY bei Kindern und Jugendlichen ist nicht gezeigt.
Art der Anwendung
·TRODELVY ist als intravenöse Infusion zu verabreichen. Der Infusionsbeutel ist vor Licht zu schützen.
·Eine Infusionspumpe kann eingesetzt werden.
·TRODELVY darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt oder gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln über dieselbe Infusionsleitung verabreicht werden.
·Nach Infusionsende ist die Infusionsleitung mit 20 mL 0,9%iger Natriumchloridlösung zu spülen.
·Ausführliche Hinweise für die Handhabung von TRODELVY siehe Rubrik «Sonstige Hinweise».

Kontraindikationen

TRODELVY ist kontraindiziert bei Patienten, bei denen es bereits zu einer schweren Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber TRODELVY gekommen ist, bei Patienten mit chronischer entzündlicher Darmerkrankung und/oder Darmobstruktion, mit Bilirubinspiegel > 3 ULN, oder bei dialysepflichtigen Patienten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Neutropenie
TRODELVY kann schwere oder lebensbedrohliche Neutropenien hervorrufen, die zum Tod führen können. Bei 62% der mit TRODELVY behandelten Patienten traten Neutropenien auf, die bei 0,5% der Patienten zur permanenten Absetzung von TRODELVY führten. Neutropenien Grad 3–4 traten bei 47% der Patienten auf. Febrile Neutropenien traten bei 6% der Patienten auf.
Bei einer absoluten Neutrophilenzahl unter 1500/mm3 an Tag 1 eines beliebigen Zyklus oder bei einer Neutrophilenzahl unter 1000/mm3 an Tag 8 eines beliebigen Zyklus ist die Anwendung von TRODELVY auszusetzen. Bei neutropenischem Fieber ist die TRODELVY-Gabe ebenfalls auszusetzen. Neutropenien können Dosisanpassungen erforderlich machen (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Diarrhoe
TRODELVY kann schwere Durchfälle verursachen. Beim Vorliegen von Diarrhoe Grad 3-4 zum Zeitpunkt der geplanten Verabreichung ist die Behandlung mit TRODELVY so lange auszusetzen, bis sich die Diarrhoe auf ≤ Grad 1 gebessert hat (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Beim Einsetzen von Diarrhoe sind Infektionen als mögliche Ursache auszuschliessen. Bei entsprechend negativem Befund ist umgehend mit der Gabe von Loperamid zu beginnen, initial 4 mg, dann 2 mg bei jeder Diarrhoe-Episode, bis zu einer Tageshöchstdosis von 16 mg. 12 Stunden nach dem Verschwinden der Durchfälle ist Loperamid abzusetzen. Zusätzliche unterstützende Massnahmen (z.B. Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution) können je nach klinischer Indikation ebenfalls durchgeführt werden.
Patienten, welche auf die Behandlung mit TRODELVY eine überschiessende cholinerge Reaktion zeigen (z.B. abdominelle Krämpfe, Durchfälle, Speichelfluss etc.), können vor den nachfolgenden Behandlungen eine entsprechende Prämedikation (z.B. Atropin) erhalten.
Überempfindlichkeit und infusionsbedingte Reaktionen
TRODELVY kann schwere und lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Anaphylaktische Reaktionen wurden in klinischen Prüfungen mit TRODELVY beobachtet (siehe «Kontraindikationen»).
Überempfindlichkeitsreaktionen traten innerhalb von 24 Stunden nach Dosisgabe bei 37% der mit TRODELVY behandelten Patienten auf. Überempfindlichkeitsreaktionen Grad 3–4 traten bei 2% der mit TRODELVY behandelten Patienten auf. Die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen, die zur permanenten Absetzung von TRODELVY führten, betrug 0,3%.
Vor der Infusion von TRODELVY wird eine Prämedikation empfohlen. Während jeder TRODELVY-Infusion und über mindestens 30 Minuten nach Beendigung jeder Infusion sind die Patienten engmaschig auf das mögliche Einsetzen infusionsbedingter Reaktionen zu überwachen (siehe «Dosierung/Anwendung»). Arzneimittel zur Behandlung solcher Reaktionen und eine entsprechende Notfallausrüstung müssen unmittelbar zur Verfügung stehen.
Übelkeit und Erbrechen
TRODELVY ist emetogen. Die Prämedikation zur Vorbeugung von Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV) soll mit einem aus zwei oder drei Wirkstoffen bestehenden Kombinationsschema erfolgen (z.B. Dexamethason plus entweder ein 5-HT3-Rezeptorantagonist oder ein NK1-Rezeptorantagonist sowie je nach Indikation weitere Wirkstoffe).
Beim Vorliegen von Übelkeit Grad 3 oder Erbrechen Grad 3-4 zum Zeitpunkt der geplanten Verabreichung sind die TRODELVY-Gaben so lange auszusetzen, bis sich die Nebenwirkung auf ≤ Grad 1 gebessert hat, wobei die Wiederaufnahme der Behandlung unter Durchführung zusätzlicher unterstützender Massnahmen erfolgen soll (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Zusätzliche Antiemetika und weitere unterstützende Massnahmen können je nach klinischer Indikation ebenfalls angewendet werden.
Allen Patienten sollen zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen entsprechende Medikamente einschliesslich klarer Anwendungshinweise mit nach Hause gegeben werden.
Anwendung bei Patienten mit verminderter UGT1A1-Aktivität
Bei Personen, welche homozygot für das Uridindiphosphatglucuronosyltransferase 1A1 (UGT1A1)*28-Allel sind, besteht ein erhöhtes Risiko für Neutropenie, febrile Neutropenie und Anämie sowie unter Umständen auch ein erhöhtes Risiko für weitere unerwünschte Wirkungen nach Beginn der TRODELVY-Therapie.
Patienten, bei welchen eine verminderte UGT1A1-Aktivität bekannt ist, sind engmaschig auf das Auftreten unerwünschter Wirkungen zu überwachen (siehe «Dosierung/Anwendung»).
Embryofetale Toxizität
Aufgrund seines Wirkungsmechanismus kann TRODELVY bei Verabreichung an Schwangere teratogene Wirkungen und/oder embryofetale Letalität verursachen. TRODELVY enthält die genotoxische Komponente SN-38 und greift sich schnell teilende Zellen gezielt an (siehe «Eigenschaften/Wirkungen», «Schwangerschaft, Stillzeit» und «Präklinische Daten»).

Interaktionen

Einfluss anderer Substanzen auf TRODELVY
UGT1A1-Inhibitoren
Bei gleichzeitiger Verabreichung von TRODELVY mit UGT1A1-Inhibitoren kann es infolge einer möglichen Zunahme der systemischen Exposition gegenüber SN-38 vermehrt zu unerwünschten Wirkungen kommen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»). Die Verabreichung von UGT1A1-Inhibitoren zusammen mit TRODELVY sollte vermieden werden.
UGT1A1-Induktoren
Bei Patienten, die gleichzeitig UGT1A1-Enzyminduktoren erhalten, kann die Exposition gegenüber SN-38 erheblich vermindert sein (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»). Die Verabreichung von UGT1A1-Induktoren zusammen mit TRODELVY sollte vermieden werden.

Schwangerschaft, Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter oder deren Partner
Vor Beginn der TRODELVY-Therapie ist bei Frauen im gebärfähigen Alter das Vorliegen einer Schwangerschaft auszuschliessen. Frauen im gebärfähigen Alter sind auf die Notwendigkeit der Anwendung einer wirksamen Empfängnisverhütung während der Behandlung mit TRODELVY und über 6 Monate nach der letzten Dosis hinaus hinzuweisen.
Aufgrund des genotoxischen Potentials sind männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter auf die Notwendigkeit der Anwendung einer wirksamen Empfängnisverhütung während der Behandlung mit TRODELVY und über 3 Monate nach der letzten Dosis hinaus hinzuweisen.
Schwangerschaft
Aufgrund seines Wirkungsmechanismus kann TRODELVY bei Verabreichung an Schwangere teratogene Wirkungen und/oder embryofetale Letalität verursachen. Zur Beurteilung des mit diesem Arzneimittel verbundenen Risikos liegen keine an Schwangeren erhobenen Daten vor. TRODELVY enthält die genotoxische Komponente SN-38. Irinotecan und sein aktiver Metabolit SN-38 ist für sich schnell teilende Zellen toxisch und erwies sich als teratogen in tierexperimentelle Studien (siehe «Eigenschaften/Wirkungen» und «Präklinische Daten»). Schwangere und Frauen im gebärfähigen Alter sind über das potentielle Risiko für den Fetus aufzuklären.
Stillzeit
Es liegen keine Daten zum Übergang von Sacituzumab Govitecan in die Muttermilch beim Menschen vor. Irinotecan und sein aktiver Metabolit SN-38 werden mit der Muttermilch ausgeschieden und tierexperimentelle Studien haben dasselbe gezeigt. Die Auswirkungen auf den gestillten Säugling oder die Auswirkungen auf die Milchproduktion sind nicht bekannt.
Aufgrund des Potentials für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen beim gestillten Säugling sind Frauen anzuweisen, während der Behandlung und über 1 Monat nach der letzten Dosis von TRODELVY hinaus nicht zu stillen.
Fertilität
Frauen/Männer
Gemäss Befunden von tierexperimentellen Studien kann TRODELVY die Fertilität von Männern und von Frauen im gebärfähigen Alter beeinträchtigen (siehe «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Da TRODELVY Übelkeit und Schwindelgefühl verursachen kann, ist beim Führen eines Fahrzeugs oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die bei Patienten unter TRODELVY am häufigsten (≥3%) berichtete dosislimitierende unerwünschte Wirkung war Neutropenie. Die häufigsten (≥3%) schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen waren febrile Neutropenie, Diarrhoe und Pneumonie.
Liste der unerwünschten Wirkungen
Die Berechnung der Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen erfolgte auf Basis der gepoolten Daten aus zwei klinischen Studien mit insgesamt 660 Patienten, welche TRODELVY 10 mg/kg zur Behandlung erhielten, einschliesslich 366 Patienten mit TNBC. Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und nach der auf Basis aller berichteten Ereignisse geschätzten Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000); sehr selten (< 1/10'000).
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Harnwegsinfektion (13,8%), Infektion der oberen Atemwege (12,7%).
Häufig: Bronchitis, Pneumonie.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr häufig: Neutropenie (60,8%), Anämie (41,2%), Leukopenie (18,0%).
Häufig: Lymphopenie, febrile Neutropenie.
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr häufig: Überempfindlichkeit (36,8%).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Sehr häufig: Verminderter Appetit (32,3%), Hypokaliämie (16,7%), Hypomagnesiämie (15,3%), Dehydratation (12,3%), Hypophosphatämie (11,7%), Hyperglykämie (10,0%).
Häufig: Hypokalzämie.
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig: Schlaflosigkeit (11,2%).
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen (17,1%), Schwindelgefühl (13,8%).
Häufig: Dysgeusie.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr häufig: Husten (22,3%), Dyspnoe (19,7%).
Häufig: Epistaxis.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Übelkeit (66,7%), Diarrhoe (63,5%), Erbrechen (39,8%), Obstipation (37,9%), Abdominalschmerz (21,8%).
Häufig: Stomatitis, aufgetriebener Bauch.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Sehr häufig: Alopezie (43,6%), Ausschlag (23,8%), Pruritus (11,4%).
Häufig: Trockene Haut.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr häufig: Rückenschmerzen (16,8%), Arthralgie (12,1%).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Fatigue (53,8%), peripheres Ödem (12,7%).
Untersuchungen
Sehr häufig: Gewicht erniedrigt (13,2%).
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Neutropenie
Febrile Neutropenie trat bei 5,8% (38/660) der mit TRODELVY behandelten Patienten auf. Ein Patient (< 1%) hatte eine febrile Neutropenie, die zum dauerhaften Absetzen der Behandlung führte.
Die Inzidenz von Neutropenien Grad 1-4 betrug 60,8% (401/660). Neutropenie Grad 4 trat bei 14,8% auf. Zwei von 660 Patienten (< 1%) setzten die Behandlung aufgrund von Neutropenie dauerhaft ab.
Die mediane Zeitdauer bis zum Auftreten von Neutropenie betrug 17 Tage nach Beginn des ersten Behandlungszyklus. Neutropenie war reversibel mit einer medianen Dauer von 8 Tagen.
Anwendung bei Patienten mit verminderter UGT1A1-Aktivität
Bei 88,8% (586/660) der Patienten mit TNBC oder anderen soliden Tumoren, die TRODELVY (bis zu 10 mg/kg an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Zyklus) erhielten und für die retrospektive UGT1A1-Genotypisierungs-Resultate vorlagen, betrug die Inzidenz von Neutropenie Grad 4 27% (19/70) bei für das UGT1A1*28-Allel homozygoten Patienten, 15% (37/246) bei für das UGT1A1*28-Allel heterozygten Patienten und 13% (33/261) bei für das Wildtyp-Allel homozygoten Patienten.
Diarrhoe
Diarrhoe trat bei 63,5% (419/660) der Patienten auf. Diarrhoe-Ereignisse Grad 3 traten bei 10,3% (68/660) der Patienten auf. Diarrhoe-Ereignisse Grad 4 wurden keine berichtet. Fünf der 660 Patienten (< 1%) setzten die Behandlung aufgrund von Diarrhoe ab. Neutropenische Kolitis wurde bei < 1% (3/660) der Patienten beobachtet.
Die mediane Zeitdauer bis zum Auftreten von Diarrhoe nach Beginn des ersten Behandlungszyklus betrug 13 Tage. Die mediane Dauer der Diarrhoe betrug 8 Tage.
Überempfindlichkeit
Überempfindlichkeitsreaktionen innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung traten bei 36,8% (243/660) der mit TRODELVY behandelten Patienten auf. Überempfindlichkeit Grad 3-4 trat bei 1,5% (10/660) der mit TRODELVY behandelten Patienten auf. Die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen, die zum dauerhaften Absetzen von TRODELVY führten, betrug 0,3% (2/660).
Übelkeit und Erbrechen
Übelkeit trat bei 66,7% (440/660) der Patienten auf. Übelkeit Grad 3 und Grad 4 trat bei 4,4% (29/660) der Patienten auf.
Erbrechen trat bei 39,8% (263/660) der Patienten auf. Erbrechen Grad 3 und Grad 4 trat bei 2,9% (19/660) dieser Patienten auf.
Immunogenität
Die Immunogenität von TRODELVY wurde bisher nicht vollständig charakterisiert. Die Inzidenz von Anti-Drug-Antikörpern (ADAs) hängt in hohem Mass von der Empfindlichkeit und Spezifität des Tests ab. Darüber hinaus kann die beobachtete Inzidenz der Antikörperpositivität (einschliesslich neutralisierender Antikörper) in einem Test von mehreren Faktoren beeinflusst werden, beispielsweise von der Testmethodik, der Probenhandhabung, dem Zeitpunkt der Probengewinnung, den Begleitmedikamenten und der Grundkrankheit. Aus diesem Grund kann der Vergleich der Inzidenz von Antikörpern gegen TRODELVY mit der Inzidenz von Antikörpern gegen andere Arzneimittel irreführend sein.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es liegen keine Daten zu Überdosierungen von TRODELVY vor. In einer klinischen Prüfung wurden vorgesehene Dosen von bis zu 18 mg/kg (etwa das 1,8-Fache der empfohlenen Höchstdosis von 10 mg/kg) TRODELVY verabreicht. Bei diesen Patienten wurde eine höhere Inzidenz schwerer Neutropenien beobachtet.
Bei einer Überdosierung sollen die Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome unerwünschter Wirkungen überwacht werden, insbesondere auf schwere Neutropenie, und es soll eine angemessene Behandlung eingeleitet werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
Noch nicht zugewiesen.
Wirkungsmechanismus
Bei Sacituzumab Govitecan handelt es sich um ein Konjugat aus einem Antikörper gegen Trop-2 und dem zytotoxischen Wirkstoff SN-38. Sacituzumab ist ein humanisierter Antikörper, der Trop-2 erkennt. Bei dem kleinmolekularen Wirkstoff SN-38 handelt es sich um einen Topoisomerase I-Inhibitor, welcher über einen Linker kovalent an den Antikörper gebunden ist. Pharmakologische Daten lassen darauf schliessen, dass Sacituzumab Govitecan an Trop-2-exprimierende Krebszellen andockt und in diese eingeschleust wird. Anschliessend wird SN-38 in den Krebszellen durch Hydrolyse des Linkers freigesetzt. SN-38 interagiert mit Topoisomerase I und verhindert die Religation von Topoisomerase I-induzierten Einzelstrangbrüchen. Die daraus resultierenden DNA-Schäden führen zu Apoptose und Zelluntergang. Sacituzumab Govitecan verminderte in Xenograft-Mausmodellen des triple-negativen Mammakarzinoms das Tumorwachstum.
Pharmakodynamik
Herzelektrophysiologie
Der Einfluss von TRODELVY auf das QTc Intervall wurde in einer dedizierten Pharmakokinetik-QTc-Substudie (n=17, beurteilbare Patienten) der Phase III-Studie ASCENT untersucht. Dabei fand sich ein positiver Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber SN-38 und der Verlängerung des QTc-Intervalls. Bei der empfohlenen Dosis lag die maximale mittlere Veränderung zur Baseline bei 9.7 msec (die obere Grenze des 2-seitigen 90% Konfidenzintervalls lag bei 16.8 msec).
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von TRODELVY in der Behandlung von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (mTNBC), die mindestens zwei Vortherapien erhalten haben, wurde in zwei Studien untersucht: ASCENT (IMMU-132-05) und IMMU-132-01.
ASCENT (IMMU-132-05)
Bei ASCENT handelte es sich um eine internationale, multizentrische, unverblindete, randomisierte Phase III-Studie an 529 Patienten mit nicht resezierbarem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Mammakarzinom (mTNBC), welche nach mindestens zwei Vorchemotherapien (keine Obergrenze bezüglich der Zahl der erhaltenen Therapielinien) ihrer Brustkrebserkrankung ein Rezidiv erlitten hatten. Sämtliche Patienten hatten in der adjuvanten bzw. neoadjuvanten Situation oder im fortgeschrittenen Stadium eine Taxan-Vortherapie erhalten, ausser sie wiesen eine Taxan-Kontraindikation oder eine Taxan-Unverträglichkeit während oder am Ende des ersten Taxanzyklus auf. Bei Patienten mit dokumentierter BRCA1-/BRCA2-Keimbahnmutation waren Poly-ADP-Ribose-Polymerase (PARP)-Inhibitoren als eine der beiden Vorchemotherapien zulässig.
Die Patienten wurden 1:1 randomisiert und erhielten entweder TRODELVY (n=267) oder eine Mono-Chemotherapie nach Wahl des Arztes (Treatment of Physician's Choice, TPC; n=262). Als TPC wurde vom jeweiligen Prüfarzt vor der Randomisierung eine der folgenden Monotherapien festgelegt: Eribulin (n=139), Capecitabin (n=33), Gemcitabin (n=38) oder Vinorelbin (ausser bei bestehender Neuropathie ≥ Grad 2, n=52). Patienten mit stabilen Hirnmetastasen konnten in die Studie eingeschlossen werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Abklärung von Hirnmetastasen war nur bei Patienten mit bekannten oder vermuteten Hirnmetastasen erforderlich. Vorab war festgelegt worden, dass Patienten mit Hirnmetastasen maximal 15% des Studienkollektivs stellen konnten; 468 eingeschlossene Patienten hatten keine Hirnmetastasen, während bei 61 Studienteilnehmenden Hirnmetastasen vorlagen. Patienten mit bekanntem Gilbert-(Meulengracht)-Syndrom oder Patienten, die ausschliesslich Knochenmetastasen aufwiesen, waren von der Studienteilnahme ausgeschlossen.
Die Patienten erhielten entweder TRODELVY 10 mg/kg als intravenöse Infusion an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus oder die nach Körperoberfläche dosierte und entsprechend der genehmigten Fachinformation verabreichte Mono-Chemotherapie. Vor der Verabreichung von TRODELVY erhielten alle Patienten zur Vorbeugung und Behandlung von Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen ein aus zwei oder drei Wirkstoffen bestehendes Kombinationsschema (z.B. Dexamethason plus entweder ein 5-HT3-Rezeptorantagonist oder ein NK1-Rezeptorantagonist sowie je nach Indikation weitere Wirkstoffe). Allen Patienten wurden zur häuslichen Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe weitere Medikamente ausgehändigt. Zur Vorbeugung von TRODELVY-Infusionsreaktionen wurde eine Prämedikation, einschliesslich Antipyretika, H1- und H2-Blocker oder Kortikosteroide (50 mg Hydrocortison oder ein Äquivalent p.o. oder i.v.) dringend empfohlen.
Die Behandlung der Patienten erfolgte bis zum Progress oder bis zum Auftreten unzumutbarer Toxizität. Der primäre Wirksamkeitsendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS) bei den Patienten ohne Hirnmetastasen bei Baseline (d.h. «Brain Metastasis Negative», BMNeg). Erhoben wurde das PFS von einer verblindeten, unabhängigen zentralen Gruppe von Fachärzten für Radiologie anhand der RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) v1.1. Zu den sekundären Wirksamkeitsendpunkten gehörten PFS im Gesamtkollektiv, inklusive aller Patienten mit und ohne Hirnmetastasen, sowie Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) in der BMneg- und der Gesamtpopulation, objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR), Ansprechdauer (Duration of Response, DOR) und Zeit bis zum Ansprechen (Time to Response, TTR).
In die primäre Auswertung wurden 235 BMNeg-Patienten in der TRODELVY-Gruppe und 233 BMNeg-Patienten in der Kontroll-Gruppe einbezogen. Die demographischen und Baseline-Charakteristika der BMNeg-Patienten waren wie folgt: medianes Alter 54 Jahre (Spanne: 27–82 Jahre); 99,6% Frauen; 78,8% hellhäutig; 12% schwarze Hautfarbe/Afroamerikaner; 81% < 65 Jahre; die mediane Anzahl systemischer Vortherapien betrug 4,0; 70,5% hatten 2 bis 3 systemische Vortherapien erhalten; 29,5% hatten > 3 vorherige Chemotherapien erhalten; 42,5% hatten Lebermetastasen; 7,3% wiesen einen positiven BRCA1-/BRCA2-Mutationsstatus auf. Bei Studieneintritt hatten alle Patienten einen ECOG-Leistungsstatus von 0 (44%) oder 1 (56%).
Insgesamt hatten 27,1% der Patienten eine Vortherapie mit PD-1/PD-L1-Inhibitoren. Dreizehn Prozent der Patienten in der TRODELVY-Gruppe in der Gesamtpopulation erhielten nur eine vorherige systemische Therapie im metastasierten Stadium.
Die Wirksamkeitsresultate im Hirnmetastasen-negativen Kollektiv sind in Tabelle 2 zusammengefasst.
Tabelle 2: Wirksamkeitsendpunkte (Hirnmetastasen-negatives Kollektiv)

TRODELVY
n=235

Behandlung nach Wahl des Arztes (Mono-Chemotherapie)
n=233

p-Wert***

Hazard Ratio (HR) oder
Odds Ratio (OR)

(95%-KI)
***

Medianes progressionsfreies Überleben (PFS)*, **
Monate (95%-KI)

5,6 (4,3-6,3)

1,7 (1,5-2,6)

< 0,0001

HR: 0,41 (0,32-0,52)

Medianes Gesamtüberleben
Monate (95%-KI)**

12,1 (10,7-14,0)

6,7 (5,8-7,7)

< 0,0001

HR: 0,48 (0,38-0,59)

Objektive Ansprechrate; n (%)

82 (35%)

11 (5%)

< 0,0001

OR: 10,86 (5,59-21,10)

- Komplettes Ansprechen
(Vollremission)

10 (4%)

2 (1%)

- Partielles Ansprechen
(Teilremission)

72 (31%)

9 (4%)

Mediane Ansprechdauer
Monate (95%-KI)

6,3 (5,5-9,0)

3,6 (2,8-n.a.)

-

-

* PFS ist definiert als die Zeitspanne vom Datum der Randomisierung bis zum Datum des ersten radiologisch gesicherten Progresses oder Todesdatum unabhängig vor der Ursache, wobei das jeweils zuerst eingetretene Ereignis massgeblich ist.
** Kontrolliert für Multiplizität (statistische Tests)
*** Für PFS und OS basieren die p-Werte auf dem stratifizierten Log-Rank-Test; und die HR stammen aus der stratifizierten Cox-Regression, die mit Stratifizierungsfaktoren angepasst wurde: Anzahl vorheriger Chemotherapien (2-3 vs. > 3), Vorhandensein bekannter Hirnmetastasen beim Studieneintritt (ja vs. nein), und Region (Nordamerika vs. Restliche Welt). Für ORR basieren die p-Werte auf dem Cochran-Mantel-Haenszel (CMH)-Test für die allgemeine Odds Ratio; zudem wird die stratifizierte Odds Ratio berichtet.
n.a. = nicht abschätzbar

Die Analyse der Gesamtpopulation umfasste 267 Patienten in der TRODELVY-Gruppe (235 BMNeg-Patienten und 32 Patienten mit Hirnmetastasen) und 262 Patienten in der Mono-Chemotherapie-Gruppe (233 BMNeg-Patienten und 29 Patienten mit Hirnmetastasen). Die demografischen und Baseline-Charakteristiken der BMNeg-Patienten und der Gesamtpopulation sind vergleichbar.
Die Wirksamkeitsergebnisse in der Gesamtpopulation waren konsistent mit der BMNeg-Population und sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
Tabelle 3: Wirksamkeits-Endpunkte (Gesamtpopulation) aus ASCENT

TRODELVY
n = 267

Behandlung nach Wahl des Arztes
n = 262

p-Wert***

Hazard Ratio (HR)
oder
Odds Ratio (OR)
(95% KI)***

Medianes progressionsfreies Überleben (PFS)*, ** Monate (95% KI)

4,8 (4,1-5,8)

1,7 (1,5-2,5)

< 0,0001

HR: 0,43
(0,35-0,54)

Medianes Gesamtüberleben Monate (95% KI)**

11,8 (10,5-13,8)

6,9 (5,9-7,7)

< 0,0001

HR: 0,51
(0,41-0,62)

Objektive Ansprechrate; n (%)

83 (31%)

11 (4%)

< 0,0001

OR: 10,99 (5,66-21,36)

- Komplettes Ansprechen

10 (4%)

2 (1%)

- Partielles Ansprechen

73 (27%)

9 (3%)

Mediane Ansprechdauer
Monate (95% KI)

6,3 (5,5-9,0)

3,6 (2,8 - n.a.)

-

-

* PFS ist definiert als die Zeitspanne vom Datum der Randomisierung bis zum Datum des ersten radiologisch gesicherten Progresses oder Todesdatum unabhängig vor der Ursache, wobei das jeweils zuerst eingetretene Ereignis massgeblich ist.
** Kontrolliert für Multiplizität (statistische Tests)
*** Für PFS und OS basieren die p-Werte auf dem stratifizierten Log-Rank-Test; und die HR stammen aus der stratifizierten Cox-Regression, die mit Stratifizierungsfaktoren angepasst wurde: Anzahl vorheriger Chemotherapien (2-3 vs. > 3), Vorhandensein bekannter Hirnmetastasen beim Studieneintritt (ja vs. nein), und Region (Nordamerika vs. Restliche Welt). Für ORR basieren die p-Werte auf dem Cochran-Mantel-Haenszel (CMH)-Test für die allgemeine Odds Ratio; zudem wird die stratifizierte Odds Ratio berichtet.
n.a. = nicht abschätzbar

Eine explorative Analyse des PFS von Patienten mit vorher behandelten, stabilen Hirnmetastasen zeigte eine stratifizierte HR von 0,65 (95% KI: 0,35; 1,22). Das mediane PFS im TRODELVY-Arm betrug 2,8 Monate (95% KI: 1,5; 3,9) und das mediane PFS unter Mono-Chemotherapie betrug 1,6 Monate (95% KI: 1,3; 2,9). Eine explorative OS-Analyse in derselben Population zeigte eine stratifizierte HR von 0,87 (95% KI: 0,47; 1,63). Das mediane OS im TRODELVY-Arm betrug 6,8 Monate (95% KI: 4,7; 14,1) und das mediane OS unter Mono-Chemotherapie betrug 7,5 Monate (95% KI: 4,7; 11,1).
IMMU-132-01
Die Wirksamkeit von TRODELVY wurde in einer multizentrischen, einarmigen Studie an 108 Patienten mit metastasiertem triplenegativem Mammakarzinom (mTNBC) bewertet, die mindestens zwei Vortherapien zur Brustkrebsbehandlung in der metastasierten Situation erhalten hatten. Patienten mit «Bulky Disease», definiert als Tumormasse > 7 cm, waren von der Studienteilnahme ausgeschlossen. Patienten mit behandelten Hirnmetastasen, welche seit mindestens vier Wochen keine hochdosierten Steroide (> 20 mg Prednison oder Äquivalent) erhalten hatten, kamen für die Teilnahme infrage. Patienten mit bekanntem Gilbert- (Meulengracht)-Syndrom waren von der Studienteilnahme ausgeschlossen.
Die Patienten erhielten TRODELVY 10 mg/kg intravenös an den Tagen 1 und 8 eines 21-tägigen Behandlungszyklus. Die Behandlung mit TRODELVY wurde bis zum Progress oder bis zur Unverträglichkeit der Therapie fortgesetzt. Bis zum Progress, welcher ein Absetzen der Behandlung erforderlich machte, erfolgte alle 8 Wochen eine bildgebende Tumorverlaufskontrolle, wobei 4-6 Wochen nach einer initialen Teil- oder Vollremission bestätigende CT-/MRT-Untersuchungen durchgeführt wurden. Die wichtigsten Wirksamkeitszielkriterien waren die vom Prüfarzt gemäss RECIST 1.1 beurteilte Gesamtansprechrate (Overall Response Rate, ORR) und die Ansprechdauer.
Das mediane Alter lag bei 55 Jahren (Spanne: 31 – 80 Jahre); 82% der Patienten waren jünger als 65 Jahre. Die Mehrzahl der Patienten waren weiblich (99%) und hellhäutig (76%). Bei Studieneintritt wiesen alle Patienten einen ECOG-Leistungsstatus von 0 (29%) oder 1 (71%) auf.
Die Anzahl der in der metastasierten Situation erhaltenen systemischen Vortherapien lag im Median bei 3 (Spanne: 2 – 10).
Insgesamt hatten 98% der Patienten eine Taxan-Vortherapie und 86% eine Vortherapie mit Anthracyclinen entweder in der (neo)adjuvanten oder in der metastasierten Situation erhalten.
Die Wirksamkeitsresultate sind in Tabelle 4 zusammengefasst.
Tabelle 4: Wirksamkeitsresultate für mTNBC-Patienten in der Studie IMMU-132-01

TRODELVY
(N=108)

Gesamtansprechratei

ORR (95%-KI)

33,3% (24,6%; 43,1%)

Komplettes Ansprechen (Vollremission)

2,8%

Partielles Ansprechen (Teilremission)

30,6%

Ansprechdaueri

Anzahl Responder

36

Median, Monate (95%-KI)

7,7 (4,9; 10,8)

Spanne, Monate

1,9+; 30,4+

% mit Dauer ≥6 Monate

55,6%

% mit Dauer ≥12 Monate

16,7%

i Beurteilung durch den Prüfarzt
KI: Konfidenzintervall
+: bedeutet, dass die Remission noch andauert

Ältere Patienten
Von den Patienten, die TRODELVY erhielten, waren 68/366 (18,6%) der Patienten mit mTNBC und 185/660 (28%) aller Patienten 65 Jahre oder älter. Sicherheit und Wirksamkeit waren bei diesen Patienten ähnlich wie bei jüngeren Patienten, mit der Ausnahme von schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen, die bei 41% der Patienten ≥65 Jahren auftraten gegenüber 33% bei Patienten zwischen 50 und 64 Jahren und 30% bei Patienten < 50 Jahren.

Pharmakokinetik

Absorption
Die Serum-Pharmakokinetik von Sacituzumab Govitecan und SN-38 wurde in der Studie IMMU132-05 in mTNBC-Patienten untersucht, die Sacituzumab Govitecan als Monotherapie in einer Dosierung von 10 mg/kg erhielten. Die pharmakokinetischen Parameter von Sacituzumab Govitecan und freiem SN-38 sind in Tabelle 5 dargestellt.
Tabelle 5: Zusammenfassung der Mittelwerte der PK Parameter (% VK) von Sacituzumab Govitecan und freiem SN-38

Sacituzumab Govitecan

Freies SN-38

Cmax [ng/mL]

240'000 (22,2%)

90,6 (65,0%)

AUC0-168 [ng*h/mL]

5'340'000 (23,7%)

2'730 (41,1%)

Cmax: maximale Plasmakonzentration
AUC0-168: Fläche unter der Plasmakonzentrations-Zeit-Kurve bis 168 Stunden

Distribution
Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Auswertung betrug das mittlere zentrale Verteilungsvolumen von Sacituzumab Govitecan 2.96 L.
Metabolismus
Mit Sacituzumab Govitecan wurden keine Untersuchungen zur Metabolisierung durchgeführt. SN-38 (die kleinmolekulare Komponente von Sacituzumab Govitecan) wird über UGT1A1 metabolisiert. Der Glucuronidmetabolit von SN-38 (SN-38G) war im Serum von Patienten nachweisbar.
Elimination
Die mittlere Halbwertszeit von Sacituzumab Govitecan und freiem SN-38 betrug 15,3 resp. 19,7 Stunden. Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Auswertung betrug die Clearance von Sacituzumab Govitecan 0,14 L/h
Linearität/Nicht Linearität
Nicht zutreffend.
Kinetik spezieller Patientengruppen
In einer populationspharmakokinetischen Analysen bei mit TRODELVY behandelten Patienten (n=527) wurde kein Einfluss von Alter oder Ethnie auf die Pharmakokinetik von Sacituzumab Govitecan gefunden.
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung (Bilirubin ≤ ULN und AST > ULN, oder Bilirubin > 1,0 bis < 1,5 x ULN und jeglicher AST-Wert; n=59) ist die Exposition gegenüber Sacituzumab Govitecan ähnlich der bei Patienten mit normaler Leberfunktion (Bilirubin oder AST < ULN; n=191).
Über die Sacituzumab Govitecan-Exposition bei Patienten mit mässiger oder schwerer Leberfunktionsstörung ist nichts bekannt. Aufgrund der verminderten hepatischen UGT1A1-Aktivität ist die SN-38-Exposition bei diesen Patienten möglicherweise erhöht.
Nierenfunktionsstörungen
In einer populationspharmakokinetischen Analysen bei mit TRODELVY behandelten Patienten (n = 527) wurde kein Einfluss einer leichten Nierenfunktionsstörung auf die Pharmakokinetik von Sacituzumab Govitecan gefunden.
Es ist bekannt, dass die renale Elimination nur minimal zur Ausscheidung von SN-38, der kleinmolekularen Komponente von Sacituzumab Govitecan, beiträgt. Es liegen keine Daten zur Pharmakokinetik von Sacituzumab Govitecan bei Patienten mit mässiger oder schwerer Nierenfunktionsstörung oder terminaler Niereninsuffizienz (ClCr ≤15 mL/min) vor.
Genetische Polymorphismen
SN-38 wird über UGT1A1 metabolisiert (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»). Genetische Varianten des UGT1A1-Gens wie das UGT1A1*28-Allel führen zu einer verminderten UGT1A1-Enzymaktivität. Bei Personen, welche homozygot für das UGT1A1*28-Allel sind, besteht bei Behandlung mit TRODELVY ein erhöhtes Risiko für Neutropenie, febrile Neutropenie und Anämie (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Etwa 20% der Population mit schwarzer Hautfarbe/Afroamerikaner, 10% der hellhäutigen Population und 2% der ostasiatischen Population sind homozygot für das UGT1A1*28-Allel. In bestimmten Populationen können neben UGT1A1*28 auch noch andere Allele mit verminderter Funktion vorkommen.

Präklinische Daten

Genotoxizität
SN-38 war in einem In vitro-Säugerzell-Mikrokerntest an Ovarialzellen des chinesischen Hamsters klastogen, in einem bakteriellen Rückmutationstest (Ames-Test) in vitro jedoch nicht mutagen.
Kanzerogenität
Kanzerogenitätsstudien wurden mit Sacituzumab Govitecan nicht durchgeführt.
Reproduktionstoxizität
Mit Sacituzumab Govitecan wurden keine reproduktions- und entwicklungstoxikologischen Studien durchgeführt. In Toxizitätsstudien zu Irinotecan wurde bei Ratten und Kaninchen Embryotoxizität, Fetotoxizität und Teratogenität beobachtet. Fertilitätsstudien wurden mit Sacituzumab Govitecan ebenfalls nicht durchgeführt. In einer Studie zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Javaneraffen führte die intravenöse Verabreichung von Sacituzumab Govitecan an Tag 1 und Tag 4 bei Dosierungen ≥60 mg/kg (≥6-mal höher als die beim Menschen empfohlene Dosierung von 10 mg/kg Körpergewicht) zu Endometriumatrophie, Gebärmutterblutungen, vermehrter Follikelatresie der Ovarien und Atrophie der Scheidenepithelzellen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nur mit den unter «Hinweise für die Handhabung» aufgeführten Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Die rekonstituierte und verdünnte Infusionszubereitung ist nicht konserviert. Chemische und physikalische In-use-Stabilität nach Rekonstitution und Verdünnung wurde für 4 Stunden bei 2-8°C unter Lichtschutz gezeigt (siehe «Hinweise für die Handhabung»). Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach Rekonstitution und Verdünnung verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2-8°C) lagern. Nicht einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Zubereitung für die Verabreichung
Rekonstitution
·TRODELVY ist ein zytotoxisches Arzneimittel (Zytostatikum).
·Beachten Sie die einschlägigen speziellen Vorgaben für Handhabung und Entsorgung.
·Berechnen Sie die benötigte Dosis (mg) von TRODELVY basierend auf dem Körpergewicht des Patienten zu Beginn des jeweiligen Behandlungszyklus (oder häufiger wenn sich das Körpergewicht des Patienten seit der vorangegangenen Verabreichung um mehr als 10% verändert hat) (siehe «Dosierung/Anwendung»).
·Lassen Sie die benötigte Anzahl Durchstechflaschen Raumtemperatur erreichen.
·Injizieren Sie 20 mL einer sterilen 0,9%igen Natriumchloridlösung mithilfe einer sterilen Spritze langsam in jede 180 mg-TRODELVY-Durchstechflasche. Dies ergibt eine Konzentration von 10 mg/mL.
·Schwenken Sie die Durchstechflaschen vorsichtig, damit sich das Pulver auflöst. Dies kann bis zu 15 Minuten dauern. Nicht schütteln. Die Lösung muss frei von sichtbaren Schwebeteilchen und klar und gelb sein. Die rekonstituierte Lösung darf nicht verwendet werden, wenn sie trüb oder verfärbt ist.
·Verwenden Sie die rekonstituierte Lösung unmittelbar, um eine verdünnte TRODELVY-Infusionslösung herzustellen.
Verdünnung
·Für die Infusion am Patient muss die rekonstituierte TRODELVY-Lösung in einer 0.9% Natriumchlorid-Infusionslösung verdünnt werden. Kompatible Infusionsbeutel müssen aus Polyvinylchlorid, Polypropylen oder aus Ethylen/Propylen-Copolymer bestehen.
·Berechnen Sie das benötigte Volumen an rekonstituierter TRODELVY-Lösung, um die auf Basis des Körpergewichts des Patienten erforderliche Dosis zu erhalten.
·Bestimmen Sie das Endvolumen der Infusionslösung, das für die Gabe der angemessenen Dosis mit einer TRODELVY-Konzentration im Bereich von 1,1 mg/mL bis 3,3 mg/mL erforderlich ist.
·Entnehmen und verwerfen Sie das Volumen 0,9%iger Natriumchloridlösung aus dem Infusionsbeutel (Polyvinylchlorid, Polypropylen oder Ethylen/Propylen-Copolymer Infusionsbeutel), das erforderlich ist, um nach der Zugabe des vorher bestimmten Volumens der rekonstituierten TRODELVY-Lösung die angegebene TRODELVY-Konzentration zu erhalten.
·Entnehmen Sie die berechnete Menge der rekonstituierten TRODELVY-Lösung mit einer Spritze aus der/den Durchstechflasche/n. Verwerfen Sie die ungebrauchte, verbleibende Restmenge in der/den Durchstechflasche/n.
·Um Schaumbildung zu vermeiden, injizieren Sie das erforderliche Volumen der rekonstituierten TRODELVY-Lösung langsam in einen Infusionsbeutel aus Polyvinylchlorid, Polypropylen oder Ethylen/Propylen-Copolymer. Den Inhalt nicht schütteln.
·Falls erforderlich, ergänzen Sie das Volumen des Infusionsbeutels mit steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung nach Bedarf, um eine Konzentration von 1,1 mg/mL bis 3,3 mg/mL zu erhalten (das Gesamtvolumen soll 500 mL nicht übersteigen). Es darf nur 0,9%ige Natriumchloridlösung verwendet werden, da die Stabilität des rekonstituierten Produkts mit anderen Infusionslösungen nicht belegt ist.
·Für Patienten mit einem Körpergewicht von mehr als 170 kg verteilen Sie die TRODELVY-Dosis gleichmässig auf zwei 500 mL Infusionsbeutel und infundieren Sie diese langsam nacheinander.
·Wird der Infusionsbeutel mit der TRODELVY-Lösung nicht sofort verwendet, kann er im Kühlschrank bei 2°C bis 8°C bis zu 4 Stunden vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Nach Herausnahme aus dem Kühlschrank ist die verdünnte Lösung innert 4 Stunden (die Infusionsdauer mitgerechnet) zu verabreichen. Der Infusionsbeutel ist vor Licht zu schützen.
Nicht einfrieren oder schütteln.

Zulassungsnummer

68179 (Swissmedic).

Packungen

Durchstechflaschen zu 180 mg: 1. [A]

Zulassungsinhaberin

Gilead Sciences Switzerland Sàrl, Zug.

Stand der Information

September 2021

2021 ©ywesee GmbH
Einstellungen | Hilfe | FAQ | Anmeldung | Kontakt | Home