Dosierung/AnwendungDie Corvert Infusionslösung kann unverdünnt oder in 50 ml Lösungsmittel verabreicht werden (siehe «Sonstige Hinweise»). Die Lösung wird über einen Zeitraum von 10 Minuten intravenös infundiert: eine raschere Infusion ist nicht ratsam.
Allgemeine Dosierungsempfehlungen
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Gewicht des Patienten
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Dosis
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Verabreichung
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ab 60 kg
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1 Ampulle 10 ml (= 0,87 mg Ibutilid)
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10 Minuten i.v.
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unter 60 kg
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0,1 ml/kg Körpergewicht (= 0,0087 mg Ibutilid/kg Körpergewicht)
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10 Minuten i.v.
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Dosierungsempfehlungen für Patienten nach einer Herzoperation
Die folgende Dosierung wird für Patienten empfohlen, bei denen Vorhofflimmern oder –flattern 24 Stunden bis zu 7 Tagen nach einer Herzoperation auftrat.
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Gewicht des Patienten
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Dosis
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Verabreichung
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Ab 60 kg
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5 ml (= 0,435 mg Ibutilid)
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10 Minuten i.v.
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Unter 60 kg
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0,05 ml/kg Körpergewicht (= 0,00435 mg Ibutilid/kg Körpergewicht)
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10 Minuten i.v.
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Sollte die Arrhythmie 10 Minuten nach Abbruch der ersten Infusion noch andauern, so kann eine zweite Infusion gleicher Dosis und Dauer vorgenommen werden. Weitere Dosen sind jedoch wegen der Gefahr des Auftretens unerwünschter Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Verlängerung des QT-Intervalls zu vermeiden.
Während der Verabreichung von Corvert müssen erfahrenes Personal sowie geeignete Einrichtungen wie Herzmonitoring, Defibrillator, Herzschrittmacher und Arzneimittel zur Behandlung einer eventuell persistierenden ventrikulären Tachykardie verfügbar sein. Eine Hypokaliämie oder Hypomagnesiämie muss, um das Risiko von Proarrhythmien zu reduzieren, vor Beginn der Behandlung mit Corvert behandelt werden. Nach der Infusion müssen die Patienten während mindestens 4 Stunden, oder solange das QTc-Intervall die Baseline nicht erreicht hat, sorgfältig überwacht werden. Eine längere Überwachung kann bei proarrhythmischer Aktivität erforderlich sein. Die Behandlung der polymorphen ventrikulären Tachykardie umfasst die Infusion von Magnesiumsulfat und den Einsatz eines Herzschrittmachers.
Die Infusion ist sofort abzubrechen, wenn die bestehende Arrhythmie verschwunden ist, wenn neue Ventrikulärarrhythmien auftreten, wenn eine Verschlechterung der bestehenden Arrhythmien eintritt, oder sich das QT oder QTC-Intervall deutlich verlängert (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder
Jugendliche unter 18 Jahren wurden nicht in die klinischen Versuche mit Corvert einbezogen.
Ältere Patienten
Bei den klinischen Versuchen betrug das Durchschnittsalter 65 Jahre. In Bezug auf Pharmakokinetik, Wirksamkeit oder Sicherheitsparameter wurden zwischen Patienten unter 65 Jahren und Patienten im Alter von 65 und darüber keine Unterschiede beobachtet. Deshalb wird für ältere Patienten keine Dosisanpassung empfohlen.
Patienten nach einer Herzoperation
Es wird eine reduzierte Dosis von 0,435 mg (5 ml = ½ Ampulle) empfohlen (siehe Tabelle).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Eine Anpassung der Dosis für Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion wird nicht empfohlen. Weniger als 10% der Corvert-Dosis werden unverändert im Urin ausgeschieden. Bei 285 der mit Corvert gegen Vorhofflimmern oder Vorhofflattern behandelten Patienten war die Clearance von Ibutilid unabhängig von der Nierenfunktion, gemessen mit der geschätzten Kreatinin-Clearance (Streubreite 21 bis 140 ml/min).
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Eine Dosisanpassung wird bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht empfohlen, und zwar aufgrund folgender Überlegungen:
·Die Corvert Infusionslösung dient zur raschen intravenösen Behandlung (Dauer 10 Minuten) und ist für eine bekannte, genau definierte pharmakologische Wirkung (Beendigung einer Arrhythmie) sowie für höchstens zwei Infusionen von je 10 Minuten Dauer dosiert.
·Die hepatische Clearance von Ibutilid ist limitiert durch den hepatischen Blutfluss.
·Die Distribution des Arzneimittels ist vermutlich einer der für das Ende der pharmakologischen Wirkung hauptsächlich verantwortlichen Mechanismen.
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