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Fachinformation zu Jaypirca®:Eli Lilly (Suisse) SA
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die Zusammenfassung des Sicherheitsprofils und Tabelle 4 listen die während der Behandlung aufgetretenen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Jaypirca als Monotherapie aus klinischen Studiendaten. Die unerwünschten Wirkungen basieren auf gepoolten Daten von 704 Patienten, die in klinischen Studien mit Jaypirca Monotherapie 200 mg QD behandelt wurden.
Die Patienten wurden wegen MCL, chronischer lymphatischer Leukämie/kleinzelligem lymphatischem Lymphom (CLL/SLL) und anderen Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) behandelt.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen jeglicher Schweregrade (≥15%), waren Blutungen (34.7%) Neutropenie (27.1%), Fatigue (26.1%), Diarrhö (23.2%), Anämie (18.8%), Hautausschlag (17.9%), Prellung (17.2%), Ödeme (16.2%) und Übelkeit (16.1%) und Thrombozytopenie (15.5%). Laboranomalien Grad 3 oder höher, die bei ≥5 % der Patienten auftraten, waren eine verringerte Lymphozytenzahl (10.6 %) und eine Zunahme der Lipase (7.2 %).
Schwerwiegende unerwünschten Wirkungen wurden bei 25.3% der Patienten unter Jaypirca berichtet. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen, die bei ≥2% der Patienten berichtet wurden, waren Pneumonie (8.1%), Sepsis (4.7%), Neutropenie (3.1%), Zweite Primärmalignome (2.7%), Blutungen (2.6%) und Anämie (2.1%).
Fatale unerwünschte Wirkungen wurden bei 2.3% der Patienten berichtet, am häufigsten durch Infektionen (1.4%) einschliesslich Pneumonie (0.4%) und Sepsis (1.0%).
Unerwünschte Wirkungen führten zu Dosisreduktionen bei 4.5%, einer Therapieunterbrechung bei 27.7% und dauerhaftem Absetzen von Jaypirca bei 5.8%. Unerwünschte Wirkungen, die bei >5% der Patienten zur Dosisanpassung führten war Neutropenie.
Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen von Patienten, die Jaypirca bei maligner B-Zell-Erkrankung erhalten haben, sind nachfolgend nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgelistet. Häufigkeitsgruppen werden durch die folgende Konvention definiert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1'000, <1/100); selten (≥1/10'000, <1/1'000); sehr selten (<1/10'000) und nicht bekannt (kann aus verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe sind die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad geordnet.
Tabelle 4: Unerwünschte Wirkungen bei Patienten, die mit 200 mg Jaypirca QD als Monotherapiea behandelt wurden

                                        Systemorganklasse (MedDRA)      Unerwünschte Wirkung  Häufigkeitskategorie      Grad ≥3a (%)
                                                      (%) (Alle Grade) N=704    
Erkrankungen des Blutes und     Neutropenieb          Sehr häufig (27.1)        23.2
des Lymphsystems                                                                
Anämieb                         Sehr häufig (18.8)    10.4
Thrombozytopenieb               Sehr häufig (15.5)    8.9
Lymphozytoseb                   Häufig                4.0
Verminderte Lymphozytenzahl     Sehr häufig (30.3)    10.6
Augenerkrankungen               Verändertes Sehenc    Häufig                    0.4
Herzerkrankungen                Vorhofflimmern/Vorho  Häufig                    1.6
                                fflattern                                       
Erkrankungen des Gastrointesti  Diarrhö               Sehr häufig (23.2)        1.0
naltraktes                                                                      
Übelkeit                        Sehr häufig (16.1)    0.3
Bauchschmerzen                  Sehr häufig (10.5)    0.9
Leber- und Gallenerkrankungen   AST erhöht            Sehr häufig (18.0)        0.9
ALT erhöht                      Sehr häufig (23.4)    2.0
Lipase erhöht                   Sehr häufig (18.7)    7.2
Allgemeine Erkrankungen und     Fatigue               Sehr häufig (26.1)        1.8
Beschwerden am Verabreichungso                                                  
rt                                                                              
Pyrexie                         Sehr häufig (14.3)    1.0
Ödemec                          Sehr häufig (16.2)    0.7
Infektionen und parasitäre      Pneumonie             Sehr häufig (13.2)        8.9
Erkrankungen                                                                    
Infektionen der oberen          Häufig                0.1
Atemwege                                              
Harnwegsinfektion               Häufig                1.0
Sepsisc                         Häufig                5.4
Verletzung, Vergiftung und      Prellung              Sehr häufig (17.2)        0.1
durch Eingriffe bedingte                                                        
Komplikationen                                                                  
Skelettmuskulatur-,             Arthralgie            Sehr häufig (14.2)        1.0
Bindegewebs- und Knochenerkran                                                  
kungen                                                                          
Gutartige, bösartige und        Zweite Primärmaligno  Häufig                    3.1
unspezifische Neubildungen      mec                                             
(einschl. Zysten und Polypen)                                                   
Erkrankungen des Nervensystems  Kopfschmerzen         Sehr häufig (12.1)        0.7
Periphere Neuropathiec          Sehr häufig (13.6)    1.6
Schwindel                       Häufig                0.0
Erkrankungen der Nieren und     Hämaturie             Häufig                    0.0
Harnwege                                                                        
Erhöhte Kreatinin-Werte im      Sehr häufig (23.1)    0.5
Blut                                                  
Erkrankungen der Atemwege,      Epistaxis             Häufig                    0.0
des Brustraums und Mediastinum                                                  
s                                                                               
Erkrankungen der Haut und des   Hautausschlagb        Sehr häufig (17.9)        1.1
Unterhautgewebes                                                                
Petechien                       Häufig                0.0
Gefässerkrankungen              Hämatom               Häufig                    0.1
Blutungenc                      Sehr häufig (34.7)    2.8
Untersuchungen                  Calcium erniedrigt    Sehr häufig (30.4)        1.3
Kalium erniedrigt               Sehr häufig (15.4)    1.9
Natrium erniedrigt              Sehr häufig (27.3)    0.7
Alkalische Phosphatase erhöht   Sehr häufig (16.1)    0.3
Kalium erhöht                   Sehr häufig (14.1)    1.4
Stoffwechsel- und Ernährungsst  Tumorlysesyndrom      Gelegentlich              0.7
örungen                                                                         

a Schweregradzuweisung basierend auf National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events (NCI CTCAE) Version 5.0.
b Umfasst mehrere Nebenwirkungsbegriffe.
c Der genannte Begriff umfasst weitere damit zusammenhängende Begriffe.
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Lymphozytose
In der allgemeinen Sicherheitspopulation von Patienten der BRUIN-Studie, die eine tägliche Dosis von 200 mg erhalten haben, wurde bei 45% der gepoolten Sicherheitspopulation, nach Beginn mit Jaypirca ein vorübergehender Anstieg der Lymphozytenzahl beobachtet (definiert als ein Anstieg der absoluten Lymphozytenzahl ≥50% gegenüber dem Ausgangswert und ein Wert ≥5'000/μl nach Studienbeginn). Die mediane Zeit bis zum Beginn der Lymphozytose betrug 1.1 Wochen, wobei 75% der Fälle innerhalb von 1.3 Wochen aufgetreten waren, und die mediane Dauer betrug 15.0 Wochen.
Besondere Patientengruppen
Ältere Patienten
In der kombiniert ausgewerteten Sicherheitspopulation der Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen waren 467 (66.3%) Patienten 65 Jahre oder älter, und 181 (25.7%) waren 75 Jahre oder älter. Patienten im Alter von 65 Jahren oder älter berichteten höhere Raten von Nebenwirkungen Grad 3 oder höher, und höhere Raten von schwerwiegenden Nebenwirkungen im Vergleich zu Patienten unter 65 Jahre.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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